Julian Assange in Schweden nicht länger unter Vergewaltigungsverdacht (Update 3)

Wer hoch fliegt, der kann sehr schnell sehr tief fallen. Julian Assange, Gründer von Wikileaks, steht in Schweden unter Vergewaltigungsverdacht und wird gesucht, Haftbefehl wurde erlassen. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt. Gegenüber dem «Aftonbladet», für das er seit kurzer Zeit ein Kolumne verfasst um so den Informantenschutz zu gewährleisten, hat er die Vorwürfe zurückgewiesen. Wie «derStandard.at» berichtet, war er in der vergangenen Woche mehrere Tage in Schweden, unter anderem wurde dort vereinbart, dass die schwedische Piratenpartei Server von Wikileaks hosten wird. Man kann nur hoffen, dass Wikileaks intern so aufgestellt ist, dass es auch ohne Julian Assange funktioniert. Die Vorwürfe wiegen schwer und Assange täte gut daran, sich den Behörden und Vorwürfen zu stellen. We will see…

Update: Wikileaks hat auf dem eigenen Blog reagiert:

Allegations against WikiLeaks founder and spokesperson Julian Assange

On Saturday 21st of August, we have been made aware of rape allegations made against Julian Assange, founder of this project and one of our spokespeople.

We are deeply concerned about the seriousness of these allegations. We the people behind WikiLeaks think highly of Julian and and he has our full support.

While Julian is focusing on his defenses and clearing his name, WikiLeaks will be continuing its regular operations.

The WikiLeaks team

Update 2: Die Staatsanwaltschaft teilt mit:

Assange no longer wanted

Chief prosector Eva Finné has come to the desicion that Julian Assange is not suspected of rape. Considering that, Assange is no longer arrested in his absence.

Eva Finné will make no other comments during Saturday night.

Update 3: Die Vergewaltigung ist vom Tisch, offenbar aber nicht aber die Belästigung.

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15 Antworten zu “Julian Assange in Schweden nicht länger unter Vergewaltigungsverdacht (Update 3)”

  1. Anonymous sagt:

    Das ein Angriff der Geheimdienste kommen wird war klar, nur nicht wann und auf welcher Schiene er erfolgt.

  2. Hannes sagt:

    Ich würde es mir an Assanges Stelle zweimal überlegen, ob ich mich stellen sollte. Mein Vertrauen in die staatlichen Institutionen ist inzwischen dermaßen erschüttert, dass ich an einer fairen Ermittlung Zweifel habe. Hoffentlich werde ich eines besseren belehrt.
    Ansonsten kann ich mich Chris nur anschliessen und hoffe, dass wikileaks auch ohne Ihn weiterlebt.

    liebe grüße, Hannes

  3. Man sollte jetzt keine Verschwörungstheorien aufstellen. Wenn die Vorwürfe stimmen, wurde eine Frau vergewaltigt. Und mit jedem fragwürdigen Kommentar, würde die Frau ein zweites Mal missbraucht werden.

  4. Vorwürde sind Vorwürfe, aber ein Haftbefehl wird nicht ohne Grund erlassen.

  5. Jochen Hoff sagt:

    Chris, ich kann jederzeit zwei Frauen anheuern, die behaupten, dass du sie vergewaltigt hast und schon gibt es einen Haftbefehl. Natürlich kann er schuldig sein, aber die zeitliche Nähe zur Veröffentlichung der Afghanistan Dokumente riecht nicht nur nach Betrug, sie stinkt geradezu.

    Wenn du meine Meinung und mein Gefühl wissen willst. Der CIA und seine Brüder lassen grüßen.

  6. HerrDekadenz sagt:

    Die (offiziellen) Vorwürfe müssen aber nicht zwangsläufig mit den tatsächlichen Vorwürfen übereinstimmen.

    «Kritische Stimmen aus dem Weg schaffen» beispielsweise.

    Ich denke, Herrn Assange ist bekannt welchen Gefahren er sich aussetzt. Ich an seiner Stelle würde unter gar keinen Umständen meinen Aufenthaltsort bekannt geben, das kommt einem Himmelfahrtskommando gleich…

  7. Ich werde hier keine weiteren Verschwörungstheorien à la «die Justiz ist von US-Behörden unterwandert» oder hanebüchende Vergleiche à la «Kachelmann» und «Holm» zulassen.

    Danke.

  8. Klingelhella sagt:

    ^^^
    Nun Chris, das ist schade. Bis jetzt kennen wir die Wahrheit schließlich nicht. Da kann es sowohl sein, dass die Frauen vergewaltigt wurden, wie auch, dass diese Anzeige Teil einer Kampagne ist.

    Wenn du dir nun die Spekulationen in eine Richtung verbittest, verurteilst du Assange da nicht vor? Spekulationen anstellen ist ist schließlich möglich, sofern nicht durch Tatsachen falsifiziert oder sonstwie hanebüchen.

    Verschwörungstheorie ist da ein blödes Wort. Denn Fakt ist, dass es Verschwörungen gibt. Frage ist nur, ob hier eine vorliegen könnte.

  9. Wenn niveauloser Mist Spekulation sein soll, bitte sehr. Gerne an anderer Stelle. Hier wurde bisher alles gesagt. Es gibt einen Verdacht, Assange widerspricht, den Rest wird sich zeigen.

  10. Klingelhella sagt:

    Naja, im Gegensatz zu mir kennst du ja den Blödsinn, der da auf– und in den Papierkorb gelaufen sein dürfte. Was veröffentlicht wurde, ist jedenfalls kein niveauloser Mist.

    Es ist legitim, zu fragen, ob Assange innerhalb von wenigen Tagen zwei Sexualdelikte begangen haben soll, die dann auch beide sofort zur Anzeige gebracht wurden. Was dann auch prompt in allen Medien erschienen sind. Und nein, damit wird die Frau, entgegen deiner Behauptung, nicht «nocheinmal missbraucht», sondern das ist man allen Beteiligten schuldig.

    Da wir eben noch nix genaueres wissen, ist jede Art Parteiergreifung sowieso unseriös.

  11. Ich weiß nicht, wo Ihr alle lest, aber entgegen mancher Meldungen haben die Frauen nicht Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft hat von sich aus Ermittlungen aufgenommen, dann wurde Haftbefehl erlassen. Sprich: Da gibt es Dinge, die noch nicht veröffentlicht wurden.

  12. Victor sagt:

    Für meinen Geschmack kommt das ja zu einem sehr günstigen Zeitpunkt. Und mal ehrlich: Es wäre wirklich dumm, wenn jemand in einer Situation wie Assange ein Verbrechen begehen würde. Und dann auch noch ein Sexualdelikt.

    Ein interessanter Punkt, unabhängig davon ob diese Anschuldigungen substantiell sind: Was würde wohl passieren, wenn Assange in Schweden in U-Haft, wegen akuter Verdunkelungsgefahr, säße? Auslieferungsersuchen diverser Staaten dürften wohl folgen und da Assange kein schwedischer Staatsbürger ist, dürften die Hemmungen dem stattzugeben gering sein. Vermutlich würde ein gewisser US-Soldat bald einen neuen Zellennachbarn bekommen.

  13. Völlig unabhängig vom aktuellen Fall: Ich glaube kaum, dass Sexualstraftäter nachdenken, wenn sie ihre Tat begehen…

  14. Victor sagt:

    Gut, der Begriff Triebtäter kommt ja nicht von ungefähr. Ich vermute aber, daß man Sexualstraftäter in eher impulsive, triebbetontere (die sicher öfter erwischt werden) und in rationaler handelnde Personen unterteilen kann.

  15. Eines liebe ich ja im Netz: Personenkult gepaart mit Verschwörungstheorien. Was für Spinner …

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