Kleines BASIC-FAQ

a. Der PRINT–Befehl:

Verwendung: Text oder Zahlen auf dem Bildschirm ausgeben.

PRINT«F!XMBR» <return>

F!XMBR

PRINT 2006 <return>

2006

b. Rechnen mit dem PRINT–Befehl:

?105 <return>

50

Mathematische Funktionen:

PRINT SQR(X)
PRINT SIN(X)
PRINT COS(X)
PRINT TAN(X)
PRINT LOG(X)

c. Schreiben wir mal das erste Programm:

Um ein BASIC Programm zu schreiben, muss vor jedem Befehl eine Zeilennummer stehen, i. d. R. hat man immer 10, 20, 30, usw. nummeriert, um evtl. nachträglich Zeilen einzufügen:

Kleines Beispiel:

10 PRINT«F!XMBR» <Schreibe F!XMBR>
20 GOTO 10 <Gehe zu Zeile 10>
RUN<return>

F!XMBR
F!XMBR
F!XMBR


Der C64 wiederholte den Text unendlich, es sei dann man unterbrach ihn mit <run/stop>. Nach dem Abbruch konnte man sich das geschriebene Programm anzeigen lassen:

LIST <return>

10 PRINT«F!XMBR«
20 GOTO 10

d. Der LIST–Befehl:

Es gab verschiedene Moeglichkeiten den LIST-Befehl zu verwenden:

LIST <Zeigt das ganze Programm an>
LIST 10 <Zeigt nur Zeile 10 wenn diese vorhanden denn ist>
LIST –100 <Listet das Programm bis Zeile 100>
LIST 100– <Listet ab 100 bis zum Ende>
LIST 100–200 <List die Zeilen 100 bis 200>

e. Variablen:

Variablen werden benoetigt um Texte oder Zahlenwerte im Speicher des C64 abzulegen.

BEISPIEL:

10 A=5
20 AB=758
30 XYZ(1)=34
40 PRINT A+AB-XYZ(1)

Dies ist die selbe Rechnung wie:

PRINT 5+758−34

Beispiele fuer Stringvariablen:

10 A$=«Ich bin«
20 XY$=«Dein«
30 QRX$(5)=«C64«
40 PRINT A$+» «+XY$+» «+QRX$(5)

Ich bin Dein C64

f. Der INPUT–Befehl:

Mit dem INPUT Befehl koennen anwenderspezifische Werte im Speicher abgelegt werden.

BEISPIEL:

10 PRINT CHR$(147): REM «Löscht» den Bildschirm
20 PRINT «HALLO, ICH BIN DEIN C64!«
30 INPUT «WIE IST DEIN NAME?»;NAME$
40 PRINT «HALLO «;NAME$;». ICH HOFFE, DIR GEHT ES GUT«
50 INPUT «WIE ALT BIST DU?»;ALTER
60 TAGE=ALTER*365
70 PRINT «DANN BIST DU UNGEFÄHR «;TAGE;» TAGE ALT.«
80 PRINT «BYE»

Der REM-Befehl in Zeile 10 kann weggelassen werden. Eingaben nach einem REM-Befehl werden von BASIC ignoriert, sie machen das Programm nur fuer andere Leute lesbarer, so kann man in jeder Zeile Bemerkungen hinterlassen.

g. FOR .. NEXT–Schleifen:

Mit FOR .. NEXT-Schleifen kann ein Programmteil oder einzelner Befehl beliebig oft wiederholt werden.

BEISPIEL:

10 FOR X=0 to 3
20 PRINT«F!XMBR«
30 NEXT X

F!XMBR
F!XMBR
F!XMBR

Es kann auch mit FOR .. NEXT-Schleifen gerechnet werden:

BEISPIEL:

10 FOR X=0 to 6
20 PRINT X;»+»;X;»=»;X+X
30 NEXT X

0+0=0
1+1=2
2+2=4
3+3=6
4+4=8
5+5=10
6+6=12

h. IF .. THEN–Kommando:

IF .. THEN-Befehle werden benoetigt um Entscheidungen fuer den weiteren Verlauf eines Programms zu treffen.

BEISPIEL:

10 INPUT «WIE ALT BIST DU?»;ALTER
20 IF ALTER <1 OR ALTER>110 THEN PRINT «DAS GLAUB ICH JA NUN NICHT!»:END
30 IF ALTER <11 THEN PRINT «HM, ZIEMLICH JUNG FÜRS PROGGEN!»:END
40 IF ALTER <26 THEN PRINT «HA, DU BIST IN DER BLÜTE DEINES LEBENS!»:END
50 IF ALTER >=26 THEN PRINT «ALTER SACK!»

WIE ALT BIST DU?

32

ALTER SACK!

Wer schreibt nun das beste F!XMBR-Programm?

Nebenbei, wenn das Basic-Programm dann so richtig unübersichtlich war, gespickt mit viele GOTO-Befehlen, nannte man dies auch Spaghetti-Code. 😀

Legende:
<return> muss natürlich nicht mitgeschrieben werden, sondern einfach die Return(Enter)-Taste drücken.
Bildschirmausgaben sind in Blau gehalten.
<Manchmal habe ich Anmerkungen in Klammern gesetzt>

Das war natürlich nur eine ganz kleine FAQ, für manche vielleicht eine Erinnerung, ausführlich BASIC lernen kann man im C64-Wiki.

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