I have a dream

Dr. Martin Luther King bei seiner historischen Rede 1963. Viele werden nun sicherlich fragen, das ist schön, das ist uns bekannt, da redet der Mann von dem Problem der Farbigen in den Staaten. Wtf — was hat das mit uns zu tun? Nun Dr. Martin Luther King sprach das Problem im dortigen Kontext an, aber sein Traum richtet sich an alle, an alle Nationen weltweit die nicht in der Lage sind mit Minderheiten, Fremden menschlich umzugehen. Und losgelöst von diesem Kontext trifft seine Aussage mehr denn je auch auf dieses Land zu,

And when this happens, when we allow freedom to ring, when we let it ring from every village and every hamlet, from every state and every city, we will be able to speed up that day when all of God’s children, black men and white men, Jews and Gentiles, Protestants and Catholics, will be able to join hands and sing in the words of the old Negro spiritual, «Free at last! free at last! thank God Almighty, we are free at last!«1

Nur wer erhob jemals in diesem Land die Stimme für Gleichheit? Abseits davon sind nur jene gewaltig die eben den Keil tiefer und tiefer in diese Gesellschaft treiben. Jene die Divergenz im Volk möchten, unterteilt in Klassen und wiederum separiert von Fremden.

I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character.

Wir separieren heute wieder nach Klasse, Hautfarbe bzw. legten diesen Habitus nie wirklich ab. Wann wird der Traum zu Ende geträumt, wann tritt tatsächlich eine Änderung ein? Heutzutage ist es selbst in der politischen Klasse wieder usus Fremdenhass zu schüren ob perfider Argumentationsketten, wir üben uns in political correctness und sind dennoch vom Hass geprägt bei der Handlung per se, im Umgang mit unseren Mitmenschen. Darüber hinaus verschmähen wir auch jene, die nicht dem Hass anheim gefallen sind, die nicht fortwährend Minderheiten verantwortlich machen für die eigene Unzulänglichkeit, für das eigene Versagen. Das bei einigen wenigen vorhandene altruistische Handeln wird oft von jenen, mittels Fremdenhass Geprägten, als Gutmenschentum abgeschmettert, die selbst nicht mehr in der Lage sind über das eigene Ego zu blicken, die Sinnlosigkeit ihrer Tiraden zu erkennen. Wir haben wenige die sich wehren, zu viele die hetzen und viel zu viele die still gewähren lassen …

  1. I have a dream speech []

Eine Antwort zu “I have a dream”

  1. Loui sagt:

    Persilscheine und Tabus / Zensur führen eben nicht zu einem Überdenken der alten Gewohnheiten und Denkmustern…
    Und im Stillen werden eben diese dann von Vater zu Sohn, von Sohn zu Enkel weiter gegeben. Und sind diese wieder ‘gesellschaftsfähig’ geht man wieder fröhlich auf die Strasse um mit all den Gleichgesinnten zu tanzen und lässt einmal mehr das vor Generationen aus Faulheit und Bequemlichkeit an den Hutnagel gehängte Hirn links liegen um aufrecht auf die Strasse zu treten und sich in der bis dato schweigenden ‘Mehrheit’ mit all den gleich ‘denkenden’ Marionetten in der eigenen Glorie zu sonnen…

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