Konsumlemminge

From its custom-crafted K-Blade Thermaltake™ heatsink to its overclocked 400MHz Network Processing Unit (NPU), the Killer NIC M1 sacrifices nothing to pure performance.

via bsdforen, killernic

Audiophile1 , Hardcore-Gamer, Übertakter etc. pp. sind ohnehin schon als extremst leichtgläubige Konsumlemmige2 verschrien — das hier macht den Braten nun auch nicht mehr fett, aber man schafft es anscheinend dennoch immer wieder den Gipfel der Leichtgläubigkeit zu toppen. Ich sehe schon Legionen von Fachportalen vor mir die sich im vierteljährlich aktualisierten Neusprech die Kante geben 😀

  1. siehe auch fefe []
  2. ultimative Steigerung []

, , , , , ,

5 Antworten zu “Konsumlemminge”

  1. Tonerde sagt:

    Ich wollte ja eigentlich ein Bonmot hinzufügen, nämlich einen Kühler der Firma «Alpenföhn» names «Gletscherspalte Alpenföhn», aber deren Website wurde gehackt.
    Den link setze ich mal lieber nicht.
    LG Tonerde

  2. klti sagt:

    Als ich das erste mal von der KillerNic gelesen habe, hab ich mich fast weggeschmissen vor Lachen. Ganz groß ist aber auch das 1,5 Meter lange Netzwerkkabel von Denon für nur 499 Dollar. Wer sowas kauft, hat es nicht besser verdient, Deppensteuer und so 😉

  3. Mattias sagt:

    Ich bin schon einmal bei einem Anbieter für Serverkomponenten über eine vergleichbar aufgebaute Karte gestolpert, wahrscheinlich mit dem gleichen Chipsatz, nur fürs halbe Geld und mit weniger hübschem Lüfter.

    Die Idee hinter der Karte ist gar nicht so doof: Auf einem 400MHz-PowerPC-Kern, dem 128MB RAM zur Seite stehen, läuft ein 2.6er-Linux-Kernel, der per iptables als Hardware-Firewall dient und so eben filtern kann, ohne den Kernel des Hostsystems auszubremsen. Es kommen nur vorgefilterte, erwünschte Pakete durch, was z.B. auch weniger Interrupts zur Folge hat.

    Im Prinzip kann man mit der Karte richtig coole Sachen machen, beispielsweise direkt per Shell in den iptables rumpfuschen:

    http://www.linuxdevices.c.….670.html

    Ich bezweifle allerdings, dass die Mehrzahl der Gamer kapieren, wie sie diese Karte richtig einsetzen. Wenn man viel Schlangenöl-Software auf der Kiste hat, dann wird der Rechner mit der Karte auch nicht schneller. Zur Entlastung eines Servers bei (D)DoS-Attacken: Vielleicht, käme auf einen Versuch an…

  4. Oliver sagt:

    Es existieren hochqualitative Netzwerkkarten die einiges mehr bieten ohne nonsense. Wer etwas heutzutage noch übertaktet, dem kann in der Regel schon nicht mehr geholfen werden.

    >Es kommen nur vorgefilterte, erwünschte Pakete durch, was z.B. auch weniger Interrupts zur Folge hat.

    Ich könnte anstatt iptables auch pf auf anderen freien Systemen verwenden und müßte nicht gleich Angst haben das die Kiste kollabiert ob einiger Regeln.

    Alles jedoch keine Rechtfertigung für überteuerten crap. Nein und dumm sind die Leute gewiß nicht, die wissen schon wie sie ihr Klientel ködern …

  5. Mattias sagt:

    Da ist nix übertaktet. Der verwendete PPC-Kern ist auf 400MHz spezifiziert. Das ist einfach gelogen, oder Marketing-Speech (man könnte den Kern ja auch auf halber Taktfrequenz laufen lassen).

    > Ich könnte anstatt iptables auch pf auf anderen freien
    > Systemen verwenden und müßte nicht gleich Angst
    > haben, dass die Kiste kollabiert ob einiger Regeln.

    Nun so schlimm ist es auch nicht mehr… Dennoch: es sollte kein großes Problem, sein ein OpenBSD auf die Karte zu portieren, 32-Bit-PPC ist ja eine der 1st-Tier-Plattformen. Der Hersteller verschenkt ja Karten an Entwickler, warum also nicht basteln? Der geneigte Entwickler kann dann gleich noch den Spamd auf die Karte vorlagern. Das wäre wahrscheinlich die erste sinnvoll eingesetzte Karte dieser Art. :-)

    > Alles jedoch keine Rechtfertigung für überteuerten crap.
    > Nein und dumm s ind die Leute gewiß nicht, die wissen
    > schon wie sie ihr Klientel ködern …

    Klar: Für die anvisierte Klientel bringt die Karte kaum etwas — jedenfalls ist sie ihr Geld nicht wert. Mir kommt es so vor, als hätte man krampfhaft eine Anwendung für eine Hardware gesucht. Da ist man über Hardware aus der Serverecke gestolpert und hat dann krampfhaft überlegt, wie man sie an Gamer verchecken kann. Ein paar coole Buzzwords und fertig ist das Geschäftsmodell.

    Warum sollte ich Mitleid mit einer Klientel haben, die nicht nachfragt, ob sie die Hardware, die sie kauft auch ausnutzen kann? Da werden dann Achtkern-Rechner für den Schwanzvergleich gekauft, obwohl selten mehr als zwei oder drei Prozesse gleichzeitig laufen, die signifikante Rechenleistung benötigen. Selbst schuld.

RSS-Feed abonnieren