Letztmalig zu der antidemokratischen Aktion Mikado und das Spiel der Medien im Hintergrund

Der Falk schreibt:

Und an der Stelle eben ein klares Nein — nein dazu, dass generell Jeder für Irgendwas verdächtigt wird. Denn diesen Gedanken zu Ende zu führen, bedeutet nämlich nur eins — wir brauchen eine Diktatur. Vielmehr sollte man sich dem Thema endlich mal losgelöst von jeden Emotionen nähern und die Augen aufmachen. Und sich vielleicht erst einmal informieren, bevor noch mehr dumme Sprüche kommen, die dem Thema in keinster Weise auch nur annähernd gerecht werden. Und wer damit emotional nicht klarkommt, der darf gern an den richtigen Stellen wenigstens finanziell mithelfen.

Ab nach nebenan. Linktipps verpacken wir mittlerweile in den del.icio.us-Bot — grandiose Ausnahmen — wie diese — bestätigen die Regel. 😉

Nachtrag: Ein Yigg für Falk kann hier abgegeben werden. :)

12 Antworten zu “Letztmalig zu der antidemokratischen Aktion Mikado und das Spiel der Medien im Hintergrund”

  1. Falk sagt:

    Schäuble: «Europol gegen Kinderpornografie einsetzen» — Automatischer Zugang zu nationalen Dateien

    Ich sag dazu echt nicht mehr viel — es ist ein perfides und perverses Spiel, was da getrieben wird.

  2. Oli sagt:

    Der Staat eignet sich die Mittel der Medienhuren an, um dem Volk besser gewisse Richtungen vorgeben zu können. Meist ist es Schadensbegrenzung oder einfach die simple Tatsache Fehlungen mit gepushten Erfolgen verdecken zu wollen.

  3. Björn sagt:

    Bestes Zitat zu dem Thema gibt es hier. Diese Einstellung nach Recht und Rechtsstaatlichkeit zu fragen, statt moralische Bedenken voran zu stellen (also: die Kinder, die Kinder, denkt denn hier niemand an die Kinder) habe bereits zur Nazi– und zur SED-Diktatur geführt. Äh… genau…

  4. Falk sagt:

    @Björn: Ich hab den Kommentar jetzt mindestens 3 mal gelesen und keinen Plan, was der Autor damit eigentlich ausdrücken möchte. Kann mir das mal wer erklären — also so völlig wertneutral. Ich glaub fast, ich bin da etwas voreingenommen als Ex-DDR-Bürger…

  5. Chris sagt:

    Aberwitzig, wie da teilweise argumentiert wird… Unglaublich…

    Wenn es jemand erklären kann, wäre ich sehr dankbar… 😉

  6. Oli sagt:

    Zur Nazi und SED Diktatur hat u.a. ein Volk geführt, das lieber andere für sich denken ließ, gleiches ist auch heute wieder usus. Man rennt irgendwelchen Parolen hinterher, ohne selbst aktiv mitzudenken.

  7. Björn sagt:

    Ich verstehe den Mann so:

    Die Kreditkartenuntersuchung war vielleicht nicht rechtens, aber moralisch korrekt. Wer jetzt mit dem Recht argumentiert, der untergräbt damit das moralische Element.

    Und im dritten Reich wurde halt auch argumentiert: Das ist Gesetz, also ist die Moral egal. (Z.B. bei den Rassegesetzen.) Ergo: Auch damals wurde die Moral dadurch untergraben, dass man auf’s Recht gepocht hat.

    Dass der Mann damit auf halber Strecke einen U-Turn in seiner Argumentation einlegt, merkt er aber selber nicht.

  8. Oli sagt:

    Das ist Gesetz, also ist die Moral egal. (Z.B. bei den Rassegesetzen.)

    Das ist ein gar arglistiges Totschlagargument und in diesem Rahmen hier völlig sinnfrei.

    dass man auf?s Recht gepocht hat.

    Tut mir leid, irgendwo zwischen diversen Vorlesungen bzw. Lektüre diverser Fachliteratur muß ich gepennt haben. Mitunter war es eine Pervertierung des Rechts die damals von statten ging, dadurch erst wurde es möglich Dinge rechtens zu erklären, bei denen wir heute nur den Kopf schütteln.

    Recht != Recht. Die Basis eines demokratischen Staates ist nicht vergleichbar mit der Basis einer Diktatur, aber wir nähern uns der Sache. Denn auch damals riß man Dinge aus dem Zusammenhang und machte sich die Welt, wie sie einem gefällt.

  9. Falk sagt:

    Was mir mißfällt ist der an den Haaren herbeigezerrte Vergleich. Ich schrieb ja drüben, wenn man nur Moral haben möchte und damit jedes Mittel als gerechtfertigt erachtet, nähert man sich einer Totale — hier Diktatur. Unser Recht baut ja *auch* auf Wertvorstellungen auf, ergo es verbietet Dinge, die eigentlich abseits der vorherrschenden Moralvorstellung stattfinden. Und damit zerlegen sich die vorgebrachten Argumente in sich selbst und dieser Gedankenkreisel ist mir ein Stück weit zu viel. Denn auch solche Argumentationsketten dienen letztendlich nicht wirklich dazu, die beiden Themen «Datenschutz» und «Kinderpornografie/-mißbrauch» im Kopf zu trennen. Aber genau *das* muss man machen und sich dem Letzteren dann sogar sachlich nähern, denn wenn man Kindern helfen möchte, nützen die scheinheiligsten Argumente nichts mehr.

    Ich schrieb dem Chris ja schon — es nützt eben nicht zu sagen «der Papa ist böse», sondern man muss eben sagen «das, was der Papa getan hat, war böse». Dazwischen liegt eine zerrissene Kinderseele.

  10. Björn sagt:

    @Oli:

    Nur zur Sicherheit, du weißt aber schon, dass ich nur versucht habe das Weltbild des Mannes zu entschlüsseln und es aber nicht vertrete?

  11. Oli sagt:

    Nein, sorry dann.

  12. Björn sagt:

    Schon okay. Misskommunikation gehört im Netz dazu.

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