In eigener Sache: Die Anrufe des Bundespräsidenten

Die meisten Medien haben in den letzten Stunden nicht über telefonische Kontakte zwischen Bundespräsident Christian Wulff und den beiden F!XMBR-Herausgebern berichtet. Wir nehmen zu den Vorfällen wie folgt Stellung:

Richtig ist, dass F!XMBR dem Bundespräsidenten im Rahmen der Veröffentlichungen zum unpräsidialen Verhalten Wulffs im Umgang mit der Affäre rund um seinen umstrittenen, privaten Hauskredit keine Gelegenheit zu einer ausführlichen Stellungnahme gegeben hat. Eine solche Stellungnahme haben wir am 14. Dezember in einem Fragenkatalog zusammengestellt, diesen dann kurz vor Redaktionsschluss verworfen.

Im Anschluss daran versuchte der Bundespräsident nicht, einen der beiden F!XMBR-Chefredakteure zu erreichen, die sich zu der Zeit nicht auf einer Dienstreise in den USA befanden um bei Karl-Theodor zu Guttenberg nach dem Rechten zu sehen. Bundespräsident Christian Wulff hinterließ keine längere Nachricht auf dem Anrufbeantworter der F!XMBR-Chefredaktion.

Der Bundespräsident zeigte sich nicht gegenüber den beiden F!XMBR-Herausgebern über die Veröffentlichungen zu dem Hauskredit und seinem unsäglichen Verhalten empört und drohte auch nicht mit Konsequenzen für die Verantwortlichen F!XMBR-Redakteure. Ebenso ist es unwahr, dass er zwecks Einflussnahme Tante Elfriede und Onkel Matthäus kontaktiert hat. Diese nehmen selbstverständlich keinen Einfluss auf unsere redaktionelle Arbeit.

Somit war es auch nicht nötig, dass der Bundespräsident zwei Tage später den erneuten Kontakt zur F!XMBR-Chefredaktion suchte und für den Ton und Inhalt seiner Äußerungen auf dem Anrufbeantworter in einem persönlichen Gespräch um Entschuldigung bat.

Die ausgebliebene Kontaktaufnahme hat keinerlei Auswirkungen auf weitere Berichte und Veröffentlichungen bezüglich des privaten Hauskredites, seines wirren Verhaltens gegenüber der deutschen Bevölkerung und seinen Umgang mit den Medien. Dies bezieht sich auf aktuelle Veröffentlichungen, wie auch für zukünftige.

Die F!XMBR-Herausgeber und –Chefredakteure haben sich nach breiter redaktioneller Debatte dazu entschieden, diese Erklärung zu veröffentlichen, da wir offensichtlich zu den wenigen Medien gehören, denen der Bundespräsident nicht mit Krieg gedroht hat. Diese Ignoranz hat für uns den Rubikon überschritten.

Hamburg, 03. Januar 2012

Die F!XMBR-Chefredaktion

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6 Antworten zu “In eigener Sache: Die Anrufe des Bundespräsidenten”

  1. Tom sagt:

    Naja dann ist ja alles klar und Herr Wulff muss also auch nicht zurücktreten. 😉

  2. […] Links: — F!XMBR: In eigener Sache: Die Anrufe des Bundespräsidenten — F!XMBR: Christian Wulff hat fertig — Kanzlei Kompa: “Verunglimpfung des […]

  3. LizaNora sagt:

    Hallo. Der Irrtum liegt im Irrtum von Frau Merkel, die ihrer eigenen Machtansprüchen folgend einen anscheinend schädlichen Bewerber um ihr Amt ausschalten wollte und darübre hinaus gegen eigenes besseres Wissen handelte. Nämlich im Wissen, dass diesr Kandidat den Anforderungen nicht gewachsen sein wird. Es ging Frau Merkel doch sehr erkennbar nur darum, einen leicht zu dirigenden und unsicheren und damit leicht zu beeinflussenden «Präsidenten» zu installieren. Das rächt sich nun. Die Schuld liegt hier nicht bei Herrn Wulff, der kann einem nur leidtun. Er ist nicht nur von Frau Merkel abhängig, sondern auch von seiner eigenen Frau, die ja auch ganz offensichtlich ihren starken Einfluss auf einen doch sehr schwachen Mann auszuüben sehr bemüht war. Man betrachte sich nur die Fotografien dazu.
    Mir kamen schon bei der Betrachtung der Fotos der letzten Reise starke Bedenken, ob hier die Berichterstattung wohl richtig sei, es wurden hauptsächlich die «privat Reisenden» beschrieben. Vom Sinn und Zweck der Reise war nirgends etwas zu lesen.

    Das Amt des Bundespräsidenten wurde nicht durch Herrn Wulff beschädigt, der «Unfall war vorprogrammiert durch Frau Merkel höchstpersönlich. Und das ist das eigentlich Schimme daran !

    Stets gegen Gesetzmäßigkeiten, die sich letzten Endes dann durchsetzen, kann man nicht dauernd verstossen. Frau Merkel hat ihre Zeit damit auch abgeschlossen.

  4. 1ng0 sagt:

    chrissi an kai: ich vergrab dein herz an der biegung des rubikon!

    was weißt du kleiner bubi schon
    vom krieg? hör auf zu stressen!
    ich schubs dich in den rubikon
    die fische wollen fressen

    und kuck mal deine trulla an:
    debil und über vierzig!
    dagegen meine: voll vulkan
    sie trägt nen rock? den kürz ich!

    ich spritz dein hemd mit säure voll
    dein samt ist dann beschädigt
    don’t fuck with me, du kleiner troll!
    für mich bist du erledigt

  5. gargamel sagt:

    Es wird alles wie immer enden: Alles vergeben und vergessen und den Skandal schön zudecken. Meiner Ansicht nach ist weniger die Geldbeschaffung der Skandal (welcher Politiket hat schon eine saubere Weste?), sonder vielmehr die Tatsache dass Herr Wulff während einer Reise — auf der er für Presse– und Meinungsfreiheit warb -, versuchte die eigene Presse Mundtod zu machen oder ihr zumindest einen Maulkorb anzulegen. Was mal wieder ein exquisites Beispiel für die Doppelzüngigkeit von Politikern und Politik im Allgemeinen darstellt. Oder Volkstümlich ausgedrückt: Herr Wulff ist ein Heuchler und auf einen solchen kann ich als Staatsoberhaupt gerne verzichten.
    Aber seine «Kollegen» werden ihn schon decken. Schließlich hackt eine Krähe der anderen auch kein Auge aus. Das nennt sich dann Realpolitik.
    Ich nenne es verarsche des Volkes…

  6. phoibos sagt:

    als das fahrgastfernsehen mich informierte, dass für wulff der rubikon überschritten sei, fühlte ich mich zu allererst an den erinnert…

    ciao
    phoibos

    ps: frohes neues und so ihr beiden! :)

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