links for 2007-07-06

Eine Antwort zu “links for 2007-07-06”

  1. Oliver sagt:

    Albrecht Müller spricht da schon wahre Worte insgesamt, sieht aber auch einiges durch die sozialdemokratisch geprägte rosarote Brille, die auch er nicht (mehr) so leicht ablegen kann und vielleicht auch insgeheim gar nicht will.

    Er sieht z.B. noch Größe wo schon zu seinen früheren polit. aktiven Glanzzeiten keine mehr vorhanden war, als schon, wie bei jeder Generation zuvor, die sozialdemkratische Bullshit-Rethorik usus war.

    Der Grund das heute die Menschen oft deprimiert daherkommen, liegt wohl auch daran das Industrie und Staat fortwährend das Volk abwerten. Die Industrie ob der monetären Gelüste, denn ein Sklave in der Volksrepublik wird immer rentabler sein als jeder der mit Arbeit seinen Lebensunterhalt verdienen muß und zum anderen der Staat, der ob Machterhalt und ausgeprägtem Lobbyismus der Industrie willig alles durchreicht.

    Andererseits wacht auch der Mensch heute langsam auf, das Internet hilft da gewaltig — wenngleich auch die mediale Flut wiederum so manchen massiv überfordern kann. Wir können heute Dinge wissen, wenn wir in der Lage sind die richtigen Filter in der medialen Flut zu aktivieren, die vor 10–15 Jahren noch undenkbar waren. Einfach weil ob der vorhandenen Quellen die Information rein mittels Verblödungsstrahler und alter Medien allgemein weitergereicht wurde. Und das jedoch auch mit aktiviertem Filter, gemeinhin auch als Zensur bezeichnet.

    Diese Verblödung fand und findet z.B. immer noch statt, indem man fortwährend versucht die 68er als Heuchler zu degradieren, ob einiger Trittbrettfahrer die auch nochmals nur dem eigenen Vorteil entgegen arbeiteten und heute ihre ehemalige «Zugehörigkeit» lauthals postulieren. Diese findet weiterhin statt, indem man immer noch heute von der glorreichen Wirtschaftswunderzeit fabuliert, die jedoch nur dadurch erreicht wurde, indem man die Industrie reich beschenkte und die arme Wurst namens Deutscher Michel bei Null anfangen ließ. Die Industrie stieß sich zu jeder Zeit gesund und überstand auch den Krieg recht gut, schon in dieser Zeit wußte man wie man mit Zwangsarbeitern den Gewinn maximieren konnte.
    Und last not least die Mär von den großen Kanzlern, Brand und Schmidt. Ersterer ein Heuchler der bei der ersten großen Koalition ebenso willig mitspielte, ob der Macht und letzterer jemand der mit gewaltigen Reden allerlei Blödsinn verbreitete und auch heute noch gerne dabei ist dies zu tun. Wir finden uns da aktiv in der sozialdemokratischen Märchenstunde wieder. Sozialdemokratische Kritiker gab es schon aus den eigenen Reihen in der Weimarer Republik und die Argumentation gegen die eigene Partei, gegen das Wirken war immer identisch, eben nur in Nuancen an den temporalen Kontext angepaßt.

    Ja das sind so die Dinge, die Volk teils heute erkennt. Das früher die Politik eben nicht besser war, keinen Deut, das geheuchelt, gelogen wurde um die eigene Macht zu erhalten.

    Unterschied nur, zu jener Zeit wußte man noch, das man Volk nicht permanent treten darf, wenn man ihm schon alles aus den Taschen zieht. Klar war es vor 20 Jahren also besser, man wußte weniger und Knall auf Fall konnte eine Regierung nie etwas machen. Aber jede Regierung zuvor stellte die Weichen für noch größeren Schwachsinn der Nachfolger. Und deshalb kann ich in Müller allenfalls eine geläuterte Person sehen und das ist auch legitim, aber viele seiner Schlußfolgerungen sehe ich definitiv nicht so und seine Vergangenheit, sein Wirken, muß ich ebenso in Rechnung stellen.

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