Hö? Kulturbremsen am Werk …

Am Anfang steht ein zeitgemäßer Rundfunkbegriff. Er muss technologieneutral sein. Es kommt nicht auf die Art der Verbreitung an. Sondern auf die besondere Qualität und eine entsprechende Reichweite. Da ist es dann unerheblich, ob er über Antenne, Kabel oder Satellit, Internet oder Mobilfunk kommt.

taz

Also Rundfunk = alles was im Internet postuliert wird und eine Lizenz genau dann, wenn man vielleicht 10–50 regelmäßige Leser hat?

Welche Kriterien sollten dabei im Vordergrund stehen?

Es geht um alte Bekannte: um Meinungsmacht, Relevanz, Suggestivkraft. Und um Reichweite. Aber dann kommen die Oberschlauen und fragen tückisch: Was genau ist Relevanz, wie misst man die? Denen sage ich: Es zählt eben nicht nur, was man zählen kann.

Die verwendete Technik ist irrelevant, auch der traditionelle Rundfunkbegriff etc. — sprich absahnen, regulieren, zensieren im Netz? Ob einer extra schwammig gehaltenen und somit allumfassenden Definition? Kultur bremsen, weil man selbst die Zeichen der Zeit verschlafen hat und nun hofft mit einer Regulierung die eigene Position wieder zu stärken? Das Internet ist eben kein Rundfunk und das Internet gehört auch nicht einem bestimmten Land.

Was für ein Schrott, die sollen sich Gedanken um ihren Inhalt machen und nicht versuchen Kultur gemäß ihrem begrenzten Horizont regulieren zu wollen. Irgendwie bewegt, irgendwie Ton, irgendwie Text und irgendwie News, ein Schuß Relevanz dazu und ein wenig von Rundfunk fabulieren und schwupps haben wir wieder ein mal den ÖR-Klotz am Bein.

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Eine Antwort zu “Hö? Kulturbremsen am Werk …”

  1. strudel sagt:

    Wenn schon das Internet als Rundfunk gilt, wird es doch wohl nicht mehr lange dauern, bis auch Zeitungen und Zeitschriften als Rundfunk durchgehen. Kommt dann das Zwangsabo der «Öffentlich Rechtlichen Zeitung»? Könnte man ja von der GEZ verwalten lassen — dann hätten die auch ALLE Adressen.

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