Hommage an Vincent Price, Christopher Lee and Peter Cushing

Am 27. Mai haben Vincent Price und Christopher Lee Geburtstag, am 26. Mai Peter Cushing. Für mich ein Grund, diesen drei Größen des Horrorfilms einen Artikel zu widmen.

Vincent Price wurde am 27.5.1911 in Saint Louis (Missouri) geboren. Bevor er Schauspieler wurde studierte er in Yale Kunstgeschichte und bereiste Europa. Sein Filmdebut gab er 1938 in der Komödie Service de Luxe. In den Vierziger Jahren spielte er Nebenrollen, wie Kardinal Richelieu in Die drei Musketiere (mit Gregory Peck). Zum Star und Horrorfilmikone wurde Price 1953 mit dem Film House of Wax. Ein weiterer Klassiker folgte 1958 mit The Fly. Unter anderem spielte er noch eine Nebenrolle in Die zehn Gebote. In dem sechziger Jahren folgten eine Reihe Edgar Allan Poe–Verfilmungen, wie The Raven (mit dem jungen Jack Nicholson) und The House of Usher.

Nach blutigen Filmen wie The Abominable Dr. Phibes und Theatre of Blood nahm Vincent Price in den siebziger Jahren Abschied vom Filmgeschäft. Seine allerletzte Rolle hatte er jedoch in Edward mit den Scherenhänden. Seine markante Stimme ist unter anderem in Alice Coopers Welcome to my Nightmare und Michael Jacksons Thriller zu hören. 1941 hat er seine eigene Galerie eröffnet, die bis heute besteht. Seiner zweiten Leidenschaft, dem Kochen, wandte er sich nach seiner Filmkarriere zu. Er starb am 25.10.1993, im Alter von 82 Jahren, an Lungenkrebs.

Christopher Lee wurde 1922 in London geboren. Seine erste Filmrolle hatte Lee 1947 in Corridors of Mirrors, bevor er 1958 als Dracula weltberühmt wurde. Wegen seiner Größe von fast zwei Metern spielte er hauptsächlich Bösewichte, wie Frankensteins Monster oder eine mordende Pharaonenmumie in Hammer-Produktionen. 1974 spielte Lee im James Bond-Film Der Mann mit dem goldenen Colt den Gegenspieler von Roger Moore. Dem jüngeren Publikum ist Christopher Lee als Saruman in Peter Jacksons Der Herr der Ringe und als Count Dooku aus den Star Wars Episoden Zwei und Drei bekannt. 2006 wird er als König Haggard in der Real Verfilmung des wunderschönen Zeichentrickfilms Das Letzte Einhorn zu sehen sein. Neben der Schauspielerei war Lee auch musikalisch tätig. Er hat nicht nur eine Ausbildung als Opernsänger, sondern stand in den letzten Jahren auch mit den Metalbands Manowar und Rhapsody auf der Bühne.

Peter Cushing wurde 1913 in London geboren. Er besuchte die Guildhall School of Music and Drama. Seine erste Hauptrolle hatte Cushing 1948 in Hamlet, an der Seite von Laurence Olivier. Dann arbeitete er für die BBC, in derem Auftrag er an der Radioversion von George Orwells 1984 arbeitete und in der TV-Produktion Stolz und Vorurteil mitwirkte. Bekannt wurde er aber durch die Rollen des Baron Frankenstein und des Van Helsing ein den Hammer-Filmen Curse of Frankenstein und Dracula. In Star Wars: Episode IV verkörperte er die Rolle des Grand Moff Tarkin. Nach Star Wars drehte er noch einige Filme und wirkte in TV-Produktionen mit, bevor er dem Filmgeschäft den Rücken kehrte. Peter Cushing starb im Alter von 81 Jahren an Krebs.

Diese drei großartigen Schauspielen standen nicht nur in vielen Filmen gemeinsam vor der Kamera, sondern waren auch privat gut befreundet. Sie ebneten den Weg für den modernen Horrorfilm.

Bildquellen:

Peter Cushing und Christopher Lee: Dracula, 1957, Warner Brothers, DVD

Vincent Price: Der Rabe, 1963, MGM, DVD

2 Antworten zu “Hommage an Vincent Price, Christopher Lee and Peter Cushing”

  1. Chris sagt:

    Christopher Lee ist der Größte. :) Vor dem hab ich schon als Kind gezittert — wie er den Dracula gemimt hat. Wenn ich welche hätte 😀 würden meine Kiddies in Star Wars und Lord of the Rings heute vor ihm zittern. :)

  2. Ich habe mich als Kind besonders vor Christopher Lee gefürchtet, als der damals den Dracula mimte.
    Aber auch beim Anschauen der Filme von Vincent Price ist mir der kalte Schauer über den Rücken gelaufen

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