Kundenservice in Deutschland

Oder

Wie ich einmal bei einem der großen Telekommunikationsanbieter fristlos kündigte

Servicewüste Deutschland — die oft zitierte Kundenfeindlichkeit in Deutschland wurde schon oft beschrieben. Wer in Deutschland Kunde ist — und in der Regel einen mehrjährigen Knebelvertrag unterschrieben hat — hat nicht viel zu lachen. Der potentielle Kunde wird von den Unternehmen hart umworben, bis zur Unterschrift ist der Kunde König. Doch hat dieser erst einmal unterschrieben, ist er nur noch lästiges Anhängsel. Das macht sich immer dann bemerkbar, wenn Probleme auftauchen. Bei den großen Telekommunikationsunternehmen kann das ein Ausfall der Telefon– oder Internetleitungen sein — oder auch wenn Rechnungen falsch gestellt werden. Muss der Kunde sich dann an eine der überteuerten Hotlines wenden, steht er auf verlorenem Posten. Bei den Callcentern muss er Glück haben, er muss einen Mitarbeiter finden, der noch für seine Kunden da ist, ihn nicht abwimmelt, für den das Wort Kundenfreundlichkeit noch etwas bedeutet. Da die Callcenter im Regelfall extern betrieben werden, sind solche so genannten Kundenbetreuer selten zu finden. Es zählt nur noch die Quote. Wie viele Anrufe werden pro Stunde vom Mitarbeiter abgefertigt? Das ist die alles entscheidende Frage, nicht aber die, ob und wie man dem Kunden hilft. Anfang März diesen Jahres begann ich einen großen Fehler: Ich schloss eine UMTS-Flatrate bei einem der großen Telekommunikationsunternehmen ab. Was danach folgte, spottet jeder Beschreibung.

Ich freute mich wirklich auf diese Flatrate. Unabhängig mit meinem Notebook zu sein, an der Alster das Wetter zu genießen, um ein Auge auf F!XMBR zu haben, E-Mails zu beantworten — eben all das, was man so macht, schaut man kurz oder auch länger ins Internet. Ich schloss den Vertrag damals über das Internet ohne Miete des zugehörigen UMTS-Sticks ab, weil mir ein guter Freund eine Karte für mein Notebook versprochen hatte. Die hatte er noch so rumliegen. Nach 2 Wochen schaffte ich es endlich, die Karte bei ihm abzuholen — und wie das Leben so spielt: Es war eine PCMCIA-Karte, ich selbst habe in meinem Laptop aber einen ExpressCard-Anschluss. Bis mir das bewusst wurde, ich war der Meinung, die Karte sei defekt, vergingen noch einmal zwei Wochen. Und so rief ich das erste Mal die Hotline an, um den Stick zur Miete nachzubestellen. Dort hieß es dann lapidar: Das kann nicht mehr nachträglich geändert werden, auch könne ich den abgeschlossenen Vertrag nicht mehr kündigen, um dann einen neuen Vertrag abzuschließen — man fertigte mich innerhalb von zwei Minuten ab. So stand ich das erste Mal im Regen.

Dann folgte die erste Rechnung in Höhe von knapp 70,- Euro, die mich erstaunen ließ. Ausgewiesen waren auch 35,- Euro Bearbeitungsgebühr. Diese fielen aber bei Abschluss des Vertrages über Internet flach, so stand es in großen Buchstaben auf der Homepage und in der Bestätigungsmail, die ich bekommen hatte. Und wieder wendete ich mich an die überteuerte Hotline und trug mein Anliegen vor. Man versprach mir eine Gutschrift, die Lastschrift der knapp 70,- Euro wurde gestoppt, ich wurde gebeten, den Restbetrag zu überweisen. Da ich ich innerhalb weniger Wochen schon das zweite Mal vor das Schienbein getreten wurde, kündigte ich meinen gerade abgeschlossenen Vertrag fristgemäß knapp zwei Jahre im Voraus. Zugegeben, ich war etwas sauer.

Bei XYZ sind die Kunden nur Melkvieh. Solange sie bezahlen, den Mund halten, und die Verträge unterschreiben, werden sie umworben – wenn aber ein Problem auftritt, werden sie im Regen stehen gelassen.

Ich bekam die Bestätigung meiner Kündigung, und mir wurde — oh Wunder, dann geht das auf einmal — eine kostenlose 0800-Nummer genannt. Ich wurde gebeten, doch anzurufen, vielleicht könne man doch noch einmal miteinander reden. Ich rief also an, erfuhr, dass diese Nummer ausschließlich Kündigungen bearbeitet. Für zukünftige Probleme musste also wieder die überteuerte Hotline angerufen werden. Man offerierte mir aber eine weitere 35,- Euro-Gutschrift, wenn ich die Kündigung zurücknehmen würde. Dies tat ich — ich hatte ja noch fast zwei Jahre Zeit, erneut zu kündigen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich also eine knapp 70,- Euro-Rechnung auf dem Tisch liegen und Gutschriften in Höhe von 70,- Euro. Nach meinem Dafürhalten war das ein kleines Guthaben. Wie man sich doch täuschen kann.

Kurze Zeit später, trudelte eine Mahnung ein, über die besagten knapp 70,- Euro. Die erste Rechnung wurde kpl. angemahnt. Ich kümmerte nicht weiter um das Schreiben — ich vermutete eine Überschneidung der Telefongespräche und der sicherlich automatisiert verschickten Mahnung. Mitte Juni dann ein kleiner Schock, die zweite und letzte Mahnung befand sich in meinem Briefkasten — mit den typischen Drohungen, Inkasso und Rechtsanwalt.

Ich griff also wieder nach meinem Telefon und rief die Hotline an. Innerhalb einer Minute wurde mir erklärt, dass da noch knapp 15,- Euro offen seien, ich möge das doch bitte überweisen, sonst würde der Vorgang dem Inkassobüro übergeben werden. Man behandelte mich in diesem Gespräch wie einen Bittsteller, fast wie den letzen Dreck. Da ich mir so ein Verhalten nicht wirklich gefallen lassen möchte, kündigte ich drei Tage später fristlos:

Hiermit kündige ich meine oben genannte Flatrate fristlos. Grund: Zerstörtes Vertrauensverhältnis zwischen den Vertragspartnern. […]

Wenn ich mich aber über dieses Chaos beschweren möchte, Ihre Mitarbeiterin einfach den Telefonhörer auflegt — ohne einen Ton zu sagen — dann ist jegliches Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und mir zerstört

Sie können denken, ich wäre der letzte Dreck, um es mal ganz direkt auszudrücken, Sie können es vielleicht auch sagen, aber mich so zu behandeln, das muss ich mir nicht bieten lassen.

Aufgrund dieser Vorkommnisse kündige ich meinen Vertrag fristlos.

Ehrlich gesagt, habe ich mir davon nur erhofft, dass endlich einmal auf mich zugegangen wird. Eine Reaktion, in der man mich endlich als Kunden wahrnimmt. Natürlich überwies ich dann auch den offenen Betrag von knapp 15,- Euro am 25. Juni — im Übrigen war es so, dass man, ohne mich zu informieren, die erste Rechnung, die beiden Gutschriften und die folgende Rechnung miteinander verrechnet hatte. Ich atmete tief durch und war froh, diese Angelegenheit endlich vom Tisch zu haben.

Doch das war ein typischer Fall von denkste. Jetzt sollte die Geschichte erst richtig losgehen und Fahrt aufnehmen. Letzte Woche Montag, am 13. Juli, bekam ich Post von meinem Telekommunikationsunternehmen. Es wird Euch sicherlich genauso überraschen, wie mich: Es war die außerordentliche Kündigung, natürlich wegen Zahlungsverzug. Selbstverständlich wird in so einem Fall nur der aktive Teil des Vertrages gekündigt, nicht aber der passive Part. Sprich: Das Unternehmen fordert noch die Grundgebühr für die Restvertragslaufzeit ein. Ich schnappte mir also wieder mein Telefon und rief die nette Hotline an. Dort weigerte man sich, mir überhaupt Auskunft zu geben. Der Vorfall läge nun beim Inkassobüro, man forderte mich auf, mich an dieses zu wenden. Das ganze geschah in einem Tonfall, der mich fast erschaudern ließ. Man gab mir das Gefühl, als wäre ich ein Schwerverbrecher. Ich antwortete auf die Kündigung wie folgt:

Ihre Außerordentliche Kündigung wird hiermit zurückgewiesen, sie ist unwirksam.

1. Ich kündigte bereits am 18. Juni 2009 fristlos den zwischen uns geschlossenen Vertrag. Da von Ihnen keinerlei Reaktion erfolgte, ist von einem stillschweigenden Einverständnis auszugehen. Die Kündigung Ihrerseits wiederum, bestätigt dies.

2. Die Kündigung Ihrerseits des aktiven Parts, jedoch nicht der Mindestvertragslaufzeit und des passiven Teils, ist unwirksam. Der entsprechende Passus in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist nichtig, da er mich als Verbraucher unzulässig gegenüber Ihnen benachteiligt. Ich bin bereit, dies höchst richterlich feststellen zu lassen.

3. Alle offenen Posten, die sich aus der Rechnung vom 31. März 2009 ergeben haben, wurden von mir am 25. Juni 2009 beglichen. Seit dem 25. Juni 2009 also, waren alle Irritationen, die sich aus Ihrer ungerechtfertigten Rechnung ergeben haben, ausgeräumt.

Dann war ich mal wieder froh, F!XMBR in Hinterhand zu haben. Ich schrieb die Pressestelle des netten Telekommunikationsunternehmens an und stellte folgende Fragen:

1. Ist so ein Verhalten, um nicht wieder das Wort Betrug in den Mund zu nehmen, im Hause XYZ Gang und Gäbe?

2. Ist mein Eindruck korrekt, dass der Kunde König ist, solange er den Vertrag unterschreiben soll, danach aber nur noch „Melkvieh“?

3. Wie kann es sein, dass das Aushängeschild zu den Kunden, die Hotline, dermaßen inkompetent und unfreundlich ist?

4. Wie werden Ihre Mitarbeiter im Callcenter geschult?

5. Werden Ihre Angebote über günstige Flatrates durch die exorbitant teuren Hotlines ausgeglichen? Kann man hier nicht schon davon sprechen, dass Sie (zukünftige) Kunden über den Tisch ziehen?

Und so harrte ich der Dinge, die nun folgen sollten. Ich habe da ja viel erwartet, nicht aber die Rechnung des Inkassobüros. Sagenhafte 500,- Euro hat man mir in Rechnung gestellt. 390,- Euro Forderung, ohne dass mir mitgeteilt wurde, wie sich diese zusammensetzen, dazu Gebühren und natürlich Zinsen. Nach einem ersten Schock, musste ich dann erst einmal laut lachen. Da ich ja in meinem Leben nicht genug schreibe, habe ich auch dem Inkassobüro geantwortet, zusammengefasst:

Ihre Forderung wird hiermit zurückgewiesen, da spätestens seit dem 25.06.09 alle offenen Posten ausgeglichen sind.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich dann damit abgefunden, vor Gericht zu gehen. Ich besprach mich mit zwei Arbeitskollegen, die mir rieten, mich mit dem Inkassobüro in Verbindung zu setzen. Ehrlich gesagt, hatte ich darauf keine Lust. Wieso sollte ich jetzt noch einmal die Sachlage erklären? Doch, oh wunder, letzten Freitag klingelte mein Telefon. Es war das Inkassobüro. Man wolle mit mir eine Vereinbarung treffen und stellte die Frage, wie und wann ich denn zu zahlen gedenken würde. Ich antwortete kurz und knapp: Gar nicht. Ich erklärte in aller Ruhe den Sachverhalt erneut, und das Inkassobüro versprach mir, sich mit meinem Telekommunikationsunternehmen in Verbindung zu setzen. Dieses Gespräch verlief in freundlicher Atmosphäre. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Im Gespräch mit dem Inkassobüro war mehr Kundenfreundlichkeit zu spüren, als in all den Gesprächen davor. Schizophren — mehr fällt mir dazu nicht ein.

Heute dann bekam ich mal wieder Post:

Im Sinne einer einvernehmlichen Klärung Ihres Anliegens haben wir Ihr Kundenkonto durch eine Gutschrift ausgeglichen und den Vorgang vom Inkasso zurückgezogen. Des Weiteren wurde der Mobilfunkanschluss am 17. Juli 2009 komplett deaktiviert und das Vertragsverhältnis gilt als beendet.

Ihre Anfrage hinsichtlich des Kundenservices haben wir an die zuständige Fachabteilung weitergeleitet.

Es wäre schön, wenn wir mit den hier aufgezeigten Schritten eine für Sie zufrieden stellende Lösung finden konnten.

Natürlich bin ich froh und glücklich, dass die Sache ausgestanden ist. Auch wenn ich es aufs Gericht hätte ankommen lassen — Recht haben und Recht bekommen sind immer zwei verschiedene paar Schuhe. Noch viel lieber wäre es mir natürlich, wenn ich ohne Probleme eine günstige UMTS-Flat hätte. Mit diesem Kompromiss kann ich aber unterm Strich gut leben. Der Brief im Übrigen wurde mir im Auftrag des Leiters der Pressestelle zugeschickt. Mutmaßungen kann man da natürlich anstellen — ich will nicht wissen, wie viele Menschen einfach nur aufgeschmissen sind.

Gewinnmaximierung und Kostenreduzierung sind die Maxime der heutigen Wirtschaft, unserer heutigen Zeit allgemein. Da bleibt der Mensch auf der Strecke. Der Kunde wird von den Unternehmen umworben, solange er noch kein Kunde ist. Hat der Kunde den Vertrag dann endlich unterschrieben, ist er nur noch lästiges Anhängsel, er ist schlicht und ergreifend Melkvieh für die Unternehmen. Er hat im Regelfall keine Chance, sich bei Problemen gegen dieses Gebaren zu wehren — es sei denn, er beschreitet den Rechtsweg. Doch wie viele Kunden machen das? Es sind die Geister, die der Kapitalismus und der Neoliberalismus  rief. Können wir diese Geister noch loswerden? Ich bin überzeugt davon, dass wenn ein Unternehmen echten Service bietet, diesen offensiv und glaubwürdig vertritt, die Menschen auch ein paar Euro im Monat mehr zahlen würden. Doch ebenso bin ich überzeugt davon, dass genau dieser Service binnen kürzester Zeit wieder von den Controllern und Mathematikern der Unternehmen zusammengestrichen wird.

Wir sind keine Kunden mehr, wir sind Nummern.
Wir sind keine Menschen mehr, wir haben zu funktionieren.

Deutschland und die Welt im Jahre 2009. Ein wahrer Fortschritt gegenüber den Neandertalern, dem Mittelalter und anderen Epochen. Da kommt doch purer Stolz auf.

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35 Antworten zu “Kundenservice in Deutschland”

  1. Max sagt:

    Du sprichst mir aus der Seele, wenn es vor Gericht gekommen wäre, dann sehe ich bei die Parallelen zu MIchael Kohlhaas. :)

  2. Gerriet sagt:

    Das schlimme an dem ganzen ist, das es jeden Tag anderen 1000 passiert. Und keiner was gegen macht. Kundenservice in Deutschland gibts faktisch nicht. Naja es gibt auch ausnahmen, aber die sucht mal mit der Lupe. Bin seit gut 8 Jahren beim selben Hoster und der hat mir immer eigentlich gut geholfen, wenn was war.

  3. Thomas sagt:

    Ich habe einen Mobilfunkvertrag ohne Laufzeit und könnte ihn theoretisch jederzeit kündigen, doch dieser Anbieter ist AFAIK der einzige der so einen Tarif anbietet und so ist es halt doch ein Risiko diesen Vertrag zu beenden.

    Schöner Wettbewerb, oder?

  4. PZK sagt:

    @Thomas: Ist doch wie in der Politik, man nimmt im Endeffekt immer das kleinere Übel …

  5. Martin sagt:

    So läufts. Ich mußte heute meinem Stromanbieter (gleiche Liga) erklären, dass die Jahresverbrauchabrechnung ca. 1000KW/h zu hoch angesetzt war.
    Beliebte Praxis: Die Aufforderung zum ablesen des Zählers wird an dem Tag zugestellt an dem es lt. Schreiben schon wieder beim Absender eingegangen sein soll. Das Datum auf dem Schrieb ist natürlich rückdatiert. Das gibt dem Anbieter die Gelegenheit den Zählerstand zu schätzen, wenn der Zählerstand eben nicht «rechtzeitig» mitgeteilt wird.
    Aber klar: Wer billig will, zahlt dann in der Hotline drauf.

    Ich finde es ein bißchen seltsam, dass in dem Post nicht der Name des Anbieters genannt wird. Ist das nicht ein bißchen inkonsequent nachdem in den letzten Tagen auf … rumgedrochen wurde? Oder handelt es sogar um besagten?

  6. Sag mal ‘ne Farbe 😉

  7. Chris sagt:

    Gelb… 😀

  8. Ich habe vor einem Monat meinem Internetprovider gekündigt. Die Postanschrift musste ich erst irgendwo versteckt in den AGBs heraussuchen, da man online nur seine Kündigungsabsicht kund tun könne, die man dann telefonisch bestätigen müsse und der Kundenservice nur unter einer Postfachadresse zu erreichen war, auf die natürlich keine Einschreiben möglich sind. Vor anderthalb Wochen bekam ich dann einen Anruf von einem netten Herren, der mich in einem netten Gespräch letztlich dazu drängen wollte, doch noch den geänderten AGBs zuzustimmen, denen ich schon vor der Kündigung widersprochen hatte. Mich interessierte eigentlich nur, wann ich die schriftliche Bestätigung der Kündigung bekäme — diese wurde mir auch für «die nächsten Tage» versprochen. Angekommen ist sie immer noch nicht.
    Irgendwie hatte man solche Probleme beim Post– / Telekommunikationsmonopol nicht — sie stellten sich erst garnicht. Und für 20 Pfennig im Acht-Minuten-Takt im Ortsgespräch zu telefonieren war seltsamerweise auch unterm Strich günstiger.

  9. Das nächste mal ruf mich statt des Call-Centers an; ich kann dir wahrscheinlich auch nicht weiterhelfen, aber ich bin freundlich und du sparst viel Geld und Nerven. 😉

    Geschäftskundenhotlines sind übrigens anders, da quillt der Honig gewöhnlich durch den Hörer.
    Ansonsten bei vertraglichen Sachen niemals auf mündliche Zusagen vertrauen; mindestens E-Mail (da bekommt man aber meist wirre Off-Topic-Textbausteine), besser Fax mit Sendebericht oder klassischer Brief als Einschreiben, insbesondere wenn du vor Gericht ziehen willst — da zählt nur Papier.

    P.S.: Es gibt noch andere Firmen, die UMTS inklusive (kostenlosem!) UMTS-USB-Stick anbieten.
    Oder Daten-Zusatztarif für die Funke und dann via Bluetooth oder Kabel mit dem Notebook ins Netz.

  10. Ich habe einen ähnlichen Fall noch vor mir. Gedächtnisprotokoll:

    Alle austehenden Beträge bezahlt (Restsume Null).
    Mahnung vom RA auf die ich wg. Überschneidung nicht reagierte.
    Vier Monate nichts passiert. Keine Abbuchungen. Keine Briefe. Keine Rechnungen. Ach ja, Netznutzung nicht möglich. Keine Erreichbarkeit.
    Dann Angebot die Hälfte einer nicht aufgeschlüsselten ausstehenden Summe zu zahlen (Vermutung: Aufgelaufene Grundgebühr).
    Mehrfacher Anruf von Festnetz bei Hotline. Nie durchgekommen.
    Jetzt Rechnung mit ‘Schadensersatz’ Forderung.

    Wie oben gesagt: Alle (damals) austehenden Beträge bezahlt (Restsume Null).

  11. Schnitzel sagt:

    Das passt ja. Ich befinde mich momentan in angestrengten «Diskussionen» mit dem DSL-Anbieter, der zwei Ziffern zusammenzählt. Ich flehe mittlerweile in E-Mails um Antworten ohne Textbausteine, da mein eigentliches Anliegen konsequent ignoriert wird.
    Ich habe letztens übrigens meinen (jetzt ehemaligen) Fernseher bei der GEZ abgemeldet. Das ging zu meiner Überraschung völlig ohne Probleme.

  12. Mal die doch überraschende Naivität bezüglich der technischen Details (PC-Card (denke nicht, daß es wirklich _PCMCIA_-UMTS-Karten gibt?) vs. Expresscard-Slot — übrigens gibt’s da für ~60 EUR Abhilfe in Form einer Adapterkarte –, also wirklich) außen vor: wieso bindest Du Dich an Laufzeitverträge, ist das nicht sowas von old-school?

    Auf dem e+-Netz rennt Aldi mit Medion rum, Stick — SIM– und Netlockfrei — für <60 EUR, SIM für $whatever als Prepaid.
    Auf dem o2-Netz rennt u. a. Tchibo rum, Stick (vor zwei Wochen zumindest) für <50 EUR inkl. 1. Monat Surfflat für 19,95 (das übliche 5GB-Spiel), Surf-Flat endet automatisch, wenn Guthaben alle und ist auch sonst wohl monatlich künd– bzw. reaktivierbar. (Auch der Tchibo-Stick scheint entgegen
    der Aussagen zumindest SIM-lockfrei zu sein (FONIC-SIM (o2-Netz) tat in Tchibo-Stick (o2-Netz); Netlock habe ich nicht getestet und derzeit ist er in Aktion).
    D1, D2 leider signifikant teurer und m. W. nicht ohne die üblicher 24-Monats-Knebelverträge.

    HTH.

  13. ibis sagt:

    > ich will nicht wissen, wie viele Menschen einfach nur aufgeschmissen sind.

    Das ist eigentlich schade. An der Stelle, wo es nicht nur um die eigenen Moneten geht, hätte dieser Artikel interessant werden können.

  14. Thaniell sagt:

    Kleiner Hinweis: Entweder ich hab gerade die IP von ‘ibis’ übernommen, mein Provider setzt mich neuerdings hinter einen Proxy oder euer WordPress zeigt mir schlicht noch nicht freigeschaltete Kommentare eines Vorredners. Kurzum ich sehe hier den Kommentar von ibis mit der Anmerkung ‘Dein Kommentar muss erst noch durch uns freigeschaltet werden. Bitte hab ein wenig Geduld.’ und bekomme seinen Namen auch als Vorgabe im ‘Name’ Feld.
    Da ihr ja noch am Bugs suchen und fixen seid, könnte evtl. letzteres der Fall sein, evtl. mal checken.

  15. Bei Gelb steh ich auf dem Schlauch. Macht mir Sorgen. 😉

    (Meiner Schwester hat ein Arcor-Mitarbeiter erklärt, mit einer 5MB-Leitung läge sie am unteren Ende, um so gerade noch eMails versenden zu können … ich hoffe, sie hat das falsch verstanden …)

  16. ebertus sagt:

    Der Ausgangsfehler, ja sorry, war wohl das Vertrauen auf die schon seit gut zwei Jahren relativ bis gänzlich «out» seiende PCMCIA-Karte des «Freundes».

    Und so ein USB-Stick hat noch ganz andere Vorteile, wenn man — wegen der Servicewüste etc. — mal zwischen verschiedenen Anbietern von stationärem dSL zerrieben werden soll; eigene. zweimalige Erfahrung. So ein Stick ist natürlich auch mit stationären PC zu verwenden, eine neue Firmware soll das gar bei der Fritzbox alternativ möglich machen; ergo, Versorgung eines kleinen Netzes. Bei brutto 7,2 mbit/s und halbwegs guten Emfangsbedingungen kann man da an noch ganz andere Optionen denken…

    Soweit man kein «Downloader» ist, denn «Flat» bedeutet in der Regel bzw. ohne Drosselung die ansonsten — mir zumindest — reichenden 5GB/M.

  17. slowcar sagt:

    Erhellende Geschichte. Ich versuche auch, soweit Möglich, mich nicht mehr auf 2 Jahre zu binden. UMTS per e-Netz ist leider sehr Standortabhängig, an der Alster (=Innenstadt) sollte es aber gehen.

    Das Rechnungsbeträge und Gutschriften sich ausgleichen ist ein Irrglaube, auch wenn beide vom Betrag gleich sind.
    Warum weiß ich nicht, vielleicht wird mit float gerechnet, es passiert jedenfalls immer wieder das Restbeträge von — 1 cent entstehen. Oder auch 0 cent, die wurden auch angemahnt…

  18. Tom sagt:

    Das kenne ich auch. Hatte letztens Probleme mit einem großen Autovermieter. Musste auch die Beschwerde faxen, weil sonst die Linke nicht weiß was die Rechte tut. Das ist meiner Meinung auch das Hauptproblem. Zu viele Kunden und das zum «Kampfpreis» — kann eigentlich nicht funktionieren. Deshalb ist es auch egal zu welchem Anbieter man geht. Die nehmen sich alle nichts. Ist reine Glückssache. Sieht man ja auch in den Foren, da gibts Horrorgeschichten durch die Bank weg.

  19. […] Chris von F!XMBR hat seinem Ärger über den Stress mit seinem UMTS Anbieter Luft gemacht und mal von vorn bis hinten geschildert, was […]

  20. Gartenstadt sagt:

    Gut beschrieben, erinnert mich sehr an das Theater, welches ich einst mit Arcor hatte. Ich denke auch, dass Du hier den Namen des Anbieters hättest nennen sollen, was spricht dagegen? Dann hätte Dein Beitrag vielleicht tatsächlich etwas geändert, und nicht nur beschrieben. Das Problem liegt meiner Meinung nach nicht daran, dass keiner in der Firma ein Interesse an guten Kundenbeziehungen hat, sondern an der strikten Arbeitsteilung Call Center — Technik — Marketing. Ich hatte, wie Du, schon oft Erfolg damit, mich an an die Pressestelle oder gleich an die Geschäftsleitung zu wenden. Da sind dann plötzlich Leute, die das sehr interessiert, und die großes Interesse daran haben, einem zu helfen. Das klappte sowohl bei Arcor wie bei der Telekom. Aber das ist ein mühsamer und aufwendiger Weg, so sollte das nicht sein. Aber darauf immer wieder Hinzuweisen ist schonmal ein guter Schritt.

  21. Alexz sagt:

    …und der ganze Rattenschwanz an Ärger und Aufwand nur deshalb, weil der Anbieter nicht in der Lage war, kulant ein UMTS-Dingens umzutauschen? *kopfschüttel* :)

  22. Chris sagt:

    @Thaniell: Das hat nichts mit der IP zu tun. WordPress speichert diese Dinge im Cookie. Lässt Du keine Cookies zu, siehst Du zum Beispiel Deinen nicht freigeschalteten Kommentar nicht. Dein Phänomen hängt wahrscheinlich mit WP-Cache zusammen. Ich muss mal schauen.

    @ebertus @Alexz: Ähm, Ihr könnt schon lesen, oder? Der Anfang war eine falsch gestellte Rechnung. Der UMTS-Stick war nur eine kleine Anekdote.

  23. ebertus sagt:

    @chris: Ich hab’s nochmal gelesen, bleibe dabei. Wer «heute» UMTS noch via PCMCIA machen will, der beschränkt sich über Gebühr, gleich mehrfach, ist «denen» dann eben ausgeliefert. Ansonsten hast Du ja recht…

  24. superguppi sagt:

    BASE ist vor kurzem eingefallen, dass sie in ihre Verträge reingeschrieben haben, dass nach 10GB Download die Geschwindigkeit auf GPRS reduziert werden kann. Das Ergebnis ist, dass gar nichts mehr läuft. Die Software ist so unzuverlässig und im Folgemonat bleibt die Rate auf GPRS-Geschwindigkeit. BASE als Tochter von eplus ist auch unfähig, bei der Mutter für eine funktionierende Technik zu plädieren. Nebenbei ist eplus die einzige Mobilfunk-Firma, die HSPA per Software abgeschaltet hat.

  25. Phil sagt:

    @Ursula:

    Es gibt noch andere Firmen, die UMTS inklusive (kostenlosem!) UMTS-USB-Stick anbieten.

    Unternehmen haben nichts zu verschenken, insofern ist obige Aussage nicht richtig. Dass oftmals jedoch denjenigen nicht ein Nachlass gewährt wird, die sich keine subventionierten Geräte nehmen, ist, gelinde gesagt, ein Skandal, da diese dann andere «subventionieren», sprich die Firma an denjenigen sich bereichert ohne entsprechende Leistungen zu bieten.

    @Chris:
    Und ja, der Service ist in Deutschland zum Teil so grottenschlecht. Will ich beispielsweise tagsüber bei der T die Störungsstelle, so warte ich stundenlang in der Schleife. Nunja, rufe ich halt nur noch des Nachts dort an. so habe ich gleich einen Ansprechpartner, wobei dort, zumindest bei Störungen, recht schnell geholfen wird.

    Faustregel: Je größer das Unternehmen, desto schlechter der Service, wobei es auch Ausnahmen gibt.
    Aber auch selbst kleine Unternehmen könne einen schlechten Service haben, wobei es dort meiner Meinung eher die Ausnahme ist.

    Und ich denke, dass so einige Inkassofirmen doch darauf bedacht sind, sauber zu arbeiten, auch wenn es letztlich «ihr» Geld ist, was flöten geht.
    So habe ich mal einen Laufzeitvertrag verlängert bzw. ihn nicht gekündigt und darafhin trudelten ein paar Magazine bei mir ein. Ich kündigte zwar gleich daraufhin dem Verlag vorsorglich (nein, ein Abo wollte ich nicht haben, zumal ich schon andere Magazine in der Art hatte und ich ja das Abo nicht abschloss). Als dann später trotzdem ein Brief von einem Inkasso kam, schilderte ich nochmals den Sachverhalt und hörte anschließend weder vom Inkasso noch Verlag etwas.

  26. Phil sagt:

    @Chris:

    iwie wird ein Post von mir bei mir nicht angezeigt, den ich gerade geschrieben hatte (auch nicht mit «muss freigeschaltet werden»), obwohl ich Cookies von der besuchten Seite zugelassen habe. Schau doch mal bitte diesbezüglich, denn das funktionierte noch vor ein paar Tagen einwandfrei und ich bei Cookies nichts geändert hatte.

  27. Phil sagt:

    @Chris:

    bitte 2. Posting löschen. Der Post wird mir jetzt doch angezeigt, nachdem ich den letzten Eintrag vornahm.
    Da scheint Opera momentan zu spinnen.

  28. Chris sagt:

    @Phil: Das Problem liegt nicht bei Dir. Es hat mit WP-Cache zu tun.

  29. Phil sagt:

    @Chris:

    Ja, das fiel mir auch etwas später ein. Du hast wahrscheinlich WP-Cache so eingestellt, dass nach einem Kommentareintrag nicht sofort die Seite neu erstellt wird. So werden neuere Beiträge erst später «sichtbar» gemacht.

    Hm, vllt. wäre es eine Überlegung wert, wenn ein neuer Kommentar eintrudelt, dass dann die Seite neu erstellt wird. Das sollte der Server problemlos aushalten, da ja hier nicht sonderlich viel kommentiert als gelesen wird.

  30. Chris sagt:

    Hm, das ist mit (dieser?) Version von WP-Cache nicht möglich…

  31. Servicewüste – überall das Gleiche…

    Fixmbr ist immer wieder eine Quelle für interessante und gut geschriebene Texte. Der Artikel über die Erlebnisse von Chris mit “einem großen Telekommunikationsunternehmen” gibt einem zu denken. Er fasst es so zusammen:

    Wir sind keine Kunde…

  32. Phil sagt:

    Hm, ich weiß nicht. Habe es iwie in Erinnerung, dass das auch in den Einstellungen geändert werden kann. Aber wenn Du sagst, da sei nichts, habe ich mich entweder geirrt, diese Funktion wurde herausgenommen oder Du brauchst eine Brille 😉

    Wie gesagt, ich kann mich auch irren.

  33. Den Ärger und Frust erlebe ich auch gerade. Ich hab gestern spontan eine Community dafür ins Netz gesetzt. Mich persönlich nervt, dass man sich dann so allein und hilflos fühlt bzw natürlich abwägen muss, ob man nun gerichtlich vorgeht oder nicht. Die «Anbieter» haben eine finanzkräftige Rechtsabteilung, man selber vielleicht noch nicht mal eine Rechtsschutzversicherung :-(

  34. Danny Faak sagt:

    Hab derzeit fast genau den gleichen Ärger. Nur das man auf mich mit ner Forderung von 120 € zu kam, obwohl ich laut Rechnung mit 20 € bei denen in der Kreide stehe. Dann hieß es die Rechnung wär falsch, aber ich kriege keine richtige weil die Telekomunikationsbehörde das nicht erlaubt.

    Völlig gaga die Jungs …

  35. euhmoins sagt:

    sehr interessant, danke.

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