Klimaschutz == Dummfug?

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Ja man könnte es so vermeinen, das da die berühmte Sau durchs Dorf getrieben wird. Und in der Tat ist es so, Politiker nutzen diesen Aktionismus oft genug nur, um zusätzliche Einnahmen zu tätigen, andere übertreiben massiv und erweisen somit der eigenen Sache einen Bärendienst.

Wie aber schauts nun tatsächlich aus? Nun das kann ich nicht sagen, ich kann nur postulierten Theorien folgen und diese interpretieren. Derer existieren en masse, sowohl pro als auch contra. Contra? Ne, kann ja wohl nicht sein, da befürworten Dreckschweine die Zerstörung der Natur? Man muß hier natürlich unterscheiden zwischen wirtschaftlich geprägtem Contra a la Bush oder wissenschaftlich geprägtem Contra, das Fehler aufzeigt bzw. Vergleiche zur Vergangenheit.

Letztendlich schaut es so aus, wir haben nicht einmal den Schimmer einer Ahnung wie es denn anderswo auf fernen Planeten ausschaut, wie haben nur Vermutungen bezüglich der Tiefsee bzw. einige seltene Einblicke. Wir kennen das Universum nicht, wir kennen den eigenen Planeten nicht einmal, ganz zu schweigen von der fehlenden Kenntnis wie zur Hölle das alles funktioniert und interagiert. Da helfen auch bestimmt keine Gott-befohlenen Weissagungen oder die Kreationismuslehre. Wir haben einige Eckdaten, aus heutiger Sicht. Wir bauen Theorien auf Daten auf, ohne den gesamten Umfang zu kennen. Wir leben mit zahllosen Theorien, das ist nicht weiterhin schlimm, denn die Wissenschaftler die damit arbeiten wissen dies auch. Problem aber, die eingangs erwähnte Sau die da sooft durchs Dorf getrieben wird.

Da kommen die Medien ins Spiel, sogenannte Fachjournalisten die eine dieser Theorien in die Finger bekommen und gehörig abstrahieren, damits zu einer Schlagzeile gereicht. Problem: Fachjournalist bedeutet in den Medien nur noch selten tatsächlich vom Fach, sondern meist nur ich habe jetzt 2–3 Jahre meinen Senf ab und an dazu abgegeben und kenn mich nun damit aus. Das mag für einen Blog genügen oder auch der privaten Beschäftigung mit derlei Thematiken, es langt jedoch keinesfalls um das Problem tatsächlich zu erfassen und für Otto-Normal-Bürger wiederzugeben. Abstrahiert man bei diesen veröffentlichten Papieren kommt nie etwas gutes bei raus, ich habs schon selbst erlebt bei historischen Dingen die irgendein Journalist in die Finger bekam.

Nun gut, das soll jetzt nicht in einen Abgesang auf den Journalismus ausarten, sondern nur die Problematik allgemein darstellen, welchen Weg die Information letztendlich nimmt und wie sie u.U. aufgenommen wird. Die Art der Informationsvermittlung ist definitiv nicht in Ordnung, aber auch das nur nebenbei.

Wie gesagt, wir wissen nun was wir nicht wissen und wissen nun auch das jene Dinge, die wir wissen, nicht unbedingt für einen vollständigen Überblick langen bzw. das nicht jede Information gleichermaßen für den Katalysator (Medien) als auch den Konsumenten dieser Katalyse geeignet ist. Man ist also wiederum bei pro und contra in puncto Klima angelangt. Aber die Medien, die Politiker … und … und Greenpeace …? Ja diese trommeln, die einen ob der Quote, die anderen ob neuer lukrativer Einnahmemöglichkeiten und letztere weil sie denken besser zu laut getrommelt als überhaupt nicht vernommen zu werden. Kritisiert man diese Dinge, setzt man sich natürlich auch der Gefahr aus alles in einem Atemzug zu kritisieren. Denn wer glaubt schon z.B. noch einer Umweltorganisation, die u.U. schon mal arg übertrieb, der guten Sache wegen? Nur wenige, ergo schweigt man lieber und thematisiert solcherlei Dinge nicht.

Die Patentlösung kann auch ich hier nicht bieten, nur die Gebetsmühle mit der Quellenkritik. Man muß sich bei derlei komplexen Thematiken etwas mehr einarbeiten. D.h. nicht das man zum Klimaforscher mutiert, aber es gehört halt mehr dazu als nur den Artikel in FAZ, Spiegel, Focus, .… zu lesen. Man muß teils auch an die Quelle gehen, mitunter mal ein Fachblatt konsumieren, selbst das Internet bietet massive Quellen dazu — fernab von Ebay, Amazon, Youtube und Co. Man muß nicht Stunden um Stunden mit dem Konsum der Quellen verbringen, aber zumindest sollte man sich selbst einen Eindruck verschaffen a la hey da steckt doch einiges mehr dahinter, als in dem Blatt meiner Wahl steht.

Wie man sieht, dies stellt also mitnichten die Lösung meiner Wahl dar oder eine explizite Aussage, die alles andere ausschließt. Grundtenor bei der Sache ist, man kann die durchs Dorf getriebene Sau in der Regel geflissentlich ignorieren. Einfach mal den Verblödungsstrahler desöfteren abschalten bzw. die Abhängigkeit zu den alten Medien knicken, dann klappts schon. Es kostet zwar mehr arbeitet, sich selbst Wissen zu erarbeiten, jedoch lohnt es sich. Denn dann steht man auch kritisch dem postulierten Dummfug der Politik gegenüber und kann dort Paroli bieten. Solange man dort jedoch kein gegenteiliges Echo erhält wird auch weiterhin Geld eingesammelt ob der Umwelt, diese aber mittels Geschenken an die Industrie weiterhin getreten.

Abseits der Quellenkritik, die immer und überall ein Muß darstellt, kann ich auch meine Meinung zu dieser Thematik eindeutig wiedergeben. Man sollte es in keinem Bereich übertreiben, nicht unnötig Dreck machen und eine monetäre Denke sollte erst an zweiter bzw. dritter Stelle erscheinen, wenn überhaupt. Ich sah da in meinem Studium gewaltige Waldrodungen in der Antike, die sich auch ebenso desaströs lokal äußerten, ich sah da ein gewaltiges Waldsterben ohne große Industrie, ich sah dort die beinahe Ausrottung von bestimmten Tierarten etc., ich sah dies über die Jahrhunderte hinweg in immer stärkerem Ausmaß. Aber ich sah zugleich auch, das die Erde immer einem Wandel unterworfen war und das der Mensch nur den geringsten Teils dieses Wandels ausmachte, wenn überhaupt. Das ist keine Relativierung, mit dem Advent des Menschen in der Geschichte dieses Planeten ging auch der maßlose Umgang mit Ressourcen einher. Früher weniger, da nur wenige die Mittel zu Ausschweifungen besaßen, heute jedoch mehr denn je.

Aber dennoch sehe ich das alles nicht als Grund für die Veränderungen auf diesem Planeten an, da spielen weitaus mehr Dinge eine Rolle, Dinge die wir u.U. überhaupt nicht verstehen. Aber der Mensch kann der Umwelt vor Ort massiv schaden, kann Tierarten völlig ausrotten, kann kleine Dinge tun, die jedoch zumindest lokal begrenzt große Folgen nach sich ziehen. Folgt man grob der Chaostheorie und dem Flügelschlag eines Schmetterlings … nun dann kann es auch mehr sein.

Letztendlich sollte man sich sein eigenes Bild machen, pro und contra aufmerksam verfolgen, blinden Aktionismus vermeiden und den eigenen Dreck einschränken.

Einfach oder? Bewußtes Handeln und Wissensakquise sind eben das A und O. Blinder Aktionismus ist Dummfug, Ignoranz ebenso — wie immer liegt die Wahrheit dazwischen 😉

Bild: WikiCommons

3 Antworten zu “Klimaschutz == Dummfug?”

  1. Christoph sagt:

    Sorry, aber dazu muss ich mich doch aeussern. Ich wuerde dir ja insofern zustimmen, dass es nicht moeglich ist eine endgueltige Aussage ueber die Klimaentwicklung zu machen.
    Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man mit deiner Quellenkritik in diesem Fall weiterkommt. Es gibt einfach durchaus wissenshaftliche Modelle die einen direkten Einfluss vom Menschen verursachter Treibhausgase auf das Klima zumindest nahelegen. In diesem Zusammenhang halte ich dann ein einfaches, na die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen doch fuer etwas zu kurz gegriffen. Meiner Meinung mach kann ein verantworungsvoller Umgang in diesem Zusammenhang nur eine Reduzierung des Treibhausgasausstosses sein.
    Leider reicht es da nicht einfach nur zu sagen wenn jeder ein bisschen weniger Dreck macht, dann passt das schon, sondern hier muss wirklich auch im grossen Massstab gehandelt werden, und zwar am besten gestern.

  2. Oliver sagt:

    > Es gibt einfach durchaus wissenshaftliche Modelle die einen direkten Einfluss vom Menschen verursachter Treibhausgase auf das Klima zumindest nahelegen.

    Bestritt ich das? Wohl kaum, es gibt jedoch auch andere die das Gegenteil nahelegen. Btw. das heute immer noch gerne gebrauchte Hockeyschlägermodell (die Kontroverse ist im vollen Gange und nur der Laie meint Land zu sehen am Horizont) ist erwiesenermaßen falsch.

    >dann passt das schon, sondern hier muss wirklich auch im grossen Massstab gehandelt werden

    Ich verfolge keinen blinden Ökoaktivismus. Ebenso schrieb ich auch etwas zur Industrie. Von kleinem Maßstab steht hier kein Wort.

    >Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man mit deiner Quellenkritik in diesem Fall weiterkommt.

    Natürlich, man würde dann sehen das es eben keineswegs ausschließlich die Treibhausgase sind — jeder ernsthafte Wissenschaftler wird dir dies auch bestätigen. Allerdings werden auch gegen diese Verleumdungskampagnen inkompetenter Ökoaktivisten gefahren. Ohne Quellenkritik wird man nur allzu leicht polarisiert und kann sich gar keine eigene Meinung bilden. Die Nachahmung der Meinung anderer ist nicht wirklich eine Meinung.

    Weniger Dreck ist eben genau der Punkt, man muß es auch verstehen — ich redete definitiv nicht vom Komposthaufen hinter dem Haus.

  3. Grainger sagt:

    Klimakatastrophe hin oder her:

    weniger Dreck (egal ob als Abgase, Abwässer oder Abfälle) in die Umwelt abzugeben kann ja schon mal nicht falsch sein.

    Aber wie bei allem was mit Ökologie im weitesten Sinne zu tun hat wird hier von politischer Seite immer der zweite Schritt vor dem ersten gemacht.

    Das sieht man bei der Müllentsorgung, Abfälle sortieren, recyclen (bzw. thermisch verwerten), usw. ist sicher nicht falsch, Müllvermeidung findet jedoch keine statt.

    Dazu bräuchte es ja auch umfassende Regelungen und man müsste z.B. der Verpackungsindustrie ordentlich auf die Füße treten.

    Ähnlicher Schwachfug ist der Handel mit Emmissionsrechten, es mag in die Länder der Dritten Welt ein paar Devisen spülen wenn die reichen Umweltverschmutzer diesen die Emmissionsrechte abkaufen, führt aber nicht dazu dass auch nur ein Gramm weniger CO² in die Umwelt gelangt.

    Davon mal abgesehen bringt es auch nichts wenn ein Land wie Deutschland seinen (ohnehin relativ geringen) Anteil am weltweiten CP²-Ausstoß ein bißchen reduziert, dafür aber zeitgleich Länder wie die USA, China, Indien, usw. ihren CO²-Ausstoß verdoppeln und verdreifachen.

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