Ist Windows Müll?

Ja klar, als Opensourcler muß man das doch tagtäglich runterbeten, oder? Sicherlich vor knapp 6–7 Jahren hörte man das vielleicht auch mal von mir, aber das war einmal. Strengt man denn mal den Grips an, was so einige im Opensource-Ländle vermissen lassen, so sieht man das es überhaupt nichts bringt eine Monokultur durch eine andere zu ersetzen, egal wie nobel die Absichten auch sein mögen. Die Geschichte vom netten Diktator brauche ich wohl hier nicht zu erzählen …

En detail betrachtet ist die Opensource Community keinen Deut besser als der Rest der Gesellschaft, auch dort möchte man Monokulturen züchten, Freiheit sichern/erzwingen, da gibts linke Rabauken, als auch profane Pragmatiker oder jene die es halt nutzen weils für lau daher kommt. Träumen kann man da von der besseren Gesellschaft, man darf jedoch nicht entäuscht davon laufen, erblickt man denn nur allzu vertraute Strukturen. Das ist eben typisch Mensch und keineswegs abhängig vom Betriebssystem.

Bei Opensource herrscht eben kein Automatismus der alles besser, sicherer oder gar schneller macht — behauptet man das, ergibt man sich dem Hype. Auch das ist eine wohlbekannte Komponente aus dem closed-source Bereich, nennt man dort eher mal PR oder profan Werbung und im Opensource-Ländle halt Hype. Hype weils normal keinen Grund gibt den User zu belügen, denn man verschenkt das Zeugs ja. Sinds eben anderswo die monetären Zwänge, so kommt hier das Ego ins Spiel. Bingo … die Folgen sind die gleichen.

Aber darum gehts auch gar nicht, jedenfalls nicht initial. Primär von Bedeutung ist die Vielfalt, wer sich noch an die 8Bit Zeiten erinnert, weiß von was ich da rede. Vielfalt erhält einen gesunden Markt, Monopolisierung zerstört jedwede Qualität. Auch deswegen brauchen wir weiterhin Windows, MacOS in der couture Abteilung und Linux/BSD im mehr Technik-affinen Bereich — je mehr, umso besser. Nun sollte auch klar sein warum ein Opensource-Monopol bzw. Linux-Monopol ebenso desaströs wäre auf Dauer, wie Windows. Die Wege wären logischerweise teils andere, auch die Motive der Beteiligten, aber das Endresultat wäre identisch und das braucht keiner.

Spielt man den Evangelisten, dann sollte man dies also gezielt machen. Hat jemand in bestimmten Bereichen von Windows gewaltige Probleme, dann paßt vielleicht ein Linux/BSD. Steht man auf Design und verbringt seine Zeit mehr mit Surfen und Einkaufen, kanns auch der Mac sein usw. Keinesfalls sollte man das Ziel vor Augen haben ein anderes System komplett zu tilgen. Das wäre gelinde ausgedrückt kurzsichtig und dumm. Keineswegs muß man auch den Gutmenschen mimen a la alles hat Vor– u. Nachteile … ein Spruch von Leuten die weder das eine System noch das andere kennen. Unterm Strich ist die Summe interessant und da schneidet Windows eben am schlechtesten ab.

Aber surft meine Mutter z.B. hauptsächlich, hat Werbefilter und anderes Zeugs installiert — ja warum sollte ich ihr dann Windows wegnehmen? Die Arbeit ein sicheres Windows zu erstellen mag zwar erheblich aufwendiger sein, aber bei Linux beispielsweise herrscht da ebenso wenig ein Automatismus. Im Gegenteil kennt man sich dort nicht aus, kann man sich unbewußt in eine noch weitaus höhere Unsicherheit begeben — vom Regen in die Traufe eben. Unbekanntes Terrain, sprich ein System für Einsteiger, kann u.U. zum sicherheitstechnischen GAU mutieren. Mitunter wäre dieser Einsteiger dann auf bekanntem Terrain, hier Windows, besser aufgehoben gewesen. Es gibt kein Automatismus in puncto Sicherheit — eine gern postulierte *Lüge* im Opensource-Ländle.

Ja ich weiß die dort im closed-source Bereich machen das auch, aber ehrlich, ich denke wir wollten das besser machen?

Möchte man also zu einem freien Betriebssystem migrieren, sollte man sich gut überlegen ob man die Mühe auf sich nehmen möchte. Die da wäre, eine steile Lernkurve und ein erhöhtes, technisches Verständnis. Falls das nicht der Fall ist, sollte man bei Windows/MacOS bleiben, sich dort aber auch nicht vom Wissen ausschließen — Glaube schafft keine Sicherheit oder Qualität, nur mit Wissen erreicht man da etwas.

Bashen als Jux für Zwischendurch ist immer nett *g*, auf Dauer jedoch sollte die Intelligenz siegen. Opensource braucht Engagement, soll durch Qualität überzeugen, nicht durch Lügen!

Zu Vista schrieb ich da auch schon mal etwas, klar wird gerne als Sau durchs virtuelle Terrain getrieben, manchmal auch von mir, jedoch sollte man wenns ernst wird den Verstand sprechen lassen.

18 Antworten zu “Ist Windows Müll?”

  1. […] dort und wieder zurück werden einige interessante und gut formulierte Gedanken über Opensource, Windows, eigenständiges […]

  2. Jochen Hoff sagt:

    Bei mir hat auch die Oma Linux, obwohl die nur surft und einkauft, Musik hört. Meine Frau hat übrigens auch Linux und sobald die Kinder lesen können haben sie es auch.

    Ich mag den Mac und BSD.

    Aber ich halte Windows in allen seinen Ausdrucksformen für groben Unfug. Den Aufwand den ich betreiben muss um Windoofs «sicher» zu machen und dann ständig um es halbwegs «sicher» zu halten, den kann mir keiner bezahlen.

    Wenn ich bei Linux Fehler finde, lohnt es sich die zu berichten, es passiert was. Wenn ich bei Windows Fehler melde werde ich dumm angemacht.

    Ich habe inkl. Vista Ulitmate jedes Paket legal und das einzige was ich nutze ist Word. Aber auch das wandert langsam raus.

  3. Oliver sagt:

    >Wenn ich bei Linux Fehler finde, lohnt es sich die zu berichten, es passiert was.

    Ehrlich da klaffen Anspruch und Realität weit, sehr weit auseinander. Das kann man beim Kernel sehen und wird auch dort in letzter Zeit immer häufiger von prominenter Stelle bestätigt und das sieht man auch bei vielen Anwendungen. Zudem hat das Gros(!) der Anwender die jetzt zu Linux strömen nicht einmal den Schatten einer Ahnung wie und wo mein einen Bugreport und vor allem in welcher Form absendet.

    Wie gesagt ich wollte mit dem Text zu einem Hauch Realität anregen und nicht Propaganda verbreiten. Von dieser braucht man mir ehrlich gesagt nichts mehr zu erzählen, diese kenne ich selbst am besten.

  4. Stefan sagt:

    Also,

    wenn ich meiner Schwiegermutter Linux auf den Rechner packen würde wre das ein ziemliches Eigentor.

    Die CD von der Sixtinischen Kapelle aus dme letzten Urlaub? Dann müßte ich wohl telefonisch eine Windows-Emulation installieren oder ich sage einfach: geht nicht. Dafür hast Du ein sichereres System.

    Nein Windows ist einfacher und mit Router, Virenschutz (automatisches Update) und Nutzeraufklärung (Anhänge=Böse) läuft es auch (nicht absturzsicher aber bisher virenfrei).

  5. Bernd sagt:

    Zudem hat das Gros(!) der Anwender die jetzt zu Linux strömen nicht einmal den Schatten einer Ahnung wie und wo mein einen Bugreport und vor allem in welcher Form absendet.

    Was ich an FreeBSD so schätze ist — bitte nicht lachen — das Handbuch! Es hilft Ein– und Umsteigern sehr und ist recht verständlich gehalten. Es zeigt Probleme und Lösungsansätze und v.a. nicht zu viele. Ein Beispiel, an das ich mich noch erinnern kann — Thema Backup: da wurde die Frage nach der besten Methode gestellt und die Antwort war: dump, Punkt Schluss. Sowas finde ich prima. Als Anfänger möchte ich keine seitenlange Dokumentationen über rsync vs. tar oder sonstwas. Ich bin ja Anfänger und als solcher sowieso unsicher. Ich glaube es würde der Opensource-Welt gut tun, wenn man zu den betreffenden Produkten auch klare und unmissverständliche Anleitungen bekommen würde. Bei den Linux-Distributionen fällt mir da gerade noch Debian und Gentoo ein, welche sowas wie ein Handbuch besitzen, aber über deren Qualität kann ich leider nicht urteilen.
    Um es auf den Punkt zu bringen: Man bekommt schneller etwas von $USER zurück, wenn man gewisse Dinge einfach und sauber strukturiert hält. Und das sage ich, weil ich nach 6 Jahren Linux-Erfahrung letze Woche meinen ersten BUG-Report abgeschickt habe und ich beinahe drauf ging — sprich ich hab’s nicht geblickt 😀

  6. Blohmi sagt:

    Es ist alles eine Sache dessen, woran man sich gewöhnt hat. Linux ist eine tolle Sache, aber ich habe mich Jahrelang an Windows gewöhnt und damit hat die Marketingstrategie von MS Super gewirkt: Man wundert sich, dass alles halt ein wenig anders ist. Meist sogar logischer. Aber trotzdem muss man es halt neu lernen, wie z.B. mit 3D Treibern unter Linux.

    Ich hoffe, dass bald endlich mal mehr Hersteller ihre Geräte Linuxkompatibler gestalten. Hoffentlich ist der Schritt von Dell mit Ubuntu den Consumer zu erreichen nicht schlecht.
    Wenns so weiter geht mit Linux ists irgendwann bei nem Marktanteil von 50% im Desktopbereich^^

  7. Bernd sagt:

    @Blohmi:

    Du glaubst doch hoffentlich nicht daran, dass dell für GNU/Linux Hardware-Treiber herstellt oder bestehende gar verbessert?! 😀
    HP — und wenn ich mich nicht täusche IBM auch — hat doch schon vor Jahren einen Laptop mit Ubuntu raus gebracht — oder wollte raus bringen… Hmmm die wilden Verkaufszahlen blieben wohl aus. Wahrscheinlich hatte gerade jeder dt. Bundesbürger schon den Zweitlaptop 😀

    Ne, ehrlich gesagt glaube ich nicht an den «Linux-Desktop». Da müssten nämlich gaaaanz viele Menschen an einem Strang ziehen und das Klappt bei den GNU/Linuxern äußerst gut, wie man schon an der geringen Anzahl der GNU/Linux-Distributionen sieht 😉

    BTW: Marktanteil von 50% von welcher Distribution? 😀

  8. Ich oute mich mal: Ich benutze Windows Me, jetzt im Moment zum Beispiel. Auf meinem kleinen weißen Notebook läuft allerdings OSX und Linux, das habe ich auchmal ein Jahr benutzt (warum, weiß ich aber nicht). Letzten Endes hab ich mich einfach in den letzten 11 Jahren an Windows gewöhnt und kenne seine Macken und kann so gut wie jedes Problem lösen. Außerdem gibt es ausreichend Software dafür.

    Dennoch mag ich Open Source prinzipiell auch sehr gerne, weil mir die Idee dahinter gefällt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich nochmal zum teil auf auf einen Open Source OS umsteige. Im Moment ist mir das aber zu stressig.

  9. Euro sagt:

    Das sind die Artikel, die die Qualität dieses Blogs ausmachen. Kein Missionieren in die eine oder Bashen in die andere Richtung sondern Aufarbeitung mit Hirn. Tat mal wieder gut.
    Ich persönlich neige zu der Ansicht, dass mit Vista und Ubuntu zwei Entpolarisierer im Rennen sind, die nicht nur mich sondern sicher viele Andere «Buntiklickis» mal über den Tellerrand schauen lassen werden. Ubuntu ist sicher nicht die reine Lehre, aber als Umstiegshilfe einfach genial. Ich persönlich habe derzeit beide OS auf der Platte und boote das, was ich gerade benötige. Zu Apple und BSD kann ich leider mangels Erfahrung nichts beisteuern.

  10. Weltenweiser sagt:

    Es erinnert mich an die ständigen heise-Diskussionen. Angenehm, daß hie rmal aus einer anderen Perspektive argumentiert wird. Der Durchschnittsnerd sieht es ja auch immer als Pflicht des computernutzers an, diesen gegen alle Angriffe täglich zu wappnen und sich komplett mit der Technik vertraut zu machen. Ich wünsche mir dieser begibt sich in eine Zahnarztpraxis und der Zahnarzt drückt ihm den Bohrer in die Hand und sagt, nun machen sie mal, sind ja schließlich ihre Zähne.
    Es gibt einfach jede Menge Menschen, denen schlicht weg die Zeit fehlt, sich ausführlich in das Thema einzuarbeiten, die aber trotzdem den Computer nutzen wollen und müssen. Für diese Masse ist Windows optimal. Ebenso ist es für alle Menschen notwendig, die auf Kompatiblität mit Windowsprodukten angewiesen sind. Windows ist sicher nicht perfekt. Erstaunen tut mich allerdings auch immer eine Schuldumkehr. Hacker sind per se gut, es ist legitim Trojaner etc. zu programmieren, denn wer sich nicht sichert ist ja selbst schuld. Im Zweifelsfall ist Wondows schuld aber eigentlich so gut wie nie der Verursacher des Problems. Das sind alles nur hilfsbereite weiße Ritter, die Lücken aufzeigen. Es wäre schön, wenn es so wäre.

  11. phoibos sagt:

    moin,

    ich bin ja so eine dummnutzer. ich nutze das, was ich kenne. oder das, was meinem anspruch an look&feel genügt. angefangen auf einem mac (os7) und word 5.1a (das beste word ever (und kein vergleich zum dos-word). alles klein und fein, ich kannte mich aus, alle funktionen schnell erreichbar, kein überflüssiger schnickschnack. finanzielle nöte trieben mich ins windowslager und dort musste ich erst teuer lehrgeld zahlen (die löschorgie in c:/windows fand windows doch nich so geil). mehrere windowse später (binnen monatsfrist) ging es aber. für alles gab es kleine tools, damals hauptsächlich warez, heute freeware. von word bin ich auf staroffice umgestiegen, dem ich immer noch treu bin. sitze ich an einem mac, wird schnell neooffice installiert (trotz word 2004 und creative suite) und der mc gestartet (wo bleibt der totalcommander für *nix-systeme??). und opera installiert. fazit: das system ist mir doch wurst, hauptsache die anwendungssoftware verhält sich so, wie ich es gewohnt bin. und die meiste gewöhnung bietet mir windows mit einer grundausstattung an jahrelang geprüfter und für gutbefundener, tlw. gekaufter software (winrar, totalcommander, thebat 1.x, trillian pro (mittlerweile von psi abgelöst), staroffice, photoshop 6, nero 6, nod32, winamp, vlc, nicht zu vergessen meine geliebten killerspiele…). läuft diese software (oder gleichwertige alternativen), dann ist mir das betriebssystem einfach nur wurscht.

    ciao
    phoibos

  12. Oliver sagt:

    >wo bleibt der totalcommander für *nix-systeme??

    Wo kein Bedarf, da keine Lösung. Aber mal ehrlich wer vom Amiga & Co kommt, konnte sich mit diesem häßlichen Ei nie anfreunden bzw. überhaupt diesen NC-Klonen.

    >dann ist mir das betriebssystem einfach nur wurscht.

    Diese Einstellung rächt sich früher oder später immer, aber darum gings in dem obigen Text auch gar nicht. Meiner Meinung nach ist halt Vielfalt wichtig. Mich interessiert es schon längst nicht mehr *jeden* mitzureißen. Der Mensch der recht Technik-affin daherkommt und dazu große Problem in seinem System besitzt, die man mit einer Alternative lösen kann, der interessiert mich — wenn überhaupt.

    Zudem fällt man mit der «nur-nutzen»-Mentalität in jedem System auf, die bunte Oberfläche gaukelt einem nur eine Weile länger «Erfolg» vor. Wenns kracht, sind dort dann schon alle Stricke gerissen, während es bei anderen noch den Rettungsring gibt — wenn man ihn den packen möchte.

  13. hilti sagt:

    Hm,
    ich denke, dass du das falschrum aufziehst. Vielfalt an sich ist nicht pauschal gut wie auch ein Monopol nicht schlecht sein muss.

    Auch wenn es mir widerstrebt muss man Microsoft zugestehen, dass die mit Windows vebundenen Standardisierung (vor allem aber nicht nur das Userinterface) von Vorteil ist. Im Gegensatz zu den vielen Windows-Managern unter Unix.

    Im Open-Source-Bereich hat sich die Vielfalt von selbst ergeben, weil es oft jemanden gab, der mit der Gesamtsituation unzufrieden war. :-) Dann gab es halt einen Fork, der mehr oder weniger Verbreitung gefunden hat. Eben deshalb gibt es hunderte Linux-Distributionen und dutzende *BSDs.

    Nun ja, auf der einen Seite ist Vielfalt eben die große Stärke und auf der anderen Zersplitterung die große Schwäche von Open Source.

    Aber was ich eigentlich sagen will: Vielfalt ist eben kein Selbstzweck.

    Und wenn nun, sagen wir, Ubuntu das neue Windows wird, was solls? Darunter leidet außer Microsoft höchstens noch Debian.

  14. Bernd sagt:

    Auch wenn es mir widerstrebt muss man Microsoft zugestehen, dass die mit Windows vebundenen Standardisierung (vor allem aber nicht nur das Userinterface) von Vorteil ist.

    Wie bitte? Die Microsoft «Standardisierung» dient nur einem: Microsoft selbst und dem Erhalt resp. Verkauf der eigenen Software -> weiterer Ausbau der Monopol-Stellung. Ansonsten würde die Heinis mal Ihren Standard veröffentlichen und die Welt an dem Ihren teilhaben lassen 😉
    Versucht hingegen eine andere Organisation z.B. ein Dateiformat, welches nicht von Microsoft ist durchzudrücken (z.B. ODF), ist man plötzlich bereit einen Teil seines Adäquats der Öffentlichkeit anzubieten, in der Hoffnung es würde als tatsächlicher Standard in die Geschichte der Menschheit eingehen.

    Eben deshalb gibt es hunderte Linux-Distributionen und dutzende *BSDs.

    Duzende BSDs — soso 😀

    Aber was ich eigentlich sagen will: Vielfalt ist eben kein Selbstzweck.

    Lass es mich mal so sagen:
    «Nur die Guten kommen in den Sack! Wenn man im Wald nur Steinpilze findet, die dann auch noch von schlechter Qualität sind, dann gibbet halt ne Currywurst mit Pommes oder man geht in einen anderen Wald.» 😉

  15. Oliver sagt:

    >Im Gegensatz zu den vielen Windows-Managern unter Unix.

    Ja Vielfalt ist halt doof, genau — macht meinen Tag heute, den Spruch rahme ich mir ein. omfg

    >Aber was ich eigentlich sagen will: Vielfalt ist eben kein Selbstzweck.

    Monopole und Diktaturen sind alleine glücklich machend. Ich weiß so mancher Deutsche wäre glücklich hätte er denn einen *guten* König/Kaiser/Macher/whatever der die Denkarbeit übernimmt.

    Vielfalt gereicht nur dann zu einer Art «Selbstzweck», wenn man sich der damit einhergehenden Freiheit nicht bewußt ist.

    Im Prinzip hätte ich ja ein Ack unter Bernd setzen können, aber die Vielfalt machts halt 😀

  16. hilti sagt:

    Auch wenn es mir widerstrebt muss man Microsoft zugestehen, dass die mit Windows vebundenen Standardisierung (vor allem aber nicht nur das Userinterface) von Vorteil ist.

    Wie bitte? Die Microsoft ?Standardisierung? dient nur einem: Microsoft selbst und dem Erhalt resp. Verkauf der eigenen Software -> weiterer Ausbau der Monopol-Stellung. Ansonsten würde die Heinis mal Ihren Standard veröffentlichen und die Welt an dem Ihren
    teilhaben lassen

    Gut, das habe ich zu absolut formuliert. Ich meinte so Sachen wie eine funktionierende Zwischenablage, die leider trotz Gnome und KDE unter *NIX immer noch hundertprozentig gelöst sind. Und ein einheitliches UI habe ich unter DOS früher oft vermisst. Wie auch heute unter *NIX.

    Dass MS Standards als Waffe benutzt ist nun leider nichts neues und die Kehrseite der Möglichkeit Standards zu setzen.

    Eben deshalb gibt es hunderte Linux-Distributionen und dutzende *BSDs.

    Duzende BSDs — soso

    Zehn fallen mir schon ohne groß nachzudenken ein.

    @Oliver

    >Im Gegensatz zu den vielen Windows-Managern unter Unix.

    Ja Vielfalt ist halt doof, genau — macht meinen Tag heute, den Spruch rahme ich mir ein. omfg

    Freut mich, dass ich dich erheitern konnte.

    >Aber was ich eigentlich sagen will: Vielfalt ist eben kein Selbstzweck.
    Monopole und Diktaturen sind alleine glücklich machend. Ich weiß so mancher Deutsche wäre glücklich hätte er denn einen *guten* König/Kaiser/Macher/whatever der die Denkarbeit übernimmt.

    Ja und? Was hat das jetzt mit dieser Diskussion zu tun? Ich dachte wir wären bei Software.

    Vielfalt gereicht nur dann zu einer Art ?Selbstzweck?, wenn man sich der damit einhergehenden Freiheit nicht bewußt ist.

    Wenn man sich bewußt ist, wie die Vielfalt im Open Source Bereich entstanden ist, dann braucht man da keine Angst vor Monopolen haben. Selbst bei einer eierlegenden Wollmilchsau wird sich immer noch ein Querulant 😉 finden, dem daran was nicht gefällt, und der sein eigenes Ding macht. Und er findet entweder Mitstreiter oder nicht. Wie bisher auch.

  17. Oliver sagt:

    >Zehn fallen mir schon ohne groß nachzudenken ein.

    Mir nicht, es gibt ein paar Forks. Forks != Distro. PC-BSD/DesktopBSD sind zwei 1a FreeBSDs. Die Frankenstein-Versionen von Gentoo/Debian zählen nicht zu *BSD, wenn man denn weiß was ein *BSD System ausmacht. Eine Distro im Sinn von Linux kanns nur dort geben wo Kernel und Userland unabhängig voneinander gepflegt werden — sprich jeder sein eigenes Süppchen kocht … deswegen auch die Bestrebungen bei LSB.

    >Ja und? Was hat das jetzt mit dieser Diskussion zu tun? Ich dachte wir wären bei Software.

    Gleiches Prinzip, nicht für jeden ersichtlich. Deswegen merkt die Opensource Community auch selten, das man sich oft ebenso dumm anstellt wie die Gegenseite.

    >Ich meinte so Sachen wie eine funktionierende Zwischenablage,

    Die gibts nur in der Form unter MacOS, da sollte man also nicht den Falschen mit den Federn anderer Schmücken — zudem ist Windows gerade ein Beispiel für Chaos pur in puncto Einheitlichkeit im System.

    >Wenn man sich bewußt ist, wie die Vielfalt im Open Source Bereich entstanden ist, dann braucht man da keine Angst vor Monopolen haben.

    Wenn man sich bewußt ist, wie die Menschheit funktioniert, dann versteht man auch das Beispiel mit der Diktatur und wo dein Gedanke massiv hinkt.

    Das Problem mit dem Gros der Opensourcler ist, das sie sich so sehr als Subkultur sehen möchte und somit desaströse Gefahren überhaupt nicht mehr erkennen können — weil der Horizont fehlt die Parallelen auszumachen. Mensch ist halt Mensch, egal unter welchem Deckmantel er sich versteckt.

    Dein Gedanke ist schon völlig irrig, indem du dich auf Software beschränken möchtest. Der Mensch macht die Software, Software an sich hat keine Gesinnung, sondern der Programmierer dahinter bzw. der Konzern bei dem dieser angestellt ist.

    Opensource hat meist andere Motive, aber bedient sich oft genug identisch stupider Mittel — der Zweck heiligt nicht die Mittel.

  18. […] Oliver: >Zehn fallen mir schon ohne groß nachzudenken ein. Mir nicht, es gibt ein… […]

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