laconica — der Motor von lallus

lallus.netÜber Laconica — der Motor von identi.ca und auch lallus, sowie diversen anderen — wurde schon viel hier geschrieben — eine ganze Rubrik ziert da unsere beschauliche Publikation. Ein ganzer Blog rund ums Microblogging existiert da, MBC09, auch laconi.ca selbst findet man Infos etc. pp. Und warum und wieso selbst der x-te Laconica-Server eine gute Sache ist, haben wir für uns längst beantwortet — eine transparent dezentralisiert organisierte Gemeinschaft.

Von daher: mehr Server braucht das Land. Aber die Sache hat auch einen Haken. Wer beispielsweise die Installation von WordPress kennt, weiß um die recht simple Vorgehensweise, die berühmte 5-Minuten-Installation. Anders hier bei Laconica, die Software befindet sich noch in einem recht frühen Stadium — ein Alpha drängt sich da manches mal auf, beinhaltet noch einige halbgare Features und die eine oder andere Kinderkrankheit. Nichts wirklich bedrohliches, jedoch erfordern diese Dinge oftmals ein händisches Wirken. Und dann wären wir auch schon beim zweiten Punkt angelangt: der Server. Mit ein wenig Knowhow kann man Laconica in dieser Form auch auf einem Webpaket bestreiten, was jedoch nicht wirklich empfehlenswert ist. Da ein Update der Software zum momentanen Zeitpunkt einen manuellen Eingriff erfordert, auch in die Datenbank, sollte wirklich ein voller Zugriff auf den Server vorhanden sein. Zudem fehlen auf Webpaketen oft gewissse Funktionalitäten, die mitunter ein Aufspielen schon im Ansatz vereiteln.

Zu der Installation selbst braucht nicht viel gesagt zu werden, bei vollem Zugriff auf den Server ist diese in einigermaßen geübten Händen ein Kinderspiel, zudem beschreibt das aktuelle Readme im laconica-Archiv alle notwendigen Schritte für die Installation als auch ein Upgrade. Fallstricke sind allenfalls eine allzu sichere PHP-Installation, da muß man vor Ort auf dem eigenen Server entsprechenden anpassen, oder aber auch eine veraltete PHP-Version (Debian Etch), die eine notwendige Funktionalität noch nicht kennt.1

Man kann also die aktuellen Releases herunterladen, im Moment 0.6.0, oder aber geht den direkten Weg über den aktuellen Code mittels darcs. Obacht, meine Empfehlung ist dem Code in Entwicklung zu folgen, da dieser nicht nur neue Features beinhaltet, sondern auch Bugfixes. Alle anderen müssen mit den Beschränkungen des jeweiligen Release leben. Stable ist da imho die falsche Bezeichnung, adäquat wäre Entwicklungs-Snapshot. Natürlich darf man auch eines nicht vergessen, Code in Entwicklung kann auch mal einen neuen Bug einführen — insofern: Backups von DB und Installation! So oder so ist dies keine WordPress-Installation, man muß wissen was man tut. Alle anderen sollten bis 1.0 warten bzw. bis eine anständige Installations– u. Update-Routine existiert.

Last not least existiert noch ein Fallstrick, der xmpp-Daemon — jener der für die Updates über Jabber sorgt usw. Es ist bekannt das dieser nach längerer Laufzeit Speicher frißt und sich dann auch gelegentlich mal aufhängt. Insofern sollte man die Daemonen vielleicht 1–2 mal am Tag stoppen und neustarten mittels eines Cron-Jobs.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wird es hier nicht geben, auch sollte man sich nicht von den simplen Schritten in der Readme täuschen lassen, Handarbeit ist erforderlich! Die Art und Weise eines Upgrades, eventuell händische Bugpflege etc. das spricht alles für Beta-Qualität, auch wenn für die User selbst das Interface im Prinzip rundum funktioniert. Dort kann man schnell und übersichtlich alle Änderungen verfolgen, sowie eventuelle Security-Fixes einsehen.

Ansonsten viel Spaß, wer die Mühe nicht scheut und ein wenig Ahnung mit sich bringt kann jetzt schon das Microblogging-Netzwerk bereichern, indem er mittels eines weiteren Servers das Spektrum erweitert und proprietärem Crap wie Twitter die rote Karte zeigt 😀

lallus.net — have phun

  1. im Kommentar dort findet sich die Lösung, als Datei abspeichern und in config.php mittels beispielsweise require_once(‘extlib/sysgettmpdir.php’); einbinden []

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