Lenny kommt

Trotz all meiner Flames halte ich bei Linux immer noch, quasi als hochqualitative Basis, an Distros wie Debian und Slackware fest. Beide mögen aus diesen oder jenen Gründen dem einen oder anderen nicht schmecken, aber beide machen letztendlich das beste aus der recht stürmischen Entwicklung seitens der Mannen rund um Linus und bieten eben Qualität und Verläßlichkeit. Auch Debian, einst primus inter pares der Distros, wird heutzutage oft geprügelt, für die einen ist manche Entwicklung zu stürmisch, für die anderen zu langsam. Manchen ist sie zu frei, anderen zu rückständig — man kanns wohl keinem recht machen. Dennoch ist Debian immer noch eine recht beliebte Distro auch auf dem Server, zwar fehlt der direkte prof. Support, den Firmen wie RedHat und Co bieten, was jedoch immer wieder durch Beständigkeit und einen hochqualitativen Anspruch wett gemacht wird. Kinderkrankheiten gibts einige, Qualitäten jedoch ebenso, unterm Strich imho immer noch eine gelungene Mischung.

In einem halben Jahr also wird es vorrausichtlich soweit sein und Lenny aka Debian 5.0 wird das Licht der Welt erblicken. Mit dabei, bei der LSB–konformen Distro, dash anstelle von bash, GCC 4.3 und auch Firefox 3 bzw. KDE 4.1 sollen es noch mit ins Release schaffen. Alles in allem also eine bunte Mischung. Und in puncto Qualität kann ich dazu nur eines sagen, auch wenn ich BSD bevorzuge, eine Testing Installation bei Debian ist in der Regel sehr aktuell und auch stabiler als so mancher Debian-Ableger der sich unter der Rubrik Release einfindet — hier läuft u.a. eine 😉

Debian Info

golem

9 Antworten zu “Lenny kommt”

  1. Joern sagt:

    Ich hab mal irgendwo den SPruch gelesen, das Debian die Standard-Implementation von Linux wäre. Je länger ich darüber Nachdenke, umso mehr gefällt mir der Gedanke.

  2. bernd sagt:

    bieten eben Qualität und Verlässlichkeit

    Ich weiß nicht, ob diese beiden Werte mit dem «Quasi-Stillstand» der Pakete von Debian vereinbar sind oder anders gesagt, nur weil eine Frucht reif zu sein scheint, heißt es noch nicht, dass sie auch mundet. 😀

  3. Oliver sagt:

    Andererseits muß man aber auch sagen, daß z.B. bei FreeBSD oft die Rufe nach einem stabilen Portstree erschallen. Es wahrscheinlich eine Gratwanderung … und für den Desktop läuft bei Debian Testing einwandfrei.

  4. Bernd sagt:

    Die Rufe kann ich allerdings verstehen, v.a. im Desktopbereich. Im Serverbereich hingegen finde ich den portstree eigentlich ganz angenehm, so wie er ist. Ich denke, dass FBSD als Desktop nicht unbedingt ein PITA sein muss, würde man Großteile des Desktops mit in den «Unterbau» nehmen, aber das wären dann wohl eher die Ziele für Desktop-BSD oder PC-BSD (wenn überhaupt).

  5. Oliver sagt:

    Ich denke ein Betriebssystem muß einfach eine qualitative Basis liefern für Desktop und Server. Der Rest ist Sache des Users und so wieder jeder Schreibtisch anders ausschaut, jedes Arbeitszimmer daheim diesen oder jenen Ansprüchen genügen muß, so muß das auch jeder auf dem virtuellen Desktop mit sich selbst ausmachen. Steves Desktop beispielsweise ist nicht der meine, aber er genügt einer Menge anderer Leute die ebenso wie Steve denken … aber das ist bei Menschen normalerweise nicht die Regel 😀

  6. Filzo sagt:

    Da ich feature– und versionsgeil bin war mir Debian irgendwann nicht mehr aktuell genug :) Auf meinem Desktop vertraue ich momentan ArchLinux; einen Server habe ich nicht, und wenn, dann würde da Debian draufkommen. Mobil bin ich mit Mac OS X, welches imho ein gut gelungenes Desktop-OS ist.

  7. bernd sagt:

    @Oliver:
    aber das ist bei Menschen normalerweise nicht die Regel

    Hey! Uffbasse! 😀

    @Filzo:
    Arch war meine letzte Hoffnung. Nachdem es ständig geupdatet werden will und alle 14 Tage (etwas übertrieben, aber nur etwas) ich CUPs neu einrichten muss, nur um eine lumpige Seite zu drucken ist der iMac jetzt auf dem Weg zu mir. Letztenendes war das nur ein Bruchteil des Tropfens, was das berühmte Fass zum überlaufen brachte…

  8. lolli sagt:

    Für mich sind die langsamen Releasezyklen der Hauptgrund keine andere Distri ernsthaft in Betracht zu ziehen:
    Was einmal unter Debian eingerichtet ist, das läuft für immer. Alle 2–3 Jahre mal ein stable Update, damit kann ich leben. Bei kürzeren Releases müsste ich mich viel häufiger mit Dingen rumschlagen die ich eigentlich nicht machen will, irgendwelche Skripte oder Configs fixen, die plötzlich nicht mehr laufen.
    Die harte Debian Philosophie nur, und ausschließlich Security Updates in stable einzubringen ist super, das kann man machen ohne darüber nachzudenken, da könnte man nen Affen drauf trainieren. Noch nie ist mir irgendetwas um die Ohren geflogen, nur weil ich ein Update eingespielt habe.
    In meinen Augen ist das ein riesen Pluspunkt für Serverdistris. Andere Lösungen, mit Major Updates alle paar Monate, kann ich da einfach nicht gebrauchen.

  9. Debian Linux 5.0 (Lenny)…

    Debian ist mir die Liebste Wahl unter den Linux-Distribution , drum beobachte ich um Debian GNU/Linux alles ein wenig
    Neu dabei, LSB-konformen, dash anstelle von bash, GCC 4.3 und auch Firefox 3 bzw. KDE 4.1 sollen es noch mit ins Release schaffen.
    b…

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