Liebe aEton Usenet LTD

Liebe aEton Usenet LTD,

mir ist bewusst, dass Sie sich als Usenet-Anbieter mit Urheberrechtsverletzungen auskennen. Sie werden nicht ohne Hintergedanken eine Briefkastenfirma Limited gegründet haben, löblich natürlich, dass Sie ein Kundencenter hier in Deutschland für den deutschsprachigen Raum angeben. An diese Adresse in Lieth wird in den nächsten Tagen von meiner Seite aus eine Rechnung geschickt werden. Gerne begründe ich Ihnen dies bereits heute:

Unter der von Ihnen betriebenden Internetadresse aeton.de/Installationsanleitung-Truecrypt.pdf bieten Sie ein PDF-File zum Download an. Dieses PDF-File enthält meine TrueCrypt-Anleitung, meine Screenshots unter Ihrem Header / Firmenlogo. Da nützt es auch nichts, wenn zum Abschluß der lapidare Hinweis folgt: Originalanleitung von Chris mit dem Link zum Artikel. Sie verstoßen damit gegen meine Urheberrechte, unsere hier gewählte Creative-Commons-Lizenz.

Gerne erkläre ich Ihnen, damit Sie in Zukunft teure Rechnungen sparen, unsere CC-Linzenz. Sie dürfen:

  • den Inhalt vervielfältigen, verbreiten und öffentlich aufführen und
  • Bearbeitungen anfertigen

Das haben Sie beides getan, wogegen nichts einzuwenden ist. Sie haben aber gegen folgende Lizenzbestimmungen verstoßen:

  • Keine kommerzielle Nutzung. Dieser Inhalt darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.
  • Im Falle einer Verbreitung müssen Sie anderen die Lizenzbedingungen, unter die dieser Inhalt fällt, mitteilen.

Diverse Anleitungen, insbesondere die TrueCrypt-Artikel gehören zu den meistgelesenen Artikeln dieses Weblogs. Ich bin nicht bereit, dieses mehr als dreiste Verhalten hinzunehmen. Wie bereits erwähnt, werden Sie in den nächsten Tagen ein Rechnung für die widerrechtliche Nutzung erhalten. Mehrwertsteuer kann leider nicht ausgewiesen werden. Ich verbleibe derweil

mit freundlichen Grüßen aus dem sonnigen Hamburg

Christian S.

P.S. Screenshots, Serverlog (Referer des PDF-Files *g*) natürlich vorhanden.

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10 Antworten zu “Liebe aEton Usenet LTD”

  1. tom sagt:

    Waer doch mal ein guter Moment das die Gegenpartei es drauf ankommen laesst und sich ein dt. Richter mal mit den CC Lizensen auseinandersetzt. Nicht das ich es Dir wuensche!

  2. Oliver sagt:

    >und sich ein dt. Richter mal mit den CC Lizensen auseinandersetzt.

    Und was soll das bitte schön bringen? Was jeder Lizenzwillige hier in D nicht kapiert.

    –jeder Lizenz muß von Fall zu Fall immer wieder ausgefochten werden, es geht nämlich nicht um die Aussage der Lizenz, sondern um den Anspruch des Urheberrechts

    –das Urheberrecht kann man nicht abgeben, das existiert — Schöpfungshöhe vorausgesetzt — immer. Diese Lizenzen räumen nur gewisse Freiheiten ein.

    –eine Lizenz ist last not least nonsense, wenn ich wie in diesem Land — wiederum Schöfungshöhe erfüllt — das unveräußerliche Urheberrecht besitze und anderen Rechte einräumen kann.

    Die GPL wurde auch in dem Sinn nicht bestätigt und man kann sich heute schützend hinter diese stellen, sondern dieser bestimmte Fall wurde bestätigt.
    Bei einer solch komplexen Lizenz wie der GPL beispielsweise muß jeder Fall vor dem Kadi, wenn es sich um eine Verletzung des Urheberrechts handelt und man die eingeräumten Rechte verletzt sieht, neu verhandelt werden. Da a) die Anschuldigungen belegt werden müssen und b) der Beschuldigte sich wohl verteidigen wird. Denn einwandfreier «Diebstahl» ist es im seltensten Fall, sondern meist nur ein auslegungsfähiger Bruch irgendeines Rechts. Gleiches gilt auch für die CC oder jede andere Lizenz. Du mußt den Bruch eines der von dir eingeräumten Rechte beweisen.
    Das die Community da noch einigen Denkbedarf zum Nachholen hat, das wird vielleicht mit ersten Verhandlungen geklärt. Und der Irrglaube ein Urteil machts perfekt, zeugt von infantilem Verständnis des Urheberrechts in D.

    Btw. obiges ist einwandfrei und unabhängig von der Lizenz, wir räumten hier gewisse Rechte ein, da wir das Urheberrecht an den Texten besitzen und wird den Pflichten, wie die Lizenz dabei heißt ist belanglos(!), nicht Folge geleistet stellt dies eine Verletzung des Urheberrechts(!) dar und genau das wird auch vor Gericht verhandelt.

    Was allenfalls in einem Urteil irgendwann mal passieren könnte, mitunter hätte die CC einen Passus der hier in Deutschland keine Geltung hat gemäß dem Urheberrecht. Und würde man sich genau darauf berufen, so wäre in der Tat eine Klärung der Gültigkeit der Lizenz in D notwending. Aber nicht bei der simplen Aussage KEINE KOMMERZIELLE VERWERTUNG. Den auch wenn ich dir sage, nutzt du den Text mußt du mir nen Keks geben, hätte das Gültigkeit — das Urheberrecht besitzt jeder, die Lizenz formuliert hier in D nur eine Übersicht bestimmter Rechte, falls man selbst keinen Bock hat sich Gedanken zu machen.

    Z.B. ist die Namensnennung in den USA, wo das Gros der Lizenzen herstammt, keine Pflicht, während bei uns das Urheberrecht dieses Passus vorschreibt. Der Lizenz-Fetisch ist dort teils also eher angebracht, da dort bislang kein Automatismus im Copyright (das grundlegend anders gegenüber dem Urheberrecht ist) herrschte, d.h. man mußte eine schützenswerte Sache erst zum Copyright anmelden.

    Vielleicht sollte man sich erst einmal informieren bevor man irgendeinem Fetisch folgt, der unter anderen Vorraussetzungen entstand. Hier schützt automatisch das Urheberrecht und du kannst dich auch nur in diesen Grenzen bewegen.

  3. Lawe sagt:

    Und nicht anders gehört gehandelt! Ich werde auch jedes mal aufs neue Nervös wenn ich diverse IP Ranges und dns names in meinen Logs sehe. Da schaue ich dann auch 2mal hin wer da gerade dinge von Mir «genutzt» hat. Ich drück dir die Daumen!

  4. Stephan sagt:

    Grausam dass es immer noch nicht bei allen Leuten angekommen ist, dass sie die Inhalte «ihres» Internets nicht für die fünf Euro pro Monat an Providerkosten gekauft haben.

    Contentdiebe sind die wahren Netzterroristen. :)

    Wünsche Dir viel Glück, dass Du jemanden von dieser dubiosen Firma am Kragen gepackt bekommst.

  5. Marnem sagt:

    Mal ne dumme Frage, aber wie findet ihr Unternehmen/Webseiten/Leute, die eure Texte klauen? Zufall, Leserzuschrift oder gezielte Suche?

  6. Oliver sagt:

    Meister Zufall eher, dann natürlich die Referer im Blog und last not least wenns gezielt sein soll mittels Suche bei Google — auch da kann man gezielt vorgehen.

  7. Chris sagt:

    Wie Oli sagt, meist ist es Meister Zufall — durch den großen Zuspruch, den F!XMBR mittlerweile erfährt, wird aber auch das Kontaktformular sehr stark genutzt, meist zwar «nur» mit Linktipps (kein Spam), aber immerhin. Da kommen mittlerweile auch manchmal Infos rein.

    Wenn sowas gefunden wird, ist es einfach Zufall, hätte ich 10 Minuten später mal kurz auf die Referers geschaut, wäre der Link wahrscheinlich aus dem Blickfeld verschwunden gewesen. 😉

  8. Marnem sagt:

    Danke für die Info :-)

  9. […] Briefkasten Post vom Anwalt vorfindet, ich gebe zu, das Herz schlägt kurzfristig schneller. Diese Sache wurde von der Gegenseite dem Anwalt übergeben, nachdem ich den Herrschaften Rechnung und auch […]

  10. […] Anerkenntnis einer Rechtspflicht mit einem kleinen Obolus (Anwaltsprech: symbolischer Betrag) für F!XMBR. Sehr fein […]

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