Ich liebe dieses Web

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Wenn ich morgens kurz in den Feedreader schaue, aber auch abends, wenn ich nach Hause komme, mich auf dem Sofa langmachend — lese ich überwiegend nur noch die Überschriften der von mir abonnierten Seiten. Ich kenne dann den Inhalt des Artikels — zumindest meine ich mit Bestimmtheit sagen zu können, welche Reise dieser nimmt. Ich weiß die Publikation einzuschätzen, ich habe jahrelange Erfahrung, ich kenne viele Autoren — insbesondere natürlich die Blogger und die etablierten Medien. Dass SPIEGEL Online auf einmal ein Lobeslied Ypsilanti & Lafontaine singt, ist ebenso wahrscheinlich wie eine Empfehlung von Jochen und seinem Duckhome zur INSM oder dem Konvent für Deutschland.

Besondere Webseiten, die mir Tag für Tag Freude bereiten, besuche ich selbstverständlich noch live und in farbe — um es mal salopp zu sagen. Und auch wenn ich die dortigen Artikel ebenso beim Lesen der Überschrift zu erkennen vermag — die Zeilen lese ich trotzdem in aller Ruhe, Wort für Wort. Das ist meine ganz persönliche Wertschätzung für den jeweiligen Autor. Ich würde von meinem eigenen Informations– und Meinungskatalysator sprechen: Die Überschriften im Feedreader, ausgesuchte Webseiten — natürlich nicht die Linktipps zu vergessen, von Menschen, die ich schätze und deren Meinung mir wichtig ist, deren Meinung ich teile. Und schon festigt sich meine Meinung, überdenke ich sie — entstehen Artikel für F!XMBR. Dazu selbstverständlich Gespräche, mit Oliver, mit Freunden, mit der Familie.

Die heutige Informationsflut zwingt uns, dieselbigen zu bündeln, zu katalysieren. In der Zukunft wird es immer wichtiger werden, Müll und Propaganda von wirklich wertvollen Inhalten zu trennen — auch wenn wertvoll immer innerhalb des eigenen Interessengebietes steckt. Der Information ansich gehört die Zukunft — und nie war es leichter, sich zu informieren, zu bilden, das eigene Wissen zu erweitern. Das Web ist groß — eines der größten Errungenschaften unseres Zeitalters. Es ist eine nicht enden wollende weltumspannende Gesellschaft — die ganze Welt trifft sich, gibt sich die Hand, diskutiert miteinander, tauscht sich aus. Auf Blogs, in Foren, in Wikis — oder auf profanen HTML-Seiten wird Wissen vermittelt, Hilfe angeboten, werden Lösungswege aufgezeigt.

Natürlich lockt so ein süßer Honigtopf auch die Glücksritter, die schwarzen Ritter, die dunkle Seite der Macht an. Man sollte sich von diesen nicht den Spaß verderben lassen. Das Web ist groß — größer als alles, was wir in ihm finden können. Größer, als die Blogosphäre, größer als die Holzindustrie, größer als die Werbe– und Glücksspielindustrie. Das Web ist wie ein großer, farbenfroher Ozean — und ich bin froh und glücklich, Teil dieser Gesellschaft sein zu dürfen. Ich liebe dieses Web — es ist mein größtes Hobby und ich habe tolle Freunde über das Web gefunden — Freundschaften geschlossen, die selbstverständlich bis ins sogenannte Real Life ragen und dort gefestigt wurden. Ich liebe dieses Web, auch mit seinen negativen Begleitumständen — insbesondere aber weil es so groß ist. Das Web ist größer als wir alle — man findet in ihm so viel Wissen, Freude und Menschen unterschiedlicher Charaktere. Das Web ist unendlich — unendlich groß, unendlich spannend, unerschöpflich. Ich liebe dieses Web. :)

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Eine Antwort zu “Ich liebe dieses Web”

  1. Casi sagt:

    gut gebrüllt, Löwe :) Ich liebe das Web auch — nicht zuletzt wegen Blogs wie diesem Exemplar hier 😉

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