Liebe Piraten, wir müssen reden!

piraten_dystopie

Ich bin sauer. Sauer, sauer, sauer, sauer, sauer. Ich habe Euch Piraten in den letzten Jahren schon stark kritisiert, aber unterm Strich immer gewählt und vor der Wahl in Berlin eine Wahlempfehlung abgegeben. Nicht falsch verstehen: Ihr schuldet mir rein gar Nichts, Ihr seid mir gegenüber zu Nichts verpflichtet. Trotzdem müsst Ihr jetzt meine Kritik aushalten. Und wenn ihr Größe habt, denkt Ihr vielleicht mal drüber nach.

Seit 12 Tagen wird täglich ein Elfmeter nach dem anderen für Euch gepfiffen: 0zapftis ist in aller Munde. Und was kommt von der Piratenpartei? Nichts. Eine lächerliche Anzeige, peinliche Presseerklärungen, sonst herrscht Schweigen. Ihr trefft den Ball nicht einmal, der auf dem Elfmeterpunkt liegt und diskutiert mit dem Schiedsrichter, ob nicht vielleicht doch in indirekter Freistoß ausgereicht hätte.

Nun könnt Ihr Euch ob des schwarz-gelben und rot-grünen Desasters zurücklehnen und die Ernte einfahren. Klappt sehr gut, wie die neuesten Umfragen zeigen. Doch als eigentlich überzeugter Wähler erwarte ich mehr. Insbesondere wenn es um Euer Kernthema geht. Ich erwarte weiß Gott noch keine Antwort auf den Euro, Griechenland oder auch den Sozialstaat.

Aber: Bei #0zapftis geht es um Euer Kernthema!

Ihr hättet täglich die etablierten Parteien vor Euch hertreiben müssen. Wozu trägt eine Marina Weisband den Titel Politische Geschäftsführerin spazieren? Es gibt keinen Generalsekretär, also sind bei Euch die Politischen Geschäftsführer gefragt. Das Einzige, was ich bisher von Ihr vernommen habe, ist die Tatsache, dass sie aufgrund ihrer privaten Tweets Kritik einstecken musste.

Wisst Ihr was: Das interessiert mich nicht. Ob sie nun Medikamente zum Frühstück einnimmt oder nicht — ihre Sache. Ob sie das nun veröffentlicht oder nicht — ihre Sache. Wenn sie ihren Job nur halbwegs kompetent ausfüllen würde, würde nicht darüber diskutiert, sondern über ihre Diskussionsbeiträge und Forderungen an die Bundes-, die Landesregierungen und die Sicherheitsbehörden. Dass dies nicht der Fall ist, sie aufgrund ihrer Wehwehchen von jetzt.de interviewt wird, unterstreicht nur Eines: Ihr Inkompetenz!

Das gleiche gilt für Euren sogenannten Pressesprecher des Bundesvorstandes, Christopher Lang. Den Namen musste ich gerade erst einmal googeln. Realsatire pur. Ich gehe auf Eure Homepage und den einzigen Artikel, den ich seit dem 09. Oktober finde, ist der zur lächerlichen Anzeige. Gut, positiv ausgedrückt, damit wart ihr kurzfristig in den Schlagzeilen. Aber sonst? Was macht der Herr Lang den lieben ganzen Tag? Und bevor die Ausrede kommt: Auch die meisten Blogger und die ehrenamtlichen Mitglieder des CCC haben noch einen Job.

Natürlich sind mir die wenigen Interviews von Sebastian Nerz, einmal gemeinsam mit Christopher Lauer, nicht entgangen. Entschuldigt mal bitte: Die, die Euch nicht aus Protest gewählt haben, haben das nicht getan, damit Ihr bei so einem Skandal mit Wattebäuchen schmeißt. Ihr wurdet von denen gewählt, die das aus Überzeugung getan haben, damit dem sicherheitspolitischen Einheitsbrei eine Stimme entgegengesetzt wird. Und ja, den Rant von Christopher Lauer habe ich auch gelesen. Das war aber eher ein privates sich Luftmachen, als eine klare politische Aussage.

Als Politische Geschäftsführerin und als Pressesprecher hätte man in den letzten 12 Tagen sehr viel Spaß haben können. Täglich hätten Kommentare, Forderungen erscheinen müssen. Ja, müssen. Aber nein, den Pressesprecher muss man googeln und von der Politischen Geschäftsführerin erfahre ich, dass sie gerne wissen würde, was Angela Merkel in ihrer Freizeit zeichnet.

Ich glaube, es hackt!

Die Grünen fordern die Offenlegung der 0zapftis-Verträge mit DigiTask. Die FAZ (Schirrmacher!) fordert fast unverblümt den Rücktritt Friedrichs. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung fordert einen komplettes Verbot der staatlichen Computerwanze, weil ein verfassungskonformer Einsatz nicht möglich ist. Die FAZ stellt fest, dass unsere Sicherheitsbehörden außer Kontrolle sind. Die Zeit entfacht eine Diskussion über den Richtervorbehalt. Uswusf.

Wo waren die Erklärungen der Piratenpartei? Wie gesagt, die wenigen Interviews von Nerz habe ich vernommen. Das heißt, ich weiß, dass sie stattgefunden haben. Inhaltlich ist mir da wenig bis gar nichts in Erinnerung geblieben. Stopp, Moment, er hat geheiratet. Auch eine Meldung. Aber das ist verdammt nochmal alles kein Grund, warum viele Menschen Euch aus Überzeugung gewählt haben, nicht aus Protest.

Nein, es geht mir um Eure Kernthemen!

Und jetzt kommt mir nicht, die Pressemitteilungen von Lang und die Statements von Weisband müssen erst abgesprochen, verifiziert, vom Parteitag, der Basis und auf dem Mond abgesegnet werden. Weisband wie auch Lang sind in ein Amt gewählt. Das heißt, sie haben das Vertrauen erhalten, ihren Job für eine gewisse Zeit auszufüllen, ohne vorher Mami um Erlaubnis zu bitten. Hinterher haben sie sich für ihre Arbeit rechtfertigen, aber ganz bestimmt müssen sie sich nicht jeden Text absegnen lassen. Ihr seid jetzt keine Apo mehr, Ihr seid nun eine politische Stimme.

Seid nicht länger stumm!

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, dass ich noch nicht einmal über Euer rechtes Problem gesprochen habe, wird mir ganz anders. Auch hier sind Entscheidungen dringend von Nöten. Politik heißt, Entscheidungen zu treffen. Politik heißt, Verantwortung zu übernehmen. Wenn Ihr das nicht könnt, dann lasst es. Dann beweist Ihr gerade, was ich mal vor längerer Zeit geschrieben habe: Es war ein Fehler, eine Partei zu Gründen, ein Verein wäre konstruktiver gewesen.

0zapftis ist ein großer Skandal, eine Staatskrise. Es wurde offenkundig Verfassungsbruch begangen. Unser Bundesinnenminister verteidigt dies in einem Interview mit der FAZ. CDU, FDP, SPD und Grüne spielen bei der Aktuellen Stunde um Bundestag Ringelpiez mit Anfassen. Doch die größte Enttäuschung der letzten 12 Tage waren die Piraten. Um es in Eurer Sprache zu sagen: Der Fail des Jahres.

Liebe Piraten, aufwachen!

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47 Antworten zu “Liebe Piraten, wir müssen reden!”

  1. Anonymous sagt:

    Während die Piraten einen Elfmeter nach dem anderen versauen, machen sie gleichzeitig ihre Tore viel zu weit für Kritiker auf, die versuchen Kapital aus diesen Fehlern zu schlagen.
    Soweit hätte es nie kommen dürfen, liebe Piraten!

  2. piratenproll sagt:

    Weisband ist das falsche Ziel. Ihre Aufgabe als Politische Geschäftsführerin im Vorstand ist eine innengerichtete. Sie soll die Themenarbeit innerparteilich voran bringen. Einen Generalsekretär haben wir übrigens auch, der ist bei uns aber für die Mitgliederverwaltung zuständig. Hier ist die Geschäftsordnung samt Aufgabenverteilung.

    Ansonsten gebe ich dir aber vollkommen Recht. Der Pressesprecher ist irgendwie im Untergrund, der Vorsitzende begreift überhaupt nicht, was für eine Chance sich da bietet und übt sich in diplomatischer Zurückhaltung, und einer der Beisitzer im Bundesvorstand erzählt lieber mal dem Handelsblatt seine naive «Privatmeinung» über die Griechenland-Rettung. Und wenn man über Twitter o.ä. Kritik übt, wird man bloß angemotzt, dass man doch einfach selber Pressemitteilungen schreiben könnte.

  3. Gaston sagt:

    Das die Piraten gerade bei dem Thema ihre selbsternannte Kernkompetenz nicht nutzt, ist sehr Peinlich. Das «Rant» von Lauer ist selbst als «ein privates sich Luftmachen» schwach gewesen.
    Aber ein positives Beispiel habe ich doch gefunden. Pavel Mayer hat in der FAS (wie ich gelernt habe, nicht FAZ 😉 ) einen lesenswerten Kommentar geschrieben. Das der Titel dann gleich «Netzfreiheit “Die Antwort der Piraten”» heißen musste, hat mich da zwar amüsiert, aber egal.
    Aber ein guter Artikel macht noch keine glaubwürdige Reaktion der Kompetenzpartei “Die Piraten”!

  4. Lasst ihnen doch bitte noch etwas mehr Zeit. Sie haben ihren ersten Tag. Denn in der Politik sind Tage gefühlte Jahre.

    Sie sind neu auf dem Parkett, sie müssen sich erstmal ihre neue Umgebung erkunden. So viele Eindrücke zu verarbeiten. Das Adrenalin abbauen (sonst gleich Burnout) Dinge ordnen, weil auch niemand vorher damit gerechnet hatte in der Dimension einzuziehen.

    Bitte nicht im Keim die neue Denke ersticken, indem man alte Eigenschaften der Politik (andere möglichst unterhaltsam beschuldigen) auf einen neuen Ansatz stülpt.

    Zuhören statt Rumbrüllen war denke ich ein wichtiger Gegenentwurf der Piraten, oder? Ich dachte man will als Pirat weitaus mehr und tiefergehend verändern?

    Aber das kostet einfach verdaaaaaammmmt viel Zeit. Versetz ihr euch mal in die Lage. Nur mal als Gedankenspiel.

    Gebt ihnen noch ein paar Minuten.

  5. Gaston sagt:

    «Lasst ihnen doch bitte noch etwas mehr Zeit.»

    Ach Patrick, wie oft habe ich das in den letzten Jahren gehört. Ich habe mich sehr früh für meinen Weg entschieden. Es war vielleicht nicht immer der Richtige Weg, aber solange ich von meinem Weg überzeugt war, habe ich diesen Vertreten mit aller Konsequenz.
    Die Unfähigkeit und Unglaubwürdigkeit wird nicht sehr lange die Wähler an einen Binden und bis zur nächsten Bundestagswahl kann es bei der Inkompetenz von SPD und Grüne noch ein Weilchen hin sein.
    Ja, die Piraten wurden belächelt, man erkennt, nun vielleicht, das man die Themen der Partei ernst nehmen muss. Das wird dieser Partei nicht lange helfen, wenn Sie sich weiter selbst so Inkompetent verhält.
    Gerne zieht man vergleiche mit den Grünen und deren Beginn. Dann sollte man sich die auch mal genauer ansehen, den Beginn der Grünen. Egal was man jetzt von Ihnen sagen kann, aber die Grünen haben ab der ersten Stunde Ihr Maul aufgemacht. Sie haben Ihre Standpunkte lautstark verkündet, egal das Sie von den Medien ignoriert wurden (na, merken die Piraten was, mit Ihrem Gejammer über die pöse pöse Presse?).
    Die Piraten haben Zeit zu lernen und zwar das Politikgeschäft. Dazu werden sie als Newcommer in den Parlamenten als Opposition Zeit haben, so wie die Politische Landschaft sich derzeit zeigt.
    Aber das die PiratenPARTEI als ebensolche nichts zu Wege bringt, ist eine Enttäuschung. Entweder sie identifizieren sich nicht mit Ihren eigenen Kompetenzaussagen oder noch schlimmer, sie sind nur vorgeschoben für eigene Interessen.

  6. Thaniell sagt:

    Kann man derzeit leider nur voll unterschreiben. Viel zu sanfte Handhabe bei DEM Thema. Zumal man sich auch nicht mit «braucht Zeit Positionen zu finden» rausreden kann, die Bundestrojanerdiskussion ist ja nun schonmal ein paar Jahre alt und liegt definitiv im piratigen Kernbereich!
    Mannmannmann, ein Tick weniger diplomatisch bitte wenn’s um sowas geht!

  7. Anonymous sagt:

    Ich weiß nicht wer oder was Du bist. Jedoch was es geschrieben hat, spricht aus was ich denke. Ich habe die Piraten auch gewählt. Ich bin jetzt sogar Mitglied geworden.
    Warum wirst Du kein Pirat? Habe ich einen Fehler gemacht? Mag sein, jedoch brauchen wir etwas neues, darin sind wir uns wohl einig. Gebe dieser Partei ein wenig Zeit. Es ist momentan die einzige Hoffnung die unser Land hat.
    Wenn wir als Piraten versagen sollten, würde ich dir anbieten eine neue Partei gemeinsam mit mir zu gründen, deren Motto lautet «Anspruch und Realität»

  8. Markus sagt:

    Also ich persönlich mag keine Partei, die in jede sich bietende Kamera oder Journalistenohren ein mit größtmöglicher Lautstärke und kleinst möglicher gedanklicher Durchdringung die stärkstmögliche Angriffe loslässt. Vielleicht bin ich naiv oder was man mir auch immer vorwerfen will, aber eine Partei, die zuwenig rumholzt deutlich lieber als eine Partei, die zuviel rumholzt.

    In einem hast du Recht, der Pressesprecher und der Vorsitzende muss zu diesem Thema viel präsenter werden. Aber alles mögliche zu forden, auch wenn das berechtigt ist, ist kein Qualtiätsmerkmal einer Partei. Wenigstens nicht das Entscheidende.

    In einem hast du sicher nicht recht. Du willst die Piraten scharf kritisieren und dabei ist dir die mutige Anzeige irgendwie im Weg. Also diffamierst du diese als «lächerlich». Das ist falsch. Diese Anzeige ist etwas konkretes. Und das ist viel mehr wert als 50 Forderung nach Rücktritten, die von einer Kleinpartei (Ja, die Piraten sind knapp noch so eine) eh nicht ernst genommen werden.

    Wenn diese Anzeige «lächerlich» ist, was ist dann für dich ein konkreter Schritt um den Rechtsstaat wieder zur Durchsetzung zu verhelfen?

    Ich jedenfalls vertraue einer Partei, die viel denkt und zuwenig sagt mehr, als einer Partei, die es andersherum praktiziert.

  9. […] mal wieder) enttäuscht. Christian von F!XMBR hat gestern einen schönen Artikel mit dem Titel “Liebe Piraten, wir müssen reden!” eingestellt. Mit einem Augenzwinkern kann man den Artikel wie folgt zusammenfassen: Liebe Piraten, […]

  10. Grainger sagt:

    Das die Piraten Zeit brauchen: schön und gut!

    Aber das bedeutet doch nicht, dass man sich hinsetzt und wenig bis gar nichts tut. Sich diplomatisch gegenüber der «Konkurrenz» zu verhalten kann auch unmöglich Aufgabe einer relativ neuen Partei sein.

    Ich erwarte keinen blinden Aktionismus, aber ich frage mich natürlich schon, wenn die Piraten bei einem (nicht gerade neuen) Thema ihrer angeblichen Kernkompetenz schon so versagen, was soll ich denn erst von ihnen erwarten, wenn sie mit Fragestellungen konfrontiert werden, in denen sie sich weniger kompetent fühlen.

    Von den etablierten Parteien (das schließt inzwischen die Grünen mit ein) erwarte ich ja schon nicht viel, wenn ich diese Erwartungshaltung gleich 1:1 auf neue bzw. junge Parteien übertragen darf, kann ich es mir zukünftig auch ersparen, diese zu wählen.

    Ich wäre sogar bereit, den Piraten den einen oder anderen Fehler oder etwas Übereifer zu verzeihen, das wäre immer noch besser als mit offenem Mund und Speichelfäden am Kinn da zu sitzen und den großen Jungs beim Spielen zuzusehen.

    Ich habe den Piraten bei unserer diesjährigen Kommunalwahl meine Stimme gegeben, wenn sich da aber nicht schleunigst etwas tut war das ein für mich einmaliges Experiment.

    Im Augenblick geben die Piraten eine Vorstellung zum Besten, bei der jeder Wähler sich zu Recht fragen muss, warum er ihnen überhaupt seine Stimme gegeben hat.

  11. Oni sagt:

    Ich glaube (von außen betrachtet), dass das vor allem ein strukturelles Problem der Piraten ist. Vor ein paar Wochen hat der Bundesvorsitzende irgendwas gesagt (ich weiß nicht mal mehr worum es ging) und wurde sofort von allen angegangen, weil das nicht in von Vollversammlung Parteitag genehmigt war. Bei #0zapftis hat sich dann keiner mehr getraut.
    Sorry, aber so kann eine *Partei* nicht funktionieren. Wie Christian schon schrieb, wenn ihr einen Vorstand wählt, dann darf der auch sich zu aktuellen Themen äußern ohne vorher bei der Basis nachzufragen. Sonst kommt so ein Murks raus wie wir ihn aktuell erleben.

    Ich weiß nicht wie fest dieses falsch verstandene Basisverständnis sitzt, ich fürchte da kann man den Kurs nicht so schnell ändern wie es nötig wäre.

    Außerdem scheinen Piraten sehr empfindlich zu sein. Das sieht man immer wenn jemand sich satirisch oder kritisch zu ihnen äußert, da zieht gleich ein Shitstorm ohne gleichen auf. Und leider passiert das auch wenn ein Bundesvorstand etwas sagt, was nicht jedem passt. Bei aller Transparenz, wenn es nicht gerade um ein Kernthema geht und er völlig daneben greift, dann ist es manchmal besser seine Wut erst mal zu unterdrücken und zu überlegen, ob man wirklich sofort widersprechen muss.

  12. Enno Lenze sagt:

    Schön, dass du deinen Forderungskatalog offen zugänglich machst. Ich habe auch eine ganze Liste Dinge von denen ich will, dass du sie mir erfüllst. Aber so funktioniert das nicht. Also, mach mit, helfe bei der Pressearbeit und mache es selber. Immer nur fordern klappt nicht.
    Gruß, Enno

  13. @piratenproll:

    Weisband ist das falsche Ziel. Ihre Aufgabe als Politische Geschäftsführerin im Vorstand ist eine innengerichtete. Sie soll die Themenarbeit innerparteilich voran bringen.

    Weisband war eine von drei Personen, die in der Bundespressekonferenz aufgetreten sind. Da kommt selbst aus den etablierten nicht Jeder rein. Es ist also wenig glaubwürdig, wenn nun behauptet wird, sie sei dafür nicht zuständig.

    @Enno:

    Ich war, bin und bleibe es: politisch unabhängig. Aber Anregungen gebe ich gerne

  14. Stephan Eisvogel sagt:

    Wenn du willst, dass Piraten weiterhin dein Blöckchen lesen, dann empfehle ich, keine weiteren Anleihen bei anderen Bloggern hinsichtlich der Titelgestaltung zu nehmen. Kommt oberlehrerhaft und richtig schlecht rüber.

    Ausserdem glaubst du ja wohl selber nicht, daß die Opposition — hier die Melonenpartei — auch nur einen Finger krumm gemacht hätte, hätten sie nicht fürchten müssen, daß wir Piraten zuerst auf den Trojaner-Kahn des CCC aufspringen, um am Ende womöglich noch weiter Boden gegen sie gutmachen. Das heisst, allein unsere Existenz mitsamt den aktuellen Umfragewerten war bereits hinreichend, um dem Thema im Bundestag die berechtigte Aufmerksamkeit zuzuschanzen.

    Also Vorsicht, wen du hier versuchst kleinzuschreiben. Sonst könnte es sein, daß du bald wieder die Union-SPD-Grüne-Linke Einheitsbreit-Show zum Frass vorgesetzt bekommst und nochmal 30 Jahre warten kannst, bis die nächste «Piratenpartei» an die Tür des Bundestags klopft. Um auch deine Bürgerrechte anzumahnen.

  15. >Also Vorsicht, wen du hier versuchst kleinzuschreiben.

    Vorsicht? Statt hier infantile Drohungen auszuspucken, versucht das ganze mal öffentlich. Wirft sonst eher auch nur ein schlechtes Bild auf die Piraten, wenn zwar in der Deckung die Rambos die Scheingefechte abliefern, jedoch auf der großen Bühne mit Weichspüler angestoßen wird.

    >Sonst könnte es sein, daß du bald wieder die Union-SPD-Grüne-Linke Einheitsbreit-Show zum Frass vorgesetzt bekommst und nochmal 30 Jahre warten kannst, bis die nächste «Piratenpartei» an die Tür des Bundestags klopft

    Bis jetzt nur Worte … ob orange, grün, rot, schwarz. Die Piraten erinnern an keine Partei, sondern nur an die dot.com Blase.

    >Um auch deine Bürgerrechte anzumahnen.

    Ich glaube das klappte auch schon vorzüglich ohne irgendwelche Piraten. Ohne CCC, Humanistische Union & Co wären wir arm dran, der Rest ist Blafasel.

  16. Thomas Buhr sagt:

    Auch ich als AKTIVES Mitglied hätte mir mehr Medienkompetenz bei dem Thema gewünscht. Ja, die meisten Kritikpunkte sind berechtigt.
    Aber wir müssen das alles noch lernen! Die wenigsten Mandatsträger sind ausgebildete Profis,sondern aus Überzeugung in der Piratenpartei.
    Aber ich kann Dich beruhigen wir in NRW halten bereits Schulungen ab,in denen man den Umgang mit der Presse «erlernt» bzw. verbessert.
    Gib uns Zeit und hilf uns weiter mit Deinen sachlichen Kritiken.

    Gruß aus Aachen

  17. Simon90L sagt:

    wäääääähhhh wääääähhhhhh wääääääääähhh … meine Güte was erwartest du eigentlich? Sollen die Piraten das LKA in Bayern stürmen? Oder vlt. gleich den Herrn Friedrich auf nen Scheiterhaufen zerren? Die Piraten haben schon verdammt viel erreicht… und nein ein Verein hätte das nichtmal ansatzweise geschafft 😉

  18. Die letzten Wochen verfolgt? CCC und so? Die Piraten haben bis jetzt genau Eines erreicht: Nichts. m(

  19. Gaston sagt:

    «Die Piraten haben schon verdammt viel erreicht… und nein ein Verein hätte das nichtmal ansatzweise geschafft 😉 »

    Stimmt!
    –> Piratenpartei Berlin. Letzer aktueller Eintrag vom 28. September!
    –> Presseportal der Piratenpartei Berlin. Letzter Eintrag vom 19.09.2011

    Das hätte kein Verein je geschafft!

    Mehr als diese ironische Bemerkungen scheint inzw. Perlen vor die Augenklappen zu werfen.

  20. … mit fremden Federn schmücken. Liebe Piraten, etabliert seid ihr auf jeden Fall.

  21. Holger sagt:

    @Gaston

    Die aktiven in Berlin dürften aktuell vor allem in der Fraktion gebunden sein. Der letzte Eintag im Fraktionsportal ist von Vorgestern (20.10.)

  22. Gaston sagt:

    Was ist denn das für’n Link?
    Ich sehe nur Werbung! Oder muss man irgendeiner Community angehören, um die Ehre zu haben, den Gedankengängen der Piraten verfolgen zu dürfen?
    Und was soll mir das sagen? Das die Kompetenzpartei für’s Internet nicht in der Lage ist, die eigene Seite aktuell zu halten?

  23. Mein Fehler. Hatte den Link «schön» 😀 gemacht. Dabei falschen Link eingesetzt. Nun passt er…

  24. Gaston sagt:

    Ah, dann ist es klar. 😉

    Jetzt bin ich auf die Seite gekommen und? wo ist da die Reaktion zu finden?
    Also weder mit der Suche nach «Trojaner» oder «Chaos Computer Club» oder «CCC» wurde ich in der dafür in Frage kommenden Zeit fündig.
    Nach viel suche bin ich dann tatsächlich in einem über mehrere Klicks aufrufbaren PDF fündig:

    «Bundestrojaner
    Es gab eine Pressekonferenz, an der Alex teilgenommen hat.
    Alex M.: RTL hat 3 Sekunden davon berichtet: Rest auf meinem Blog.»

    Holger, das ist natürlich enorm, was da von den Berliner Piraten kommt, bzw. gekommen ist. (muss ich da jetzt noch «Vorsicht Ironie» zuschreiben?)

  25. amogorkon sagt:

    Wozu? Wir Piraten haben zur Zeit jede Menge Aufmerksamkeit von allen Seiten. Nun denken die etablierten Parteien sie könnten sich profilieren in unseren «Kernthemen» indem sie Positionen einnehmen die man uns zurechnet. Wenn das dazu führt, dass so Irrsinn wie der Bundestrojaner gestoppt wird, haben wir ein Ziel schon erreicht. Je lauter wir jetzt schreien würden, desto eher müssten die Etablierten aus Prinzip dagegen sein.
    Reverse Psychologie ftw.

  26. sympathizer sagt:

    Liebe Piraten! So bekommt man Aufmerksamkeit für fortschrittliche und liberale Politik. Seid Avantgarde! Wenn die Blockparteien eure Forderungen übernehmen, dann geht ein Stück weiter in die richtige Richtung, statt euch zurückzunehmen. Wenn rot/grün rechtstaatliche Trojaner-Bespitzelung anmahnt, dann kritisiert das als vollkommen unzureichend und fordert die sofortige Abschaffung jeglicher staatlicher Computerspionage und –sabotage. Und zwar nicht am Stammtisch, sondern auf Pressekonferenzen.

  27. Naja, die Linke nun als fortschritllich zu bezeichnen, ist auch nur Realsatire. Und der Begriff «Blockparteien» ist auch nur ein Begriff aus längst vergangenen Zeiten… m(

  28. Also der Wahnsinn hat Methode? Man übt sich im Kohlschen Aussitzen, treibt Geschlichtsklitterung a la Apple und lebt die Jobsche Realitätsverzerrung bis zum bitteren Ende. Sorry für die Vergleiche, aber ich höre und sehe nichts. Und wer sich auf Berlin ausruht, bekommt allenfalls einen bundesrepublikanischen Arschtritt.

  29. Thaniell sagt:

    @Markus: Grundsätzlicher weniger Geschrei und mehr sinnvolles Gespräch definitiv! Ich find die Anzeige auch nicht schlecht, nur ist es extrem schade, dass die Piraten gerade beim Trojaner z.B. noch keine konkreten Vorschläge machen, wie das gefälligst einzuschränken ist und zwar über das zusätzliche Kontrollgremium (welche Farce, die schlechte technische Umsetzung ist ja sowieso nur ein Nebenschauplatz — ein erschreckender zugegebenermaßen) hinausgehend.
    Wobei es auch nur noch nicht bei mir angekommen sein mag — aber was ich bisher las, war immer erstmal ein Eingeständnis, das man ja gar nicht total dagegen ist, um sich ja nicht als «extremestische Chaoten» zu outen, jedenfalls wirkte es auf mich immer so.

  30. Andreas sagt:

    Hallo Christian,

    man kann den Piraten vielleicht vorwerfen, nicht jeden Tag erneut die gleiche Sau durchs Dorf zu treiben und Forderungen an die Regierungsparteien zu richten. Andererseits hört mit der Zeit kaum mehr jemand auf den Rufer, wenn er sich immer und immer wiederholt — und die CDU/CSU/SPD hat das Aussitzen zum Prinzip erkoren. Hier zählt vielleicht Hartnäckigkeit mehr als sich in blindem Aktionismus zu verrennen.

    Ich sehe es durchaus als einen Erfolg der Piratenpartei an, wenn auch andere Parteien das Wort ergreifen und in die gleiche Kerbe schlagen. Wichtig ist nämlich das Ergebnis. Wenn nämlich die Piratenpartei andere Parteien dazu bringen kann, die Programmpunkte der Piraten zu übernehmen und umzusetzen (und seis nur der Sorge um die eigenen Wahlergebnisse wegen), während die Piraten selbst nicht in den entscheidungsfähigen Positionen sitzen, dann profitieren davon Grundrechte, Freiheitsrechte und damit zuletzt auch die Bürger. Schlussendlich kommt es doch auf nichts anderes an.

    Deswegen meine Bitte: Wähle die Piraten auch weiterhin, wenn sie Dir vertrauenswürdig genug erscheinen. Angesichts der derzeitigen Umfrageergebnissen besteht sogar die Chance, dass Deine Stimme dann nicht verschwendet wird. Und wenn die Piraten auf Landes– und Bundesebene aktiv Oppotisionsarbeit machen, wirst Du vielleicht auch mehr Interviews und Stellungnahmen lesen können.

    Andreas

    BTW: Hier gibt’s doch noch ein neues Interview für Dich.

  31. Ja, zu dem Interview sage ich mal nichts. Der Nerz ist als Parteivorsitzender eine Katastrophe — und das ist noch harmlos ausgedrückt.

  32. Andreas sagt:

    Lieber Christian,

    wenn Du Dich politisch neutral präsentieren willst, würde ich an Deiner Stelle nicht über die Eignung von Leuten für Positionen innerhalb einer Partei spekulieren, der man selbst nicht angehört. 😉
    Ich bilde mir auch ein, Leute zu kennen, die es besser machen können als Merkel in ihrer Rolle als Bundeskanzler(in). Aber ihre Eignung für Positionen innerhalb der CDU kann ich als Nicht-Mitglied nicht beurteilen.

    Was er als Politiker der Piratenpartei macht, steht auf einem anderen Blatt. Und ich glaube, das er konstruktive Kritik auch annehmen würde, wenn Du ihm einfach eine nette Email schreibst.

    Ansonsten kann ich nur soviel sagen: Es gibt immer jemanden, manchmal auch mehrere, die es besser machen könn(t)en. Ich fordere alle, die sich angesprochen führen, auf: Werdet Mitglied, kandidiert, lasst Euch wählen und macht es einfach. Wenn die Posten mit den jeweils fähgsten Leuten besetzt sind, kommt es der Partei nur zugute.

    Aber ich prophezeihe Euch: Auch dann wird jemand kommen und meinen, er könnte es besser machen. :-)

    Andreas

  33. Neutral? So ein Blödsinn, um nicht zu sagen infantil. Ich habe niemals behauptet, neutral zu sein. Im Gegenteil, wir haben hier schon öfter auf F!XMBR dargelegt, dass selbst Journalismus nicht neutral sein kann. Es schwingt immer subjektive Meinung mit.

    Es ist meine Meinung und Einschätzung, nicht mehr und nicht weniger.

    Und ja, es gäbe unzählige Leute, auch Piraten, die es besser machen könnten als Nerz. Der einzige Grund, warum er Parteivorsitzender ist, ist die Örtlichkeit des Parteitages, auf dem er gewählt wurde.

  34. Andreas sagt:

    «Ich war, bin und bleibe es: politisch unabhängig.«
    Für mich persönlich besteht da nicht viel Unterschied. Wenn ich unabhängig bin, muss ich mich neutral gegenüber den internen «Problemen» Anderer verhalten… meine Meinung.
    Ich kann das Fussballspiel kritisieren, aber ich würde nie sagen dass der Trainer seinen Posten schlecht macht, wenn ich nicht Mitglied des Vereins bin.

    Trotzdem ich möchte mich für das Missverständnis entschuldigen. Alte Leute wie ich sollten um diese Uhrzeit wohl doch besser im Bett liegen. 😉

    Andreas

  35. Das heißt also: Die Piraten dürfen die Arbeit der CDU, der SPD, den Grünen und der FDP nicht kritisieren? Ihr müsstet Euch mal selbst hören. Das ist alles so unfassbar… m(

  36. Andreas sagt:

    Erstens: Ich bin zwar Mitglied, aber kein Sprecher der Partei. Ob andere Piraten diese Meinung auch teilen, kann ich nicht sagen.

    Zweitens: Ich habe — soweit ich das mitbekommen habe — gesagt, dass ICH mir nicht anmassen kann, die Arbeit von Politikern INNERHALB ihrer EIGENEN Parteien zu kritisieren.

    WIE Frau Merkel ihren EIGENEN Laden führt, ist MIR egal. Ob sie bei einem Interview eine gute oder schlechte Figur abgibt, ebenfalls. Und ihre Eignung als Parteivorsitzende der CDU haben die CDU-Mitglieder und nicht ICH zu beurteilen. Mal ganz ehrlich — wenn sie diesen Job schlecht macht, schadet das der Piratenpartei nicht gerade, oder…? :-)
    Wofür ich mir durchaus Kritikberechtigung herausnehme, ist, WAS sie für Politik mit ihrer Partei macht und WOHIN uns diese Politik führen wird. Und gerade weil ich die Politik der CDU/CSU, der SPD und — zumindest teilweise — der Grünen für falsch halte, bin ich bei denen eben nicht Mitglied geworden.

    Wie schon oben gesagt: Ob der Trainer seinen Job schlecht macht, darüber befindet der Verein — der feuert ihn schließlich ggf. auch, nicht die Presse! Meckern, dass zuviel Torchancen vergeben werden, darf meiner Meinung nach jeder. Auch Du kannst der Piratenpartei eine Email schreiben und gute Vorschläge machen — ich bin sicher, dass sie gelesen wird. Der Zuschauer sieht bekanntermassen am meisten vom Spiel.

    Und wenn Du Piraten kennst, die es besser machen können: Nominier und wähl sie doch einfach beim nächsten Parteitag. Aber dazu müsstest Du dann Mitglied sein.
    :-)

  37. Danke, mir ist schon schlecht. Wenn ich die infantilen Volltrottel auf Twitter schreien höre, in den Kommentaren auf netzpolitik.org lese oder auch hier, dann werden ich bestimmt nie Mitglied der Piraten. Da wird einem ganz anders.

    Man kann nur hoffen, dass sich die Vernünftigen innerhalb der Partei durchsetzen, sonst bleibt nämlich das, was Jens Best Euch nebenan auf netzpolitik.org in den Kommentaren ins Album geschrieben hat:

    Ganz ehrlich, und ich meine das in voller Freundschaft zu der Idee der Piraten und der Achtung vor einigen Menschen innerhalb der Piraten, die ich persönlich kennenlernen durfte: Wenn das mit den Piraten so weitergeht, dann schaden die Piraten der Zukunft einer gerechten digital-ergänzten Informationsgesellschaft mehr als sie dazu beitragen können.

    Und die weiteren Kommentare dort von Jens bitte auch lesen. Danke. und bevor ein falscher Eindruck ensteht: Ich meine nicht Dich persönlich.

  38. Andreas sagt:

    Keine Bange, ich nehm’s nicht krumm. Ich wollte nur sicherstellen, das man mich nicht missverstanden hat. Die Leute neigen nämlich dazu, von einer Einzelmeinung auf die gesamte Partei zu schließen, anstatt das Programm durchzulesen.

    Die Kommentare auf netzpolitik habe ich schon gelesen. Und es wird Dich sicher nicht überraschen, dass mir die Antwort von blackspear auf Jens Eintrag (No.3) gefällt. Ein kleiner Beweis, dass es unter den infantilen Volltrotteln auch intelligente Menschen gibt, die auch gegenüber der eigenen Partei selbstkritisch sein können. :-)

    Übrigens: Was die Volltrottel betrifft, die findest Du überall — bei CDU/CSU und SPD halt nur seltener auf Twitter.

    Andreas

  39. Andreas sagt:

    Ach ja, und bevor jemand denkt, dass ich Mitglieder der Partei für Volltrottel halte: Beim Durchlesen der Kommentare auf netzpolitik fällt auf, das viele der «Infantilen» angeben, kein oder noch kein Pirat zu sein.

    Die Mitglieder, mit denen ich bis jetzt Kontakt hatte, machten auf mich stets einen sehr intelligenten und auch durchaus kritikfähigen Eindruck. Einem wie oben beschriebenen Volltrottel bin ich bis jetzt jedenfalls noch nicht begegnet. :-)

    Andreas

  40. >Übrigens: Was die Volltrottel betrifft, die findest Du überall — bei CDU/CSU und SPD halt nur seltener auf Twitter.

    Dies braucht nicht fortwährend betont zu werden, anders als viele Piraten beschäftigen wir uns schon «etwas» länger mit Politik jedweder Couleur. Auch bestehen keine Berührungsängste, ich gebe guten Freunden z.B. nicht den Laufpass, nur weil sie den Piraten, der SPD oder den Linken angehören — ganz im Gegenteil und Chris geht es ganz ähnlich.

    Die «Volltrottel» kennen wir auch von anderen Parteien zu genüge, auch die diversen Kommunikationswege, die diese nutzen. Man muß teils nur Augen und Ohren öffnen. Übrigens bekommen wir diese und ähnliche Argumente von jeder Partei zu hören, mal heftiger, mal weniger betont … sind ja alles nur Menschen :-)

  41. Andreas sagt:

    @Oliver:

    Ich wollte mit diesem Kommentar niemandem zu nahe treten. Nur weil ich politisch andere Ansichten habe, will ich auch keine Partei per se diffamieren.

    In meiner Familie bin ich so gut wie der Einzige, der bei den Piraten ist bzw. sie wählt. Es dürften auch unter meinen Freunden und Bekannten so gut wie alle möglichen Partei-Wähler vorhanden sein.

    Und man kommt trotzdem gut miteinander aus, solange sich alle darauf besinnen, das Meinungsvielfalt eine Demokratie ausmacht.
    :-)

    Andreas

  42. Teckpirat sagt:

    Ich kann dem Artikel nur bedingt zustimmen. Richtig ist sicherlich, dass man aus den Steilvorlagen mehr hätte machen können, da stimme ich dir zu. Richtig ist auch, dass wir das selbst versaubeuteln, wir, die Piraten, niemand anderes.

    Wo ich allerdings widersprechen muss ist, dass es der Vorstand ist der die «Schuld» daran trägt. Das Problem ist vielmehr, dass dem Vorstand im Grunde die Hände gebunden sind. Äußert sich einer von ihnen, gibt es einen Shitstorm der Vorstand sei nur für Verwaltungsangelegenheiten da und soll keine politischen Aussagen treffen, dies sei der Basis vorbehalten. Die Basis selbst äußert sich nur 1-2mal im Jahr, auf den Bundesparteitag und für die Äußerungen einzelner Basispiraten interessiert sich die Presse sowieso nicht. Also, wer soll sich äußern? Vor kurzem hat @Kungler (Beisitzer im Bundesvorstand) im Handelsblatt geäußert:

    Aus meiner Sicht hat er ÜBERDEUTLICH gemacht was seine private Meinung ist und was Parteimeinung. Das Ergebnis? Einige gratulierten ihm zu dem glänzenden Interview und der Rest attackierte ihn wie er dazu komme als Bundesvorstand eine Meinung zu äußern obwohl der BPT zu diesem Thema noch gar nichts beschlossen hat.

    Kritik an den Piraten ist angebracht und zwar an den Leuten die uns Parteiintern lähmen, uns handlungsunfähig machen und damit vieleicht dafür sorgen, dass wir ein kurzfristiger Hype bleiben und bis zur nächsten Bundestagswahl schon wieder abgesoffen sind.

    Ich bin auch für Basisdemokratie, aber wir müssen einen Weg finden diese zu erhalten und TROTZDEM handlungsfähig zu werden wenn es darauf ankommt. Bisher haben wir an diesem Punkt versagt.

  43. Liebe Linken, hier geht es um die Piratenpartei. Danke. Keine Angst, wenn ich Lust habe, kommt auch mal wieder was über das infantile Gebaren der Lötzsch. Hier aber nicht. Danke.

  44. RW sagt:

    @Christian: Zum Thema Nerz kann ich dir nur vollstens zustimmen. Wie kann so jemand Vorsitzender dieser Partei werden?! Mit diesem Vorsitzenden wundert mich gar nichts mehr bei den Piraten. Und mit diesem Vorsitzenden erwarte ich auch nichts mehr von den Piraten.

  45. Erdrandbewohner sagt:

    Ach Kinners, ich empfinde es sehr angenehm und souverän, daß die Piraten jetzt NICHT bei dem Thema einen auf dicke Hose machen und versuchen, diesen Skandal lautstark und mit Getöse zu ihren Gunsten ausschlachten. Die Position zu diesem grundgesetzwidrigen Vorgang wurde an verschiedenen Stellen offiziell und inoffiziell (privat) durch diverse Piraten kommentiert, die Position dazu dürfte wohl allen klar sein.

    Darüber hinaus ist der Verfassungsbruch so oder so, dank der hervorragenden Arbeit des CCC und durch die Berichte in den Medien wohl von allen halbwegs interessierten Bürgern erkennbar.

    In einer Politik, in der stets hysterisch gebrüllt und skandalisiert wird, hat es um so mehr Kraft und Glaubwürdigkeit, wenn die Partei mit dieser Kernkompetenz nicht mitbrüllt und sachlich bleibt.

    Aber offenbar sind wir das Getöse ja so sehr gewohnt, daß die Nicht-Teilnahme daran von manchen Hysterikern als Schwäche ausgelegt wird. (Das meine ich jetzt generell und gucke niemanden dabei an.)

  46. […] eines gleich vorweg zu schicken: Für mich sind die Piraten keine Netzpartei. Ich bin noch nicht mal sauer, sauer, sauer, sauer, sauer, weil die Piraten nicht von Interview zu Interview hüpfen und gebetsmühlenartig […]

  47. Altklug sagt:

    Erving Goffman, »Wir alle spielen Theater« sinngemäß: »Ein Kolonialwarenhändler, der seine Waren nicht feilbietet, wird nicht ernst genommen«

    »Man« geht auch nicht ohne entsprechende Kleidung ein den Judo-Ring. Warum also nicht den fürs Parlament passenden Kampfanzug tragen?

    Außerdem empfehle ich als Lektüre noch »Dynamik in Gruppen« von Stahl :-)

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