Interview: Bloggen ist unendlich

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Foto: savone | CC-Lizenz

Die Jungle World hat mir während der Geschichte rund um den Kontrollverlust des Herrn Seemann bei der FAZ und zum Bloggen allgemein ein paar Fragen gestellt. Ich habe da mal geantwortet. «Ich glaube, mit dem Fall bei der FAZ stehen wir vor einer Zäsur. Michael Seemann, Mario Sixtus, Thomas Knüwer und andere haben das Bloggen in Deutschland endgültig in Verruf gebracht. Wer sich so unprofessionell verhält wie Seemann, wer wie Sixtus völlig hanebüchen von einer »Bücherverbrennung« spricht, wer wie Knüwer die FAZ-Redaktion beleidigt, kann nicht mehr ernst genommen werden. Wir sprechen hier immerhin von Bloggern, die zu den etabliertesten und auch medial bekanntesten gehören.» Nothing more to say: «Auf Blogs kann man lachen und weinen, sich freuen und ärgern, sich informieren und desinformiert werden. Bloggen ist unendlich, es ist subjektiv, es ist politisch, es ist privat, es ist öffentlich, es bedeutet, anderen zu helfen und Hilfe zu bekommen. Bloggen kann man nicht beschreiben. Bloggen kann man nicht in Worte fassen. Bloggen muss man selbst, um es zu verstehen.»

Interview — Bloggen ist unendlich

Artikel der Jungle World — Kontrollverlust im Blogger-Dorf

F!XMBR — Die FAZ konnte gar nicht anders
F!XMBR — Quo vadis, Blogger?

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6 Antworten zu “Interview: Bloggen ist unendlich”

  1. Frank sagt:

    Ehrlich gesagt, fand ich die Reaktionen nicht überzogen. Klar die Gefühle sind hochgekocht und es gab Unklarheiten auf allen Seiten. Aber in Situationen wie diesen wird der Status Quo zwischen verschiedenen Formen von Medien ausgehandelt. Ich frage mich eher, warum du befürchtest, dass die Unprofessionalität auf andere BloggerInnen (auch dich) abfärbt. Ich vergleiche Bild und FAZ auch nur sehr bedingt, auch wenn sie dem selben Medium angehören.

  2. Chris sagt:

    Ganz einfach: Wenn über Blogger in Deutschland gesprochen wird, fallen immer dieselben Namen. Das ist beim Journalismus nicht der Fall.

    Und wer «Bücherverbrennung» für angemessen hält oder für nicht überzogen, ist geschichtsvergessen und sollte noch einmal zur Schule geschickt werden.

  3. Das Einzige, was mir immer wieder ergänzenswert erscheint ist die Forderung nach einer höheren Trennschärfe in Bezug auf ‘private Blogger’ versus ‘Blogger mit journalistischer Vergangenheit/Gegenwart’. Das Herumgemeine von Privatleuten ist bei Medienthemen das eine, das Meinung ablassen in den (Micro-) Blogs der Profis etwas ganz anderes.

  4. Rainersacht sagt:

    @Chris: Vollste Zustimmung!

  5. Frank sagt:

    «Wenn über Blogger in Deutschland gesprochen wird, fallen immer dieselben Namen.» — Dann meinst du aber etwas anderes. Du kritisierst das Verhalten «vermeintlicher ProfibloggerInnen» ist ihrer Rolle nicht angemessen bzw. unprofessionell.

    Das eigentlich Problem ist dann aber eher das ihnen diese Rolle als LeitbloggerInnen von den traditionellen Medien (und auch uns) zugeschrieben wird. Wie du schon schreibst, ist die Welt der Blogs sehr groß und facettenreich. Ich finde es problematisch nur einige (männliche) Tech/Politik Blogs als Leitfiguren herauszustellen.

  6. Chris sagt:

    Naja, sie verstehen es sehr gut, sich selbst auf dieses Podest zu heben. Ist aber auch egal. Muss man hier nicht weiter drüber diskutieren…

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