I’m with stupid

Da krachts im Blogwald, Chris kritsiert und wird behände als Krawallo abgewatscht. Nun mitunter sollte man hier auch mal ein wenig Arroganz walten lassen, statt immer den Erklärbär zu mimen oder Regeln für Blogger zu kreieren bzw. gar nen Codex.

Die Vernunft sollte in dem Ding da oben, das auf dem Hals sitzt, zuhause sein und wenn man sich dem Bloggen hingibt, so richtig mit Meinung & Co, sollte man auch ausgiebig davon Gebrauch machen. Nun die Vernunft gibts nicht ohne Anstrengung, diese basiert konsequenterweise auf Wissen. Und dieses Wissen muß man sich erarbeiten.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und jeder lernt stetig hinzu, alles schön und gut, aber viele gingen auch einfach nur dumm ins Nirwarna über — die Sprüche alleine sind also auf Dauer dann doch nicht so der Bringer. Auf dem Pfad der Tugend muß man lernen zu differenzieren, kann man dies nicht bleibt man als Mauerstein für die Blockade über.
Als Blogger, sowie als Blogleser sollte man also mit Text irgendwie, mehr oder weniger eloquent umgehen können. Nicht von hinten, durch die Brust ins Auge aber doch ansprechend. Warum? Nun 3-Zeiler sind ansprechend für diese berüchtigten Lückenfüller, repräsentieren jedoch kaum eine wirklich nachvollziehbare Meinung die zur Diskussion anregen könnte, ja gar als Kommentar geäußert erzeugen diese Dinge auch nur endlose Kolonnen von Fragezeichen.
Ergo muß/sollte für eine wirkliche Meinung auch hinreichend Material vorhanden sein, die diese untermauert. Problem hierbei, der Text wird schwer verständlich … für einige jedenfalls. Das ist nicht schlimm, man kann ja nachfragen, möchte man dies nicht kann man auch weitergehen. Auf keinen Fall sollte man sicher aber nun dazu entschließen einen dieser berüchtigten 3-Zeiler abzusondern, weil initial gings mal um wissensbasierte Meinung, nicht um dahingerotztes Bashing.

Und darin liegt auch die Anfangs erwähnte Arroganz, man kann halt nicht alles Geschriebene verstehen was da irgendwo im Web geäußert wird und dann bleibt man eben nicht stehen, sondern sucht das Weite. Wagt man sich dennoch daran, sollte man zuerst den Text von A bis Z lesen und auch die verlinkten Artikel. Gerade letztere sind nicht aus Jux und Dollerei anbei, sondern ob des erklärenden Charakters — will man dies wiederum nicht … ciao.

Hat man dies getan folgt der schwierigste Teil, das Verstehen und die Auseinandersetzung damit. Ist man eben nicht in der Lage zu differenzieren bzw. ist sich mehrfacher Bedeutungen möglichen Geschreibsels bewußt gilt auch hier ciao. Oder aber man hakt mal vorsichtig nach, auf was der schwadronierende Blogheini mit seinen Tiraden denn hinaus möchte — auch hier nicht rotzen das vergiftet die Atmosphäre. Wiederum Stichwort Arroganz, der Blogheini macht von seinem Hausrecht gebrauch, da hilft kein Codex — kommt die Meinung halt nicht auf dem entsprechenden Niveau1 ist der Spaß eben vorbei.

Auf Gutmenschen-Art kann man sich da zwar etwas zusammenheucheln, aber dann baut man halt den Ponyhof Blog auf, schreibt ebenso I’m with stupid drüber und lebt fernab der Meinung. Geht auch, auch das ist Freiheit, die einem keiner nehmen wird.

Ich liebe die Märchen der Philosophen; ich lache über die der Kinder, aber ich hasse die der Heuchler.

Voltaire

  1. da zählt noch nicht einmal so der eigentliche Inhalt []

7 Antworten zu “I’m with stupid”

  1. Chris sagt:

    Allein es wird nichts nutzen. Man hat mir gerade hämischerweise einen Link zu einem ehemaligen Fan des Callboys aus Berlin zugemailt. Der spielt sich jetzt als Blogvater auf, da kann man schon mal das Würgen bekommen. Gerade solche Leute wollen dann Gutmensch sein? Ekelerregend. Natürlich werden gleich darauf die typischen Verdächtigen verlinken, einer der ersten war dieser korrupte, kleine Warez-Bubi da aus Bochum, der rechte Hetzblätter verlinkt.

    Who cares, mich nicht wirklich, zeigt aber den widerlichen und ekelerregenden Charakter mancher Leute.

    Das schon sehr, sehr faszinierend. :)

  2. Oliver sagt:

    Also Gutmenschen sehe ich noch nicht einmal als dumm an, nur ein wenig naiv — halt menschelnd am falschen Ort. Auch das eine Gratwanderung. Wiederum eine Differenzierung, der sich so mancher blockhead nicht gewahr wird.

  3. Don Alphonso sagt:

    Seht es so: Danach weiss man, woran man ist. Immer schön die Zitate speichern, für den Fall, dass woanders dann die Amnesie einsetzt. Oder die Berliner Punks plötzlich Allüren bekommen, die ich in Bayern am ehesten von CSu-Kreisverbänden bei der Besetzung des Sparkassenchefs kenne.

  4. Chris sagt:

    Das ist das traurige an der Geschichte, ich traue es den handelnden Personen mittlerweile zu. 😉

  5. enterhaken sagt:

    wie, wo, was? Hab ich was verpasst?

    Egal, ich schau Oli mal weiter im Jabber beim Online — Offline wechseln zu, macht auch spass 😀

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