In den nächsten Tagen tritt ein Minister zurück

Ich bin müde, noch viel zu dem Hartz-Konstrukteur Wolfgang Tiefensee zu schreiben. in der Öffentlichkeit gilt Problembär Glos als das größte Problem innerhalb der Unions-Ministerriege — auf Seiten der SPD übernimmt diesen Job Wolfgang Tiefensee. Selten hat sich ein Minister so jämmerlich aufgeführt, wie Tiefensee in den letzten Tagen — hat er doch an den Bahnvorstand appelliert, auf die Bonuszahlungen zu verzichten. Die Bahn gehört dem Staat, uns allen und der zuständige Minister muss die dortigen Chefs um etwas bitten — kein anderer Minister im Merkel-Kabinett hat so seine Unfähigkeit und seine jämmerliche Gestalt in dieser Art und Weise unter Beweis gestellt. Wolfgang Tiefensee war während seiner gesamten Amtszeit einem Hartmut Mehdorn nicht im Ansatz gewachsen. Der Bahnchef und seine Lobbyisten sind Wolfgang Tiefensee — und fairerweise muss man sagen, der gesamten Bundesregierung, nur trägt Tiefensee die Verantwortung — in den letzten Jahren auf der Nase rumgetanzt. Wolfgang Tiefensee sollte die Interessen des deutschen Volkes vertreten — wurde aber der Lächerlichkeit preisgegeben.

Die Bonuszahlungen an den Bahnvorstand, sein Bauernopfer, der Staatssekretär Matthias von Randow, werden nun dafür sorgen, dass in den nächsten Tagen zurücktreten wird. In den letzen Tagen ist es schon einsam um ihn geworden — die aufrechten Medien haben sich bereits auf ihn eingeschossen. Doch wenn es zutrifft, was nun die FDT berichtet, ist er nicht mehr zu halten.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee verstrickt sich in der Bahn-Bonusaffäre immer tiefer in Widersprüche. Nach Informationen der FTD hatte Bahnaufsichtschef Werner Müller den SPD-Politiker Tiefensee bereit in der zweiten Augusthälfte telefonisch über die umstrittenen Bonusregelungen für Bahnvorstände informiert.

[…]

Am Freitag räumte der Sprecher dann ein, dass der Minister bereits «Mitte September» informiert gewesen sei. Er habe die Boni damals aber nicht thematisiert, weil er den geplanten Teilbörsengang der Bahn nicht habe gefährden wollen.

Tiefensee war schon im August informiert

Damit dürfte Tiefensee nicht einmal mehr von Steinmeier und Müntefering zu halten sein. Bisher war Wolfgang Tiefensee der SPD-Quotenossi — um es ein wenig provokant auszudrücken. Es sagt aber schon viel über die Leistung des Hartz-Mannes Wolfgang Tiefensee aus, wenn übereinstimmend berichtet wird, dass genau dieser Zustand ihn noch auf seinem Posten hält. Das dürfte nun Geschichte sein. Die SPD, die Wähler sind leidensfähig — wenn jedoch Tag für Tag neue Lügen eines Ministers offenbar werden, muss irgendwann die Reißleine gezogen werden. Die Finanzkrise wäre die große Chance für Wolfgang Tiefensee gewesen, die insbesondere von den Menschen in diesem Land und auch der sogenannten SPD-Basis nie gewollte Bahnprivatisierung zu stoppen. Diese Chance wurde verspielt. Er hat sie nur verschoben — und mit der Posse um die Bonuszahlungen bewiesen, dass er nur ein Lakai eines Hartmut Mehdorn ist.

Lieber Herr Tiefensee, bitte treten Sie zurück. So schnell wie möglich. Und liebe SPD, bitte sorgt für einen Ersatz, der die Interessen des Volkes vertritt. Also diese unsägliche Bahnprivatisierung endgültig stoppt. Das würde Euch jede Menge Bonuszahlungen in Form von Wählerstimmen bringen. Ich mein ja nur…

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4 Antworten zu “In den nächsten Tagen tritt ein Minister zurück”

  1. klml sagt:

    «Wolfgang Tiefensee war während seiner gesamten Amtszeit einem Hartmut Mehdorn nicht im Ansatz gewachsen.»

    Wohl war, allerdings lässt sich hier die Rollenverteilung, wohl aufgrund der vielfältigen Patzer nicht mehr verwischen.

    Noch mehr sorgen machen mir z.B. die Märchen von Traumpärchen Ackermann und Merkel, die gemeinsam für unser Land streiten. Da lässt sich leider nicht sofort erkennen das es sich da eher um ein devote-dominantes Abhängigkeitsverhältniss handelt.

  2. Martina sagt:

    Erst in den nächsten Tagen soll er zurücktreten? Ich bin der absoluten Meinung, dass Tiefensee SOFORT und AUF DER STELLE seinen Hut nehmen muss!

    Es ist mir wirklich egal, aus welchem Bundesland er kommt. Wichtig ist für mich die Qualifikation für das Amt, und dass er diesen Anspruch nicht erfüllt, ist nicht erst seit der Bonus-Zahlung bekannt.

    Schon sein Ansatz, HartzIV’ler für Buskontrollen einzusetzen, zeigte ansatzweise, wessen Geistes Kind Tiefensee ist. Und das aus der SPD? Pfui!

    Es grüßt eine auf kommunaler Ebene aktive SPD’lerin, die sich für solche Parteivertreter nicht nur «rechtfertigen» muss, was ich aber nicht tu!, sondern sich auch dafür schämt.

  3. Matthias sagt:

    > Schon sein Ansatz, HartzIV’ler für Buskontrollen einzusetzen

    Da muss ich dann doch widersprechen. Hier in Leipzig dürfen genannte HartzIV’ler explizit NICHT Fahrkarten kontrollieren. Sie stehen im Wesentlichen zu Stoßzeiten bzw. wenn die betrunkenen Party People unterwegs sind in Zweiergruppen rum, sind für Fragen ansprechbar (und i.d.R. auch hilfreich) und halten ein bisschen die Augen offen.

  4. Chris sagt:

    Und werden sie dafür auch anständig bezahlt, oder bekommen immer noch den Hartz-Hungerlohn? Und das ganz nur, damit solche Leute wie Du sagen können, ich gehöre nicht dazu…

    Jetzt mal überspitzt dargestellt. Aber darum gehts. Heute diese Arbeit, morgen die andere. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist ja da…

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