Karrierekiller StudiVZ

Es ist ruhig geworden um StudiVZ — zu ruhig. Monat für Monat werden neue Rekorde aufgestellt — die PIs steigen ins Unermessliche, während die Werbung immer noch keinen großen Gewinn abwirft. Die neuen Datenschutzbestimmungen werden immer noch nicht durchgesetzt, man verschiebt Monat für Monat den Rausschmiss derjenigen, die die neuen AGBs nicht akzeptiert haben. Es könnte der Eindruck entstehen, als wären die Zahlen für die Werber nicht wirklich unwichtig — und viele Mitglieder des Netzwerkes haben offensichtlich die neuen Statuten noch nicht akzeptiert. Die Menschen, das Netzwerken selbst, scheint zur Randnotiz zu verkommen — alles wird dem schnöden Mammon, der Vermarktung unterworfen. Und doch müssen wir uns unterhalten: Den Karrierekiller Google kennt jeder, doch gibt es auch den Karrierekiller StudiVZ, den Karrierekiller Social Network? Dazu werden zufällig ausgewählte Profile untersucht. Es wird die Supersuche von StudiVZ angeschmissen, nach zufällig, in dem Moment ausgewählten, Kriterien gesucht, und dann kann es losgehen.

Konservative Personaler gibt es nicht selten, und so begebe ich mich als Mitarbeiter eines koservativen Unternehmens auf Mitarbeitersuche. Ich auche nach einem altehrwürdigen BWL’er und finde ihn. Alle Personen, die ich hier beschreibe, existieren im StudiVZ. Weitere Kritieren werden selbstverständlich aus Datenschutzgründen nicht genannt, natürlich werden auch die jeweiligen Namen von mir geändert.

Klaus studiert Wirtschaftswissenschaften, bezeichnet sich selbst als konservativ, sein Lieblingsspruch beinhaltet das Wort fummeln und bei seinem Profilfoto hat man das Gefühl, als würde er einem den Stinkefinger zeigen. Erst bei genauem Hinsehen sieht man, dass es der Zeigefinger ist. Das schreit natürlich nach einer genaueren Suche nach ein paar Fotos von unserem Klaus. Klaus selber hat keine Fotos bei StudiVZ eingestellt, doch ist das kein Problem — ist Klaus doch auf 12 weiteren Fotos von anderen Leuten verlinkt worden. Auf den Aufnahmen von Klaus wird schnell klar, dass er dem Alkohol nicht abgeneigt ist und dem männlichen Geschlecht zugetan ist.

Frage: Würdet ihr als konservativer Personaler den Klaus einstellen? Ein Branche, in der gerade am Anfang, mehr Schein als Sein zählt, der erste Eindruck entscheidend ist?

Stefans Profilbild schreit schon als kleines Thumbnail in der Vorschau — Klick mich. Das Bild wurde aufgenommen, sagen wir es mal so, als er sich in einem Raum befand, in dem viel geraucht wurde. Gerötete Augen, ein verschmitztes Lächeln, sympathisch schaut er aus, der Stefan. Und auch seine Gruppenzugehörigkeiten sprechen Bände: Da finden sich die Wörter Lippen, intelligent, charmant, gutaussehend. Ja, unser Stefan ist schon ein kleiner Schlawiner. Ein Fotoalbum hat Stefan veröffentlicht: Seine Urlaubsfotos am Mittelmeer. Sangria, Minirock, alles in Nahaufnahme — der Stefan geniesst das Leben.

Frage: Auch wir geniessen das Leben, doch tragen wir das dermassen zur Schau? Können wir es uns überhaupt leisten, Stefan einzustellen?

Um es nicht langweilig werden zu lassen, verändern wir die Suchparameter ein wenig. Nun schauen wir mal nach dem weiblichen Geschlecht, Studienrichtung Medienwissenschaft / Journalismus — und natürlich solo muss unsere zukünftige Mitarbeiterin sein.

Wir landen gleich einen Volltreffer. Julia, blond, vollbusig lächelt uns gleich auf ihrem Profilfoto an. In ihrem Lieblingsbuch geht es um Sex, spontan, so ist zulesen, ist unter anderem die Selbsteinschätzung unserer angehenden Journalistin. Ein schöner Rücken kann entzücken — und genau den bekommen wir auf dem einzigen Foto zu sehen, auf dem Julia verlinkt ist. In ihrem Fotoalbum befindet sich (leider) auch nur ein Bild, statt dem Rücken, hier die Schulter in ihrer ganzen Pracht.

Frage: Julia muss sich selbst präsentieren, doch in dieser Art? Würdet Ihr Julia einstellen, und wenn ja, für etwas anderes, als das Betriebsklima?

Sarah rockt gerne, wie wir in ihrem Profil lesen können, Party ist ihr größter Lebensinhalt — wobei Größe relativ ist, vielleicht könnte man da auch sagen, es ist ihr Piercing, welches dem Betrachter Ihres Profilbildes entgegenspringt. Schade eigentlich, verschandelt es doch das eigentlich süße Gesicht. Ihren derzeitigen Job bezeichnet sie selbst als Kabelmieze — doch schauen wir mal weiter in die Fotos. In einem ihrer veröffentlichten Fotoalben sind etwas gewagte Fotos zu finden, konservative Menschen würde sie mit Sicherheit als anzüglich werten.

Frage: Sie sucht keinen Job als Foto-Modell, sie möchte Journalistin werden, immer noch ein ehrenwerter Beruf in unserem Land. Würdet Ihr Sarah einstellen?

Unsere letzten Suche führt uns auf den Weg unserer zukünfigen Generation. Es wird nach einem Studenten / einer Studentin der Erziehungswissenschaft / der Pädagogik gesucht. Als politische Ausrichtung sollte selbstverständlich links angegeben werden.

Benny lebt das Leben, so macht es zumindest den Eindruck. Einen Friseurtermin hatte der Kollege schon länger nicht mehr — früher hätte man ihn sicherlich als alternativ eingeschätzt. Der Eindruck verstärkt sich bei einem Blick auf seine Gruppen: Kleber schnüffeln, LSD ist dort zu lesen und in ganz anderen lustigen Gruppen verbringt Benny ebenso seine Zeit. Die Kleinen werden ihren Spaß mit Benny haben.

Frage: Würdet ihr Benny Eure Kinder anvertrauen?

Christiane, meine Fast-Namensvetterin, hat eine Flasche Bier am Hals, gleich zu erkennen im Profilfoto. Wie sollte es auch anders sein, von Parties, netten Getränken ist in ihrem restlichen Profil und in ihren Gruppen die Rede — ein klick auf die Fotos verrät uns, dass Christiane gerne auf dem Zeltplatz ihren Alkohol trinkt und dabei teilweise schräg in die Kamera blickt.

Frage: Würdet Ihr Christiane Eure Kinder anvertrauen?

Disclaimer: Wie bereits erwähnt, habe ich die Suchkritierien spontan, zufällig ausgewählt. Ich habe bei dieser Recherche genau 2 Profile wieder geschlossen, diese Profile waren okay — okay, in dem Sinne, da war nichts zu finden, was einem Personaler negativ auffallen würde. 2 von insgesamt 8 besuchten Profilen. Auch möchte ich nochmal klarstellen: Die Dinge, die oben zum Teil angesprochen wurden, das haben wir alle schon mal mehr oder weniger gemacht, ich persönlich habe mit den Dingen überhaupt kein Problem — doch darum geht es nicht. Es geht nicht darum, was ich, was Ihr, liebe Studenten okay findet. Es geht darum, wie andere Menschen — Entscheider — Euch wahrnehmen. 😉

Selbstverständlich war diese kleine Untersuchung nicht repräsentativ, wie sollte sie auch, jedoch zeigt sie in meinen Augen eines ganz eindeutig: Wenn man schon nicht auf StudiVZ, das Gruscheln verzichten möchte, so kann man wenigstens das eigene Profil wie eine Bewerbungsmappe gepflegt halten, denn was ich hier mal eben nebenbei gemacht habe, machen andere professionell. Was ich als noch normal ansehe, ist in *wirklich* konservativen Kreisen vielleicht schon wieder verpöhnt. Sichert und reinigt Eure Profile, liebe StudiVZ’ler — und wenn Ihr durch andere auf Fotos verlinkt werden, ich denke, da reicht eine freundliche Mitteilung mit Bitte um Entferung an den, der das Bild eingestellt hat.

Es ist Euer Leben, es ist Eure Karriere, welcher Ihr selbst verdammt schaden könnt — und wenn Euch die Gründe nicht einleuchten, dann vielleicht diese. Der Karrierekiller Google ist harmlos gegenüber einem aktuellem Profil auf einem der sogenannten Social Network-Seiten. Per Google muss man meist unzählige Seiten durchsuchen, im Social Network wird mir alles frei Haus auf den Monitor geliefert — von der beobachteten Person selbst.

Tut was oder lasst es liebe Studenten, aber sagt nicht, man hätte Euch nicht gewarnt.

Der Karrierekiller Social Network wird in den nächsten Jahren das weitaus größere Problem gegenüber dem Karrierekiller Google werden. 😉

, , , ,

255 Antworten zu “Karrierekiller StudiVZ”

  1. Brian sagt:

    Ich habe gerade ein paar Bewerbungen auf dem Tisch. SHK-Stelle an der Uni, toller Job, aber zu eher ausbeuterischen Konditionen. Bis auf einen Kandidaten haben alle Bewerber ein Profil bei StudiVZ.

    Und ja, Sauffotos am Pool oder die Mitgliedschaft in 30+ Fungruppen wie «Ich glühe härter vor, als du Party machst» und «Meine Schlafzeiten kollidieren mit meinen Vorlesungszeiten» usw. ergänzen tlw. nicht nur wunderbar das desolate Bild der einzelner Bewerbungen (mutig, was einige da abgeliefert haben), sondern helfen natürlich auch bei der Entscheidungsfindung.

    Und wir sind wirklich noch alles andere als konservativ hier im Institut. Ich möchte gar nicht wissen, wie sowas drüben in den Wirtschaftswissenschaften ankommt ‚(

  2. kobalt sagt:

    Der logische Schritt wäre, ein «optimiertes», arbeitgeberfreundliches Profil in veraschiedenen sozialen Netzwerken zu erstellen, die auf den angestrebten Arbeitgeber zugeschnitten sind.

    Dabei müßte der Arbeitsplatzaspirant nicht einmal lügen. Mit ein paar geschickt formulierten Euphemismen formt er im Kopf des Arbeitgebers das passende Bild.

  3. Falk sagt:

    Der logische Schritt wäre, ein ?optimiertes?, arbeitgeberfreundliches Profil

    Der für mich logischere und konsequentere Schritt wäre, das Privatleben dort zu lassen, wo es hingehört — in der Privatssphäre. Alles andere ist Nonsense.

  4. Weltenweiser sagt:

    Schön, dass sich Jemand mal die Mühe gemacht hat, dass so dezidiert darzustellen. So kapiert es auch der Letzte. Allerdings nur, wenn er es liest und nicht stattdessen gerade Sangria in der Eckneipe mit Sandfußboden säuft.

  5. Falk sagt:

    Argh — Schnellschuss: Wenn einer der freundlichen Admins bitte aus dem «die» ein «der» machen könnte und dann diesen Kommentar löscht. Könnts auch stehenlassen, aber ich wär Euch auf ewig zu Dankbarkeit verpflichtet 😀

  6. kobalt sagt:

    @ Falk: Ich stimme dir zu.
    Doch ich befürchte, daß Arbeitgeber jene Bewerber vorziehen werden, über die sie sich das umfassendere Bild machen können. Wer kauft schon gern die Katze im Sack?

  7. Falk sagt:

    Einen potentiellen Arbeitgeber geht mein Privatleben, meine sexuellen Neigungen etc. erstmal nichts an. Mich selbst darstellen, dazu brauch ich keine Fotos von Parties oder ähnliche ungewollte Referenzen. Schon dreimal nicht, wenn die ohne mein Wissen von Dritten ins Netz gestellt wurden. Ein Bild abgeben und ein Bild abgeben ist ein himmelweiter Unterschied. Die Frage ist ja, welches Bild von mir möcht ich öffentlich haben. Und wer dann so sorglos ins Social-Netwerk-Zeitalter schlittert, muss eben mit den oben genannten Konsequenzen leben oder es lassen. Mitleid hab ich da recht wenig, denn gar die Jungs hier haben oft genug gewarnt und ernten nach wie vor oft genug auch nur ein müdes Lächeln. Aber mehr als Aufklären kann man nunmal auch nicht.

    Btw. find ich allerdings auch das Vorgehen von Arbeitgebern, das Privatleben von Menschen zu «durchleuchten» mehr als nur daneben. Aber das steht auf einem ganz anderen Blatt und dürfte genauso Stoff für etliche Kommentare dazu liefern. Es ist und bleibt in meinen Augen ein absolutes Scheiss-Spiel, wo der Individualist derbst auf der Strecke bei bleibt.

    Kleiner Scherz am Rande: Die dickbusige da oben kann sich gern bei mir als Redakteurin bewerben *ggg*

  8. […] via F!XMBR []…]

  9. Chris sagt:

    Kleiner Scherz am Rande: Die dickbusige da oben kann sich gern bei mir als Redakteurin bewerben *ggg*

    Jetzt weiß ich, wen ich noch gruscheln wollte… 😀

    Das ist übrigens eine sehr interessante Frage, die man mal stellen kann, ob und inwieweit der potentielle zukünftige Arbeitgeber einem Bewerber hinterherschnüffeln darf. Ich würde da durchaus den Advocat Diabolus spielen. *fg*

    @Brian: Sehr interessant. :) Man bekomt ja oft zu hören, man sähe Gespenster,etc. pp. 😉

    @kobalt: Du wirst da nie eine klare Linie ziehen können. Arbeitgeberfreundlich oder nicht, etc. pp. Das Problem ist: Auch andere können Infos über Dich verbreiten — und sind auf Deiner eigenen Seite, Deinem Profil verlinkt.

  10. Nicole sagt:

    Sorry, aber wer so leichtgläubig Saufbilder und sexuelle Neigungen im Internet verbreitet, ist meiner Meinung nach selbst schuld. So langsam müsste es doch jedem klar sein, dass das Internet nicht nur ein Spielplatz ist, sondern einen viel genutzten Weg zur Informationsbeschaffung darstellt. Also gebe ich auch nur so viel von mir bekannt, wie ich vertreten kann.

    Den Personalabteilungen ist es nicht anzulasten, dass sie sich über Social Networks über ihre Bewerber informieren. Genau dafür sind solche Netzwerke doch auch da. Sie helfen dabei Kontakte aufzubauen und wenn ich jemanden einstelle, sind die Kontakte dabei nicht unbedingt unwichtig. Außerdem muss ich jederzeit damit rechnen, dass andere über Mitarbeiter des Unternehmens Recherchen anstellen — da ist es doch besser, wenn ich das auch frühzeitig tue und damit nicht unbedingt den Ruf des Unternehmens aufs Spiel setze.

    In einer Welt, in der nicht so wertvoll ist, wie die Informationen, sollte jeder auch vorsichtig mit diesem Gut umgehen!

  11. Oli sagt:

    Warum sollten sie etwas tun? Man schafft dort ein Netzwerk, wie es einige Menschen in der Wirtschaft auch tun, da gibts ja noch so ein anderes Netzwerk, wo erwachsenere Menschen vermeinen durch einen Austausch von Informationen Vorteile zu verbuchen.
    Da werden wie in den 80ern Visitenkarten ausgetauscht und Verbindungen geschaffen, die einem nützen sollen — Vitamin B. Alles nichts neues. Ist das besonderes doof? Ja! Aber auch nur ein Spiegelbild der Gesellschaft.

  12. Falk sagt:

    Also nichts prinzipiell einzuwenden ist ja gegen die Vernetzung untereinander. Wenn die für die jeweiligen Punkte im Netzwerk eine Win-Win-Situation darstellen. Aber so wie sich das mir momentan darstellt hilft sowas demjenigen, der am weitesten hinten rein kriecht oder sich am besten selbst profiliert. Das Letztere mag in der PR-Branche ja vielleicht ein gefragter Typus sein, aber als Arbeitgeber würde ich dann doch eher auf fachliche Qualifikation achten. Wobei ich da einen Punkt da oben im Artikel auch noch kritisieren mag — ja, ich würde auch wem meine Kinder anvertrauen, der kifft oder mal über die Stränge schlägt, wenn ich *weiss*, das auf Denjenigen beim Kinderhüten Verlass ist. So pauschal gehts halt eben doch nicht — Vertrauen brauchts da und dies schafft man nicht in Netzwerken im Internet.

  13. Oli sagt:

    Vitamin B killt jegliche Wirtschaft — diese Amigos sorgten schon immer für desaströse Seilschaften. Beispiel brauche ich wohl keine zu nennen.
    Ja es ist schön ehemalige Schulfreunde wiederzufinden, dafür taugts was — aber nicht mit dem Datenstrip im Netz.
    Vertrauen ist so oder so immer Glückssache und beweist sich erst über längere Zeit — mitunter kann man das an den zahllosen Scheidungen ausmachen, oft nach 1–2 Jahren. Es ist ein Trugschluß zu glauben, das die Realität irgendeine Art von Sicherheit geben kann. Die die im Netz dumm sind, bewegen sich auf der Straße ebenso dumm daher — *einziger* Unterschied, im Internet finden sich vielleicht «2−3″ Leute mehr, die diese Dummheit auszunutzen wissen.
    Und das mit den Drogen — ist wohl ein Streitpunkt sondersgleichen … die einen vertrauen «Benebelten» (ich schließe da *jede* Droge mit ein), die anderen sind vorsichtiger aus Erfahrung heraus.
    Und ja da sollte man auch nicht pauschalisieren, aber es ist eben eine Komponente, die *mich* aufhorschen läßt — umso mehr auch bei Pro-Kiffern, die das noch lauthals verkünden, die Alkis ebenso …

  14. Falk sagt:

    Oli, deswegen hatte ich das «weiss» auch so betont. Das man Vertrauen nicht über Nacht zu wem aufbauen kann, ist mir mehr als bewusst — da bin ich wohl ähnlich «mißtrauisch» 😉 Klar werden viele Dinge, die andere tun, aus der eigenen Erfahrung heraus unterschiedlich bewertet. Es darf allerdings nicht dazu führen, das eng gefasste Raster jedwede Entfaltung eines Menschen nicht nur behindern, sondern gar oft auch noch gänzlich eindämmen. Das war an sich der Aspekt, den ich da mal einbringen wollte. Genauso wie den Hinweis, das manche Dinge schlicht nicht akzeptabel wären in bestimmten Lebensbereichen oder Jobs. Aber dazu hat der Arbeitgeber auch andere vom Gesetzgeber vorgesehene Methoden wie Probezeit, um herauszufinden, ob die Stelle so besetzt ist, wie gewünscht.

  15. […] Nette kleine Darstellung der “Vorteile” des Social Networking. […]

  16. Chris sagt:

    @Nicole: Das Internet ist mal genau zu diesem Zweck geschaffen worden, Wissensaustausch, Informationsbeschaffung — ich denke Falk meinte da die moralische Seite, wenn ein AG den AN bis ins Privatleben beobachtet. Da kann man drüber streiten, auch wenn es semiöffentlich steht.

    @Falk: Das Gesamtbild war entscheidend. Der Type hättest Du Deine Kinder nicht anvertraut. 😉 Aber auch egal, bei den letzten beiden Herrschaften ging mir die Luft aus — aber wie gesagt, das Gesamtbild ist teilweise erschreckend.

    Auch wir haben genügend Fehler, doch — hoffe ich zumindest — passt das Gesamtbild. Beim Großteil der Leute da draußen kann man sich nur mit Schrecken abwenden.

    @Oli: Vitamin B. Hör mir bloß auf. Killt jede Wirtschaft, trifft es wohl ziemlich gut. Man denke z. B. an irgendwelche Mitarbeiter, wenn durch Vitamin B ein neuer Vorgesetzter kommt, etc. pp. Die Amigos unserer Zeit haben großen Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Situation. Aber sie fallen immer wieder weich. Ein neuer Job ist schnell gefunden. 😉

  17. Falk sagt:

    Sorry, aber wer so leichtgläubig Saufbilder und sexuelle Neigungen im Internet verbreitet, ist meiner Meinung nach selbst schuld.

    @Nicole: Wo liegt die Grenze? Nur weil eine Information verfügbar ist oder scheint, hat die noch lange nicht gegen einen verwendet zu werden. Ich schrieb grad drüben beim Don «Also Auge um Auge, Zahn um Zahn? Zukünftig ist dann wohl entscheidend, wer am erpressbarsten ist».

    Und so sorry, die Befindlichkeiten von Personalern kollidieren da gewaltig mit meiner Einstellung zu frei verfüg– und nutzbaren Informationen. Oder ist jemand ein schlechterer Mensch, nur weil er schwul ist? Genau in diese Richtung «Aussortieren von unerwünschten Inhalten und Personen» von selbsternannten Moralisten bewegen wir uns doch. Eine Akte für Jugendliche, die als potentielle Straftäter angesehen werden und durch ein Versehen dann plötzlich diese im Netz verfügbar. Himmel, wo soll das noch hinführen — ich hab hier und in meinem Kopf sicherlich tausende Informationen, die Menschen ruinieren könnten, aber die sind und bleiben bei mir und damit hat sich das.

    Das hat am Ende auch was mit Respekt untereinander zu tun, den Arbeitgeber (aber nicht nur diese) verstärkt vermissen lassen. Und sowas kritisiere ich immer und immer wieder und werds auch nicht aufhören.

  18. Jorge sagt:

    Mal andersherum gefragt: Würdest Du auch einem Homosexuellem empfehlen, sich zu verstecken (z.B. in Foren nicht mit Realnamen schreiben) um seine Jobchancen nicht zu verschlechtern?

    Wir würden doch alle vor Protest aufschreien, wenn ein Personaler jemanden deswegen nicht einstellt. Warum akzeptieren wir es dann, wenn er es wegen Sauffotos am Pool nicht tut? Und sagen den Bewerbern dann sogar «Selbst schuld»?

    Es sollte doch zur Meinungsfreiheit gehören, sich öffentlich so darzustellen, wie man will. Und das sollte bei der Jobvergabe keine Rolle spielen, genausowenig wie Zottelhaare oder baldiger Kinderwunsch.

    @Brian: Glaubst du wirklich, das jemand unpoduktiver ist, der auf Sauffotos drauf ist?

  19. Dänemartin sagt:

    Ich habe mal eben aus lauter langer Weile versucht, die oben beschrieben Leute zu suchen. Mit Erfolg. Nur einen habe ich nicht gefunden, aber dafür fast alle anderen recht schnell. Ich weiß nicht, ob das bzgl. dem oben erwähnten Datenschutz eine Rolle spielt.

  20. Oli sagt:

    Nur weil eine Information verfügbar ist oder scheint, hat die noch lange nicht gegen einen verwendet zu werden.

    Leider ist es aber schon immer so gewesen und es wird in Zukunft nur schlimmer werden. Wenn ichs also ignoriere und auf Gutmenschen hoffe, muß ich im Nachhinein nicht über den Schaden klagen und mit dem verdienten Spott leben.

  21. Chris sagt:

    @Martin: Mehr anonymisiert geht nicht. Namen wurden geändert, also gar kein Problem.

    Es ist aber bezeichnend, dass gleich irgend welche Leute losstiefeln und diese Beispiele finden müssen. Aus Langeweile? Traurig, wenn Dir da nichts anderes einfällt.

  22. Falk sagt:

    Mal andersherum gefragt: Würdest Du auch einem Homosexuellem empfehlen, sich zu verstecken

    Nein, warum sollte er das. Dieses Gefühl, sich verstecken zu müssen, wird er aber immer mit sich rumtragen. Die Entscheidung selbst, wie man damit öffentlich umgeht, obliegt allerdings nicht mir.

    Wir würden doch alle vor Protest aufschreien, wenn ein Personaler jemanden deswegen nicht einstellt.

    Richtig — würde ich, weil für einen Job andere Dinge relevant zu sein haben. Allerdings kommen wir da grad so langsam zu dem Punkt — ist diese «Entgleisung» Bestandteil des Lebensinhaltes und der Lebensphilosophie wird man auch Abstriche im beruflichen Leben hinnehmen müssen. Aber auch dies ist eine persönliche Entscheidung, die einem niemand abnimmt.

    Es sollte doch zur Meinungsfreiheit gehören, sich öffentlich so darzustellen, wie man will.

    Richtig — was anderes möchte ich gar nicht sagen wollen dazu. Außer, das man dann eben nicht einerseits sorglos mit seinen Daten im Netz umgeht und dann auf der anderen Seite die Konsequenzen fürchten muss, wenn doch mal ein privates Detail bekannt wird. Wozu sowas führt — naja, schau mal am Kiosk in die aktuelle Schmutzpostille. Und solang diese Angst, das private Fehler erheblichen Einfluss auf die persönliche und berufliche Entwicklung haben, so allgegenwärtig ist, *muss* man davor warnen, zuviel von sich im Netz preiszugeben. Oder krass ausgedrückt — solangs die Bild-Zeitung gibt, versteckt man sich als Schwuler wohl doch besser noch. Traurig, aber wahr…

  23. Falk sagt:

    Ich weiß nicht, ob das bzgl. dem oben erwähnten Datenschutz eine Rolle spielt.

    *ggg* das sollten die Betreiber von StudiVZ wohl beser wissen, schliesslich bieten diese die Plattform dazu und alles, was Chris da gepostet hat, ist ohne Weiteres einsehbar. Ergo nicht unsere Baustelle hier oder?

  24. Je mehr kontrolliert wird, desto weniger Vertrauen ist da. Soll heißen: Je mehr Arbeitgeber durchleuchten, kontrollieren und Abklopfen, desto weniger Vertrauen hat er in die Bewerber und wohl auch in seine Mitarbeiter. Ob man in einem solchen Unternehmen arbeiten will, steht auf einem anderen Blatt.

    Gruß

    Alex

  25. Chris sagt:

    Mal nochmal kurz zum Thema Datenschutz und StudiVZ: Laut StudiVZ am 07. November 2006 wurde die Supersuche abgeschaltet — wegen Performance-Problemen. Ja ne is klar. Sie stand damals schon im Kreuzfeuer der Kritik, der Knackpunkt ist aber, sie haben sie nie deaktiviert, sie haben einfach das Formular ausgeblendet, wie mit der externen Supersuche bewiesen wurde. Und sie haben sie auch nie wieder offiziell eingeschaltet. 😉 Da arbeiten Experten, mich schüttelt es jetzt noch, wenn ich daran denke. Aber egal, sie haben nun erstmal ein wenig Kapital um weiter zu machen, sprich, es müssen die Leute aufgeweckt werden — zumindest die, bei denen nicht Hopfen und Malz verloren ist.

    Der Don hat die Gesamtsituation in *einem* Kommentar fein zusammengefasst:

    Das ?Lustige? bei StudiVZ ist, dass die einzige Gruppe Leute, die inzwischen recht konsequent Daten verheimlicht — Moderatoren und führende Mitglieder der sog. ?Stalkergruppe? und einige Rechtsextremisten sind. Bevor sie nichts abkriegen, begreifen sie es nicht.

    Wo wir gerade beim Don sind: Manueller Trackback von der Blogbar:

    StudiVZ Blogschau

    Und noch einen von der Frankfurter Neuen Presse:

    Studi VZ als Karrierekiller?

  26. Oli sagt:

    Fazit: es gehört auch zur Meinungsfreiheit dumm zu sein.

  27. Hendrik sagt:

    Also ich finde es immer Lustig, dass sowas als «Karrierekiller» bezeichnet wird. Man kann bei StudiVZ doch eher rausfinden, wer denn ein gesundes Privatleben hat. Ich wäre bei Hobbyangaben wie «Reiten, lesen, Freunde» eher mißtrauisch als bei «Schlagzeuger in einer Heavy-Metal-Band». Auch «Sauf– und Partyfotos» dürfen ruhig rein, sofern sie nicht extrem Extrem sind — Es muss auch klar sein, dass man bei StudiVZ gerade keine Fotos von Workshops oder Praktikas findet.

  28. Chris sagt:

    Hendrik, Du bist sowas von naiv. Ich zitier mich einfach mal selbst:

    Es geht nicht darum, was ich, was Ihr, liebe Studenten okay findet. Es geht darum, wie andere Menschen — Entscheider — Euch wahrnehmen.

    Es geht darum, wie Euch der der miefige, anzugtragende Personalchef sieht. Er äuft freitags beim Kegeln wahrscheinlich genauso — nur er stellt das nicht ins Netz und ausserdem: Er darf es. Es interessiert bei der ganzen Geschichte nicht die Bohne, was Du vom Reiten denkst, lieber Hendrik.

  29. McDough sagt:

    Die Hinweise auf Personaler, die sich durchs Internet wühlen haben mir — nachdem ich es vor Jahren erstmals hörte — zu denken gegeben. Damals habe ich noch relativ unbedarft oft meinen Realnamen angegeben, selbst in Foren und in ICQ.

    Inzwischen habe ich diesen überall dort entfernt, wo es mir möglich war, habe «indiskrete Bilder» (auf denen ich mit Alkohol posiere) aus dem Internet entfernt und mein Verhalten bezüglich des Internets grundlegend geändert.

    Und ich muss sagen: Es ist ein sehr gutes Gefühl, wenn man weniger von sich preisgibt. Mein Privatleben geht die Leute schließlich nur in engen Grenzen etwas an, ich überlege mir sehr genau, was ich veröffentliche und was nicht.

  30. Warum möchte man ausgerechnet der Spaßgesellschaft helfen? Und denen, die am Ende noch auf den Schwachen rumtrampeln (siehe «Stalker»-Gruppe).

  31. Falk sagt:

    Noch besser ist dann das Gefühl, wenn man seinen Realnamen wieder bedenkenlos verwenden kann 😀

  32. Oli sagt:

    Warum möchte man ausgerechnet der Spaßgesellschaft helfen?

    Nicht jeder ist dort ignorant, einige wissen es schlicht nicht besser und für jene ist die Information essentiell.

  33. dantonbln sagt:

    Mal was ganz anderes zu diesem Thema: ich bin Journalist und schon seeehr lange in diesem Geschäft. Neulich googelte ich meinen Autorenname und fand einen Text, den ich 1982 ! (wer von euch konnt da schon lesen ?) für ein längst verblichenes radikales Studentenblättchen geschrieben habe. Liegt als Faksimile in irgendeiner Bibliothek rum. Für den Text schäm ich mich heute fast zu Tode. Keine Ahnung, ob das mir schon den einen oder anderen Job gekostet hat, aber man kommt so ins Grübeln.…

  34. Oli sagt:

    Mit 60 oder 70 werde ich bestimmt auch beginnen einige Dinge zu überdenken 😀

  35. […] Gerade auf F!XMBR nen, für manche Leute sicher augenöffnender, Beitrag über die eigenen Daten in WEB2.0-Networking-Communities. […]

  36. Grainger sagt:

    Ich arbeite ja inzwischen fast mein halbes Leben im Personalwesen und selbstverständlich nutzt der potentielle zukünftige Arbeitgeber alle (leicht) zugänglichen Informationsquellen.

    Zumindest bei der Vergabe halbwegs qualifizierter Stellen, bei Anlernberufen und Hilfsarbeitertätigkeiten eher weniger, bei Fachkräften, Akademikern, zukünftigen Abteilungsleitern (und darüber) eher mehr.

    Und je mehr Vitamin B eine Rolle spielt desto weniger spielen andere Umstände eine Rolle. Da kann jemand noch so unfähig sein, der Lebenslauf (bei verständigem Lesen zwischen den Zeilen) noch so große Lücken oder Ungereimtheiten aufweisen, bei den Zeugnisformulierungen müssten eigentlich alle Alarmglocken klingeln, wenn z.B. das Parteibuch stimmt spielt das leider oft nur noch eine absolut untergeordnete Rolle.
    Geht die Sache katastrophal schief wird sich sicherlich schon ein Schuldiger finden und zum Bauernopfer machen lassen.

    Aber Privatsphäre hin oder her:

    wenn ich was ins virtuelle Schaufenster lege muss ich mich auch nicht darüber wundern wenn es sich jemand ansieht.
    Wenn ich etwas als privat betrachte veröffentliche ich es nicht im Netz.

    Ja, das Leben kann manchmal so einfach sein. 😉

  37. Falk sagt:

    selbstverständlich nutzt der potentielle zukünftige Arbeitgeber alle (leicht) zugänglichen Informationsquellen.

    Und genau dies empfinde ich nicht als selbstverständlich und die Frage, welchen Sinn es hat, Bewerber eventuell *auch* aufgrund ihres Privatlebens zu bewerten, ist damit nicht beantwortet. Warum ist das so? Hat das irgendeinen Einfluss auf die zu erwartende Arbeitsleistung? Auf das fachliche Wissen? Den Umgang und die Umgangsformen?

    Das sind für mich Typisierungen und Schubladendenken hoch drei.

  38. Chris sagt:

    Andersrum ist es genauso: Wenn der Bewerber sich auf sein Vorstellungsgespräch vorbereitet, nutzt er auch alle im Netz möglichen Info-Quellen, auch, wenn möglich, über seinen Gesprächspartner. Es reicht schon ein gemeinsames Interesse zu entdecken. 😉

  39. Falk sagt:

    Es reicht schon ein gemeinsames Interesse zu entdecken.

    Ja und noch besser ist es dann wohl, wenn ich etwas habe, womit ich meinen Arbeitgeber erpressen kann…

  40. Chris sagt:

    Das ist nicht gemeint. Hobby, whatever, was man nach der Frage z. B. was man sonst so macht einfliessen lassen kann. 😉

  41. Oli sagt:

    Warum ist das so? Hat das irgendeinen Einfluss auf die zu erwartende Arbeitsleistung? Auf das fachliche Wissen? Den Umgang und die Umgangsformen?

    Jede Komponente in einem Leben trägt zu Charakter und Fähigkeiten bei — mal abgesehen von diesem freiwilligen Datenstrip, was nützt dir die beste fachliche Kompetenz wenn derejenige etwas ähnliches an den Tag legt, wie manche Trolle im Netz? Nichts, ist fürs Betriebsklima ungeeignet, mitunter kann er sich selbstständig machen — das war es dann aber auch.
    Man sollte auch die Personalchefs großer Firmen nicht unterschätzen, das sind mitunter Profis in ihrem Bereich.

  42. Falk sagt:

    Letzteres bezweifle ich nicht. Allerdings wird all zu gern eben ein Umkehrschluss aufgrund bestimmter Verhaltensweisen getroffen, der vielleicht bei 9 von 10 Leuten auch eventuell zutreffen mag. Und der 1 hat dann Pech? Naja…

  43. Didi sagt:

    Ein Personaler, der aus Sauf– und Party-Fotos in einer Studentencommunity schließt, dass die Person tatsächlich überdurchschnittlich dem Alkohol zugeneigt ist, ist meiner Meinung nach ein ziemlich schlechter Personaler.

    Es existiert hier vielmehr ein Gruppenzwang. Parties sind Teil des Studentenlebens und wer nicht nachweisen kann oder will, dass er Teil des studentischen Partylebens ist, ist auch kein Teil der Studentencommunity.

    Kein vernünftiger Mensch wird behaupten, dass es für ein gewissenhaft absolviertes Studium nötig ist, Parties und Alkohol generell zu meiden. Das heißt umgekehrt, dass — von wenigen Ausnahmen abgesehen — von jedem Studenten Party– und letztlich Saufbilder existieren.

    Die Frage ist, warum man sich genau mit solchen Bildern präsentiert. Browst man durchs StudiVZ ist diese Unmenge an Partybildern das langweiligste, drögste und unindividuellste, was man dort finden kann. Die Antwort ist, dass Partybilder eben das Gegenteil von Individualität als Ziel haben. Es ist die Einordnung in die Gruppe und die Unterordnung unter den Gruppenzwang.

    Wer einen flexiblen, formbaren Mitarbeiter will von dem keine Widerrede zu befürchten ist, der wähle sich einen mit vielen Partybildern. Solche StudiVZler werden sich auch jeder anderen Art von Gruppenzwang beugen. Heute links und versoffen, morgen gnadenloser Sanierungspersonaler, der schon im Anzug geboren scheint. Ich kenne genug von diesen Typen.

    Nur für Positionen, die man tatsächlich mit kreativen, verantwortungsvollen und eigenständigen Personen besetzen will, sollte man bei der Suche andere Kriterien setzen.

    Aber Vorsicht: Der Typ ganz ohne Saufbilder ist vielleicht tatsächlich der langweilige Fachidiot, der keinen geraden Satz sprechen kann, für den seine Kommilitonen ihn halten.

  44. Grainger sagt:

    Ich unterstelle mal, das der «Personaler» ja vielleicht nicht nur auf Sauf– und Partybilder bei StudiVZ stößt.

    Vielleicht hat der Bewerber ja auch noch andere Spuren im Netz hinterlassen, außerdem sieht man sich ja auch schon noch die Bewerbungsunterlagen an.

    Ich achte z.B. gerne auf die Schlußformulierung in den Zeugnissen. Arbeitszeugnisse sind heute so weitestgehend formalisiert und durch die Rechtssprechung gegängelt das sie oft nicht mehr besonders aussagekräftig sind.
    Natürlich gibt es die allgemein bekannten Standardformulierungen wie «und hat sich stets bemüht» (Bemühen ist immer schlecht), usw.
    Aber die kennt eh schon jeder.
    Das BAG hat aber entschieden, das man keinen Rechtsanspruch auf einen «freundlichen Schlußsatz» hat, fehlen bei Zeugnissen durchgängig Formulierungen wie «wir bedauern sein Ausscheiden und wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute … blabla bla» ist das schon mal ein Indiz dafür das keienr der Vorarbeitgeber traurig war das er gegangen ist.

    Wenn man dann den Bewerber nicht aussortiert hat kommt es vielleicht sogar zu einem Vorstellungsgespräch, da ist dann natürlich auch der persönliche Eindruck entscheidend.

    Nur von ein paar Partybildern wird wohl kein Personaler, der seinen Job versteht, eine Personalentscheidung abhängig machen.

    Aber wenn sie ins Gesamtbild passen können Sie unter Umständen das letzte Steinchen im Mosaik der Entscheidungsfindung sein.

  45. Markus2 sagt:

    Es ist ja nunmal einfach so, dass ein Arbeitgeber ab einer gewissen Relevanz der zukünftigen Aufgabe einfach gezwungen ist, die Bewerber zu durchleuchten. Tut er es nicht, so wird dies früher oder später jemand anderes tun. Dieser jemand anderes kann ein Kunde, ein neidischer Mitarbeiter im eigenen Unternehmen oder ein Konkurent sein.
    Ein Arbeitgeber muss sich hier absichern, um so eventuellen weiteren Problemen und möglicher negativer Publicity aus dem Weg zu gehen. Nur weil der Personaler bereit ist über die «negativen Aspekte» seines neuen Abteilungsleiters hinweg zu sehen, so muss das nicht jeder Kunde genau so sehen.
    Ähnlich sieht es in Schulen aus. Auch wenn ich nicht glaube, dass in diesen Amtsstuben eine wirkliche Durchleuchtung stattfindet, so wird früher oder später ein Schüler oder dessen Eltern über das Profil stolpern. Und ob alle Eltern über die Kiffervergangenheit des Lehrers ihrer Kinder glücklich sind, mag ich doch stark bezweifeln. Die meisten Schulleiter dürften in so einem Falle diesen Lehrer beurlauben, um einer öffentlichen Diskussion über die Lehrqualität an der Schule aus dem Wege zu gehen. Eine neue Schule zu finden dürfte damit dann sehr schwer werden.

  46. Oli sagt:

    Es existiert hier vielmehr ein Gruppenzwang. Parties sind Teil des Studentenlebens und wer nicht nachweisen kann oder will, dass er Teil des studentischen Partylebens ist, ist auch kein Teil der Studentencommunity.

    Würde ich mal glatt als menschlich recht arm interpretieren — so ganz pauschalisierend. Und wenn man da noch dran denkt das solche Leute eventuell mal Führungspositionen einnehmen ohne jegliches Rückgrat?

    Gott-sei-dank kenne ich dort auch jede Menge normale Leute, die auch ihren Spaß haben und noch genügend gesunden Menschenverstand besitzen ohne daraus gleich ihr Kredo fürs Leben zu schustern.

    Aber Vorsicht: Der Typ ganz ohne Saufbilder ist vielleicht tatsächlich der langweilige Fachidiot, der keinen geraden Satz sprechen kann, für den seine Kommilitonen ihn halten.

    Studenten == Parties
    ohne Parties == Langweiler

    Klischees en Masse? Wer bietet mehr?

  47. Falk sagt:

    @ Markus2 — ich weiss nicht, das klingt für mich alles wie «pass dich an oder du wirst nichts im Leben». Und das halte ich persönlich sehr wohl für falsch und zu kurz gedacht. Oder anders ausgedrückt, was durch diesen Zwang, sich unbedingt bis ins Detail anpassen zu müssen, rauskommt, das sieht man doch — eine Generation von «verweichlichten Ja-Sagern», die lieber kuschen, als mal Widerwort zu geben. Und genau dies lehne ich einfach nur ab. Mag sein, dass ich mit dieser Einstellung öfter mal anecke als Andere, aber das kann mir doch letztendlich egal sein, wenn ich damit niemanden mutwillig schädige.

    Und noch was: Privatleben ist nicht der Beruf und umgedreht. Denn wenn ich eins vermisse, dann höchstens Respekt und den von Vielen. Wenns diesen geben würde, dann wär mal ein schiefes Wort irgendwo, ein Fehltritt oder wegen mir auch mal ein Foto, auf dem ich unglücklich abgelichtet wurde, völlig nebensächlich.

  48. Markus2 sagt:

    @ Falk: Man muss zwischen persönlichem und geschäftlichem Erfolg unterscheiden. Und so wenig Dir und auch mir das gefällt: Das eine behindert das andere.
    Auch ich lasse mich in meinem privaten Bereich nicht beeinflussen. Aber der private Bereich endet da, wo es öffentlich wird. Und alles, was im Internet ist, ist öffentlich. Und es ist dauerhaft archiviert. Und das muss ich beachten, wenn ich etwas ins Internet stelle. Das heißt: Der, der ich online bin, bin nicht ich. Wenn ich online ich bin, dann schreibe ich unter einem Pseudonym. So einfach ist das. Auf die art schaffe ich eines: Ich kann ich sein. Aber ich kann (halbwegs) sicher sein, dass das, was ich heute tue nicht in 20 Jahren negativ auf mich zurück fällt.
    Wenn jemand gerne mal etwas kifft oder er keine Party auslässt, so ist das nicht unbedingt negativ. Aber es einfach blöd, und vor allem unnötig, das online für jeden sichtbar zu dokumentieren.
    Wenn jemand das aus Unwissenheit tut, so muss er darauf hingewiesen werden. Tut er es aus Ignoranz, so ist das sein Problem.

  49. Falk sagt:

    Hmm und ich kann ich sein, weil ich im Internet niemandem was vormache, sondern dort auch ich bin…ob man das nun positiv oder negativ wertet, bleibt dann für mich persönlich Nebensache. Das hab nicht ich zu verantworten.

  50. @Oli: Also, die, die dort nicht ignorant sind, das sind in meinen Augen die, die davon gar nicht betroffen sind. Also keine Saufbilder haben, etc. Etwas «nicht zu wissen» schützt vor Thorheit nicht. In meinen Augen hat Ignoranz und das Leben in der Spaßgesellschaft eine gewisse Korrelation. Je mehr Spaß die Leute auf Kosten anderer haben, desto ignoranter sind sie auch. Deshalb fand ich, müsse man denen nicht auch noch unter die Arme greifen.

    Ach ja, und ich hab vorhin einen Schock gekriegt, als auf ein Mal 127Tausend 😉 Emailbenachrichtigungen bei mir ankamen, nur weil auf ein Mal so viel Kommentare freigegeben wurden.

  51. Oli sagt:

    @Falk,

    Und noch was: Privatleben ist nicht der Beruf und umgedreht.

    Hängt schlicht vom Job ab, je nach Job wird auch verlangt das du bei Problemen daheim weiter grübelst und die Lösung des morgens anschleppst. Das dabei eine Vermengung einher geht zw. Privateleben u. Beruf ist usus, das Studis mal in solche Jobs gelangen ist anzunehmen. Der profane «8h-ich-geh-heim-und-streck-die-Füße-hoch»-Job ist es dann wohl nicht.
    Ich kenne da einen aus der Verwandtschaft, da macht es sehr wohl etwas aus was er im Netz schreibt und was er privat macht, weil das in seiner Position auf die Firma zurückfällt — ist halt so.
    Privat/Beruf trennen gibts aber einem Punkt einfach nicht mehr.

  52. Chris sagt:

    @Alexander: Das ist das Plugin «Subscribe To Comments» — das verschickt bei jedem neuen Comment eine Mail. 😀

    @All: Ansonsten das was Oli sagt — nicht immer *fg* aber ab und zu dann doch. 😀

  53. […] Karrierekiller StudiVZ [F!XMBR] …Es wird wieder gegruschelt, es werden lächerliche PR-Meldungen verschickt. Man hat sogar den Eindruck gewinnen können, als ob der sicherheitstechnische Super-GAU, der Hack des eigenen Blogs, den Machern sehr gelegen kommt. (…) Den Karrierekiller Google kennte jeder, doch gibt es auch den Karrierekiller StudiVZ, den Karrierekiller Social Network? Dazu werden zufällig ausgewählte Profile untersucht. Es wird die Supersuche von StudiVZ angeschmissen, nach zufällig, in dem Moment ausgewählten, Kriterien gesucht, und dann kann es losgehen… Es ist Euer Leben, es ist Eure Karriere, welcher Ihr selbst verdammt schaden könnt — und wenn Euch die Gründe nicht einleuchten, dann vielleicht diese. Der Karrierekiller Google ist harmlos gegenüber einem aktuellem Profil auf einem der sogenannten Social Network-Seiten. Per Google muss man meist unzählige Seiten durchsuchen, im Social Network wird mir alles frei Haus auf den Monitor geliefert — von der beobachteten Person selbst. […]

  54. @Chris: Ja, das weiß ich wohl, nutze ich das Ding doch für meinen Blog auch. Aber bei mir kamen 20, 30 Mails alle um 0:05 Uhr an. Nicht den Tag über verteilt. 😉 Ich weiß nicht genau, woran das lag. Vielleicht, weil ich erst später freigeschaltet wurde? Keine Ahnung.

  55. Chris sagt:

    Du wurdest eigentlich sofort freigeschaltet.

    *grübelt*

  56. Chris sagt:

    Sollte geflickt sein. Mailserver liegt auf anderem Server wie F!XMBR, so dass F!XMBR sich selbst als SPAM erkannt hat. Die Mails wurden dann in einem Rutsch rausgejagd. Nun sollte es passen. :)

  57. Aye, aye, Captain. 😉

  58. Peter sagt:

    Ich kann die Leute nicht verstehen, die sich ungefragt schützend vor die scheinbar blinde Studierendenschaft stellen. Die theoretisch möglichen Konsequenzen sind den meisten Leuten bewusst, werden aber für andere Vorteile in Kauf genommen!

    Schließlich setzt es einen wirklich verdammt spießigen Personaler in einer sehr konservativen Branche voraus, der sich zudem auf unprofessionelle Weise durch veraltete Vorurteile (schwul, piercings, …) bei seinen Entscheidungen leiten lässt.
    Alle anderen mögen sich schmunzelnd das Profil ansehen, für die Entscheidung (an der sie selbst beurteilt werden) doch eher die Qualifikationen und den persönlichen Eindruck im Gespräch heranziehen.

    Warum werden mittelalterlich denkende Personaler in diesem Beitrag verständnisvoller behandelt als die Studenten? Die Studis dienen dem Autor nur als willkommende «Sommerlochnachricht», um die Popularität des eigenen Blogs anzuheizen.

    Abgesehen davon kotzt mich die Erhebung der Personaler in den Stand einer moralischen Instanz an! Sie werden von dir zudem für dein Ego instrumentalisiert, das wird ihnen nicht gerecht.

  59. Oli sagt:

    Wo befindet sich das Land in dem du wohnst? Utopia, schick mir die Karte, ich wandere sofort aus :)

    Die theoretisch möglichen Konsequenzen sind den meisten Leuten bewusst, werden aber für andere Vorteile in Kauf genommen!

    Klar :)

    um die Popularität des eigenen Blogs anzuheizen.

    *gähn*

    Nachdem der eigene Blog nichts mehr taugt, muß man halt anderswo weiter tröten …

  60. Peter sagt:

    ok, war vielleicht ein bisschen polemisch;)

    Sehe auch mit Erschrecken was Leute von sich preisgeben mögen. Allerdings merkt man schnell, dass sie dies ganz bewusst tun, da kann man halt nix machen und da bewirkt auch so ein Beitrag nicht viel, weil die Leser hier eh alle ein knappes Profil haben werden und sich auch sonst online rar halten (zum Beispiel als «Peter» posten).

    Den anderen Punkt meine ich durchaus ernst:
    «Es geht nicht darum, was ich, was Ihr, liebe Studenten okay findet. Es geht darum, wie andere Menschen — Entscheider — Euch wahrnehmen.«
    Diese Ansicht teile ich überhaupt nicht. Personaler sind kein autarker Teil der Gesellschaft, die über anderer Privatleben richten. Sondern normale Menschen unserer Gesellschaft, die auch gerne ein Bier trinken und wohl einschätzen können, das dabei Fotos entstehen.

    «der miefige, anzugtragende Personalchef sieht.«
    Nur ein Beispiel dafür, wie hier massenweise Vorurteile ausgebreitet werden. Und bei der Wahl der Beispiele. Dass Menschen (Persos) diese Vorurteile pflegen, scheint prinzipiell für euch ja in Ordnung zu sein (a la «so is die Welt»), das sehe ich halt auch anders.

    Wowereit und von Beust werden auch schon seit geraumer Zeit wieder an ihrer Politik gemessen. Ebenso war der denkbar peinlichste Internetstrip (E.D.) im Nachhinein scheinbar kein Problem. Große Teile der Gesellschaft (das beinhaltet natürlich die Entscheider) sind wohl schon weiter, als hier befürchtet wird.

    Jeder User hat das dem Beitrag zugrunde liegende Problem doch nach 3 Minuten Nutzung kapiert. Trotzdem machts jeder. Muss also andere Vorteile bieten, die sich mir (und euch) wohl schwer erschließen. Daher taugt der Beitrag nix.

    Viele Grüße aus Utopia.

    xxx

    ps:
    «Nachdem der eigene Blog nichts mehr taugt, muß man halt anderswo weiter tröten ?«
    Ich habe keinen Blog und auch keine Ambitionen. Nachher findets noch ein Personaler.…

  61. Falk sagt:

    je nach Job wird auch verlangt das du bei Problemen daheim weiter grübelst und die Lösung des morgens anschleppst

    @Oli: Also sobald das verlangt wird, find ich das wiederum sehr bedenklich. Hab sowas auch jahrelang gemacht und das Ende vom Lied waren Anrufe im Urlaub und schlussendlich wurde ich dann irgendwann trotzdem nicht mehr gebraucht. Denke sowas prägt die eigene Einstellung dann auch.

    Sicherlich vertret ich ebenso die Meinung, das jemand, der privat weiss, was Anstand und Respekt bedeutet, dies auch lebt und dementsprechend im Beruf diese «Tugenden» ebenso mitbringt. Aber ein Stück weit eine Grenze sollte es immer geben. Und je weiter die in mein Privatleben reinrutscht, umso verstärkter meldet sich dann mein Bauch mit einem Grummeln…

  62. Chris sagt:

    @Falk: Man muss auch mal in wenig realistisch bleiben. Wir können nicht den einen vorwerfen, sie leben in einer Traumwelt, um uns dann selbst eine aufzubauen. Die Welt, die du machmal zeichnest, ist sicherlich wünschenswert, aber nicht realisierbar. Es muss ein gesundes Mittelmaß her. Z. B. nutzt mir als AG in Mitarbeiter wenig, dem der Laden egal ist — natürlich muss man auch zu Hause abschalten, doch wer einfach mal den Knopf umlegen kann, der ist nicht mit Herzen dabei, knallhart, nicht produktiv.

    @Peter:

    ?Es geht nicht darum, was ich, was Ihr, liebe Studenten okay findet. Es geht darum, wie andere Menschen — Entscheider — Euch wahrnehmen.?
    Diese Ansicht teile ich überhaupt nicht.

    Da sind wir dann unterschiedlicher Meinung. Ganz ehrlich: Ich habe obigen Artikel noch sehr harmlos verfasst, ganz einfache Sache. Personaler sind im Regelfall, müssen es von Beruf wegen auch sein, stockkonservativ. Heißt nicht, dass sie im Privatleben nicht mit beiden Beinen fest im Leben stehen. Aber: Der Beruf, das Ansehen, das Aussehen nimmt da einen sehr großen Stellenwert ein — und wenn vom (zukünftigen) Mitarbeiter Party-Fotos im Netz rumgeistern, kann das auch der Außendarstellung der Firma schaden.

    Ansonsten können wir hier nur sagen, wir warnen oft genug, und — gerne — immer wieder, wenn dann trotz mehrfachen Hinweis mal jemand wie Peter (als Besipiel) auf die Schnauze fliegt — der ist dann wirklich selbst schuld. Mann muss hier doch mal nur von den Leuten die Comments lesen, die Erfahrung in der Personalführung, der Personalauswahl haben. Das reicht eigentlich schon — wenn man uns schon nicht glauben mag. 😉

  63. Peter sagt:

    @chris

    Scheinbar reden wir tatsächlich aneinander vorbei. Du gestehst Personalern wieder Diskriminierung zu und diffamierst dafür allgemein die Urteilsfähigkeit erwachsener Mitmenschen.

    Deine Warnungen sind richtig und nett gemeint, nur zwecklos, denn sie interessieren die von deinem Sendungsbewusstsein adressierten Personen nicht. Das liegt doch auf der Hand.

    Ich kritisiere die Argumente und beziehe Stellung, Schlüsse auf meine Situation («Schnauze fallen») ergeben sich daraus nicht.

  64. Falk sagt:

    nutzt mir als AG in Mitarbeiter wenig, dem der Laden egal ist

    Das hab ich niemals behauptet — aber die Verhältnismäßigkeit fehlt an vielen Stellen. Ich denk mal nicht, das ich an dem Punkt ein Träumer bin, eher zu realistisch, wenns um das Thema «Ausbeutung» geht.

  65. Falk sagt:

    Die Welt, die du machmal zeichnest, ist sicherlich wünschenswert, aber nicht realisierbar.

    Kurzer Nachtrag noch — man muss halt auch manchmal an Dinge glauben können, auch wenn sie unrealistisch erscheinen. Und auch wenn bestimmte Verhaltensweisen oder Situationen für die Mehrzahl als «normal» gelten, heisst das eben nicht, das ich mich damit zufrieden geben muss. Ganz im Gegenteil… 😉

  66. Chris sagt:

    Ja genau Peter…

    @Falk: Dass oft die Verhältnismäßigkeit fehlt, ist klar, kann man täglich erleben. 😉

  67. Grainger sagt:

    @Peter

    Diskriminierung ist ein großes Wort.

    Wenn ich jemanden nicht einstelle weil mir seine Hautfarbe, sein Geschlecht, seine sexuelle Orientierung (sofern nicht strafrechtlich relevant), usw. nicht gefällt ist das Diskriminierung.

    Auch Altersdiskriminierungen sind möglich.

    Ist alles im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ausführlich geregelt.

    Wenn ich jemanden nicht einstelle weil mir seine bevorzugten Partygetränke (die ich vielleicht auf diversen Partyfotos in irgendeinem sozialen Netzwerk gesehen habe) nicht passen ist das per Definition keine Diskriminierung.

    Und wenn ich jemanden nicht einstelle weil ich der Ansicht bin er/sie habe einen schlechten Geschmack auch nicht (bewirbt man sich in der Modebranche unter Umständen ein wichtiges Kriterium).

    Was für den einen Arbeitgeber banal ist mag für den anderen durchaus entscheidend sein.

    Es macht halt schon einen Unterschied aus ob ich mich in einem hippen Unternehmen der Freizeitindustrie oder im Vatikan bewerbe. 😉

    Und da wird es wiederum einen Unterschied machen ob ich mich als Architekt oder als Finanzbuchhalter bewerbe (von einem Architekten erwartet man eine gewisse Kreativität während kreative Finanzbuchhalter eine Albtraumvorstellung sind :D).

  68. Falk sagt:

    während kreative Finanzbuchhalter eine Albtraumvorstellung sind

    *räusper* Das würd ich so nicht unterschreiben 😉

  69. Grainger sagt:

    Wenn sie ihre Kreativität in ihrer Finanzbuchhaltung ausleben schon. 😉

    Ich hatte schon mal das Vergnügen kreativ geführte Konten abstimmen zu dürfen, so was mache ich nie wieder.

  70. Nun, das Problem, wenn es überhaupt eines ist, dass man an Peters Sichtweise hervorheben kann, oder an unserer aller. Wir denken in unseren Grenzen.

    Alleine das Wort global, oder Globalisierung finde ich nicht zutreffend. Zum einen bietet das Internet nicht grenzenlosen Zugang, zum anderen ist die Interaktion mit ihm immer partiell. Es kommt immer ein Angebot und eine Nachfrage zusammen. Oder eben manchmal auch nicht. Aber es gibt durchaus Leute die von x nix gehört haben, obwohl 1000 Leute um ihn herum davon gehört haben. Wenn jemand seine Nachrichten im Portal von T-Online, AOL oder sonstwo abholt, wird er davon nix mitbekommen, was andernsorts vorgeht. Und selbst manche Nachrichten in diesen Portalen wird man übersehen, vielleicht, weil man nicht 24h am Stück, sondern nur mal für ein paar Stunden, zu einem gewissen Zeitpunkt am Tag Zugriff ausübt. Nicht unbedingt deshalb — eher ist das die Folge: Wir sind eine individualisierte, eher zersplitterte Gesellschaft, in der es zunehmend weniger Dinge gibt, über die Identifikation stattfindet. Zu dem Thema hier heißt das, dass es durchaus 127 verschiedene Personaler gibt, die auch 127 verschiedene Sichtweisen vertreten können. Und deshalb ist es in meinen Augen nicht gesagt, dass jemand, der sich in der Spaßgesellschaft engagiert, hinterher seinen Schaden daraus haben wird.

    Es gibt kreative Finanzbuchhalter. 😉 Aber es gibt auch unkreative Architekten.

  71. Oli sagt:

    Und deshalb ist es in meinen Augen nicht gesagt, dass jemand, der sich in der Spaßgesellschaft engagiert, hinterher seinen Schaden daraus haben wird.

    Vice versa gilt dies natürlich ebenso und das soll auch die Quintessenz dieser Artikel sein. Fehlt «dir» die nötige Fantasie, glaube nicht daran, das sie anderen ebenso fehlt — u.U. sitzen diese «anderen» auch am längeren Hebel und beurteilen dich ob deiner Belanglosigkeiten.

    Die Aussage die wollen doch nur spielen war schon oft genug desaströs, ich denke Beispiele braucht man dafür keine zu nennen — jetzt mal ganz allgemein gesprochen. Diese Distanzierung du das ist doch alles nur Spaß, ist meist nur das Resultat von Denkfaulheit und mangelnder Reife. Reife ist auch u.U. mal über den Sinn des eigenen Handelns nachzudenken und das Argument man kann ja auch mal Spaß haben hört man leider oft genug von den gleichen Leuten durch die Bank in jedem Bereich.
    Aber es ist ja auch nur ein Denkanstoß, weder machen wir Gesetze, noch schränken wir anderer Leute Meinung ein — aber mitunter ist diese Spaßfraktion mal in verantwortungsvollen Bereichen und sieht dies nicht so locker. Ich glaube darauf können wir verzichten.
    Relativierungen sind auf Dauer no-brainer, auch das zeigt die Geschichte,

  72. Tja, ich sage ja gar nicht, dass ich mit der Spaßgesellschaft sympathisiere. Vielmehr stehe ich eher am Rand und bin nie ein Teil geworden. Wenn man dann Kritik an der Spaßgesellschaft übt, wird man schnell danach abgeurteilt, man «gönne» es den anderen nicht. Ich gehe auch dann und wann auf Partys, aber ich versuche mich nicht zu profilieren, indem ich mir einen Schwächeren als Gegner aussuche. Ich versuche nur dann und wann auch Argumente in den Raum zu werfen, oder einfach nur Gedanken, die eben auch ein anderes Bild zulassen. Weil, am Ende ist dann das eine wie das andere Schubladendenken. Wenn man allerdings mit offenem Visier auszieht, dann muss man auch an Niederlagen wachsen.

  73. Oli sagt:

    aber ich versuche mich nicht zu profilieren, indem ich mir einen Schwächeren als Gegner aussuche.

    …bezogen auf? Etwa auf diesen Anlaß hier? Profiliert man sich auf Kosten anderer, wenn man warnt? Wir schwimmen hier nicht mit dem Mainstream, sprich um wie viele a-Blogger erfolgreich zu werden, müßten wir eher das Gegenteil tun und den Leuten Honig ums Maul schmieren 😀
    Wir reden schlicht nur über das, was *uns* interessiert, der Rest ist uns z.B. schnuppe, z.B. Trends in der großen Blogfamilie oder anderer Schmarrn.
    Auf den Über-Blogs wird man kaum mehr als ein find ich echt nicht gut zu dieser Thematik finden, weil man sich ja nicht die lukrative Kundschaft vergraulen möchte — hier findet man mehr, weitaus mehr und wenn deswegen ein paar gehen … schwamm drüber. Die Wahrheit tut halt manchmal weh :)

  74. Chris sagt:

    Das was Oli sagt — vielleicht noch zusätzlich: Wer ist denn hier der Schwächere — der Millionen-Euro-Verlag oder F!XMBR? 😀

  75. @Oli: Das war nur eine Aussage bezogen auf mich. Es war kein Vergleich in Bezug auf irgendwen anderes. Allerhöchstens in Richtung Spaßgesellschaft. Ehssan Dariani ist jemand, ein Dandee, der dieser Spaßgesellschaft mit angehört.

    Die Stalker-Gruppe, von der geschrieben wurde, sie rekrutiert sich auch aus solchen, die bewusst den Schwächeren die Schuld an allem geben. Ich bin nicht der Meinung, dass man das tun kann. Immer zu sagen, die Opfer sind es selbst Schuld ist zu einfach. Mei, ja… es ist wenig passiert, es sind nur ein paar Mädels aus StudiVZ raus. Die Stalker würden sie dann frigide nennen. Aber so war es dann. Eine Medaille hat immer zwei Seiten. Wenn man das Blatt dann wendet, kann man die Egozentriker aus dem Glieder-Trupp natürlich auch kritisieren. Ob die sich Fotos angucken und dabei Hand anlegen, ist mir persönlich egal. Was mich bei der Sache gestört hat, war, wie sie eben mit denen umgegangen sind, die am Ende den Kürzeren gezogen haben.

    So wie das StudiVZ aufgebaut ist, drängt es die Leute doch in die Profilierung und die Verhältnisse, wie sie sich im wirklichen Leben darstellen, spiegeln sich dort wieder. Denn: Ein Großteil derer, die dann jetzt auf ein Mal viel Zeit mit StudiVZ verbrachten, die waren vorher bestimmt keine Dauernutzer vorm Computer. Ich mag dieses selbstgerechte, ich bin cool, etc.-Gehabe nicht WENN es auf Kosten anderer geschieht. Dass jemand ein Talent hat, Macho sein zu können sei den Leuten verziehen. Aber man kann das auch, ohne das man Leute, die anders sind, immer «nach unten hin» aburteilt. Nur es ist eben auch nicht richtig, den generellen Lebenswandel solcher Leute in Frage zu stellen. Damit stecken manche der Verprellten die anderen auch in diese Schublade. Sie sollen so leben, wie sie wollen und können, wenn sie eben akzeptieren, dass ihr Gehabe sich selbst tragen können muss, und nicht auf Kosten anderer erst geschehen kann.

  76. Peter sagt:

    «?bezogen auf? Etwa auf diesen Anlaß hier? Profiliert man sich auf Kosten anderer, wenn man warnt? »

    Ja, weil die Warnung völlig überflüssig ist. Nachrichten über studivz laufen derzeit aber gut und ihr könnt euch auf Kosten des angeschlagenen Unternehmens Reichweite verschaffen.
    Der Inhalt ist ja auch kein bisschen aktuell, sondern aus der Schublade geholt, gewissermaßen für schlechte Zeiten. Damit es etwas hermacht, muss man dann über Vorurteile und veraltetes Schubladendenken (interessanter Kommentar von Alexander Trust!) Dramatik erzeugen.
    Weiterhin ist die Online-Entblössung ein allgemeiner Trend und spiegelt sich in jedem Social Network wieder, ist damit benutzergetrieben und nur zu kleinem Teil studivz anzulasten.
    Es scheint vielen ja ein echtes Bedürfnis zu sein, dies zu tun (-> Warnung nutzlos).
    Holtzbrinck/myspace/… sammeln «nur» die herumliegenden Goldtaler ein. Klar bin auch heimlich neidisch auf die Neureichen, aber sie haben ja auch mit hohem persönlichen Einsatz eine Riesenchance gesehen und unterm Strich noch vernünftig genug umgesetzt.

  77. Chris sagt:

    Ja, weil die Warnung völlig überflüssig ist. Nachrichten über studivz laufen derzeit aber gut und ihr könnt euch auf Kosten des angeschlagenen Unternehmens Reichweite verschaffen.

    Auf so einen Blödsinn gehe ich dann nicht mehr ein. Falls Du es noch nicht gemerkt hast, da steht ein Millionen-Euro-Verlag hinter, und kein angeschlagener kleiner Verein. Naja, gehe Deines Weges Peter, viel Glück wünsche Ich Dir, aber sowas hier

    Weiterhin ist die Online-Entblössung ein allgemeiner Trend und spiegelt sich in jedem Social Network wieder, ist damit benutzergetrieben und nur zu kleinem Teil studivz anzulasten.

    beweist, dass Du den Artikel oben nicht gelesen hast, wenn man sich mein Fazit anschaut:

    Der Karrierekiller Social Network wird in den nächsten Jahren das weitaus größere Problem gegenüber dem Karrierekiller Google werden.

    steht da genau das von Dir angeprangerte drin. :)

    StudiVZ machte sich als Beispiel gut, unter anderem wegen dem Sicherheitsleck Feature der Unfähigkeit, die Supersuche abzustellen. :)

  78. Oli sagt:

    Meinst du deine Argumentationskette ist nicht ein wenig arm? Wir sind kein Unternehmen und bekannt waren wir auch zuvor bzw. wir verdienen nichts daran.

    Klar bin auch heimlich neidisch auf die Neureichen, aber sie haben ja auch mit hohem persönlichen Einsatz eine Riesenchance gesehen und unterm Strich noch vernünftig genug umgesetzt.

    Mmh irgendwie scheint es mir, du hast den Beginn der ganzen Sache irgendwie verpaßt? Oder wie kommt es sonst zu dieser reichlich sinnfreien Aussage?

    Damit es etwas hermacht, muss man dann über Vorurteile und veraltetes Schubladendenken

    In der Realität leben und zu spekulieren ist also Schubladendenken? Nun vielleicht sollte so mancher erst einmal in dieser Realität ankommen, um über die Befindlichkeiten jener fabulieren zu können.

    Wenn dich Futterneid antreibt — siehe obiges Zitat — dann mußt du damit leben, aber ehrlich so dumm sind wir keineswegs. Aber es ist das Totschlagargument Nummer Eins, wenns an der argumentativen Basis harpert, nicht wahr?

  79. […] Im Blog F!XMBR wird exemplarisch am arg ins Gerede gekommenen StudiVZ vorgeführt, was man aus den dort veröffentlichten Profilen herauslesen kann. Dort geben 6 von 8 herausgegriffenen Profilen Anlaß zur Beanstandung. (Gefunden über die Blogbar) […]

  80. Der vorige Trackback aus meinem Blog (Link siehe dort) bezieht sich auf einen Pressemitteilung des Bundes der Unternehmensberater, daß eine derartige Internetrecherche von vielen Personalberatern und –Referenten standardmäßig durchgeführt wird!

  81. Chris sagt:

    Hab ich vorhin schon bei Dir gelesen. :)

    Und genau das wollen viele nicht glauben, ist ja nur Spaß, alles halb so wild, und überhaupt saufen die Personaler selbst. *args*

    Danke für den Hinweis Martin. :)

  82. Falk sagt:

    …und überhaupt saufen die Personaler selbst.

    Na die neue Generation der Personaler stammt ja dann aus der Lach– und Schiessgesellschaft. Da könnte das dann durchaus zutreffen.

  83. Grainger sagt:

    … und überhaupt saufen die Personaler selbst.

    Ich trinke zwar kaum Alkohol, aber wenn dann bestehe ich zumindest auf hochwertige Spirituosen.

    Die billigen Kornbrände, irgendwelche modischen Alkopos, mit Kakteensäften gestrecktes Bier und ähnliche Blindmacher überlasse ich gerne den semíprofessionellen Partygängern der Spaßgesellschaft. 😀

  84. […] Chris von F!XMBR, dessen Namen ich nicht noch ein Mal voll ausschreibe , hat bereits gestern (lasst euch vom Datum nicht täuschen), einen Artikel “Karrierekiller StudiVZ” verfasst. In dem Artikel wird eine Debatte noch ein Mal aufgefrischt und mit ein wenig Belegmaterial unterfüttert, die immer schon Mal von Don Alphonso argumentativ vorgebracht wurde. […]

  85. Manja sagt:

    Stimme Peter hier voll zu. Habe,sorry,selten einen so klischeehaften und überflüssigen Blogeintrag wie diesen hier gelesen.
    Die bösen reaktionären Entscheider in der Wirtschaft die Abends nur Kegeln gehen und einen Studenten trotz Qualifikationen nicht einstellen weil er in seinem Profil ein wenig die Sau raus lässt. Wo lebt der Autor dieser Zeilen denn? Und vor allem wann? 1886? 1953?
    Mal ganz davon abgesehen das der Student neben einer «Ich trinke Bier an allen Wochentagen die mit G enden auch noch eine Gruppe «Pro Atomkraft» haben kann was dann das Herz von dem Personalentscheider von RWE sofort mit Zuneigung ausfüllt. Und solche Kombinationen von «seriösen» und «party tauglichen Gruppen» sind nicht die Ausnahme sondern die Regel.
    Der Personaler war ja übrigens in den meisten Fällen auch mal Student.
    »*gähn*Nachdem der eigene Blog nichts mehr taugt, muß man halt anderswo weiter tröten ?«
    =ganz mieser Stil, wenn ich Polemik will denn lese ich mir Herr Mayer durch, das erscheint hier eher so die 08/15 Variante zu sein.
    Eines haben all die StudiVZ Bashing Blogs aber gemein, die vermeintlich unaufgeklärten Studenten mit der eigenen Weltansicht zu missionieren.
    Naja, immerhin fördert es ja die Verlinkungen, nicht wahr? Wenn StudiVZ sexy ist haben auch die etwas davon die das Bashing betreiben, stellt euch mal vor es gäbe die Seite nicht mehr…

  86. Chris sagt:

    Um weiter im Klischee zu bleiben erfüllst genau Du eben das des selten dämlichen Studenten. Du hast schon den ersten Kommentar hier gelesen, oder insbesondere diesen hier und bist auch mal den Link zu Martin gefolgt? Und wie Du bei 1.644 Artikeln auf ein StudiVZ– Bashing-Blog kommst, bleibt wahrscheinlich Dein Geheimnis. Aber so sind viele junge Leute der heutigen Generation: Oberflächlich, dämlich, unfähig weiterführende Informationen selbstständig zu erfassen, zu lesen und ganz wichtig: Zu verstehen.

    Siehts, ich kann das auch, sogar viel besser als Du mit viel mehr Substanz. 😀

  87. Falk sagt:

    Getroffene Hunde bellen und die Welt ist schwarz/weiss und wir wieder alle zufrieden. Prima — Manja, träum weiter.

  88. Oli sagt:

    Die PR Abteilung von dem Verein halt, was erwartet ihr — sprich mit dem Balmer über Sicherheitslücken in Vista … Freiwillige vor 😀

    Wo lebt der Autor dieser Zeilen denn? Und vor allem wann? 1886? 1953?

    Über das Frischfleisch am Campus macht man sich dort schon lustig, man muß sich also nicht noch hier lächerlich machen. Einige lernen im Laufe der Semester hinzu, andere wiederum müssen erst später kräftigst auf die Schnauze fallen und ein hohes Lehrgeld zollen.
    Mitunter haben hier Leute Studium und Berufsleben erlebt, im Gegensatz zum Frischfleisch das sich von einem Alkoholtrauma zum nächsten schleppt und ab und an mal die verletzte Ehre auf Blogs verteidigt.

    Und ich weise noch mal darauf hin, man liefert ja auch Zündstoff für die Studentenbasher im Volk, diese Studis hier sind nur ein Ausschnitt — der große Rest hat schon mehr auf dem Kasten, weitaus mehr. Diejenigen hier kann man auch schnell auf dem Campus ausmachen, Sprücheklopfer mit einer Weitsicht und Erfahrung, die nicht einmal den eigenen Schatten überragt.

  89. Manja sagt:

    Wenn ich zitieren darf:
    «Und nebenbei sei erwähnt, dass den größten Link-Anteil von StudiVZ .get privacy abbekommen hat«
    Das bezog sich auch gar nicht alleine auf den Blog sondern auf viele die auf der Erfolgswelle von StudiVZ mitschwimmen.
    Tja, nur weil der Autor älter ist und von dem was auf dem Campus läuft nicht mehr so wirklich Ahnung hat bedeutet es nicht das seine Paranoia gerechtfertigt sein muss/das er das Recht hat Studenten pauschal als Gruschelidioten abzustempeln wenn sie weiterhin bei StudiVZ bleiben.
    Es gibt StudiVZ Gruppen mit Mitgliedern wo dieser Blog hier (und auch andere Blogs) von der Anzahl der Mitglieder nur träumen und wo genau diese Disskussion seit November geführt wird und die meisten Studenten melden sich halt gerade nicht ab wiel sie halt in der Lage sind etwas zu reflektieren, abzuwägen und nicht auf Panikmache, oder aber Einzelfällen bei einer Millionen Mitgliedern reinfallen.
    Aber lassen wird das, weiterhin viel Spaß beim im Jahre 1886/1953 leben, abgehalftere Klischees bedienen und dem inneren Drang nachkommen sich für eine höhere Instanz zu halten und die dummen Studenten aufzuklären.

  90. Oli sagt:

    Die Erfolgswelle von StudiVZ? Nun der Verein hat sich eigentlich im Vorfeld selbst lächerlich gemacht — man brauchte nur zuzuschauen.

    Es gibt StudiVZ Gruppen mit Mitgliedern wo dieser Blog hier (und auch andere Blogs) von der Anzahl der Mitglieder nur träumen

    Wäre mir ehrlich gesagt ein Albtraum. Bezüglich der Mitgliederzahlen und dem Werben, mmh lies mal ein wenig auf dem Blog — ich glaube wir machen keinerlei Anstalten, um auf Leserfang zu gehen. Die meisten schreckt der direkte Ton eher ab.

    Aber lassen wird das, weiterhin viel Spaß beim im Jahre 1886/1953 leben, abgehalftere Klischees bedienen und dem inneren Drang nachkommen sich für eine höhere Instanz zu halten und die dummen Studenten aufzuklären.

    Bei letzterem müßte ich mich ja selbst aufklären? Nein, brauche ich nicht. Es gibt den zweiten Bildungsweg, es existieren Dinge wie Zweitstudium, Doktorstudium etc. — also nicht immer pauschalisieren.
    Und reguläre Studenten kommen hier auf dem Blog *sehr* gut weg :)

    Der Begriff FUD sagt dir etwas? Fear, Uncertainty and Doubt — das hört man nämlich bei StudiVZ und den dortigen Mitgliedern permanent heraus.

  91. Falk sagt:

    …sondern auf viele die auf der Erfolgswelle von StudiVZ mitschwimmen.

    Okay — Fazit: Kritisiere niemals, sonst bist du ja nur wer, der einen Teil des Kuchens abhaben möchte. Hab ich das jetzt richtig verstanden?

    Tja, nur weil der Autor älter ist und von dem was auf dem Campus läuft nicht mehr so wirklich Ahnung hat…

    Auf so einen schmalen Pfad kommt man allerdings wohl wirklich nur, wenn man Anfang 20 und Student ist oder? Menschen pauschal wegen einer anderen Meinung als dumm hinstellen. Na prima, dann hat das Studium ja doch noch was gutes — elitäre Denkweisen werden immer noch ausgeprägt und verstärkt. Das find ich aber fein.

    er das Recht hat Studenten pauschal als Gruschelidioten abzustempeln

    Wo genau stand das? Oder brauchts das, um den eigene elitären Anspruch inklusive der Feindbilder aufrecht erhalten zu können?

    Es gibt StudiVZ Gruppen mit Mitgliedern wo dieser Blog hier (und auch andere Blogs) von der Anzahl der Mitglieder nur träumen und wo genau diese Disskussion seit November geführt wird

    Also wenn Quantität ein Traum sein sollte, dann verzicht ich lieber. Wenn das ein Maßstab für irgendwas sein soll auch. Oder muss ich den berühmten Spruch mit den Millionen Fliegen schon wieder bemühen?

    wiel sie halt in der Lage sind etwas zu reflektieren, abzuwägen und nicht auf Panikmache, oder aber Einzelfällen bei einer Millionen Mitgliedern reinfallen.

    Fliegen? Von Panikmache kann außerdem null die Rede sein, man nennt das gemeinhin auch Leben oder auch Realität, mit der man sich abfinden muss. Und vor allem lernen, die Konsequenzen zu tragen. Ob dies schon reflektiert wurde, wag ich angesichts deiner «Argumente» doch eher zu bezweifeln. Aber manch einer muss eben erst eine blutige Nase haben, um zu verstehen, das manche Dinge eben doch anders sind, als in der gedachten heilen Welt.

    die dummen Studenten aufzuklären

    Ist bei einigen eh vergebliche Liebesmüh…

  92. Chris sagt:

    OMG…

    Das was Oli und Falk sagen.

    Ich weiß vielleicht nicht, was auf dem Campus läuft, dafür stehe ich mit beiden Beinen im Leben, in der Realität.

    Zum Rest kein Kommentar, wenn wir es darauf anlegen würden, würden wir hier gruschelige Blanglosigkeiten wie mancher A-Blogger verbreiten.

    Achja, ich halte Studenten pauschal nicht für dumm, auch wenn ich zugeben muss, dass das Bild, welches ein Großteil der Studis abgibt, desaströs ist — ich glaube immer an das gute im Menschen. Oli z. B. ist *der* Beweis, dass es auch hochintelligente und intergere Studenten gibt, dass es auf den Menschen, den Charakter ankommt.

    Disclaimer: Ich werde immer bestreiten, letzten Satz gesagt zu haben. 😀

  93. Ich versteh’s nicht.

    Da leg ich eine Studie vor, die belegt, daß etliche von über 300 befragten Personalberatern (und die im BDU sind sicherlich noch die Seröseren) das Internet BEREITS NUTZT, um sich über Bewerber zu informieren und daß sie das eher öfters tun werden.

    Und Typen wie Manja ignorieren das einfach und regen sich stattdessen über StudiVZ-Bashing auf.

    Ich wünsche wirklich jedem, daß ihm das harte Erwachen in ein paar Jahren, wenn die Absagen kommen, erspart bleibt! Aber das liegt auch in seiner/ihrer Hand!

    Was ich persönlich von den StudiVZ-«Aktivitäten» halte, spielt überhaupt keine Rolle. Entscheidend ist, was der Entscheider denkt, bei dem sich Manja und Co. dann bewerben!

  94. Ehm. Im Prinzip bin ich Ihrer Meinung, Herr Emmerich, als u.a. Soziologie-Student muss ich aber Ihrer Argumentation trotzdem ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen.

    Zum einen finde ich die Verwendung des Wortes «Studie» schon bald bedenklich. Es ist dort die Rede von einer Befragung gewesen, die im Prinzip auch nur drei Fragen beinhalten könnte bevor sie zu einem Ende kommt. Das Schmutzige Schöne an Pressemitteilungen, sind die einseitige Darstellung und das Aussparen manchmal nicht unwesentlicher Details. Von Repräsentativität wird man bei nur 300 Versuchspersonen (Vpn) nicht sprechen können. Zum anderen allerdings gibt es keine offene Statistik. Zwar wurde die Befragung durchgeführt, aber man weiß nicht, wie viele Leute daran hätten teilnehmen können. 300 beteiligten sich, das ist sicher. Doch wie viele Personaler gab es, die mitmachen hätten können? Das steht dort leider nicht. In der Wissenschaft muss man solche Rahmenbedingungen für Befragungen, Studien, etc. pp. immer angeben, und dann weiß eigentlich auch jeder, wie man solch etwas «wirklich» einzuschätzen hat. Beispiel aus einem anderen Metier: Gendermainstreaming. Eine Hochschulbefragung bei Professoren und Professorinnen an der RTWH-Aachen. Prinzipiell in einer Pressemitteilung ähnlich der des BDU hätte man mitteilen können x% und y% sagten dies und sagten das. In einer Ringvorlesung allerdings bekamen wir die ganze Wahrheit mitgeteilt, dass von den puh… wie viele waren es noch gleich… ca. 380 Lehrenden nur etwas mehr als ein Viertel den Fragebogen beantwortet hatte. Zudem mit einem großen Schwerpunkt auf besonders eine Fakultät, und zusätzlich einer Verschiebung zu ungunsten der Professorinnen, die ohnehin auch quantitativ an der RWTH unterrepräsentiert sind. Jedenfalls wirkt es schon ganz anders, wenn man weiß… dass die Antworten von nur — sagen wir — 30, 40% von den eigentlich möglichen 100% stammen. Dann nämlich spricht dieser Teil keine eindeutige Sprache mehr. Zudem: gab es dann ja beim BDU noch wieder die Einschränkung, in manchen Sachfragen, dass nur von an die 30% die Rede war. 30% von 40% von 100% sind eine ganz andere Größenordnung. Je mehr man das zuspitzt, desto weniger Aussagekraft bekommt dann eigentlich später solch eine Befragung. Ich hoffe man sieht mir diese lange Ausführung nach. 😉

  95. Chris sagt:

    Sorry Alex, aber auf diese Relativierungen a la die Umfrage ist nicht repräsentativ gehe ich nicht mehr ein — weißt, die rundet nur das Gesamtbild ab. Entweder man kann es erfassen, oder halt nicht.

    Aber das ist nicht das eigentliche Thema, das Zitat des Tages geht an Dobro:

    Wird studivz eigentlich aus Dummheit oder Ignoranz oder Unwissenheit über die Dummheit verwendet?

  96. Grainger sagt:

    Es gibt StudiVZ Gruppen mit Mitgliedern wo dieser Blog hier (und auch andere Blogs) von der Anzahl der Mitglieder nur träumen.

    Da muss ich doch glatt an meine Bundeswehrzeit denken.
    Mein damaliger Spieß (der um einiges älter und weiser als ich war, auch beim Bund gibt es nämlich nicht nur Idioten) hat einen Wechsel in die Offizierslaufbahn mit den Worten

    Ich bin lieber König unter den Ärschen als der Arsch unter den Königen!

    abgelehnt.

  97. Musst du ja auch nicht. Außerdem ging es mir nicht ums StudiVZ, sondern die Aussagekraft. Viele Medien spielen mit solchen Zahlen und es gehört mit zur Medienkompetenzvermittlung, wenn man die Leute darüber aufklärt, was so Zahlen am Ende für einen Wert haben. Ob das: Deutschland stirbt aus, Prekariat, nur die Dummen kriegen die Kinder, 5 Euro für den Liter Benzin ist, usf. — die Leute vertrauen doch auf diese Aussagen. Das finde ich fatal. Relativierung im Zuge von Objektivität als erklärtem Ziel ist notwendig. Man wird nie ganz objektiv sein, aber ich kann nicht nur Dinge als meine Argumente einsetzen, ohne den Leuten zu erzählen, dass man sie auch anders verwenden könnte. Die Befragung des BUD zeigt was? Wir sollten lieber fragen, was sie alles nicht zeigt, z. B. keine Tendenz, denn dazu hätte man ja so eine Befragung immer wieder durchführen müssen. Oder müsste sie in der Folge durchführen. Das ist eine Momentaufnahme, die wird zu Gunsten oder zu Ungunsten «interpretiert» und sonst nix. Leute, die davon keine Ahnung haben, wird sie allerdings als Wahrheit verkauft, und das finde ich, nachdem ich diese Erkenntnis ein Mal im Studium gemacht habe, muss man den Leuten erklären.

    Ich selbst nutze StudiVZ nicht. Ist euch übrigens aufgefallen, dass vermehrt auch Alumnis sich anmelden?

  98. Falk sagt:

    @ Alexander: Wobei man halt nicht verleugnen darf, das eben seit Jahren der Trend auch immer weiter in eine Richtung geht, das je mehr Informationen verfügbar sind, diese auch entsprechend für/gegen einen verwendet werden. Das ist ein Fakt, dem man sich stellen muss und sollte. Grad in der heutigen Zeit, wo durch ständige Datensammlung/Überwachung die Privatsphäre immer mehr aufweicht. Dies dann noch durch die eigene Naivität zu unterstützen um dann am Ende mit einem «Na ich hab doch nichts zu verbergen» zu argumentieren ist der Schwachpunkt. Und dieser ist, wie sooft der Mensch selbst. Ob man diejenigen die Social Networks ausgiebig für private Zwecke nutzen als mündig bezeichnen kann, sei mal dahingestellt. Dann allerdings Kritiker dieser Spaßfraktion beim Versuch darüber aufzuklären, zu versuchen, zu diskreditieren, ist halt dann nicht mehr naiv/leichtgläubig, sondern rücksichtslos und selten dumm.

  99. Wer hat denn jemanden diskreditiert?

  100. Chris sagt:

    Nicht Du Alex. Andere haben schon versucht hier, mich extrem anzufahren. Also völlig sinnfrei einfach auf den Autor pupsen. 😉

    Btw, gerade im Chat von Falk:

    [Falk] nimmt der ja zum glück nicht persönlich hab ich den eindruck

    Also der Falk meinte Dich auch nicht. 😉

  101. Falk sagt:

    Wer hat denn jemanden diskreditiert?

    Kurz noch — für mich zählt dazu auch schon, mit substanzlosen Argumenten Kritiker in eine bestimmte Ecke stellen zu wollen oder diesen die Fähigkeit zu reflektieren abzusprechen. Und nein Alexander, du warst damit nicht gemeint 😉

  102. Deshalb fragt man ja mal lieber. 😉 Ich hatte in der Blogbar eines Nachts auch eine Begegnung mit drei bissigen Kommentierern, von denen der Alphons am Ende nur noch einen übrig ließ.

    Aber generell stehe ich natürlich immer für mich und meine Sache. Ich möchte ja den Diskurs befördern. Aber deshalb versuche ich mich eher als Mediator zwischen den Fronten. Nur dazu müssen die Leute sich daran gewöhnen, dass ich nicht per se für sie oder gegen sie bin. Sonst ist es schön einfach, wenn man immer Ja-Sager oder Kritiker dort sitzen hat. Aber Kritik ist doch kein Selbstzweck. Wenn jemand was gut gemacht hat, dann darf man das ruhig auch erwähnen.

    Für mich sind Diskussionen wichtig, und ein bisschen Polemik, um die Leute herauszufordern, ist auch manchmal hilfreich. Aber man muss den Leuten dann auch zeigen, dass man um der Sache wegen diskutiert. Ich würde mir bestimmt keinen Arbeitsplatz in Berlin suchen wollen. 😉 Aber zumindest hätte ich nicht schon ein Vorhängeschloss vor die Schublade Dariani gemacht.

    Und na ja… Naivität von Studierenden. Mei… jeder wird Mal erwachsen, und wenn’s erst kurz vor seinem Tod soweit sein soll. Folgendes Zitat finde ich, passt ganz gut in den Kontext:

    «Die Rolle des Weitblickenden ist traurig genug. Er betrübt seine Freunde, indem er ihnen das Unglück voraussagt? Ist das Unglück hereingebrochen, wissen sie ihm keinen Dank.»

    (Chamfort)

  103. Falk sagt:

    …jeder wird Mal erwachsen, und wenn?s erst kurz vor seinem Tod soweit sein soll.

    Ich glaub das haben wir alle nicht vergessen. Wir haben auch Lehrgeld gezahlt, der eine mehr, der andere weniger. Wir haben genauso die Argumente von Älteren weggewischt, wenn sie uns nicht passten.

    Nur für mich passt mittlerweile eins nicht mehr zusammen. Auf der einen Seite befindet sich die heutige Jugend in einem auf mich sehr seltsam wirkenden Konsens mit der Eltern-Generationen und andererseits entzieht man sich trotzdem deren Argumenten, ohne selbst einen stimmigen Grund für diesen «Zwergenaufstand» liefern zu können. Und bei einer Betrachtung bleibt halt das dumme Gefühl, dass es wirklich nur noch ums «Spass haben und Saufen wollen» geht. Oder um Sex…

  104. Holen wir die empirisch belegte Schublade doch wieder heraus. Vergessen wir hier, dass wir von «Studierenden» reden? Was heißt das eigentlich? Ich habe zwei Seminararbeiten, insg. ca 60 Seiten, über das Bildungssystem und Bildungsungleichheit fabriziert. Dabei habe ich auch PISA und Co-Schockerlebnisse bei der Recherche gehabt. Wir sind heute so weit wie in den 60er Jahren, ehe man davon sprechen konnte, dass die Bildungsexpansion einsetzt. Zumindest die Zahlen geben das her. Denn nur um die 5% der Studierenden rekrutieren sich aus der Arbeiterschicht. Dass das Bildungssystem wie ein Trichter wirkt, hat z. B. IGLU gezeigt. Das System schließt sich nach unten ab. Ich kenne Studierende in NRW, die nicht die Wahl, die sie hatten, ergriffen haben, und contra Studiengebühren wählten. Dafür kenne ich andere, die sich manches nicht leisten können und arbeiten gehen müssen. Natürlich will man jetzt, wo die Studiengebühren nicht mehr vermeidbar sind, auch nicht Schulden anhäufen.

    Die Hackdaten vom CCC Talk über die politische Orientierung hinzugenommen, kann man sehr viele Gründe dafür finden, warum man den Eindruck haben kann, wie du ihn erwähntest. Ich erlebe das übrigens auch so, als Student.

    Nur das Problem ist, ich komme von unten, und für mich ist es eine Chance, aber vielleicht auch die einzige. Für viele wirkt man dann jedoch als Aussätziger, weil man es sich nicht leistet, oft feiern zu gehen, sondern die Chance nutzen muss, oft am Schreibtisch zu sitzen. Dort, wo Geld ist, ist ökonomisches Kapital ja ne Alternative zum Bildungskapital. Damit kann man vieles kaschieren und viel erreichen. Nun, und es ist eben nicht mein Anliegen, mich gegen die schiere Masse zu stellen, um als Buhmann zu gelten. Aber in der Rolle steckt man eh schnell genug drin und kommt schwer genug wieder raus. Nur, für mich gilt es, die Leute für meine Argumente empfänglich zu machen. Ich finde: Lasst sie feiern, aber macht ihnen begreiflich, dass sie mit ihrer Mentalität auch mit dazu beitragen, dass es anderen (mir) unmöglich gemacht wird. Ich hab mich bei der Arbeit über das Bildungssystem prima in manchen Zuweisungen und Schemata von Soziologen wiedererkannt und jetzt kann ich zwar meine eigene Situation prima analysieren, aber ein Rezept, wie man es verändern könnte gibt es nicht. Man geht seinen Weg. 😉

  105. Falk sagt:

    @ Alexander: Diese zwei Seminararbeiten würden mich durchaus mal interessieren. Denn diese 5% glaub ich dir mal grad, auch wenn ich witzigerweise überwiegend Studierende kenne, die wohl zu den 5% gehören 😉

    Für viele wirkt man dann jedoch als Aussätziger, weil man es sich nicht leistet…

    Das ist aber imho auch ein eher generelles Problem — die gegenseitige Abgrenzung. Das meinte ich ja weiter oben auch mit dem elitären Verhalten. Das dies aber letzten Endes oft genug zur Zerstörung der dadurch geschaffenen Gruppen aus sich selbst heraus bewirkt, dürfte die Geschichte auch gezeigt haben. Wobei manche Dinge auch überleben und England immer noch Königreich ist 😉

    Und btw. ich möcht niemandem seinen Spass am Feiern nehmen. Ich sag halt (manchmal mit drastischen Worten), das es eben nicht reicht, nur an den nächsten Tag und an sich selbst zu denken.

  106. Simon sagt:

    Und ich sage: Die Unternehmen und die Personaler, die sich erdreisten, für einen Bewerbungsprozess in die persönlichen Profile eines Studenten zu schauen, sollten links und rechts abgewatscht werden. Allein dass man die Möglichkeit hat, da hineinzuschauen heisst nicht, dass man es auch tun sollte…

  107. Oli sagt:

    @Simon, was muß man sein um die Moral von der Geschichte zu verstehen? Professor?

    Also zum mitschreiben,

    Allein dass man die Möglichkeit hat, da hineinzuschauen heisst nicht, dass man es auch tun sollte?

    Wir leben halt nicht im Paradies, was jemandem zu Ohren kommt wird auch irgendwo verwertet. Und auch wenn das Verhalten von anno Tobak ist, ist das völlig schnuppe. Dumm ist dann jedoch jener, der es weiß und dem zuwiderhandelt. Denn letztendlich sitzt der Personaler am längeren Hebel und der andere ist profan ausgedrückt nur eine Art Bittsteller.

  108. Grainger sagt:

    Also mal ehrlich, es gibt ja wohl kein grundsätzliches formaljuristisches oder datenschutzrechtliches Verbot sich öffentlich zugängliche Dateien anzuschauen.

    Spätestens jetzt wird es allmählich aber lächerlich. 😀

    Was man für sich behalten will sollte man halt nicht veröffentlichen, das ist nicht nur seit der Erfindung des Internets so.

  109. Falk sagt:

    es gibt ja wohl kein grundsätzliches formaljuristisches oder datenschutzrechtliches Verbot

    Nein sicher nicht, aber ich schriebs viel weiter oben schonmal — es gibt auch etwas wie Respekt und Anstand. Das dies heutzutage keine Tugenden mehr zu sein scheinen, heisst nicht, das ich es toll finden muss. Aber wie Oli schon sagte, man muss es zur Kenntnis nehmen und entweder entsprechend reagieren oder aber resignieren bzw. ignorieren. Oder um mal eine meine Lieblingsbands zu zitieren:

    Meint ihr nicht:
    wir könnten es signieren
    vielleicht sogar auch resignieren
    und dieses Land
    gleich Eintagsfliegen
    nur noch auf und ab und ab und auf bespielen
    um später dann zurückzukehren
    ganz aufgedunsen
    längst vergessen
    nur noch kleine Kreise ziehen

    Wir könnten, aber ?

    Das Album nennt sich «Haus der Lüge» in einem solchen leben wir…

  110. Grainger sagt:

    Respekt, Anstand, Moral, …

    Sicherlich alles wichtige Dinge, aber «unbestimmte Rechtsbegriffe» und in der Interpretation auch dem Wandel der Zeit unterworfen.

    Ich bin mir sicher, das mein Großvater darunter etwas anderes verstanden hätte als ich und wahrscheinlich werden kommende Generationen wiederum etwas anderes darunter verstehen.

    Und einiges von dem was unsere Großeltern noch darunter verstanden haben erscheint uns heute ja auch (teilweise zu recht) miefig, muffig, spießig und kleinbürgerlich.

    Aber die eigene Doofheit im Internet zu prostituieren und dann von anderen zu verlangen sie sollten doch bitteschön anständig genug sein das zu ignorieren ist bestenfalls naiv (

  111. Simon sagt:

    @oli

    Es geht darum, dass es ein scheinheiliges Verhalten ist, seinen potentiell zukünftigen Arbeitnehmer im Vorfeld zu bespitzeln…

    und den Professor kannst Du Dir stecken… ich arbeite bei nem VC und hab schon diverse Einstellungsgespräche selber geführt… wenn jemand bei openbc ist, schau ich mir das Profil an, wenn nicht, schnüffel ich nicht noch bei StudiVZ rum… Außerdem sagt das StudiVZ Profil eh nichts aus… Außer die Personaler möchten die Bewerberin dann mal persönlich kennenlernen…

  112. Oli sagt:

    Was ist Schnüffeln? Wie Grainger schon bemerkte, was ist Respekt, Anstand, Moral? Das eine ist deine Erwartungshaltung, das andere ist die Erwartungshaltung des Personalers und wie nennt man das letztendlich? Realität.
    Es geht darum was möglich ist und sorry, die Holzköpfe in D haben es noch nicht geschnallt, weil deren Fantasie nun mal nicht ausreicht. Das es aber zur Anwendung kommen kann, das ist eben bekannt, da nützen auch keine Durchalteparolen a la moralisch ist das nicht in Ordnung, altbacken, konservativ und ähnlicher Firlefanz.

    Es geht darum, dass es ein scheinheiliges Verhalten ist, seinen potentiell zukünftigen Arbeitnehmer im Vorfeld zu bespitzeln?

    Viele Firmen egal ob klein oder groß machen es auch während du dort beschäftigt bist. Und bitte verschone uns mit das ist aber böse und ungesetzlich. Du kannst vielleicht die Augen da vor verschließen oder auch wie wir einen Fingerzeig geben, es ändert jedoch nichts daran. Es ist eben so, an manchen Stellen vielleicht nicht — aber man sollte nicht mit der Kleinkindmentalität ins Leben hineinstolpern.
    Merk dir eines, Moral, Anstand und anderes tralala ist Fehl am Platz in der Geschäftswelt. Shayze das es so ist, aber naiv wenn man es nicht sehen will. Erfährt man das Gegenteil, schön — aber wie schon immer, Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Außerdem sagt das StudiVZ Profil eh nichts aus?

    Kommt drauf an *was* drinsteht und wie der Personaler denkt — du gehst anscheinend von dem Gutmenschen aus, der *deinen* Vorstellungen von Moral, Anstand etc. entspricht.

    StudiVZ ist ein *Beispiel* für den Datenstrip ohne jegliche in Anspruchnahme des Hirns, der heutzutage von statten geht.
    Wenn hier eines zu Tage gekommen sein sollte, da existiert einmal die weltfremde Vorstellung einiger wohlbehüteter Student die mal ein Praktikum absolvierten, zum anderen die Erfahrung von Leuten im Personalbereich, im Berufsleben, im Studium/Berufsleben. Positive als auch negative Erfahrungen.
    Quintessenz: da gibts kein Muster und keine Wunschvorstellungen da draußen, man muß sich aufs übelste gefaßt machen. Und die Leugnung dessen ist naiv, wenn nicht gar fahrlässig gegenüber anderen.
    Wenn der Rat streng mal deinen Grips an, der in diesem Artikel den Grundgedanken darstellt, derart geleugnet wird — frägt man sich zwei Dinge, diskutieren wir hier mit der PR-Abteilung des Vereins oder wo leben diese Menschen.
    Liebe gebe ich zu mich an der einen oder anderen Stelle mal zu irren, als durch meine Naivität anderen Leuten einen ebenso naiven Vorschub für die Realität zu vermitteln.

  113. @Falk: Also eine der Arbeiten habe ich heute, pardon, gestern «onlinefertig» gemacht und mit ein wenig Erklärung in meinem Privatblog eingebunden. Die zweite werde ich mir dann auch noch vornehmen, die Tage. Bezüglich des studentischen Felds allerdings wird die Abgrenzung dadurch noch befördert, dass hier zunehmend Konkurrenzdruck erzeugt wird. Mit der Einführung von Bachelor und Master ist ja den Hochschule noch weitaus mehr als früher ein Teil der (qualifizierten) Berufsausbildung zugekommen.

    Außerdem, ich würde ja sogar dein Argument und dich unterstützen, wenn du sagst: «es reicht eben nicht…» Das habe ich Jahre probiert und bin auf taube Ohren gestoßen, bis ich festgestellt habe, dass ich nach anderen Argumenten suchen muss. Schau… Dariani hat auch nur an sich selbst gedacht und beginnt jeden Tag auf’s Neue. Wobei, vielleicht tun wir ihm ja Unrecht?! *hust* Jedenfalls, findet man dann eben kein rationales Argument, wenn so jemand gerade einige Millionen Euro für sein Tun quasi als Gratifikation erhalten hat. Ein Aspekt ist Sozialneid. Ich bin wohl «leider» kein Neider. Weil… dann wäre ich vielleicht manchmal ein bisschen egoistischer und das würde mir selbst gut tun. Indes: wir haben ja in Frankreich die brennenden Autos gesehen und wir haben schon vom Prekariat in Dtlnd. gelesen. Weil ich ums Bildungsystem gearbeitet habe… weiß ich, dass es prinzipiell noch viel tiefer sitzt, das Problem und wir produzieren den Sozialneid, und solche, die eben nur an sich und den nächsten Tag denken, werden dafür «nicht von mir», aber von anderen eines Tages die Quittung kriegen. Wenn nämlich die Leute auf die Straße gehen. Ich hab den Vergleich oft genug benutzt, aber ich finde ihn sehr treffend. Es geht denen ja auch nicht darum, dass sie wie die oberen Zehntausend Kaviar aufm Brot haben wollen, aber zumindest die Leberwurst. Nur, wenn man denen selbst die nimmt, dann werden sie aus der Not heraus ihre Taten begründen. Ich finde es unverantwortlich, davon zu wissen, und trotzdem nur so zu leben, als ginge es mich nichts an. Es gibt sehr viele, die versuchen heute «nur noch» den anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das ist keine sehr konstruktive Strategie für das gesellschaftliche Gleichgewicht. Dass es Arme und Reiche gibt, okay… aber wenn viele dort ankommen, dass sie keine Chancen mehr sehen und faktisch immer öfter um ihr «Leben» werden kämpfen müssen, dann wird den Proleten von morgen auch die windigste Geschäftsidee nichts mehr helfen, mit denen sie damals zu Geld gekommen sind.

  114. Oli sagt:

    Jesus 😀 und ich dachte trust wäre ein Pseudonym — ja ich bin halt eben gerade mal dem Link gefolgt 😉

  115. Was wollte der Künstler uns damit sagen?! 😉

  116. Oli sagt:

    Das dachte ich zuerst auch bei dem Namen … ja sehr originell 😉
    Aber die Seite ist wirklich interessant, ich sollte mal desöfteren den Links folgen in Zukunft.

  117. @Simon: Bespitzeln hat so etwas «Merkwürdiges» an sich. Ach… falsch, es ist die UNWAHRHEIT. Schon mal gemerkt, dass bei StudiVZ… wacka, wacka… sich auch Alumnis anmelden können? Und auch schon getan haben? Ein guter Freund von mir, Gott steh ihm bei, hat sich dort erst im Januar angemeldet, obwohl er letztes Jahr sein Mathestudium abgeschlossen hat. Du erinnerst dich daran, dass es hieß StudiVZ sei ein Facebook-Klon… ach pardon, es hieß nicht so, es war NACHWEISLICH so. Bei Facebook können sich mittlerweile nicht nur Studierende und Alumnis einschreiben, sondern im Grunde ganz Amerika. Wenn ein Personaler sich also bei StudiVZ anmeldet, und einträgt, dass er mal dort und irgendwo studiert hat, dann ist er rechtmäßig in der Lage, sich anderer Leute Profile anzusehen. Das tun Personaler auch auf Flirtbörsen oder sonstens. Es gibt allerdings in StudiVZ die Möglichkeit, auszuwählen, dass nur deine Freunde dein Profil sehen können. Damit könntest du den Personaler auch aussperren. Aber davon abgesehen muss er nicht StudiVZ benutzen, sondern kann — das hat hier doch schon jemand erwähnt — dieselbe Suchmaschine benutzen, die der Trottel, der sich für den Job beworben hat benutzt hat, um sich über die Firma schlau zu machen. Ist das nun Stasimentalität oder Internet at its finest?! Also, da muss man sich dann wohl oder übel entscheiden. Wenn du für Stasimentalität plädierst, solltest du dich fortan nicht mehr in den global villages des Netzmediums aufhalten. Am Ende sind es nämlich nur zwei Seiten derselben Medaille.

    @Falk, Grainger u. a.: Ich les hier immer so viel von Moral, Tugend, etc. — Das sind alles Begriffe, die sie aus der katholischen (christlichen) Glaubenslehre stammen. Wenn man aber Nietzsche nur ein wenig Beachtung schenken mag, ist Gott tod. Diese «ich denke an mich und den nächsten Tag»-Mentalität hat das zu verantworten. Es wird zwar noch ne Weile dauern, bis die Menschen vor «dem» Herbenschaufen stehen, der ihnen erklärt, dass es wirklich essig ist, aber ich bezweifle, dass sich dann dort das Übermenschkonstrukt Nietzsches zeigen wird. Viel eher glaube ich, wird das der Tag werden, an dem die Menschheit ihren Untergang befeiern kann. Quasi als letzte Party, bevor der Zug dann endgültig abgefahren sein wird.

  118. Simon sagt:

    @oli

    Ich lass mich gar nicht auf Dein «Argumentations«niveau und Deinen Ton herunter. Ciao.

  119. Simon sagt:

    @ Alexander Trust

    «Schon mal gemerkt, dass bei StudiVZ? wacka, wacka? sich auch Alumnis anmelden können?»

    Lieber Herr Trust,

    ich kenne mich in der großen weiten Welt des Web2.0 mit Sicherheit ein bisschen besser aus als Du, danke also für diese sehr hilfreiche Bemerkung.

    Bespitzeln hat nichts damit zu tun, ob etwas unrechtmäßig ist… ein Arbeitgeber kann seinem Arbeitnehmer auch nen Detektiv hinterherschicken, ohne dass das illegal ist. Bespitzeln bleibt es trotzdem.

  120. @Simon: Bespitzeln ist das mit dem Detektiv vielleicht. Und ich weiß nicht, wie alt du bist, mein Junge, ;), aber ich würde Wetten halten, dass wir mind. genauso viel vom Web wissen.

    Nun, zum Bespitzeln möchte ich sagen. Wenn ein Typ ein Mädel ganz nett findet… sich von ner Freundin den Namen geben lässt, ihn im StudiVZ sucht, weil sie ihn (noch nicht) direkt ansprechen mag, ist das genauso bespitzelt. Ja, das stimmt. Aber wenn man nicht gar auf jeden selbst zugehen möchte, dann macht man das wohl so. Bevor es das Internet gab, sowas soll’s geben, hat man dazu keine Möglichkeit gehabt. Wie ich schon davor meinte, es ist eine Seite der Medaille. Ob du dich mit der Funktionsweise des Internet anfreundest oder nicht, bleibt dir überlassen. Aber du kannst nicht etwas bei den Personalern spitzeln nennen, was du deiner Freundin oder dir selbst als total normal unterstellst. Das Medium bringt andere Umgangsformen mit sich, dat gehört so dabei. Da kann der Personaler nix für, du aber auch nicht. Nur offensichtlich bist du ja was Besseres. Nase in den Wind und ab mein Kind.

    Weißt du, deine Argumentation ist sehr doppelmoralisch, und ich hasse Doppelmoral. Ich bin einigen Leuten mit Doppelmoral begegnet und immer wieder verliert jeder von ihnen meinen Respekt. Ich mein, du kannst mir natürlich immer noch gerne verklickern, dass das nur ein Missverständnis ist und du Personalern dieselben Rechte zugestehst, wie dir selbst und deinesgleichen. Wenn du das nicht kannst oder auch nicht willst, fine by me: C’est la vie.

  121. Falk sagt:

    @ Alexander: Da du mich drauf ansprichst — Moral ist ein zweischneidiges Schwert und wie du ja eben gesehen hast, Doppelmoral auch gang und gebe. Meine Wertvorstellungen sind allerdings nicht von einem kirchlichen Institutionen verbundenen Glauben geprägt. Sondern halt durchaus (konservative) Wertvorstellungen, welche allerdings eben nicht nur das eigene Dasein betrachten und vor allem Respekt vor Anderen beinhalten (hat man mir halt so beigebracht). Oder um es kurz zu machen: Um Regeln zu brechen, muss ich sie kennen und verstehen.

    Und du sagst es selbst — mangelnde Weitsicht und fehlender Zusammenhalt in einer Gesellschaft führen dazu, das sie sich selbst ruiniert. Aber ich als oller Punk hab da eh eine etwas andere Vorstellung, wie Zusammenleben funktionieren kann.

    Und Nietzsche — naja, ist auch so eine Sache, den zu zitieren 😉

  122. @Falk: Na ja, ich hab ihn ja nicht mal «richtig» zitiert. 😉

    Ich weiß wohl, dass manches heute anders ist, aber unsere Wertvorstellungen, das Gut und Böse in der Welt fußt eben auf religiösen Ursprüngen. Ob das nun gut oder schlecht sei… einerlei, wie ich finde. Wenn die Religiösen sich nicht die Köpfe einschlagen würden, könnte ich sogar damit Leben, dass es Religionen gibt. 😉

  123. Oli sagt:

    Ich denke auf was Alexander hinaus möchte ist nicht, das hier jemand beispielsweise katholisch erzogen wurde. Sondern, das die kirchliche Glaubenslehre, seit Jahrhunderten im «Westen» genau auf diese Art und Weise verinnerlicht wurde.
    Geht man in andere Kulturkreise, so ist die Vorstellung von derlei Dingen teils eine völlig andere, dort wiederum auch über Jahrhunderte geprägt. Wir sind nun einmal christlich geprägt, unser Begriff von Moral etc. basiert darauf.
    Aus diesem Grund haben wir auch den «Zoff» zwischen den diversen Kulturkreisen, eben weil wir bestimmte Begrifflichkeiten in einem völlig anderen Kontext verinnerlicht haben — manifestiert durch einen bestimmten Glauben über Jahrhunderte hinweg.
    Ob man da konservativ, weitsichtig oder sonst etwas ist — die Basis eines jeden hier in diesem Kulturkreis ist nun mal der Glauben, er durchwirkte hunderte von Jahren die Gesellschaft und prägte die Kultur in *allen* Bereichen. Man kann sich davon entfernen, aber nicht die Basis verleugnen.

  124. Falk sagt:

    @Oli und Alexander:

    Ob gut oder schlecht — in Bezug auf Glauben kann man dies eh nicht bringen. Und ich stell ja auch nicht den Glauben als solchen in Frage, sondern hinterfrage und werte das, was daraus gemacht wurde. Aber ich denke auch, damit entfernen wir uns arg weit vom eigentlichen Thema 😉

  125. Oli sagt:

    So arg nun auch wieder nicht, da eben diejenigen bei StudiVZ — als Beispiel — ihre ureigene Vorstellung von diversen Werten auf die hier angeführten Personaler projizieren. Vice versa tut dies letzterer natürlich auch, mit dem Resultat, das derjenige mit dem längeren Atem seine Vorstellung durchsetzt. Der andere wandert frustriert ab und redet von altbackenen Vorstellungen unser Altvordereren, mitunter dabei übersehend, das vielleicht so manche eigene Vorstellung aus eben dieser Zeit stammt.
    Und schwupps sind wir wieder bei dem angesprochenen Punkt Diese ?ich denke an mich und den nächsten Tag?-Mentalität hat das zu verantworten..
    Und was war noch mal der Grundtenor dieses Textes, eben eine Warnung in diese Richtung anhand des *Beispiels* StudiVZ. Kann man auch beliebig übertragen, wenn man denn mal das Brett vor dem Kopf abnimmt.

  126. Chris sagt:

    Ich bin hier gerade mal sprachlos — ich finde die Diskussion hier sowas von grandios — weitaus interessanter als es ein Artikel jemals sein kann. THX. :)

  127. Ich find ja solche Diskussionen auch immer toll, und die Artikel, die sich auszeichnen, solche Diskussionen zu ermöglichen find ich auch toll. 😉

  128. Falk sagt:

    Nun habt ihr zwei die ganze Diskussion zerstört — muss wieder ein Buzzword oder ein Troll her 😀

  129. Sind doch schon zwei tolle erwähnt worden. Trolle und Buzzwords. Wer drückt schneller? ! Jedenfalls — meint jemand, dass die Trolle beim Alphons in der Blogbar solche waren, die genauso offenkundig den Personalern an den Schlips treten wollen?

    Die Wetten Dass Kinderwetter war fürn A.…

    @Falk: Also… mir war der Glaube gar nicht wichtig. Weil ich mach nen Unterschied zwischen Glauben und Religion und die religiösen Dogmen waren der Ursprung unseres Ödipuskomplexes. Jetzt haben wir den Salat. Und weil Holtzbrinck so tolle Kauf– und Fusionsaktionen präpariert hat, gibt’s bald vielleicht nicht nur Wohnraum sondern auch Medikamente für de Studente.

  130. Auf… ja, ich weiß… aber angenommen, sie treten ihnen nur an den Schlips? Machen sie ihnen dann das Revier streitig?

  131. Grainger sagt:

    Moral, Anstand, Ethik, Respekt und ähnliches in Bezug auf Glauben und Religion sind mir als praktizierendem Atheisten so was von egal, die deutsche Sprache hat gar kein Wort um meine Gleichgültigkeit passend zu beschreiben.

    Das diese Begriffe außerdem einem zeitlichen Wandel unterliegen habe ich ja schon geschrieben, selbstverständlich unterscheiden sie sich auch von Kulturkreis zu Kulturkreis.

    Man muss sich ja nur mal Ansehen wie sich die «politisch korrekte» Einstellung zur Homosexualität in Deutschland gewandelt hat, früher sogar strafrechtlich ahndbar, dann zwar nicht mehr strafbar, aber gesellschaftlich geächtet und heute (zumindest einigermaßen) toleriert.

    Und um auch gleich mal ein bißchen zu trollen:
    bei aller Toleranz, wenn es zur Pflicht wird andere ich aber aus.
    😉

    Ehrlich gesagt pfeife ich auch drauf ob irgend etwas das ich tue in den Augen meiner Mitmenschen unanständig, unmoralisch, sündig oder respektlos ist, beim weitaus größten Teil der Menschen ist es mir ohnehin vollkommen egal was sie über mich denken.

    Dieses spießig deutsche «was sollen denn nur die Nachbarn denken» habe ich hinter mir gelassen.

    Andererseits muss ich auch nichts tun oder lassen nur um zu provozieren, im tiefsten Inneren bin ich ein eher konservativer Mensch ;), aber ich bin es weil ich es so will und nicht weil es anderen wildfremden Menschen so gefällt.

    Und wenn ich mir die öffentlichen Profile von anderen Leuten ansehe und diese das als unanständig empfinden (falls sie es überhaupt erfahren) ist mir das auch wurscht, mir ist an deren Meinung über mich ohnehin nichts gelegen.

  132. Die Neurologen und Neurobiologen würden zum Thema «Willen» aber ganz was anderes sagen. Denen zufolge haben wir keinen Willen. Und sind nicht so frei, wie wir denken, dass wir es wären. 😉 Du bist also ein Heretiker für die Neurowissenschaften, Grainger, und kein Orthodoxer.

  133. Grainger sagt:

    Ich wollte sowieso nie ein Orthodoxer sein. 😉

    Und ob es einen freien Willen gibt oder nicht ist imho doch eine eher philosophische als neurologische Frage.

    Macht aber letztendlich für die eigene subjektive Wahrnehmung auch keinen Unterschied aus:

    - denn falls es einen freien Willen gibt über ich ihn aus
    – und falls es keinen freien Willen glaube ich nur das ich ihn ausübe.

  134. manhatdieWahl sagt:

    Wie Alexander schon gesagt hat kann man sein Profil auf privat stellen.
    Dann können da auch nicht nie bösen Personaler reinschauen.
    Also, wo ist jetzt das Problem?

  135. Falk sagt:

    Also, wo ist jetzt das Problem?

    Das du nicht einen Millimeter verstanden hast, um was es geht.

  136. Das ist das Problem? Also ernsthaft… ich hoffe, dass ist NICHT das Problem. 😉 Denn dann hättest du ja den Artikel nicht schreiben müssen.

  137. Falk sagt:

    Doch Alexander, das Nicht-Verstehen(-Wollen) ist ein Problem und auch dies haben wir in der Diskussion doch schon erörtert 😉

  138. Nun, ich gebe aber zu bedenken, dass er deiner Meinung nach nichts verstanden hat. Ist es da richtig in der Bemerkung dieser Feststellung inne zu halten? Solltest du ihm nicht lieber erklären, was er nicht verstanden hat?

    In der Kommunikations– und Sprachwissenschaft gibt es die Ansicht, dass Verstehen immer auch Nicht-Verstehen ist. Jeder Akt der Kommmu… pardon… also immer wenn wir uns unterhalten, gibt es nie einen Konsens, geschweige denn die Möglichkeit zur vollständigen Übereinstimmung. Alleine schon durch unsere (biologisch-unterschiedlichen) disparaten Voraussetzungen. Aber wem erzähl ich das. 😉

  139. Oli sagt:

    Solltest du ihm nicht lieber erklären, was er nicht verstanden hat?

    Das Erklären ist dann angebracht, wenn man davon ausgehen kann, das derjenige sich die Mühe machte sich mit eben dieser Materie zu beschäftigen.
    Manch einer mimt da auch gerne den Erklärbären, andere sind einfach Gutmensch, wiederum andere haben die Erfahrung gemacht, das die Leute die Überschrift lesen und den letzten Satz und dann … ahm, zu übereilten Schlüssen neigen :)

    Mein seliger Professor merkte dazu immer im gebrochenen Deutsch an, wollen sie ein anständiger Student sein oder die Uni lieber verlassen?. Okay das mag recht grob wirken (war es auch), aber andererseits lieferte er auch ausgiebig das nötige Material, um diesen Lernprozeß zu verwirklichen — eben aber nur bis zu einem gewissen Punkt 😀

  140. manhatdieWahl sagt:

    Na dann erklärt mir mal wieso ich mich beim StudiVZ abmelden soll wenn ich mein Profil auf Privat stellen kann so das kein vermeintlich so kritischer Personaler mir mein profil irgendwann zum Vorworf machen kann?
    Wieso soll ich jetzt darauf verzichten alte Freunde wieder zu finden, an meiner Uni StudiVZ Gruppen zu bilden (In unserer Ersti Gruppe sind 500 und wir helfen uns gegenseitig mehr als die Studienberatung) und wieso soll ich nicht Leute anschreiben die das gleiche studieren wie ich und z.B. den selben Musikgeschmack haben?

  141. Aus demselben Grund, warum ich mich bei StudiVZ abgemeldet habe, weil ich die Leute dahinter total Banane finde. 2 von 3 der Gründertrias wollten selbst die «frigiden» Monats-Musc… wählen und dann aus dem StudiVZ gruscheln. Da hört’s bei mir auf. Ein kleines bisschen Macho muss man sein… meinetwegen, aber nicht auf Kosten anderer. Ich steh mit die Schwachen und am Ende steh ich allein. Das ist okay.

    Das Konzept, was in St. Gallen eingetrichtert wurde, ist kapitalistisch. Nicht mein Fall. Das schnelle Geld, ja, haben sie gemacht. Und damit alles richtig. In ihren Augen. Aber in meinen Augen kann man auch Geld verdienen ohne über Leichen zu gehen. Wahrscheinlich nicht ganz so viel, das stimmt schon. Leute, die den Hals nicht vollkriegen, obwohl es ihnen gut geht, stoßen bei mir auch wenig Verständnis mit ihren Wehwehchen. Ärzte, Lehrer… das sind alles Kasten mit ganz besonderem Streik-Potenzial. Ganz besonders toll sind Pensionäre. Weil das sind die «reichen» Rentner. Es gibt aber auch Marke Ackermann und Co… oder die Nummer Windisch in Sachen Auto, Versicherungen und Co Kg. Ich hab doch die Wahl, ob ich so jemanden dann mit meiner Mitgliedschaft unterstütze oder nicht. Und ich sage eben nein dazu. Wohlgemerkt, nicht alle Lehrer, nicht alle Darianis dieser Welt und schon überhaupt nicht alle Ärzte… eigentlich gibt es überall Leute, die es auch gut meinen, und nicht nur an sich selbst denken. Aber es gibt zu viele, die eine Ausbeutermentalität fahren. Und die fährt ein Lehrer, eine Lehrerin z. B. auch, indem sie einerseits die Gold-Karte beim Bertelsmann-Club geschenkt bekommt und ihren katholischen Seelfrienden damit beruhigt, Kuchen zu backen alle Nase lang. Im Umkehrschluss bleibt aber ein kompletter Jahrgang Hauptschüler nach Klasse zehn mit dem Mangel an Kompetenz zurück in den letzten zwei Jahren ihrer Schullaufbahn dort keine richtigen Textinterpretationen gelernt zu haben. Aber wofür braucht man das denn?! A) Ist es Aufgabe der Lehrerin, den Schülern das zu erklären. Man kriegt Medienkompetenz vermittelt, Strukturen, Muster, Strategien, anhand derer man mediale Texte (geschriebene, wie welche in bewegten Bildern) auf ihre Inhalte hin zu analysieren weiß. Was bringt einem das? Ein bisschen mehr Weitblick. B) Ist es außerdem Aufgabe der Lehrerin, wenn sie selbst keinen Weg sieht, nicht die Nase in den 127ten Thriller zu stecken und den 128ten Kuchen zu backen, und Heile Welt vorzuspielen, sondern ihre Beine vom nicht mehr blauen Sofa zu schwingen, um sich selbst in Didaktik zu üben. Dafür nimmt man sich doch sonst heraus, studiert zu haben und was Besseres sein zu wollen. Also muss man der Verantwortung auch gerecht werden können. Bevor jemand meint, ich würde jemanden in die Schublade stecken… ich habe nur anonymerweise eine beinahe potenzielle Schwiegermama skizziert. 😉 Beinahe potenziell, weil die werte Tochter leider Gottes genauso werden wollten wie die Frau Mama und wir ideologisch damit überhaupt nicht zusammenpassten, noch dazu sie den Bogen mit ihrer Doppelmoral irgendwann überspannt hatte. Nähkästchen. Wo bitte ist ein Nähkästchen. Ach was… Büchse der Pandora. Her damit. Auf und… schnell wieder zu. 😉 Ja, ja, so ist das. Kreativer Impetus statt Überdruss.

    Alte Freunde wirst du, wenn du diese alten Freunde überredest, den Anbieter zu wechseln, demnächst auch anderswo wiederfinden können. Ich habe nämlich Gerüchte vernommen, dass sich ein Konkurrenz anschickt, StudiVZ den Gar aus zu machen. Wie das gehen soll? Mh… mit starken Argumenten, aus dem Portfolio der Open Source/Wikipedia-Ideologen. Leute eben, die nicht aufs schnelle Geld aus sind.

  142. Oli sagt:

    Wir hatten schon einiges dazu geschrieben und die Presse berichtete auch darüber — oben wurde uns noch erklärt, das diese Umstände — von denen du keine Ahnung zu haben scheinst — massiv in eben dieser Community diskutiert wurden. Scheint aber doch irgendwie nicht der Fall gewesen zu sein.

  143. Ach ja… von wegen Ausbeutermentalität bei der erwähnten Lehrerin. Ich fand, sie befriedigte mit ihrem Tun eben nur ihre Bedürfnisse, fand ich sehr egoistisch, und die anderen durften nach 10 Jahren schauen, mit welchen Kompetenzen sie auf das Arbeitsamt losgelassen wurden.

  144. manhatdieWahl sagt:

    Hm ok mag alles sein aber mir geht es nicht um die Uni irgendwo in St.Gallen und auch nicht um Dariani.
    Und was die Gründer für Charaktere haben ist mir auch Banane, nur ist es bei ihnen halt offensichtlicher weil wir nicht die Charaktere von den Chefs von gmx, amazon oder Schlund und Partner kennen. Die verstcken das nämlich oder haben ihre PR Berater.
    Die Gründer haben es nicht versteckt und bekommen nun dafür Haue. Hm..ihr seid ja wie die Personaler?
    Also ich finde es ok das ihr das ideologisch diskuttiert aber mir ist die Ersti Gruppe wo ich Infos über mein Studium bekomme und mich halt mit Leuten die ich mag vernetzen kann wichtiger.
    Und auch das ich viele Freunde wieder gefunden habe.
    Mir hat die Seite schon sehr viel gebracht und das will ich nicht missen.
    Vielleicht ist es für euch einfach nicht nachzuvollziehen weil ihr von der Seite keine Vorteile habt. Darum konzentriert ihr euch dann auf das Umfeld.
    Die Diskussionen in den Blogs usw habe ich verfolgt. Und die Option mein Profil auf Privat zu stellen schützt mich vor den bösen Personalern, um die ging es ja hier eigentlich :)

  145. @manhatdieWahl: Wenn du micht fragst: Freunde findet man nicht wieder, sondern Freunde verliert man nicht aus den Augen. That’s it. «Freundschaften» gab es schon zu Zeiten Aristoteles oder der Inkuisition.

    Freundschaften allerdings, sind für jeden was Anderes. Ich hatte in StudiVZ am Ende… mh… lass mich überlegen… um die 20, 30 Bekannte auf der Liste. Dadurch, dass ich jetzt nicht mehr im StudiVZ bin, hat mich das der ein oder anderen Person sogar noch näher gebracht, und bei allen anderen ist es im Endeffekt so gekommen, wie es auch gekommen wäre. Ich bin nicht der Typ, der sich Leute warmhält und gerade mal von ihnen Gebrauch macht, wenn irgendwas anliegt. Ich hab über das Vierteljahrhundert jetzt Leute kennen gelernt, sie wieder aus den Augen verloren, ich habe neue Leute kennen gelernt. Wenn das Studium vorbei ist, wird es so sein, wie wenn die Schule mal vorbei war. Erinnere dich, mit wie vielen Leuten von damals hast du noch Kontakt?! Schau, irgendwann steigt man ein in die Berufswelt. Oder eben nicht. Einerlei. Aber die Studienzeit geht irgendwann vorbei und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Leute leben sich auseinander, gedanklich wie geographisch. Es ist in der Tat so, dass das StudiVZ einen Dienst anbietet, aber ich wiederholen mich gerne. Zum einen gibt es demnächst ein Dämmern am Konkurrentenhorizont, zum anderen gab es bereits vorher etliche andere Anbieter von Social Networks. Ich weiß nicht, was für ein Typ du bist… welche… na ja, sagen wir… Schwerpunkt du in deinem Leben legst… Politik? Gesellschaft? Technik? Familie? Kochen? Freizeit? Filme? Musik? Es gibt für alles und jedes soziale Netzwerke. Demnächst sogar auch für Spieler von Online-Rollenspielen. Wie viel Zeit verbringst du mit den (wie viele Leute sind im StudiVZ als deine «Freunde» eingetragen?) Jungs und Mädels ausm StudiVZ im wirklichen Leben? Sitzt du mit vielen von denen auch in denselben Seminaren? Hörsälen? Was weißt du über die Leute? Gibt es darunter nicht einige, die vielleicht vorher schon deine Freunde waren, die du aus der Schulzeit kennst, die mit dir am selben Ort ein Studium begonnen haben? Qou vadis? Wenn du perspektivisch denkst, wirst du irgendwann nichts mehr von StudiVZ haben, außer das, was vorher schon da war. Das ist aber nicht das Verdienst von StudiVZ.

    Wenn Leute auf ein Mal Klassentreffen organisieren, weil sie vorher zu faul waren, dann ist das vielleicht ganz passabel. Aber wenn eh klar ist, dass von ehemals 86 Leuten sowieso nur die üblichen 15 Verdächtigen kommen, weil in der Jahrgangsstufe die Stimmung eh nicht so toll gewesen ist, dann wird eben auch das StudiVZ diesen Aspekt nicht verändern können. Man muss schon mit einem nicht ganz so realitätsfremdem Blick an die Sache herangehen. Ich hab durchaus auch einige Leute noch auf meiner Buddyliste in ICQ stehen. Was das StudiVZ anders macht ist, wenn du dort ein Mal «Freund» bist, kannst du dich nicht unsichtbar machen. Damit verklärt es aber nur etwas, dass man sehr schön mit «Aus den Augen, aus dem Sinn» zusammenfassen kann. Man kann Leute anrufen, ihnen schreiben, sie über viele Wege erreichen. Was ICQ angeht… es hält die Nachrichten «vor». D. h. man kann auch schreiben, wenn der andere nicht da ist. Aber das setzt voraus, man möchte etwas schreiben. Wenn man Leute 2 Jahre auf seiner Buddyliste hat und sie einem irgendwann nur noch halbgare Antworten geben, dann auch wieder irgendwann gar nicht mehr antworten. Ja… dann hat das seine Gründe, aber sie liegen nicht bei ICQ oder StudiVZ oder sonstwo.

    Die Qualität einer zwischenmenschlichen Beziehung wird durch andere Faktoren bestimmt als durch die medialen Eigenschaften von irgendwelchen Kommunikationsmedien. Wenn jemand mir zum Geburtstag, an Weihnachten und vielleicht im Neuen Jahr ein Mal auf die Pinnwand bei StudiVZ geschrieben hätte (wer bitteschön hat das schon getan?), der würde wahrscheinlich selbst nicht genau wissen, warum er das getan hat. Aus Höflichkeit?! Das sind Floskeln, mehr nicht. Vielleicht auch gutgemeinte Nettigkeiten. Aber das alleine bringt herzlich wenig. Freundschaften bedürfen Zeit und man sucht sich — ich sucher mir — meine Freunde recht gut aus. Ich kenne Leute, die haben 100 Freunde, ja. Aber ich weiß nicht, ob sie, wenn es hart auf hart kommt, überhaupt einen übrig behalten. Natürlich sollte man das nicht pauschalisieren. Aber die Realität bildet sich eben irgendwo dazwischen ab. Nur, ich kann’s noch Mal wiederholen. Was vor StudiVZ nicht war, oder was sich auch während der Zeit von StudiVZ entwickelt, das liegt nicht an den paar Mails (die man sich übrigens auch außerhalb StudiVZs schreiben könnte) oder Pinnwand-Notizen, die im Lauf der gemeinsamen Hochschulsemester sich ansammelten. Es gibt ganz tolle, erbärmlich Gruppen, so tolle Gruppen, dass die Diskussionen darin schon richtig langweilig werden. Es gibt weitaus aktivere Foren im Netz zu x-beliebigen Themen. Und wer mit Leuten über Musik quatschen will, der tut das viel eher woanders, Literatur… Politik… die einzig annehmbare Diskussion, die kam «quantitativ» im StudiVZ-Blog zustande und «qualitativ» immerhin über diese vier Stadien der Kodexgenerierung hinweg. Aber alles andere ist eher unterdurchschnittlich.

  146. manhatdieWahl sagt:

    Ok, ich gehe jetzt auf die generellen Überlegungen was jetzt Kontakt und Freundschaft usw ist nicht sein, dafür ist es etwas zu spät und darum geht es mir auch nicht :)
    Sicherlich, habe ich eher Leute wiedergefunden die ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr meine besten Freunde waren, wo ich mich jetzt aber freue sie wiederzufinden. Oder aber Leute wo ich damals einfach auch zu schüchtern war Kontakt weiter aufzubauen.
    Ich denke du machst einen Fehler Alexander. Du konzentrierst dich zu sehr auf die Macher, beißt dich da etwas fest, unterschätzt aber den «user generated content» der User.
    Wenn es mal Erwähnung findet dann nur irgendwelche Sex Gruppen aber das spiegelt die Realität z.B. von 300.000 Gruppen nicht wieder. Ich interessiere mich nicht für StudiVZ wegen den Gründern oder sonst nochwas sondern wegen den Usern. Weil es der Seite gelungen ist wie vermutlich noch nie einer Community Seite in Deutschland in der «Zielgruppe» einfach mal einzuschlagen. Das kann man bedauern, blöd finden, unverdient, aber es ist Fakt und das ist es was StudiVZ so einzigartig macht. Und ich, der ich gerade mit meinem Studium begonnen habe möchte mich auch am liebsten mit Studenten über Themen wie z.B.Musik austauschen oder auch über anderes und am liebsten auch mit Leuten von meiner Uni. Es gibt z.B. Gruppen die gebildet werden extra für Konzerte die in meiner Stadt stattfinden wo man eintritt, über die Band diskuttiert und dann z.B. zusammen ins Konzert geht. Oder es haben sich Gruppen für bestimmte Bezirke gebildet wo man sich auch austauscht wo es interessante Bars/Cafes usw gibt, wo man geboren ist und über die Veränderungen im Bezirk philosophiert. Und ich bin auch schon zu so einem Treffen gegangen und es war schön+es bringt die Leute zusammen. Ich kann mir dafür auch jeweils 20 singuläre Communities im Netz suchen wo ich mit Werbung vollgeballert werde, viel weniger Leute da sind und erst recht viel weniger Studenten.
    Und wozu sollte ich das tun wen ich das alles auch bei StudiVZ habe?
    Und hast du sonst schon eine Community im Netz gefunden wo sich wie z.B die Praktikanten bei Arte treffen und ihre Eindrücke austauschen und Neulingen Tips geben? Oder aber eine Gruppe speziell für mein Institut?
    Nur weil mir die Gründer nicht symphatisch sind oder ich generell Seiten vom Kapitalismus nicht ok finde soll ich auf diesen Mehrwert den ich vor StudiVZ nicht hatte jetzt verzichten?
    Also ich kann dein Urteil das es bei StudiVZ nicht wirklich z.B. qualitative Gruppen gibt echt nicht nachvollziehen, die gibt es auch für Themen wie du sie genannt hast und mir haben viele Gruppen schon weitergeholfen und alles andere ist eine unzulässige Pauschalisierung und es nervt mich das wenn dann nur irgendwelche Sex Gruppen erwähnt werden und das Wort Gruscheln benutzt wird um Studenten zu dieskreditieren die im StudiVZ sind (damit meine ich dich jetzt nicht persönlich) aber auch du gehst in diese «Alles nur Quantität, es gibt keinen sinnvollen Grund im StudiVZ zu sein» Richtung.
    Vielleicht ist das ja bei dir so aber sehr viele und zu denen gehöre ich haben andere Erfahrungen gemacht.

  147. Falk sagt:

    unterschätzt aber den ?user generated content? der User

    Wo generieren denn im StudiVZ die User Content, außer eventuell in den Foren? Also Informationsangebote, die von Vielen geschaffen werden, sehen imho etwas anders aus.

    Das kann man bedauern, blöd finden, unverdient, aber es ist Fakt und das ist es was StudiVZ so einzigartig macht.

    So einzigartig ist das gar nicht und im Vergleich gesehen mag die Größe für eine deutschsprachige Community recht gewaltig erscheinen, aber im generellen Vergleich ists durchaus nur ein Furz in der Landschaft, eben weil neben der Flirt-/Bagger-/Kontaktbörse, die später mit Werbung zugeballert wird, dort kein Mehrwert geboten wird. Klar kann man sowas mit der Werbung, die da gemacht wurde schnell nach oben schiessen. Aber der Absturz dürfte ähnlich schnell kommen, denn auch die Menschen, die jetzt diese Plattform eventuell noch nutzen, werden sich ändern. Vielleicht schafft mn es ja, eine Zeitlang noch die Erstsemester zu überreden, das man das braucht. Aber nochmal das wiederholen, was da letztes Jahr passiert ist? Da müsste ein Wunder geschehen.

    Aber vom Prinzip diskutierten wir bis eben ja eigentlich gar nicht diese Plattform. Der Artikel da oben (so wie ich den verstanden habe) versuchte lediglich ein Bild zu zeichnen davon, was einem passieren kann, wenn man sein Privatleben zu sehr im Netz zur Schau stellt. Das sich da grad die Studentenschaft als schönes Anschauungsobjekt eignet — die Gründe haben wir schon auch ein Stück weit erörtert.

    Und nein, ich mach sowas niemandem madig — aber ich hab eine Grundregel, die eventuell verstanden wird: «Tue im Netz nur das, was du draussen auf der Strasse auch tun würdest. Schreibe im Netz nur das, wozu du im realen Leben stehen kannst oder was du auf dem Marktplatz herausschreien würdest.»

    Das Netz vergisst nicht. Darum gehts und das es eben Menschen gibt, die das, was du tust oder sagst, auch schonmal gegen dich verwenden. Und an diese Infos mittlerweile eben reicht leicht kommen und keinen Privatdetektiv mehr brauchen. Den haben sie mit Google.

  148. @manhatdieWahl: «Nur weil mir die Gründer nicht symphatisch sind oder ich generell Seiten vom Kapitalismus nicht ok finde soll ich auf diesen Mehrwert den ich vor StudiVZ nicht hatte jetzt verzichten?» — Richtig.

    Nur weil Adolf ein paar schlimme Dinge macht, hätte man aus der NSDAP austreten sollen und den ganzen Quatsch nicht mitmachen? Wo doch die Mitgliedschaft bedeutet hat… man hat es warm, einen Job, es geht einem gut, man genießt Ansehen… herrlich, dieser «Zusatznutzen»… aber tja… na ja… es war ja der Adolf H. aus Ö. der die anderen da tot gemacht hat, oder der Kollege X, oder der Y… bloß weil ich Mitglied war, habe ich doch denen nicht gezeigt, dass ich das gut finde, was die da tun?! HALLOOOOOO!!!!! Ich find’ das echt spinnert. Natürlich geht es um die Besitzer oder wie sie sich verhalten. Wenn jemand möchte, dass sowas nicht passiert, braucht man die Leute nicht unterstützen. Am Ende sagt jeder, er hatte keine Wahl, und das ist gelogen.

  149. @man hat die Wahl: Also mich könnten, keine zehn Pferde dorthin zurück holen. Und wenn ich jeden Tag Geld dafür kriege, dort mitzumachen, ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, die Leute dort zu unterstützen. That’s it. Das ist der Grund, warum ich nicht dabei bin. Sicherheitslücken hin oder her… die gibt es überall, hat man bei WordPress gesehen und bei Windows, bei Linux, and so on. War halt dilettantisch, wie die Macher damit umgesprungen sind, deshalb haben sie dafür eins aufn Deckel gekriegt. Aber ich bin lange Jahre im Netz und man nenne mich einen Risikospieler. Weil ich weiß, alles was ich hier treibe kann mal gegen mich verwendet werden. Such is life. Ich habe meine Meinung und ich weiß, dass sie nicht alle teilen.

  150. manhatdieWahl sagt:

    Jo ich teile sie nicht und ich finde deinen Versuch die Nazis Keule mit völlig unzulässigen Hitler Vergleichen rauszuholen ziemlich daneben.
    Wenn du so einen StudiVZ Gründer Fetisch bekommen hast ohne sie jemals persönlich getroffen zu haben dann ist das natürlich deine Privatsache.
    Du sprichst von denen als wären sie Teufel und woran machst du das fest? Das Dariani 2 Videos ins Netz gestellt hat wo er Mädchen anspricht/nervt und weil ein Gruppengründer in eine Gruppe eingetreten ist wo ein Motz Blogger rumgeschrien hat das sie eine Sex Stalking Gruppe wäre? Ohne das du mit den 2 Mädels gesprochen hast die sich da abgemeldet haben?
    Und wegen sowas ziehst du jetzt Hitlervergleiche und erzählst das dich keine 10 Pferde mehr da rein bekommen?
    Oder kennst du sie doch persönlich und weisst das sie irgendwelche Straftaten begonnen haben, ihre Freundin misshandelt oder aber heimlich mit dem Erlös aus dem Verkauf die NPD unterstützen?
    Sorry, ich finde ja sehr vieles sehr reflektiert und tiefsinnig was du schreibst aber hier empfinde ich es so das du dich bei deiner Abneigung mit den StudiVZ Gründern total verrannt hast. Da sind dir die Relationen in großem Maße abhanden gekommen.

  151. @manhatdieWahl: Du hast auch kein bisschen Analogie betrieben, oder? Ich hab nie behauptet, Dariani hätte was mit Hitler am Hut, wobei ja die Sache mit dem völkischen Boten noch zu erwähnen bleibt. Aber das ist geschenkt, er hat’s als Humor abgetan. Die Gründer, 2 von 3 wollten mit in der Stalker-Gruppe sein. Ob man sie Stalker nennt oder nicht, ist nicht entscheidend. Wichtig fand ich, dass am Ende diejenigen von den 700 Mitgliedern noch als dumm dargestellt wurden, die das StudiVZ wegen ihnen verlassen haben. Das finde ich erbärmlich. Und deshalb unterstütze ich solche Leute nicht. Sie können sich dafür auch nicht entschuldigen, weil sie selbst nichts Schlimmes daran finden. Weil, der Stärkere gewinnt sowieso, warum also nach den Schwachen gucken?!

    Ich mag zudem kapitalistisches Denken nicht, und du offensichtlich schon. Du hast gesagt, mir ist doch egal was die treiben. Ich habe gesagt, wenn Dariani Adolf gewesen wäre, wärst du — NUR wegen dem Argument, was du gebracht hast (das kritisiere ich) — einer gewesen, der sich schön in ein NSDAP-«Mehrwert»-Nest gebettet hättest. Es gibt doch auch Leute aus der Uralt-Generation, die meinten, ja unter H. war doch nicht alles schlecht… Autobahnbau, Arbeitsplätze, etc… Du bist heute jemand, der sagt, unter D. ist doch nicht alles schlecht. Für mich gibt es in dem Fall aber keine Wahl. Will man auf Autobahnen fahren, die mit dem Blut anderern Leute bezahlt wurden?! Na ganz toll. Will man sich ernsthaft Leute unterstützen, die sich hinstellen und auf den Schwächeren eindreschen?!

    Zudem: Darianis Denken ist neoliberal. Ich mag Neoliberalismus nicht. Das ist mein freies Recht. Dieser ganze Kult ums Schnelle Geld, um den Leuten ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Es trägt nicht zum Gleichgewicht der Gesellschaft bei. Ich hoffe, du hast die Analogie mit Adolf H. aus Ö. jetzt verstanden.

  152. manhatdieWahl sagt:

    Ich hatte schon verstanden das du Dariani nicht mit Hitler gleichgesetzt hast und nehme 0 von meinem Post zurück.
    Und dein «wenn Dariani Adolf gewesen wäre hättest du wohl auch nichts gemacht» kannst du dir schenken. Es gibt ein Unterschied zwischen meiner Reaktion ob es mir egal ist wenn Dariani sich filmend mit Mädchen unterhält in der U-Bahn und wie ich reagieren würde wenn ein Diktator an die Macht kommt.
    Schon allein das du jetzt von älteren Generationen berichtest die erzählen wie toll die Autobahnen sind die unter Hitler gebaut wurden und das jetzt wieder mit meinem Verhaltensmuster gleichsetzt gegenüber StudiVZ zeigt das du die Relationen total verloren hast.
    Also das zeigen deine aufmerksamkeitserheischenden Nazi-Analogien.
    By the way: Welcher der Gruppengründer hat Leute als dumm dargestellt weil sie die Gruppe verlassen haben?
    Quelle?

  153. Chris sagt:

    @manhatdieWahl: Deine Relativierungen gehen mir hier völlig gegen den Strich. Wenn man das Geschehene so verharmlost, wie Du es tust, ist es hier bald vorbei mit der Gemütlichkeit?

    Alles klar?

  154. Oli sagt:

    Du bis nicht zufällig auch auf dem g:b beheimatet? Auch dort teilt man deine Phobie ob der allgegenwärtigen Nazen-Keule.
    Hübsch mit anzusehen, die Leute sehen immer diese Keulen, ohne überhaupt zu wissen von was sie da en detail fabulieren. Insofern wird schon die Arbeit des einen ad absurdum geführt, wenn der andere nicht fähig ist dessen Analogien überhaupt in irgendeiner Weise zu folgen.

    Mal ein allgemeiner Hinweis, wer nicht Willens ist sich zuvor selbst über die gesamte Materie zu informieren, der hat hier nichts verloren. Diese Art SPAM wird dann auch geflissentlich gelöscht, die Erklärbären für die Leute ohne jegliche Eigeninitiative spielen wir nicht.

  155. manhatdieWahl sagt:

    Edit by Chris:

    - Weitere dumme Relativierungen gelöscht -

  156. Chris sagt:

    Machs gut manhatdieWahl Hier nicht mehr Kleiner.

  157. 2 von 3 Gründern (1er partizipierte schon) der zweite bat um Aufnahme, waren Mitglied der Gruppe. Natürlich haben sie nicht explizit jemanden als dumm bezeichnet. Aber es gab einen Sturm der Entrüstung aus dieser «Stalker»-Gruppe in den unterschiedlichsten Kommentaren in Artikeln der Top-Blogs, die über das Thema berichteten oder z. B. der Readers Edition, vielleicht auch noch in Foren von Onlinemedien wie SpOn, Focus or whatever, die darüber schrieben. Letztere habe ich aber wenn dann nicht gelesen. Ich habe nicht ewig viele Ressourcen und deshalb habe ich nur die maßgeblichen Blogs und die Diskussionen darin verfolgt. Da war dann immer die Rede davon «die sollen sich mal nicht so haben»… Tschuldige, die Mädels, die dann gegangen sind, hat auch niemand gefragt, warum ihnen das so unangenehm ist/war?! Das hat den Einzelnen auch nicht zu interessieren, sondern man «RESPEKTIERT» es einfach. Ich sage deshalb, weil 2 von 3 Gründern dort mitmischen wollten/kurzfristig getan haben UND weil sie nachweislich nicht auf die Beschwerden einiger der verprellten Mädels reagiert haben, haben sie gezeigt, dass sie damit kein Problem haben, dass der Schwächere immer den Kürzeren zieht. Ich find’s egoistisch. That’s it.

    Wenn ein Ackermann, und wie sie alle heißen mit heißer Nadel agieren, eigene Gehälter raufsetzen, Tausende von Leuten raufsetzen, und du nicht verstehst, warum man gegen diese Dinge mit seiner Nicht-Mitgliedschaft bei einer Bank, beim StudiVZ, etc. etwas tun kann, dann kann ich dazu halt auch nicht mehr sagen. Der Analogieschluss lag vorhin auch nicht in den Dingen begründet, die dann passiert sind, sondern mehr in den Strukturen und dem Prinzip, was dahinter steht. Soweit abstrahieren sollte man können. Und weil es ums Prinzip geht, ist es eben nicht Apfel und Birnen.

  158. @Oli: Für die Dummen wie mich. *G* Was ist «g:b»?

  159. Chris sagt:

    @Alexander Trust: Guggst Du hier. :)

  160. Ah jetzt ja, eine Insel…

  161. Sammy sagt:

    Ich hab noch mal eine Frage. Sind die Blogs nicht das größte Social Network überhaupt?

  162. Oli sagt:

    Netzwerk schon, aber wohl eher Inselnetzwerke ohne sozialen Charakter. Wie man die Leute kennenlernt, wenn überhaupt und nicht nur profane Verlinkung, entscheinden imo recht konservative Gesichtpunkte nur auf ein neues(?) Medium verlagert.

  163. Blogs sind insofern vielleicht Social Networks, insofern sie über eine Blogroll verfügen. Aber man liest ja auch Hinz und Kunz im Web und kennt ihn noch bei weitem nicht. Ich hab kaum Leute aus meinem geographischen Dunstkreis übers die Blogosphäre kennen gelernt, so dass man sagen könnte, man läuft sich mal übern Weg.

    Ich glaube, es entscheiden dieselben Gesichtspunkte, die auch davor gültig waren. Also im real life. Und ich denke, es dauert seine Zeit, bis überhaupt der Schritt überlegt wird… jedenfalls für mich kann ich das so sagen. Spontane Jeck, die sowieso immer schon gerne spontane Treffen mit wildfremden Leuten gemocht haben, die werden jede Möglichkeit wahrnehmen, neue Leute kennen zu lernen. Man selbst, *G*, versucht eher mit seinen Ressourcen hauszuhalten.

  164. Christian sagt:

    Natürlich kann man überall nur das negative sehen und sicherlich gehört die Privatsphäre auch nicht wirklich auf den Bewerbungstisch, aber ich für meinen Teil sehe es so, wen soll die Wirtschaft denn sonst einstellen als die Studenten?
    Also ich finde es gut wenn die Jungs und Mädels sich so richtig austoben auf der Uni dann brauchen Sie das schon nichtmal mehr bei wichtigen Projekten nachholen :-)

    Die Studenten von heute, egal wie betrunken oder verschlafen Sie auch sein mögen sind die Zukunft, komme was da wolle. Die 68ér Generation hat es doch auch geschafft von freier Liebe und den Konsum anderer bewusstseinserweiternden Mitteln unser Wirtschaft aufzubauen also gehe ich mal davon aus das unserer Generation das auch locker hinbekommt, egal ob wir jetzt StudiVZ haben oder nicht.

    viele Grüße

    Christian

    P.S. Ganz nach dem Motto: «Wer mich nicht einstellt braucht auch nicht sehen wir gut ich arbeiten kann, wenn ich nüchtern bin *fg*»

  165. Oli sagt:

    Vielleicht kommt auch jemand mal auf den Gedanken und liest sich die obige Diskussion tatsächlich durch, mitunter klingelt es dann und man bemerkt abseits der eigenen S/W-Sicht eine durchaus differenzierte Haltung.
    Das man da zum einen das studentische Fallobst sieht, das da vor die Hunde gehen wird, und zum anderen den profanen Studi, der ab und an mal seien Spaß hat, jedoch insgesamt immer noch sein Hirn zu nutzen weiß.
    Das Klische von freier Liebe & Co bei den 68ern paßt übrigens nicht so gut und ist im heutigen Vergleich sogar völlig sinnfrei.
    Zum Gros paßt das Klischee auf den Hippie Zirkus in den USA, hier aber war das ganze auch mehr Links geprägt. D.h. die primäre Motivation (es gab auch Ausnahmen) war eine andere.
    Man spricht ja auch gerne von den heuchlerischen 68ern. Warum? Nun da waren einmal die von dir erwähnten, die sonst nichts mehr auf die Reihe bekamen, diese gingen vor die Hunde, und zum anderen jene die noch mitdachten und sich anpaßten. Diese dynamische Anpassung (Intelligenz, Logik, schlicht man wird erwachsen) ist heute weitaus mehr in den Hintergrund gerückt.
    Während da einige viele meinen sich in dem Alter noch die Hörner abstoßen zu müssen, haben andere schon Existenzen gegründet. Und man braucht Studis in der Wirtschaft? Ja vielleicht im Eckstüble :D, aber im richtigen Leben sind immer mehr Spezialisten gefragt, die auch etwas können.
    Unter den Großen in der Wirtschaft findet man sehr viele ohne Studium — letzteres ersetzt halt nicht tatsächliche Intelligenz und anwendbares Wissen.

  166. kossikater sagt:

    Der gläserne Mensch konstruiert sich selbst!

  167. Burso sagt:

    Danke für die nachdenklich stimmenden Hinweise…!

    So mancher im StudiVZ (und wohl auch anderswo im Internet) weiss gar nicht, was er alles von sich veröffentlicht beziehungsweise, was mit seinen Daten alles geschehen kann…
    … und wird.
    Grüße und mach weiter so!

  168. […] Hand, die man euch dort beibrachte, ganz einfach untern Tisch fallen lassen. Je nachdem, aus welcher Perspektive man es betrachtet, ist es quasi eine tickende […]

  169. […] der Blogosphäre zum Thema  StudiVZ und die Daten weiter, einige Gemüter sprechen gar vom Karrierekiller StudiVZ: Den Karrierekiller Google kennte jeder, doch gibt es auch den Karrierekiller StudiVZ, den […]

  170. Was jucken mich meine privaten Daten beim StudiVZ?…

    Diese Frage stellen sich wohl viele Nutzer des StudiVZ. Oder noch viel schlimmer, viele Nutzer stellen sie sich nicht. Wen interessiert schon, welche Hobbies Anna Mustermann hat, wieviel Bier sie trinkt oder auf wie vielen Fotos man sie kiffen sieht? N…

  171. […] noch mehr zum Karrierekiller StudiVZ lesen will, sollte mal bei fixmbr […]

  172. […] 4, 2007 in Media, Asides | Diese hatten uns erklärt, wie das StudiVZ einem auf dem Weg zur Karriere Steine in den Weg legen können. Dieser hier […]

  173. […] glaubt, nur unerfahrende Studenten wären so doof, schützenswerte persönliche Daten freiwillig an so wunderbare Plattformen wie StudiVZ, […]

  174. Tyler sagt:

    Unlängst war in einer deutschen Tageszeitung zu lesen, dass es bei einem Bewerbungsgespräch um den Posten in einer Firma einen für den Bewerber unangenehmen Zwischenfall folgender Art gab:
    Ihm wurden Information und Fotos bezüglich seiner Person vorgelegt welche ihn, sagen wir mal recht trinkfreudig darstellten.Auf die Frage hin, woher die Firma diese Daten habe wurde ihm gesagt, dass diese für jedermann, der über eine e-mail adresse verfügt einsehbar sind, nämlich im studi-vz.
    Denkt mal drüber nach…

    Spätestens seit dem Verkauf des Studi-VZ für 85 Millionen Euro an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ( quelle: focus ) ist es wohl nicht mehr zu verkennen:
    Hier geht es um knallhartes Buisness, um’s Geldmachen, um’s Abkassieren für eure Daten.
    Hier ist die Gelegenheit es öffentlich sichtbar für alle zu machen was hinter der pseudo wir-duzen-uns Masche des Unternehmens Studi-Vz steckt.
    Keep your eyes open.

    Gruppe: «Die Wahrheit über das Studi-vz«
    http://www.studivz.net/gr.….459524ae

    Gruß

  175. […] Auch egal, man kanns global aufs Netz stempeln und es stimmt, stimmt und stimmt. Wen würde es auch wundern, der noch all seine fünf Sinne beisammen hat? […]

  176. Pascal sagt:

    Endlich mal ein kritischer, schöner Bericht über das StudVZ. Ich weiß schon, warum ich mich bisher dagegen wehre, dieser Geldmaschine beizutreten. Auf der anderen Seite macht das Verzeichnis natürlich den Personalchefs dieser Welt einiges leichter. Bewerber können privater als bei irgend einem Bewerbungsgespräch durchleuchtet werden. Das dort nur mehr die negativen Seiten auffallen, also die Seiten die Spass machen, halte ich nur für logisch.

    Also liebe Welt, vergnügt Ihr euch mal weiter StudiVZ! :)

  177. Verena sagt:

    Ich besitze auch ein Profil bei studivz und stelle mich so dar wie ich bin. Nämlich 20 und da ist es normal noch öfter auf parties zu gehen und es ab und zu mal krachen zu lassen, zu flirten, ect.
    Dies müsste jeder Personalmitarbeiter, der selber Kinder in diesem Alter hat nachvollziehen können. Ausserdem ist es im 21. Jahrhundert normal offen über Sexualität zu sprechen, zumindest privat. Des Weiteren sollte man (solange es nicht um Straftaten o.ä. geht) Privates immer noch vom Beruflichen trennen und auch ein Personalleiter sollte hierzu in der Lage sein.
    Wenn ein Angestellter seine Arbeit gut macht, gute Noten vorweisen kann und auch gute Arbeitszeugnisse sollte das mehr wert sein, als meist nicht ernstgemeinte Gruppenzugehörigkeiten in irgendwelchen communities. Ausserdem frage ich mich ernsthaft ob es gesetzlich überhaupt erlaubt ist, diese Recherchen anzustellen und als Einstellungsgrund zu verwenden. Letztendlich sollten sich im StudiVZ nur Studenten einloggen und Personalleiter sollten eher durch intensive Einstellungsgespräche, Menschenkenntnis, Qualifikationen usw. ihre Leute einstellen. Alles andere ist lächerlich.

  178. Verena sagt:

    und zu der katze im sack: die sitzen schon in den betrieben. oder wisst ihr in welchen ominösen communities oder clubs euer chef/kollege ist? macht er seine arbeit deswegen schlechter ? nein! ich bin duale studentin und habe zwei leben: arbeit und studium, ich genieße vorzüge und erlebe stress. solange ich jedoch montag bis freitag 100% gebe und die noten stimmen interessiert es niemanden, was ich am wochenende mache.
    ausserdem: internet als infoportal gut und schön, aber die qualität von informationen bewerten zu können ist das andere

  179. Chris sagt:

    Gebe meiner Vorrednerin recht und kann nur sagen du sprichst mir aus der Seele Verena, scheiss drauf ob sich über Studivz jemand über mich informiert, ich entscheide ja auch noch darüber ob ich dann in die Firma will und wenn mir ein Personalleiter so kommt gehe ich halt in eine andere Firma denn ich weiss das ich es drauf habe und muss es nicht jedem beweisen.
    Wer meine Arbeitskraft will kann und wird Sie für gutes Geld bekommen keine Thema und was ich dann mit dem Geld mache am Wochenende etc. kann demjenigen doch egal sein solange ich meine Leistung bringe.

    @Verena:
    melde dich doch mal über studivz :-)

    christian lemke

  180. Chris sagt:

    Manchmal wünschte ich mir so naiv zu sein, so abseits des realen Lebens zu stehen — muss ein verdammt freies Leben sein, nicht denken zu können, wollen…

  181. Oliver sagt:

    >muss ein verdammt freies Leben sein

    Hach da muß ich dir was erzählen, also ich war da vorhin draußen so knapp 2h, lief da in den Wiesen umher, setze mich hin und schaute den Hummeln bei ihrem Werk zu *g*
    Das hat schon was und als ich daheim ankam blätterte ich sofort im Kosmos Naturfüher, um da mehr über die kugeligen Brummer zu erfahren 😀

    Aber so ganz ohne Denken gehts dann wohl doch nicht, aber ich betrachte es auch als Freiheit Denken zu dürfen und es darüber hinaus gar zu können 😀

  182. Falk sagt:

    Seit nur Arbeit angeblich frei macht, wird eigenständiges Denken nicht mehr mit Freiheit assoziiert.

  183. Chris sagt:

    seit wann sind wir denn auf der der ich darf denken Schiene? dachte es geht immernoch um Studivz oder?

    Kennt jemand von euch DALE CARNEGIE? Wenn nicht googelt mal und lest mal ein paar Sachen von Ihm…

    Denken bringt nix wenn man nicht auch handelt!

  184. Falk sagt:

    Dürfen? Wer verbietet denn das Denken, um es als etwas anzusehen, was man lediglich darf? Sorry, aber um zu denken, bevor ich etwas Tue, bedarfs meiner Meinung nach keiner schlauen Bücher. Man kann sich auch mit theoretischen Wissen vollstopfen und weiss dann, wie toll die Welt funktioniert, aber wehe ein Problem taucht auf, was in keinem dieser schlauen Büchlein beschrieben war. Dann geht das Denken erst richtig los…

  185. Chris sagt:

    ja und jetzt? Sind wir bzw. seid Ihr jetzt mit dem Thema studivz weitergekommen oder nur vom abgeschweift?

    @Falk: wer Dale Carnegie kennt weiss das er jemand rät lieber zu handeln und nicht zuviel über manche Sachen nachzudenken. Ich bin auch kein Theoretiker…

    gruß

  186. Falk sagt:

    Abgeschweift, aber passend. Denn ich hab mir schon ab und an darüber Gedanken gemacht, was es mit der «Generation Selbstdarsteller» auf sich hat. Welche einen Großteil ihres Privatlebens für das letzte Fünkchen Spass aufs Spiel setzen. Und da taugt dieses Beispiel hierzulande doch gut.

    Es ist vielen Menschen eben nicht egal, wenn er sich einen «Seelenstriptease» eines Anderen reinzieht. Denn egal, was man glaubt oder nicht, es hat Einfluss auf das Gesamtbild einer Person. Und einem Chef ist es dann eben nicht mehr egal, was du am Wochenende tust, wenn du es der halben Weltöffentlichkeit zur Verfügung stellst. Aber so wie wir unseren Eltern kein Wort geglaubt haben, wird man uns alten Säcken eben auch keinen Glauben schenken. Nur fang ich auch nicht an mit Kuscheln, nur weil der Jugend heutzutage mehr danach ist.

  187. Chris sagt:

    Das Problem was ich sehe das die Menschen keine Verantwortung übernehmen wollen für das was Sie tun, wenn mich jemand mit einer Freizeitaktivität konfrontiert, dann stehe ich dazu. Ich weiss in jeden Moment was ich tue und was nicht, über Konsequenzen mache ich mir keine Gedanken da ich ja hier und jetzt lebe und nicht in der Zukunft oder der Vergangenheit.

    Ausserdem denke ich das zuviele immernoch einen sicheren Job suchen um dann in der 08–15 Gesellschaft unterzugehen.

    Sagt dir/euch Reinhard K. Sprenger was? Prinzip der Selbstverantwortung? Finde ich ein gutes Buch für all die verweichlichten mitschwimmenden Studivz´ler 😛

    Ich bin mit Sicherheit kein Selbstdarsteller aber ich weiss was ich will und das ich es auch schaffen werde ohne mich groß von Anderen und deren Meinung abhängig zu machen.

    Aber wahrscheinlich denkt man mit 26 schon etwas anders und ist schon alt :-)

    gruß

  188. Oliver sagt:

    @chris#2,

    Dale Carnegie — und auch dort verhallt die Kritik nicht und ich kenne auch Leute die mit geradezu sektierenden «Gurus» diesbezüglich in den USA zu tun hatten und davon loskommen mußten. Diese Art der «Qualitätskontrolle» des Lebens, es wird alles gut, dieses Lebenserfolgskonzept ist dort groß in Mode und reicht sehr lange zurück. Theorien gibts dazu aus den Staaten en masse und ebenso viele Anhänger die diese vehement verteidigen.
    Teils gehen diese Theorien in ein Extrem, wie jenes bei Hubbard, letztendlich stell ich sie alle auf eine gleiche Stufe. Kurzum, wenn du keine eigenen Argumente hast, verschone uns mit diesem «Glücklichkeitsguru».

    Okay jetzt ists wohl sehr offtopic, aber das ist auch nur mein Einwurf dazu und dabei bleibts auch.
    Will ich Erleuchtung schließe ich mich dem Buddhismus an, der kommt ohne Nebenwirkungen daher.

  189. Chris sagt:

    Chris, Deine Dummlaberei geht mir auf den Wecker — begreife erstmal das Leben, so richtig real, bevor Du hier altklug, theoretisch Bücher empfehlen kannst.

    Also, Aufgabe für Dich: Diesen Artikel mit all seinen Verlinkungen lesen, alle Kommentare, dann suchst Du hier noch nach StudiVZ und liest den Rest, was da so alles passiert ist, und dann kannst Dich wieder melden.

    Das wird bestimmt 1, 2 Wochen dauern, bis dahin ist für Dich hier Feierabend.

  190. Verena sagt:

    was heisst hier verweichlichte studivzler ? 26 ist übrigens auch nicht die welt da ist so manch einer noch nicht mal mit seinem studium fertig, also bitte nicht so die nase hoch. únd überhaupt wäre etwas mehr sachlickeit hier angebracht und dieses philosphische geschwafel bringt uns auch nicht weiter.
    ausserdem stellt man sich nicht der halben weltöffentlichkeit dar, sondern den studenten, deswegen ja auch studivz und nich wirtschaftsvz o.ä. ich finde es eine gute sache, mit alten bekannten wieder kontakt aufnehmen zu können und leute die man vielleicht schon absolut aus den augen verloren hat wiederzusehen, zusätzlich noch zu erfahren, was sie so treiben, mein gott wo is denn da das problem.
    mir tun nur die angestellten leid, welche von personalchefs dazu verdonnert werden zukünftige angestellte im studivz zu beschatten. ich stell mir diesen job nicht gerade angenehm vor und wenn die personalabteilungen dieser welt nichts anderes mehr zu tun haben is das ganz schön schwach. jedem bleibt doch die entscheidung ins studivz zu gehen selbst überlassen, wer nicht will, bitte.…ich hab ne menge spass damit.

  191. Grainger sagt:

    Der Aufwand für ein bißchen Online-Recherche hält sich für die Personalabteilungen dieser Welt in engen Grenzen.

    Da arbeiten nicht nur Dummbeutel, sondern auch Leute die schon wissen wo sie was zu suchen haben (wenn sie es denn überhaupt finden wollen).

    Letztendlich muss jeder selbst wissen und entscheiden, wieviel er von sich und seiner Person öffentlich zugänglich machen will.

    Aber man sollte sich halt schon darüber im Klaren sein dass das, was man ins (virtuelle) Schaufenster legt auch von jedem angesehen werden können.

  192. Falk sagt:

    ich hab ne menge spass damit

    Um mehr gehts auch nicht oder? Würde meine Meinung eigentlich bekräftigen, aber ich schrieb oben schon, du wirst mir (uns) erst ein Wort glauben, wenn du mal mit der Nase im Dreck gelegen hast. Ich wünsch niemandem diese Erfahrung, aber es schadet durchaus auch einer 20jährigen nicht, ihr Denken mal selbstkritisch zu beleuchten (und btw., dass ich 20 war, ist 15 Jahre her — also komm mir nicht mit dem Alter jetzt, dieses Argument ist eh Bullshit)

  193. Verena sagt:

    oh ich denke sehr selbstkritisch und habe nachdem ich die kommentare hier gelesen hab, erstmal auf meiner eigenen seite geschaut, ob da jetzt irgendwas verwerfliches draufsteht. ich kann meine seite mit gutem gewissen so lassen wie sie ist. und das mit der nase im dreck…naja.…kann man so oder so sehen, ich muss ehrlich sagen, dass ich niemals bei einer firma arbeiten wollen würde, welche dir erstmal ein paar interenetseiten über dich auf den tisch knallt bevor sie überhaupt ein gespräch beginnen. natürlixh kann man durch schlechte erfahrungen lernen, klar. aber wenn eine personalabteilung mir mit studivzseiten kommt, wäre es dasselbe, wenn ich eine diplomarbeit komplett mit wikipedia belegen würde. qualitativ schlechte information. es geht ja nicht darum, dass nur dummbeutel in personalabteilungen sitzen, gott bewahre, es ist ja auch in ordnung über zukünftige mitarbeiter ein wenig privates zu wissen, das macht den AN doch erst menschlicher. wie gesagt, wir sprechen hier von einer plattform von studenten, die sich selbst eben manchmal nicht so ernst nehmen.

  194. Falk sagt:

    Zwischen «sich nicht allzu ernst nehmen» und «nicht nachdenken» liegen aber Sonnensysteme. Und ich glaub auch kaum, dass die irgendwer dein Profil auf den Tisch knallt und mit Sicherheit gibts auch noch genügend Stellen, bei denen es darauf auch gar nicht ankommt. Für diese studiert man aber nicht. Und selbst im kleinen Rahmen meiner Projekte schau ich durchaus, ob und was man zu einer Person mit wenigen Mausklicks findet. Daran ist nichts verwerfliches, aber es sensibilisiert dahingehend, dass Privatleben dort stattfinden sollte, wo es hingehört. Und nur da.

  195. Verena sagt:

    mit dem letzten satz muss ich dir absolut recht geben.

  196. […] Und auch noch stolz drauf, dadurch jetzt zu stinken: “…es sensibilisiert dahingehend, dass Privatleben dort stattfinden sollte, wo es … […]

  197. […] tiefe Einblicke in ihr Privatleben gewähren. Da nickt man doch zustimmend wenn man andernorts vom Karrierekiller StudiVZ liest und denkt an Partyfotos, die die Abgebildeten nicht von ihrer besten Seite zeigen oder Fotos, […]

  198. […] tiefe Einblicke in ihr Privatleben gewähren. Da nickt man doch zustimmend wenn man andernorts vom Karrierekiller StudiVZ liest und denkt an Partyfotos, die die Abgebildeten nicht von ihrer besten Seite zeigen oder Fotos, […]

  199. S BY sagt:

    Ich arbeite bei einem mittelständischen Automobilzulieferbetrieb in Bayern. Da es unter anderem zu meinen Aufgaben gehört, eine Bewerbervorauswahl für die Geschäftsführung zu treffen, bin ich auf möglichst detaillierte Informationen zu den Bewerbern angewiesen. Was «Hard Skills» betrifft, ist das relativ einfach. Bei den «Soft Skills» ist das schon etwas haariger. Diverse SocialNetworking-Plattformen sind mir da eine gute Hilfe, allen voran natürlich die oben angesprochene.
    Wenn ich z.B. auf eine Abso-Stelle Maschinenbau 122 Bewerbungen bekomme, mache ich erstmal eine Vorauswahl aufgrund der Noten (auch Schulzeugnisse) und der Form der Bewerbung. Alles, was schonmal einen 4er in einem wichtigen Fach hatte, fliegt hier raus. Ebenso Bewerbungen mit augenfälliger Rechtschreibschwäche etc. Das wären dann ca. zwei Drittel. Von dem Rest betrachte ich die Praktika-Zeugnisse, evtl. Arbeitszeugnisse. So sortiere ich davon noch einmal die Hälfte aus. Am Schluss bleiben ca. 20 übrig. Jetzt schaue ich mir die entsprechenden StudiVZ-Profile und (wenn ich mir nicht sicher bin), noch Stichproben aus den Freunden an (meist auch sehr aussagekräftig).Dabei achte ich möglichst gut darauf, keinen Namensvetter oder Fake-Profil zu erwischen. Da ich selbst noch relativ jung bin, traue ich mir zu, aus den Bildern und den Gruppenzugehörigkeiten angemessene Schlussfolgerungen zu ziehen, um am Schluss 5 Leute zum Gespräch einladen zu können.
    Ich finde es durchaus nicht verwerflich, solche Quellen zu nutzen, denn:
    1. Die Leute sind erwachsen und veröffentlichen ihre Profile freiwillig. Ihnen ist auch klar, dass sie (durch die Freundschaftsfunktion) mit anderen Profilen assoziiert werden, auf deren veröffentlichte Informationen sie keinen Einfluss haben.
    2. Ich stehe für die von mir getroffene Auswahl bis zu einem gewissen Punkt gerade und muss daher alle (legalen) Möglichkeiten nutzen, um zu einer optimalen Entscheidung zu kommen.
    3. Wer Gruppen angehört wie «Meine Schlafenszeiten kollidieren mit meinen Vorlesungszeiten», oder «Ich glühe härter vor, als du feierst», der ist eben noch nicht reif für das Berufsleben. Jedenfalls nicht bei uns.
    Wir werden uns auch sicher keinen BWLer aus einer «Poker — alles oder nichts»-Gruppe oder einen Werksarzt aus «Fummeln ist besser als gar kein Sex.
    Vor 3 Wochen habe ich ein Recruiting-Seminar in München besucht. Die Leute, mit denen ich mich dort unterhalten habe, nutzen fast alle zumindest Google, aber auch teilweise Social-Networking-Plattformen.
    Interessant war das Statement eines Kollegens aus der öffentlichen Verwaltung: «Es ist fahrlässig, sich nicht umfassend über die Bewerber zu informieren und dann festzustellen, dass man sich ein Kuckucksei ins Nest gelegt hat, das z.B. notorisch blaumacht.»

    Deswegen verstehe ich die Aufregung hier nicht ganz. Wem nicht passt, dass seine Daten z.B. auch für eine Bewerberauswahl verwendet werden, der muss sie ja nicht im Internet veröffentlichen. Ein fehlendes StudiVZ-Profil oder keine Ergebnisse bei der Google-Namens-Suche wird ja keinem negativ ausgelegt.

  200. Oliver sagt:

    >Deswegen verstehe ich die Aufregung hier nicht ganz. Wem nicht passt, dass seine Daten z.B. auch für eine Bewerberauswahl verwendet werden, der muss sie ja nicht im Internet veröffentlichen.

    Verständnisproblem doch schon selbst gelöst, denn sie wissen nicht was sie tun. Kaum einer wird die obige Aussage glauben — die sogn. «Aufregung» ist im Prinzip eine Feststellung. In Firmenkreisen scheint man ebenso wenig zu wissen was da in den Köpfen zukünftiger Mitarbeiter tatsächlich vorgeht, wie vice versa in Kreisen der Studierenden bzw. der sonstigen Bevölkerung in puncto zukünftigem Arbeitgeber.

    Die Problematik darin liegt vielleicht, das Entscheider als auch Bewerber mit einer dem Ego entsprechenden Erwartungshaltung aufeinander zugehen, keineswegs aber die Realität beachten. Offenbar wird einem diese Tatsache an vielen Stellen, nicht nur hier.

  201. Dieter sagt:

    lol… schonmal an die einfachste variante gedacht? wenn ich nicht mehr studiere, lösche (oder ändere) ich ganz einfach mein profil!

    ich bin schon öfters auf diversen websites registriert gewesen. und genauso oft hab ich diese profile wieder gelöscht.

    wenn ich mein studium beendet habe, gibts nur noch mein xing profil und das ist alles andere als mit partypics und lieblingscocktails gespickt! 😉

  202. Chris sagt:

    Dieter, Du bist schon ein ganz Schlauer, hast sicherlich auch die Diskussion hier gelesen.

    Ich bin echt beeindruckt. Während der Probezeit hat sich das eh mit Deinem Job erledigt… Omfg…

  203. Oliver sagt:

    >und genauso oft hab ich diese profile wieder gelöscht.

    Glaubst du, steht dort und wieso oft wissen viele das dem eben nicht so ist. Aber was solls, wo kämen wir denn hin, würde die Menschheit nicht mehr einander vertrauen? 😀

  204. Dieter sagt:

    @chris: ich hab den artikel gelesen und mich über die zahlreichen (bestürzten) kommentare gewundert. versteh nicht ganz deinen sarkasmus, oder bist du leicht aufgrund eines profils schonmal nicht angestellt worden?!? bigbrother phobien? klär mich auf… lol!

    andere frage: welche (seriöse) firma macht sich die mühe, so ein mehr oder weniger bekanntes portal nach seinen bewerbern zu durchforsten? geh bitte… hört’s auf. ein paar monate vor studienende schreibt man den blödsinn halt bissl um, fertig.

  205. Chris sagt:

    Für Dieter ist jetzt hier Feierabend. Wer diesen Satz schreibt:

    welche (seriöse) firma macht sich die mühe, so ein mehr oder weniger bekanntes portal nach seinen bewerbern zu durchforsten?

    Der zeigt seine ganz Respektlosigkeit — der Text oben inkl. seiner Kommentare wurde nicht gelesen. Hier geht es nur ums Stänkern und Relativieren.

  206. Dieter sagt:

    @chris: ich WEISS, dass schon erklärt wurde, wie einfach es doch ist, über leute infos via plattformen und netzwerken a la studiVZ zu erlangen. trotzdem sehe ich keinen realen zusammenhang mit einem bewerbungsgespräch, v.a. weil diese infos von jedem x-beliebigen ins netz gestellt werden könnten.

    du bist kein österreicher, oder? nein, das gibt’s nicht! bei «uns» wird fast jedes geschäft, egal wie gross die firma ist, bei einem saufgelage gefeiert. da würd’s jedem am arsch vorbei gehen, welche (alk)fotos irgendwo kursieren.

    aber selbst wenn, mich betrifft’s nicht. solche fotos gibts von mir nicht.

  207. Andreas sagt:

    Dieter, ob du es glaubst oder nicht: Es gibt Branchen und Leute, für die bedeuten soclhe Fotos ein wirkliches Problem.

    «andere frage: welche (seriöse) firma macht sich die mühe, so ein mehr oder weniger bekanntes portal nach seinen bewerbern zu durchforsten?«
    Es gibt sogar Firmen, die diese Dienste für Personaler von Konzernen anbieten. Nur so zur Info. Und es interessiert die einen Scheißdreck, ob du nun wirklich unseriös bist, oder nicht. Es reicht, das du es sein KÖNNTEST, der nächste Bewerber steht ja schon vor der Tür.

    Zudem: Du hast keinen Einfluss darauf, auf was für Bildern du überall verlinkt bist. Da hilft auch ein einfache Profillöschen nicht. Und was wer wann abspeichert kannst du auch nicht kontrollieren… und wehe die richtigen INformationen in Feindes Hand (und auch letztere kann man sich nicht aussuchen. Man macht sich oft unbemerkt Feinde, die einem dann irgendwann in den Rücken fallen).

    Ich glaube dir sogar, dass es dir evtl. keine Probleme macht. Anderen *kann* es aber massiv Probleme machen.

    Aber was bringt es… wenn du es jetzt noch nicht eingesehen hast, taugen meine Zeilen auch nicht mehr dazu.

  208. David sagt:

    Warum erstellt jemand ein für jeden einsehbares Profil auf einer solchen Seite?
    Reiner Exhibitionismus! Die Lust, andere Menschen mit ähnlichen Neigungen / Hobbys / Interessen zu finden und um Spaß in welcher Hinsicht auch immer zu haben.
    Ich selbst arbeite als Führungskraft und stelle auch ständig Leute ein. Es liegt mir verdammt fern, auf irgendwelchen Seiten wie studivz, poppen.de, ab18.de oder wo auch immer nach den Bewerbern zu suchen! Sollte ich jedoch jemanden aus reinem Zufall finden: ja und? Es ist sein Privatleben! Es hat mich als Arbeitgeber nicht zu interessieren, ws er da treibt. Obwohl ich auch fast sagen muss: wenn ich diese Partybilder sehe, dann ist es für mich eher ein Zeichen, dass er:
    1. kein Fachidiot ist
    2. neben dem Job auch ein LEBEN führt
    3. neuen / fremden Menschen gegenüber aufgeschlossen ist bzw. eine Gabe für Kommunikation hat
    Die einzige Konsequenz wäre für mich, die Seite an seinem Rechner sperren zu lassen! 😉
    WEas mich enorm ärgert ist, dass sich hier darüber aufgeregt wird, dass Bewerber in Gruppen wie «Ich glühe härter vor, als du feierst» oder «Fummeln ist besser als gar kein Sex» verurteilt werden. Warum? Wie oberflächlich ist das denn bitte?!?!?
    Was sagt das denn bitte schon über «Reife» aus?
    Beiträge gelesen? Nachgefragt, wann das Profil erstellt wurde? … ? Wahrscheinlich nicht!

    Bhooaaa! Wer auf solchen Seiten nach den Profilen von potentiellen Bewerbern sucht und ihn dafür verurteilt hat vielleicht selber ein Problem: ist verklemmt, unzufrieden und einfach nur neidisch, dass andere Menschen ein spannenderes Leben haben. Kuckuckseier können dann genau diese Leute sein!

  209. Chris sagt:

    Omfg — geh stricken Kleener, da haste mehr Ahnung von, als von dem Blödsinn, den Du hier ablässt. Diskussion gelesen? Nein? Hab ich mir gedacht — also, wenn Du hier nochmal Deinen Schwachsinn absondern willst, vorher lesen. Ist nämlich schon alles diskutiert worden. Danke. :)

  210. Oliver sagt:

    Getarnte Erstsemester die sich ihre Sporen auf der initialen Frischfleisch-Party verdienten sind immer nett und auch das Klientel von diesem thematisierten Dingens hier. 😀

  211. jo sagt:

    wirklich interessanter beitrag — den merk ich mir mal!!! danke.

  212. […] ich glaube, ich hätte — ganz ehrlich *lieb guggt* — nicht gewusst, woher die Zeilen stammen. Ja wirklich, sie stammen nur aus dem Artikel, der hier Tag für Tag am meisten gelesen wird. Egel, zu welcher Zeit ich das Blog selbst besuche, der Artikel findet immer irgendwelche Leser. […]

  213. […] kann das einfach nicht mehr gut gehen. Sehr interessant und äußerst informativ fand ich einen Eintrag bei fixmbr. Als konservativer Personaler werden eingegangene Bewerbungen im StudiVZ überprüft. Insgesamt 8 […]

  214. […] muss nicht jedem vermeintlichen Trend hinterherlaufen. Schon gar nicht, wenn man später was Vernünftiges machen will. Und dass die Entscheider heutzutage auch mal googeln, davon kann René ein Lied […]

  215. Was RFID dem Verbraucher bringt — eine Antwort…

    Das RFID-Weblog fragt, was RFID dem Verbraucher bringt.
    RFID ist eine tolle Sache und bietet wahnsinnig viele Möglichkeiten aber wie Feuer oder Atomkraft kann die neue Technik so oder so eingesetzt werden.

  216. […] Freizeitaktivitäten ? alles wird gesammelt und ausgewertet. Und Netzwerke wie Xing oder StudiVZ sind wahre Fundgruben. 69 Prozent der Personalprofis nutzen das Medium dazu immer häufiger, […]

  217. Anne sagt:

    Aber wo ist denn da das Problem? Wer nicht gesehen werden möchte, kann doch einfach die Einstellung «anonym» wählen. Ich nehme mal nicht an, dass sich Personalchefs in solche Programme hereinhacken und Infos unrechtmäßig bekommen. :)

  218. Chris sagt:

    Danke Anne für die Bestätigung JEDES Vorurteils, welches man über die heutigen Studenten haben kann.

    Omfg…

  219. Oliver sagt:

    >Wer nicht gesehen werden möchte, kann doch einfach die Einstellung «anonym» wählen.

    Nebeher führt man den eigentlichen Sinn und Zweck dieser «Community» auch noch ad absurdum — yeah 😀

  220. RoterRechner sagt:

    Ist eine interessante Diskussion hier.

    Ich bin Abiturient und habe keinen studivz Account.
    Allerdings habe ich mich mal unter einem Fake eingetragen und muss sagen, dass ich es erschreckend finde, dass ich 15Fotos von mir (4 ohne andere Personen) gefunden habe.

    Ich denke, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt keinen Account eröffnen werde.
    Warum?
    Ich denke, dass es unmöglich ist Informationen über mich zu kontorllieren, allein, wenn ich nicht registriert bin.
    Andererseits ist das studivz eine gute Möglichkeit seinen Namen unter die Leute zu bringen.
    Früher hatte man Visitenkarten heute ists dass www.
    Man schaue sich z.B. einen Arnold Schwarzenegger an. Sein Erfolg beruht sicherlich auch darauf, dass er sich einen Namen gemacht hat und sich (seinen Körper) skrupellos vermarktet hat.
    Gerade für Künstler und Musiker, die darauf angewiesen sind lauter zu sein, als alle anderen sind die Möglichkeiten der Selbstdarstellung im Netz sicher ein große Chance.

    Andere Sache:
    Hier wird gerne der Moralische rausgehängt. aber mMn ist es schon ok, wenn Personaler nach Bewerbern im googlen oder supersuchen.
    Wie schon vorher festgestellt sind studivzer erwachsen sollten sich über die Konsequenzen ihrer bilder oder Sprüche im klaren sein.
    Das Netz ist wie ein Vorstellungsgespräch und da erscheint man schließlich auch nicht mit nem Eimer Sangria.

    DRR

  221. Oliver sagt:

    >Wie schon vorher festgestellt sind studivzer erwachsen

    In der Antike z.B. mußte man mehr aufweisen als den biologischen Trigger, «nu bin ich 18″, und das war auch gut so.

  222. RoterRechner sagt:

    «In der Antike z.B. mußte man mehr aufweisen als den biologischen Trigger, “nu bin ich 18?, und das war auch gut so.»

    Dein Vorschlag wäre? Die leute mit 16 nackt im Wald aussetzen und nach 4 Wochen den Rest einsammeln?

    Natürlich kann man die Reife eines Menschen nicht am Alter festmachen, aber es ist nunmal der beste Parameter, den wir haben.
    Bis zu diesem Alter sollte alerdings von Eltern und Schule ein gewisses Maß an Medienkompetenz vermittelt worden sein.
    Jeder Haushalt, den ich kenne verfügt über mindestens einen PC (manchmal sogar nur aus PC, Matratze und Kühlschrank)
    In unseren Schulen hingegen gibt es aber einfach zu wenig PC’s und fachkundiges Personal.
    Lehrer, die vor Paint in Ehrfurcht, als fortschritlichste Errungenschaft unserer Zivilisation auf die Knie gehen sollten sich mit der Materie auseinandersetzen –müssen.
    Allerdings wird mit diesen Leuten einfach weitergearbeitet, weil ja in ein paar Jahren frische Lehrer kommen.

    DRR

  223. Oliver sagt:

    >Dein Vorschlag wäre? Die leute mit 16 nackt im Wald aussetzen und nach 4 Wochen den Rest einsammeln?

    Magst eine Diskussion auf diesem infantilen Niveau, indem du mir ein schwarz-weiß Antwort präsentierst? Sorry, aber ein Antwort habe ich für dich *denken lernen*, gilt allgemein für jeden Bereich.

    In der Antike konnte man das zumindest.

  224. RoterRechner sagt:

    Damals war doch alles besser. Und ja, ich mag das Kind in mir 😉

    DRR

  225. Oliver sagt:

    Ja wie du meinst, ansonsten kann man das Problem hier sehr gut erkennen. Mit dem Kopf durch die Wand, gedacht wir später, wenn überhaupt. Dieses Wunder können auch Lehrer mit PC-Kenntnissen nicht wirken.

  226. Fritz sagt:

    Toller Artikel.
    Ich bin selber stellvertretender Personalleiter und möchte jetzt mal etwas loswerden. Mal abgesehen von sehr kleinen Unternehmen muss jemand damit er überhaupt in die Position eines Personalleiters kommen kann, mehrere Seminare abhalten. Dort gibt es dann so eine Regelung die er für die Prüfung auswendig lernen muss und die lautet so weit ich mich erinnern kann in etwa so.
    Ein fähiger Personalleiter zeichnet sich in erster Linie dadurch aus das er seinen Mitarbeitern gegenüber absolut neutral ist, sowohl in politischer, religiöses als auch in jeder anderen Denkweise, wird diese Regel von ihm nicht eingehalten gefährdet er dadurch das Überleben des Unternehmes, da er eventuell in seiner Sichtweise zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Mitarbeitern eingeschränkt ist.
    Bewerbungsunterlagen und Bewerbungsgespräch werden von den meisten Mitarbeitern leider völlig überbewertet, die Wahrheit ist das die Persönlichkeit eines Menschen sich nicht auf den ersten Blick zeigt sondern erst ganz allmählich. Ich selber habe kein Problem damit wenn die von mir betreuten Mitarbeiter in ihrer Freizeit so richtig die Sau raus lassen, da ich die Erfahrung gemacht habe das solche Menschen während ihrer Arbeitszeit entgegen der allgemeinen Annahme meist recht leistungsstark sind. Solche Bilder wären also für mich sofern sie nicht allzu extrem sind kein Einstellungshinderungsgrund.

  227. Falk sagt:

    Und wer oder was definiert, was extrem ist?

  228. Oliver sagt:

    Wahrscheinlich die Firma. Eine Bank hat wohl andere Anforderungen als irgendein Büro ohne Kundenverkehr. Und danach muß man sich letztendlich immer richten, außer man ist selbstständig — und da wiederum bestimmt das Auftreten der Kundenkreis.

  229. Thomas sagt:

    Eine sehr Interessante Diskussion, ich wollte auch mal meinen Senf dazu geben, nachdem endlich alle Kommentare durchgelesen und für mich persönlich bewertet habe.

    Leider ich habe hier festgestellt, das sehr viele Leute offenbar, pardon, den Verstand verloren haben und nicht mal fähig sind Kommentare richtig zu lesen ergo diese auch zu verstehen !?

    Da ich mich auch seit langer Zeit mit dem Web beschäftige, bin ich viel sensibler geworden, was meine Daten angeht die ich im Internet veröffentliche.

    Und genau das ist der Knackpunkt:
    Die Leute wissen einfach nicht, bzw. haben es bisher noch nicht richtig verinnerlicht, das das Internet etwas Öffentliches ist und nicht die Private Kinderstube.

    Das dieses Netz noch keine Altersfreigabe besitzt, finde ich zumal auch sehr fragwürdig.

    Naja es fehl hier einfach an Verantwortungsbewusstsein, für mich ist es doch ein bisschen wie Handy mit eienm Vertrag. Da kommt mir es auch manchmal so ein Gefühl von «Freiheit» wenn ich hier und da telefonieren kann. Doch letztendlich habe ich mein Maximum das ich dabei beachten muss und genauso ist es mit den Daten im Internet.

    Diesen Artikel hier, einschließlich dieser Diskussion, halte ich für eine gute Idee Mitmenschen endlich mal zur Rede zu stellen.

    Aber vor allem gibt es hier das Trio Chris, Falk und Oliver, die meine Hoffnung der gesamten Menschheit doch nicht zunichte machen.

  230. Bernd sagt:

    Die Leute wissen einfach nicht, bzw. haben es bisher noch nicht richtig verinnerlicht, das das Internet etwas Öffentliches ist und nicht die Private Kinderstube.

    Mag vielleicht auch zu einem gewissen Grad davon abhängen, wie ernst der Einzelne das Internet resp. die Öffentlichkeit nimmt. Es soll ja auch Menschen geben, die in aller Öffentlichkeit an Seen ihre Klamotten vom Leib reisen und wie Gott sie schuf herumtollen oder sich in Saunas einen abschwitzen. 😉
    Wenn man jetzt allerdings Kameras aufstellen und die Beteiligten dabei Filmen/Photographieren würde, dann — so glaube ich — würde man nur noch bis zum Hals zugeknöpfte Menschen an den Seen sitzen sehen. Das ist das eigentlich schlimme «am Internet» — es vergisst nicht! (wie auch hier meinen Senf)

  231. […] Karrierekiller StudiVz: Interessanter Blogbeitrag + wirklich lesenswerte Diskussion über die Selbstentblößung im Internet und die damit verbundenen Risiken […]

  232. […] surfen durchs Internet bin ich auf einen sehr, sehr interessanten Artikel gestoßen. Da geht es hauptsächlich darum, dass man auf solchen Social Network-Seiten seine […]

  233. […] auf fixmbr nachzulesen ist, ist die Super-Suche vom Studivz doch viel […]

  234. […] verwiesen sehen. Nicht zu vergessen die Streitgespräche hitziger Natur bei Thematiken wie StudiVZ, adical und Abmahnereien. Zu dumm zum zensieren könnten also die einen resümieren, wir […]

  235. […] das Milieu die übrige Darstellung. So ließ mal ein Mitarbeiter der Uni Köln bei F!XMBR durchblicken, dass er bei der Auswahl von studentischen Hilfskräften regelmäßig das […]

  236. […] solche Informationen in den falschen Händen ein höchst fragwürdiges Bild einer Person zeichnen, ist klar. Vor allem für potentielle zukünftige Arbeitgeber stellen sich die sozialen Netze immer wieder […]

  237. […] sich da wirklich jeder anmelden kann, klar sein, dass die Nutzung dieser Plattform auch mächtig nach hinten losgehen kann. Ich erzähle damit ja nichts neues. Die Pflicht sich bei einem kommerziellen Anbieter […]

  238. […] Michel kann sich seinen feuchten Schlüpper direkt über Google holen. Die großen Unternehmen, wie StudiVZ, Xing und Facebook werden ebenso besprochen, wie die ganzen sogenannten Personensuchmaschinen, […]

  239. Big Boss sagt:

    Man darf bei der Diskussion um StudiVZ nicht vergessen, dass es sich dabei um das wilde Studentenleben handelt. Was natürlich nicht im geringsten mit der Wirtschaft/Praxis zu tun hat. Die Ausschweifungen im dortigen Portal sind normal und gehören zu unserer modernen Welt. Was viel wichtiger ist, dass man die Bewerber im persönlichen Gespräch darauf anspricht und Ihre Meinung dazu auch einholt. Nur so können Unstimmigkeiten ausgeräumt werden!

  240. Chris sagt:

    Ich dachte eigentlich, diese naive Diskussion «Partypeople» wäre durch. Man kommt wegen StudiVZ gar nicht erst zum Gespräch. Man wird ohne Zweifel, das sollte wohl klar geworden sein, vorher aussortiert…

  241. […] Karrierekiller StudiVZ […]

  242. Anonymous sagt:

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was zukünftige Arbeitgeber auf diesen Seiten zu suchen haben. Das grenzt doch schon an Spionage. Es geht doch meinen zukünftigen Chef doch wirklich überhaupt nichts an, was ich in meiner Freizeit treibe und wie ich mich in meinem freundeskreis präsentiere. Und meine Persönlichkeit aus dem, was ich lese oder welche Musik ich höre oder welchen Gruppen ich mich spasseshalber zugeordnet habe, zu analysieren, das ist doch totaler Nonsense. Man kann doch nicht so unterbelichtet sein und ersthafte Kriterien für eine einstellung anhand von ein paar mehr lustiggemeinten Profilangaben erstellen. Das ist doch absoluter Quatsch, wie kann man damit ehrlich nur Zeit verschwenden. nicht mal die Hälfte auf einem Profil wirklich ernst gemeint ist . Die sollen doch uns jungen Menschen doch bitte unser privatleben als ein solches sein lassen, es gibt mehr im Leben als nur den Job und alles nur darauf auszurichten. Und lasst bitte mal die kirche im Dorf

  243. Oliver sagt:

    @anon — willkommen in der Realität, die auch schon eine ohne Netz war und immer sein wird. Jammern Vs gesunder Menschenverstand …

  244. MemberOfUnseenUniversity sagt:

    Man muss dazu natürlich auch sagen das es für die Betreiber der Seite sehr leicht möglich wäre insbesondere die Auffindung von Profilen über Suchmaschinen zu unterbinden.

    Da wäre beispielsweise schon einmal die Möglichkeit über eine meta-Befehl im der Seite, den „robots» mitzuteilen wie weit sie die Seite durchsuchen dürfen. Das ist wirklich nur eine Zeile Quellcode…
    Und dann gibt es ja noch so schöne Möglichkeiten wie die SSL-Verschlüsselung oder die Einkapselung von Seiten über PHP welche es selbst Hackern praktisch unmöglich macht beispielsweise an unsere Daten vom Onlinebanking oder unseren ebay-Bereich ranzukommen.

    Im Grunde genommen stimme ich diesem Artikel aber zu, nicht nur die Finanzierung der Internetseite ist sehr fragwürdig, sondern die Benutzer haben im Grunde genommen selber Schuld wenn sie halbnackt und besoffen vor den Augen der ganzen Welt (einschließlich ihres Chefs) herumposen…

    P.S Was man vielleicht noch ergänzen sollte ist das die Seite mittlerweile auch massiv dazu genutzt wird irgendwelche armen Leute zu diskriminieren, indem man ihnen beispielsweise einen Account erstellt und dann irgendwelchen Unsinn reinschreibt. Es ist häufig sehr offensichtlich das solche accounts ein fake sind, warum der Betreiber dagegen nichts unternimmt ist in der Tat sehr rätselhaft…

  245. Tekl sagt:

    Man kann die ganze Sache auch anders herum sehen. Durch die angeblich peinlichen Saufbilder und die ganzen Bekenntnisse in den Gruppen erzeugt man für sich einen klaren Vorteil und spart u. U. viel Zeit. Denn so sondert man die prüden und intoleranten Chefs gleich aus mit denen man evtl. sowieso auf Kurz oder Lang anecken würde. Natürlich sinken die Jobchancen und evtl. sitz man länger auf dem Trockenen, aber Arbeit ist auch nicht alles im Leben, besonders wenn man noch keine Familie zu ernähren hat und das wird wohl für die meisten bei StudiVZ zutreffen.

    > Würdet Ihr Christiane/Benny Eure Kinder anvertrauen?

    Warum denn nicht? Besser Personen, die zu ihren Macken stehen als welche, die den Kindern eine Lüge vorleben indem sie sich für den Job total verstellen. Es ist nämlich unheimlich wichtig, dass Kinder lernen, dass es keine perfekten Menschen gibt und man halt auch größere Macken akzeptieren kann. Wenn die Eltern nicht wollen, dass ihr Kind von einem langhaarigen, gelegentlich kiffenden und vielleicht mocjt ganz so reinlichen Typen betreut wird, sollte Sie mal jemand aufwecken. Kaum eine Erziehungseinrichtung wird nur von einer Person getragen. Menschenvielfalt ist gerade heutzutage wichtig, wo die Kinder immer weniger echte soziale Kontakte haben. Denn nur so können die Kinder aus dem verurteilenden Denken der Eltern ausbrechen. Da regt sich alle Welt darüber auf, das Menschen in fremden Ländern diskriminiert oder unterdrückt werden, aber zu Hause wird genau das den Kindern vermittelt.

    Es sollte sich eigentlich rumgesprochen haben, dass zu stark behütete Kinder es im späteren Leben meist deutlich schwerer haben.

    Und wenn Arbeitgeber solche öffentlichen Netzentblößungen als Hauptinformationsquelle verwenden dürfen sie sich bitte auch nicht über schlecht recherchierte Artikel beschweren, auch nicht wenn die eigene Firma betroffen ist. Denn man sollte schon auch die Quelle gewichten aus welcher man seine Informationen zieht. Vielen Gruppen tritt man ja nur aus Spaß bei oder weil man den Namen lustig fand. Darin eine Lebensphilosophie hineinzuinterpretieren ist ziemlich vermessen.

    Und natürlich muss man da auch differenziert rangehen. Wer bewusst einen konservativen Job will und mit konservativen Arbeitgebern rechnet, sollte natürlich schon vorsichtiger im Netz sein. Wenn angehende Erzieher aber Spaß am Leben haben und das öffentlich zeigen ist es für sie nicht schlimm, wenn ein Arbeitgeber abstand von Ihnen hält der gerne Leute einstellt, die wenig Spaß am Leben haben und am besten nur für die Arbeit leben.

  246. Alexandra sagt:

    Das ist ja alles schön und gut aber nicht Alle sind so. Was da geschrieben steht ist schon krass, aber ebenso krass finde ich es wenn jmd in irgentwelchen privaten Angelegenheitenn rumschnüffelt… wobei man sein Privatleben da ja nicht reinstellen muss… Ich bin im Schülervz und frag mich obs da sowas auch gibt.…
    Dafür bin ich aber eindeutig noch zu jung ^ ^ (14), bei mir wird kein Arbeitgeber rumschnüffeln =).
    Trotzdem find ich das voll cool das jmd sich hier so ne Mühe gegeben hat und immer noch gibt. Thx

  247. Angler sagt:

    Ja Freunde, ich bin auch zufällig wegen studivz auf diese Seite gestoßen.

    Als Personaler geb ich euch schon recht, daß wir nicht in Privatangelegenheiten zu schüffeln haben. Aber ist studivz denn wirklich privat ?

    Wir sind in studivz zu Nachfoschungen gegangen, nachdem sich ein Kunde über das ausschweifende Wochenendleben seines Beraters und dessen Kollegen beschwert und ihnen sein Vertrauen entzogen hat !

    Beide arbeiten noch bei uns und es ist mittlerweile alles gut !

    Bitte seht das auch mal anders.

    Im übrigen sind Personaler keine miefigen, anzugtragenden und sonstige spießige Gesellen sondern haben einen der härtesten und anstrengendsten Jobs überhaupt, die Arbeit mit Menschen !

    Und meine Kinder vertauen wir auch jemanden an, der ab und an über die Stränge schlägt .…

    Thx

  248. Anonymous sagt:

    Boooohhhh halt die fresse dein stuss langweilt extrem… bei dir darf niemand seinen spaß am leben zeigen. und wenn mich jemand nicht einstellt wegen meinen profil bei studi wo ich zeig wie ich bin dann ist das eh der falsche arbeitgeber

  249. phoibos sagt:

    ich glaub eher, dass dich schon wegen deines deutschstils niemand einstellen wird 😉

  250. Chocolat sagt:

    Interessantes Thema :)

    Ich halte die Leute, die ungefiltert ihre Digicamordner ins Netz hochladen einfach für blöde. Wer fängt denn ein Gespräch mit einem Fremden gleich mit: «Also, ich bevorzuge die Löffelstellung!» an?

    (Natürlich ist daran(an der Tatsache) nichts verwerflich und zu einem späteren Zeitpunkt mag es vielleicht auch sinnvoll sein, sie zu erwähnen, und als einleitende Begrüßung erfüllt sie auch einen gewissen humoristischen Effekt, aber… muss ich das noch genauer ausführen?)

    Also zurück zu der Frage(Wer fängt schon ein Gespräch mit einem Fremden…): Denn genau darum geht es im Internet, wer dort etwas reinschreibt, der erzählt es tausenden von ihm völlig fremden Menschen. Wem das nicht klar ist, der ist zu bemitleiden und aufzuklären, wem das egal ist:
    Den verstehe ich nicht, aber wenn er es mag… Vielleicht gehört er ja wirklich zu der riesigen selbstbewussten Gruppe von Menschen, die ihre neuen Bekanntschaften grundsätzlich mit möglichst großen Seltsamkeiten als Erstes konfrontieren, einfach um zu testen, wie diese darauf reagieren.

    Falls irgendwem irgendwann irgendwo eine Argumentationslücke auffallen sollte, sind für diese Person möglicherweise einfach meine Gedankenschritte zu.. ? 😉

  251. […] können auch Karrierepläne durch zu viel Offenheit im Web zerstört werden. Mehr dazu findet ihr hier. This entry was posted on Saturday, March 13th, 2010 at 13:42 and is filed under Allgemein. You […]

  252. Aske sagt:

    Witz an der Sache ist, dass ein Nickname echte Wunder bewirken kann.
    Wenn man meinen Namen googelt kommt definitiv nix bei rum.
    So einfach ist das.
    Wenn mir jetzt noch jemand erklärt, warum ich einen Kommentar zu einem zweieinhalb Jahre alten Artikel schreibe, bin ich glücklich. 😉


RSS-Feed abonnieren