Linktipps zum Dienstag

Kurz vor Toreschluß noch ein paar Linktipps. Die Kommentare am Sonntagabend waren an Realitätsverlust und Peinlichkeit nicht zu überbieten (Für einen alten Sack: Die Wahlen sind gemeint :D). Ebenso die Berichterstattung in den letzten 2 Tagen. Einzig positive Ausnahme: Die SZ in gleich 2 Artikeln. Zerfranste Demokratie — Mit der Zersplitterung der Parteienlandschaft hat das Wahlvolk vor allem der großen Koalition eine Lektion erteilt. SPD und Union beten lieber das Ergebnis schön und widmen sich Machtfragen. Mit Tante Merkel und Onkel Kurt befasst sich der zweite Artikel. Weil CDU und SPD jetzt alles andere brauchen als Grundsatzdiskussionen, reden sich Angela Merkel und Kurt Beck die Wahlergebnisse schön. Einen Glückwunsch an die Grauen. Unter den Kleinen sind die Grauen spitze. 52 892 Berliner haben am Sonntag der «Generationenpartei» die Stimme gegeben, das reicht für 3,8 Prozent und Fraktionsstärke in drei Bezirken. Wundern tut das alles nicht, man muss sich nur die jetzt schon gescheiterte Vorturnerin anschauen. Merkels Bilder — Die Vision einer Republik mit bürgerlichen Werten hat sich ebenso schnell abgenützt wie Schröders Neue Mitte.

Dass es in unserem Land mittlerweile ehrenamtlichen Polizeidienst gibt, habe ich erst durch diesen Artikel erfahren: Nach Erfahrungen in anderen Städten wird im neuen Jahr auch in Frankfurt der Freiwillige Polizeidienst starten. Bis zu 90 Ehrenamtliche sollen etwa in Parks und auf Friedhöfen Streife laufen. Bis der erste erschossen wird, Zitat von gestern Abend aus dem Jabber. Unglaublich. Kurz zu unseren Parasiten, ein gelber Stern ist es noch nicht. In Hamburg erhalten arme oder überschuldete Kunden der Hamburger Sparkasse (HASPA) besondere Kontonummern, an denen Fachleute ihre Armut sofort erkennen können. Wer wirklich von der Hartz-Gesetzgebung profitiert, darüber können evtl. unsere ach so karitativen Einrichtungen Auskunft geben. Profiteure der Armut — Mit Einkaufsgutscheinen ködert derzeit die Hamburger SBB Kompetenz gGmbH ehemals Beschäftigte Ein-Euro-Jobber. Medienwirksam festgenommen, der erste der sogenannten Bahnbomber wurde nun fast unter Ausschluß der Öffentlichkeit freigelassen. Der nach anfänglichem Terrorverdacht freigelassene syrische Student aus Konstanz hat seine Unschuld beteuert. Anschuldigungen eines mutmaßlichen Kölner Kofferbombers, er sei an den fehlgeschlagenen Anschlägen beteiligt gewesen, seien falsch. Vielleicht haben unsere Behörden einfach nur gut bei Freund Bush gelernt, oder war es andersrum, whatever. Das Memorandum zeige, so faßte die NYT zusammen, daß Präsident und Premierminister anerkennen mußten, daß innerhalb des Irak keine unkonventionellen Waffen gefunden wurden. Angesichts der Möglichkeit, daß sie vor einer geplanten Invasion auch keine finden werden, sprach Mr. Bush über mehrere Varianten, eine Konfrontation zu provozieren. Das schloß den Vorschlag ein, ein US-Spionageflugzeug in den Farben der Vereinten Nationen anzustreichen in der Hoffnung, daß es beschossen würde ? oder Mr. Hussein zu ermorden.

Mit einem Linktipp zu einem kostenlosen Iconset Notizbuch möchte ich einfach mal auf pixelgraphics.de hinweisen. Ganz feine Sache das Blog, auch für grafische Nixblicker wie meine Wenigkeit. English Russia ist auch immer einen Klick wert, hier eine Fotoserie zu Tschernobyl, bedrückend, erdrückend und doch — sehr interessant. Solltet Ihr mal Euer WordPress-Blog löschen wollen, hier das finale Plugin. 😀 WordPress Suicide.

2 Software-Hinweise. Die Opensource-DVD gibt es nun in Version 2.0. Insgesamt finden auf der Scheibe nun 220 feine Programme ihren Platz. Opera ist in der Version 9.02 RC2 angekommen — die Weekly Builds werden nun trotz des Fortganges von Trond Werner Hansen weiter fortgesetzt. Ein Happy Birthday geht an Linux. Am 17.09.1991 veröffentlichte Linus Torvalds die Version 0.01 seines Kernels. Golem.de schaut in einem feinen Artikel zurück. Obwohl noch gar nicht Weihnachten ist, brennt auf Schalke mal wieder der Baum. Mittendrin: Nationalspieler Asamoah, Spielerberater und ein (überforderter) Manager. Was als stille Post begann, ist nun ein Problem: Der Fall Gerald Asamoah gefährdet das Geschäftsmodell des Bundesligisten aus Gelsenkirchen.

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