Kanzlerkandidat Steinbrück richtet Paywall auf seiner Webseite ein

(F!XMBR) Der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, geht neue Wege um seinen Wahlkampf zu finanzieren. Wie er heute in Berlin mitgeteilt hat, ist auf seiner Webseite eine so genannte Paywall eingerichtet worden. Ziel sei es, «auch für digitale politische Inhalte erfolgreiche kostenpflichtige Angebote zu machen». Aus dem Umkreis der SPD ist zu hören, dass der Wahlkampf immer mehr ins Internet verlagert werden würde und sich deshalb Spenden und Honorare nur schlecht realisieren lassen.

Zudem wird Peer Steinbrück als erster Bundespolitiker Mitglied beim Micropayment-Netzwerk «flattr». Unterstützer und Interessierte können so die Aussagen des Kanzlerkandidaten via Twitter mit einer Spende honorieren. «Ich will meine Wähler mit guter Politik zu fairen Preisen und einem guten Service überzeugen», so Steinbrück vor versammelter Presse.

Ob Steinbrück diesen Service auch nach erfolgreiche Wahl zum Bundeskanzler fortführen möchte, ist ungewiss. Bekannt ist, dass er das Gehalt des Bundeskanzlers als zu niedrig empfindet. Ein nicht genanntes Vorstandsmitglied der SPD: «Ich glaube, als Bundeskanzler kann Peer Steinbrück wieder auf die guten, alten und bekannten schwarzen Koffer ausweichen».

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6 Antworten zu “Kanzlerkandidat Steinbrück richtet Paywall auf seiner Webseite ein”

  1. Grainger sagt:

    Herr Steinbrück ist ja auch der Meinung, dass die/der Bundeskanzler/in unterbezahlt sei.

    Mal abgesehen davon, dass die immer wieder vertretene These, man müsse nur mehr bezahlen um bessere Leute in die Politik zu «locken», bei Wahlämtern überhaupt keinen Sinn macht (dort findet schließlich eine demokratische Wahl und keine Bestenauslese statt).

    Darüber hinaus führen schon die ganzen Listenkandidaten, die noch nicht einmal direkt gewählt, sondern von der Partei (nach welchen Kriterien auch immer) bestimmt werden, eine solche Theorie schon ad absurdum.

    Was mich aber am meisten wundert:

    wenn Herr Steinbrück der Meinung ist, in seinem angestrebten Beruf/Amt würde er zukünftig möglicherweise zu wenig verdienen (scheinbar sind ihm 18.000 Euro/Monat und umfangreiche Pensionsansprüche nicht genug) und jeder Sparkassendirektor hätte mehr, dann soll er sich eben einen anderen Beruf suchen (vielleicht Sparkassendirektor :D ). Laut unserem Grundgesetz hat auch Herr Steinbrück die Möglichkeit einer freien Berufswahl, dann soll er doch bitte auch Gebrauch davon machen.

    Davon mal abgesehen ist natürlich auch der Umkehrschluss möglich:

    vielleicht verdient nicht die/der Bundeskanzler/in zu wenig, sondern die Sparkassendirektoren einfach zu viel (da bei den Sparkassen die Kommunen und die Kommunalpolitik immer schwer mitmischen halte ich das für sehr viel wahrscheinlicher)?

    An Honorare wie 25.000 Euro für einen Vortrag bei den Bochumer Stadtwerken wird er aber selbst dann, wenn er Bundeskanzler werden sollte (was glücklicherweise extrem unwahrscheinlich ist) und nach einer kräftigen Gehaltserhöhung nicht heran kommen.

    Herr Steinbrück hat es aber immerhin geschafft, dass ich immerhin eine weitere Legislaturperiode mit Frau Merkel seiner möglichen Kanzlerschaft vorziehe.

    Was in gewissem Sinne auch keine kleine Leistung ist!

  2. Anonymous sagt:

    Öhm — hab grad mal wild auf der Steinbrück-Site rumgeklickt; finde spontan keine Paywall-Inhalte. Gibt´s Links?

  3. Anonymous sagt:

    Wahlkampf hinter verschlossenen und zahlungspflichtigen Türen?
    Wie süß. ;-)
    Will der Überhaupt Kanzler werden?
    Vielleicht sollte er sich besser als Sparkassendirektor bewerben.
    Ich gebe ja zu, bei den letzten Wahlen die SPD gewählt zu haben.
    Dieselmal wird mir das nicht «passieren».

  4. Udo sagt:

    Links unterliegen dem Leistungsschutz, wären demnach kostenpflichtig.

    Finde gut das die Website nicht verlinkt ist, fand schon die Anmeldeprozedur auf SPD.de zu umständlich.

  5. […] ist auch noch groß rausgekommen. Aber, meine Güte, der hat sich ja auch Mühe gegeben! Glaubt aber mal ja nicht, die SPD würde da jetzt irgendwelche […]

  6. Win sagt:

    Gegen einen Flattr-Button ist meiner Meinung nach nichts einzuwenden. Eine Paywall allerdings würde auf mich sofort sehr abschreckend wirken! Ich bevorzuge lieber offene Inhalte


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