Hörspiele auf Vorleser.net

Vorleser.net dürfte vielleicht einigen bekannt sein, anderen wiederum auch nicht, auf jeden Fall ist es eine Vorstellung wert. Die Damen und Herren dort, allesamt irgendwie in Sprache involviert, sei es durch Schauspiel oder tatsächlich als prof. Sprecher(innen), bringen dem geneigtem Zuhörer klassische Werke, deren Urheberrecht erloschen ist, auf diese Art und Weise hörbar näher.

Unter anderem findet man dort z.B. Werke Edgar Allan Poes oder auch die Goethes, Kafkas etc, allesamt prof. vorgetragen und verfügbar als Mp3 in CD-Qualität. Gegenüber Spenden sind die Damen und Herren dort natürlich auch nicht abgeneigt, ob der Qualität und dem angebotenem Service sollte man sich vielleicht auch darüber mal Gedanken machen, man bekommt auch eine CD mit der jeweils gewünschten Zusammenstellung 😉

Zu den ensprechenden Festen wie Weihnachten, Halloween etc. gibt es selbstredend auch Specials und wer nichts verpassen möchte, läßt sich via Newsletter über Neuigkeiten informieren.

Lesen bildet, hören ebenso … :)

9 Antworten zu “Hörspiele auf Vorleser.net”

  1. Falk sagt:

    Hören hat leider den Nachteil, dass man schneller mal abgelenkt ist, als wenn man sich in ein Buch vertieft. Daher dürfte der Bildungseffekt etwas geringer sein :)

    Thx für den Tip.

  2. Oli sagt:

    Für die Leute mit dem IPodSchmodder ist das eine einzigartige Gelegenheit auch noch ein wenig Bildung abzubekommen und das für lau. Immerhin boomen Hörbucher und ein wenig Bildung schadet nie 😉

  3. Falk sagt:

    Dem möcht ich keineswegs widersprechen, aber glaubst du tatsächlich, dass man damit die Leute erreicht, die jetzt schon nicht lesen? Allerdings sowas unter CC und dann als Podcast nach iTunes geworfen — oder gibts da schon was?

  4. Oli sagt:

    Keine Ahnung ich hoffe es, alles was wir hier irgendwo von uns geben geschieht aus Spaß und teils aus der Hoffnung heraus das es irgendwo Widerhall findet 😀
    Ich rätsel schon eine ganze Weile wie es denn um die Lizenz dieser Stücke bestellt ist. Fallen denn Stücke frei von urheberrecht und neuerliches Urheberrecht nur weil ich diese in ein anderes Medium übertrage?

  5. Falk sagt:

    Ohne Anspruch auf Richtigkeit sind die ursprünglichen Werke nach 70 Jahren gemeinfrei. Die Bearbeitung als Hörbuch dann aber wiederum nicht, sprich die mp3 dort unterliegen ganz normal dem Urheberrecht. Du kannst aber selbst diese Dinge vorlesen und als mp3 aufzeichen, unter CC stellen und weiterverbreiten.

    Wir hatten das Thema mal, als wir bei uns eine Sendung im Programm hatten, in der Geschichten vorgelesen oder aus Büchern längere Abschnitte zitiert wurden. Da durften wir jeweils einzeln die Verlage anschreiben und manchmal wurden dann auch Summen genannt, die unser Budget schlicht überstiegen. Die Radiosendung selbst hätte ich dann aber auch weiterverkaufen können :)

  6. Oli sagt:

    «Du kannst aber selbst diese Dinge vorlesen und als mp3 aufzeichen, unter CC stellen und weiterverbreiten.»

    Ja das ist klar, aber ich kann dafür doch nicht ein x-beliebiges Buch nehmen, oder? Gerade z.B. wenn ich eine Übersetzung von Edgar Allan Poe nehme, steht die Übersetzung wohl ebenso unter dem Urheberrecht?

  7. Falk sagt:

    Da müsst ich mich nochmal konkret schlau machen — die 70 Jahre beziehen sich aber (Gedächtnisprotokoll) auf das Datum der Erstveröffentlichung, also Zugänglichmachung eines Werkes. Damit dürfte unerheblich sein, ob es sich um eine spätere Ausgabe handelt, die zitiert wird. Aber diese Aussage jetzt absolut ohne Gewähr.

  8. Falk sagt:

    Okay, habs schon — ich zitiere:

    Das Übersetzen eines urheberrechtlich geschützten Werkes kompliziert die juristischen Zusammenhänge, weil die Urheberrechte des Autors und des Übersetzers nebeneinander stehen: Das Übersetzen eines urheberrechtlich geschützten Werkes ist eine eigenständige geistige Schöpfung.

    Konkret bedeutet das dann, dass die Übersetzung auch wiederum 70 Jahre nach Erstveröffentlichung geschützt ist.

  9. Falk sagt:

    Außerdem muss ich meine obige Aussage auch noch korrigieren — 70 Jahre nach Veröffentlichung ist nur bei anonymen Werken. Bei allen anderen, wo der Autor bekannt ist, sind das 70 Jahre nach dessen Tod. Nun aber :)

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