Lehrerbenotung rechtens

Das Kölner Landgericht hat die Benotung von Lehrern auf der Internetseite spickmich.de erneut als rechtens bezeichnet. Eine Benotung sei keine Tatsachenbehauptung, sondern ein Werturteil und damit zulässig, sofern die Grenze zur Schmähkritik nicht überschritten werde,

heise

Und das ist auch gut so, es wird Zeit das mit dem Nonsense aufgehört wird, die Lernenden aller couleur wie die berühmte Sau durchs Dorf zu prügeln und für die Irrungen und Wirrungen des Lehrpersonals in Verantwortung zu stellen. Das Problem beginnt schon mit dem Lehramt an sich, wie es gelehrt wird und endet im Klassenraum. Nicht das ich alle Lehrer per se aburteile, mein Gott nein, höchstens 90%. Ich hatte da ein paar wirklich sehr gute, z.B. mein ehemaliger Mathe-LK Lehrer oder die Madame im Englisch-LK, mein Cousin ist auch nicht auf den Kopf gefallen — aber das sind Ausnnahmen imo.

Egal, jedenfalls die Entscheidung ist korrekt. Darüber hinaus sollte auch endlich eine massive staatliche Leistungskontrolle eingeführt werden, die das Lehrpersonal aller Ausbildungsstätten regelmäßig unter die Lupe nimmt. Das viele Schüler/Studenten immer gerne auch Lehrpersonal für ihre eigenen Fehlungen in Verantwortung ziehen, das ist auch logisch — aber das Problem besteht eben auf beiden Seiten und wurde bisher nur einseitig abgewälzt.

6 Antworten zu “Lehrerbenotung rechtens”

  1. Falk sagt:

    Darüber hinaus sollte auch endlich eine massive staatliche Leistungskontrolle eingeführt werden…

    Für diese Idee wirst du leider keine Mehrheit finden. Vor allem nicht bei diesem Schulsystem, wie es sich uns derzeit darstellt. Dann müsste die Bildung *komplett* wieder in staatliche Hand und ich persönlich hätte da ganz und gar nichts gegen. Auch nicht gegen Schulinspektoren oder wie man die dann nennen sollte.

    Nur derzeit geht die Politik ja eher den umgekehrten Weg und privatisiert, wo es nur geht. Das dabei die Qualität für *die Mehrheit* leidet, scheint denen in Berlin ja größtenteils herzlich egal zu sein. Dummvolk kann man besser verarschen…

  2. Oliver sagt:

    >Für diese Idee wirst du leider keine Mehrheit finden.

    I know. Es würde auch schon langen, würde denn mal das Gros der Eltern auch ihre Pflicht wahrnehmen und in die Schule stiefeln und dort das Maul aufmachen. Anstatt mit verklärten Geschichten aus der Jugend herumzustolzieren, ach wir hattens noch weitaus schlechter. Hört man gar viele über Ferien reden, vermeint man gar den blanken Neid gegenüber ihrem Nachwuchs herauszuhören.

    Die Probleme sind an vielerlei Stellen auszumachen, diejenigen mit der Arschkarte sind wie immer am Ende der bildungstechnischen Nahrungskette.

    >Dann müsste die Bildung *komplett* wieder in staatliche Hand

    Wenn du von diesem GAU «Bildung ist Ländersache» sprichst, dem kann ich nur voll und ganz zustimmen.

  3. Falk sagt:

    Wenn du von diesem GAU «Bildung ist Ländersache» sprichst

    Genau das meinte ich mit «wie es sich uns derzeit darstellt».

  4. BlackVivi sagt:

    Das deutsche Schulsystem ist absolut unzureichend. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und keiner weiß genau, was der andere lernt. Außerdem herrscht im Moment ein Zustand auf manchen Schulen… Da sehen manche Bahnhöfe sauberer aus.

  5. Bernd sagt:

    Eine Benotung sei keine Tatsachenbehauptung, sondern ein Werturteil

    Nehmen wir an, ich hätte eine 5 in einem Fach, sagen wir Englisch. Dann heißt das, ich bin nicht schlecht, sondern mein Lehrer leidet an einer Art Realitätsverzerrung. 😀

  6. Oliver sagt:

    In Mathe wäre es wohl eindeutig, in Deutsch kann es das wohl sein 😀

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