Hinz&Kunzt — das professionelle Politmagazin aus Hamburg

Hinz&KunztDann noch einmal etwas ausführlicher. Zur Einführung der Vortrag von Hinz&Kunzt auf der Remix. Schaut es Euch an, nehmt Euch bitte die Zeit (20 Minuten, Sprungmarke benutzen), dann werden mit Sicherheit schon einige Fragen beantwortet sein:

Im Anschluss an dieses Panel gab es dann eine Diskussion, ob und wie man eine Community für Hinz&Kunzt aufbauen kann, wie die Webseite besser frequentiert wird, wie Hinz&Kunzt sich besser im Internet präsentieren kann, wie man das Internet als Multiplikator nutzen kann um das Magazin bekannter zu machen. Ich möchte jetzt nicht weiter auf diese sehr gute Diskussion eingehen — wir wissen alle, was da schnell passiert: Vorher ist das Glas vielleicht halb voll, danach läuft es hoffnungslos über. Das ist natürlich besonders der Fall, wenn man mit 20 Werbern und Kreativen zusammen sitzt. 😉

Mein Namensvetter und ich haben im Nachhinein mehrfach die Redaktion besucht und sehr intensive Gespräche geführt, was man machen kann, was nicht — und wie sich das in den Arbeitstag von Hinz&Kunzt einbauen lässt. Hinz&Kunzt will und ist interessiert, man hat sich bereits mit dem Bloggen, dem Twittern und Facebook auseinandergesetzt — natürlich fehlt es noch an Community, an Feedback, nicht zuletzt an Manpower.

Dabei muss aber immer folgendes Ziel an erster Stelle stehen:

Wie kann man über die Webseite die Menschen zum Magazin bringen?

Ziel kann es nicht sein, die Webseite zu puschen, salopp gesagt, das Blog in die Deutschen Blogcharts zu bringen. Mit diesem Projekt wird sich online kein Geld verdienen lassen — eventuell können die Spenden gesteigert werden. Zentraler Punkt — das Baby — ist das Printmagazin. Ich habe die (nicht ganz) korrekte Überschrift nicht umsonst gewählt, es ist ein Straßenmagazin, Hinz&Kunzt wird aber oftmals als Obdachlosenmagazin bezeichnet. Das ist falsch. Es wird von einer professionellen Redaktion betrieben, es sind professionelle Artikel. Die morgen erscheinende Ausgabe ist zum Beispiel eine Literaturausgabe, Siegfried Lenz hat da einen tollen Artikel beigesteuert. Ich persönlich habe mich ja in die wunderbaren Collagen verliebt. Ich behaupte hier einfach mal ganz frech: Die Qualität der Artikel übersteigt die der taz. Die Auflage liegt bei rund 60.000 — das dürfte sich auf dem Niveau des Freitag bewegen, wenn sich dort der Hype gelegt hat. Das sind 3mal so viele wie zum Beispiel das Szene Hamburg.

Wie können wir als (Hamburger) Blogger — das Internet — als Multiplikator für Hinz&Kunzt auftreten?

Natürlich können wir den einen oder anderen Artikel über das Projekt schreiben, nur wird die Welle dann schnell wieder abebben. Auch wird Hinz&Kunzt im Rahmen der eigenen Möglichkeiten (Manpower) das Blog anschieben, bei Facebook und auf Twitter vertreten sein. Auch wenn wir es hier mit einer Printredaktion zu tun haben, es gibt keine Ablehnung gegen das Internet, aber vielleicht den einen oder anderen Vorbehalt. Die Artikel der SZ, FAZ & Co. lassen grüßen. Nicht falsch verstehen, es ist nicht negativ gemeint — man hat vielleicht schon einmal davon gehört, sich natürlich auch im Internet bewegt, selbst keine negativen Erfahrungen gemacht, aber das, was man gehört hat, war nicht immer positiv. Man will das Internet, weiß aber noch in manchen Punkten nicht, wie. Deswegen ist unsere erste Idee: Christian und ich halten an einem Samstag (August oder September) in der Redaktion von Hinz&Kunzt einen Workshop ab, Titel:

Was ist das Internet? Was kann es bieten?

Es soll eine Mischung werden aus Basics sowie dem (sagenumwobenen) Web 2.0. Ziel ist es hier, die vielleicht vorhandene Scheu vor dem Internet zu nehmen sowie die eine oder andere Möglichkeit des Web 2.0 vorzustellen. Und natürlich wird man sich dann auf so besser kennenlernen. Wir wissen alle, wie das ist, wenn in den eigenen Arbeitsalltag fremde Personen auftreten, die sicherlich durchaus wichtige Tipps und Tricks geben — aber es betrifft ja das eigene Fachgebiet, das eigene berufliche Wohnzimmer. Da wird dann schnell, so geht es mir auch immer, und man muss nur die ganzen Blogreaktionen auf Artikel über die Blogosphäre in den etablierten Medien lesen, auf Abwehrhaltung gestellt.

Etwaige Vorurteile sollen abgebaut werden, wir wollen uns kennenlernen.
Gemeinsam sind wir stark.

Wir freuen uns sehr darauf und sind mit der Idee in der Redaktion von Hinz&Kunzt auf offene Ohren gestoßen, man ist dort ebenfalls begeistert. Mittelfristiges Ziel sollte sein, dass die hoffentlich eigene geschaffene Community als Multiplikator der eigenen Nachrichten auftritt. Wenn zum Beispiel ein neues Magazin erscheint, wie auch morgen, dann sollte die Nachricht verbreitet werden — es muss das Interesse der Menschen geweckt werden. Mein bestes Beispiel ist immer: Die Hamburger sollen in der U-Bahn nicht mehr die BILD lesen, das tun sie sowieso kaum noch, sie sollen Hinz&Kunzt lesen. Das können wir natürlich nur anschieben, da ist dann auch Hinz&Kunzt selbst gefragt. Und wir wollen mal in unserem Workshop schauen, in einer Präsentation, weitestgehend aber in einer freien Diskussion, welche Möglichkeiten, auch in diesem engen Rahmen (Manpower), es gibt.

Eine nicht unwichtige Frage hat sich heute ergeben:

Was für Inhalte stellt die Redaktion auf das Blog?

Ich habe leidenschaftlich dafür plädiert, zu publizieren, was Spaß macht. Ich bin nicht auf Ablehnung gestoßen, auf keinen Fall, aber als Gegenargument wurde mir gesagt, man sei eine professionelle Redaktion, man helfe mit diesem Projekt den Schwächsten der Schwachen. Da kann neben einem Bericht über das (un)soziale Hamburg, diese Gesellschaft, nicht ein Fun-Artikel stehen, sei es der Betriebsausflug oder einfach ein Video, eine Geschichte, die nichts mit Hinz&Kunzt zu tun hat. Ich habe gesagt: Doch, genau das muss es sein. Soll eine Community aufgebaut werden, wollen die Leser die Redaktion kennenlernen. Wer ist der Mensch hinter dem Artikel? Natürlich nur, soweit das im Internet möglich ist, Stichwort Privacy. Und selbstverständlich muss gelacht werden — gerade wenn man sich in diesem Bereich engagiert. Das Blog muss eins werden mit der Redaktion, es muss die Reaktion widerspiegeln. Die Leser sollten es kaum warten können, bis ein neuer Artikel erscheint. Sei er nun politisch, aus dem Alltag der Redaktion oder eben ein YouTube-Video.

Wenn Ihr gerade beim Lesen Ideen habt, oder auch Kritik, ab in den Kommentare damit.

Eine weitere Idee, die mir auf der Remix gekommen ist:

Hinz&KunztBloggen für Hinz&Kunzt. Über einen gewissen Zeitraum veröffentlichen (Hamburger) Blogger einen Artikel auf dem Blog für Hinz&Kunzt, optimal sollte er thematisch passen — auf dem eigenen Blog gibt es dann einen Teaser zum eigenen Beitrag bei Hinz&Kunzt. F!XMBR wird selbstverständlich dabei sein, Christian auch, Roland hat zugestimmt, Robert hat auch zugesagt, Bulo wird zeichnen und Cem hatte auf der Remix auch schon Zustimmung signalisiert. Warum das ganze? Ganz klare Sache: Aufmerksamkeit für Hinz&Kunzt erzeugen. Sowohl bei den Lesern, als auch bei Mama Google. Es entstehen neue, spannende Diskussionen — der eigene und auch der Horizont von Hinz&Kunzt wird erweitert. Es sollen nicht alle Artikel in einem kurzen Zeitraum entstehen — auch hier würde dann die Welle schnell wieder abebben. Über einen längeren Zeitraum soll regelmäßig Anschub für das Blog geleistet werden. F!XMBR-Leser: Lest nicht nur hier, sondern auch nebenan. Und wenn Euch das nächste Mal ein Hinz&Kunzt-Verkäufer die Tür aufhält, kauft nicht nur die Zeitung, lest sie. 😉

Welcher (Hamburger) Blogger hat Lust, mitzumachen?

Mein E-Mail-Adresse ist bekannt, ich muss es nicht erwähnen, ich tue es trotzdem: Das Ganze findet natürlich pro bono statt. Los, Ihr Hamburger, macht mit — ich bin mir sicher, wenn Ihr mal in der Innenstadt seid, wartet ein Kaffee in der Redaktion von Hinz&Kunzt auf Euch. Blogger sind unbestechlich, doch bei einer Tasse Kaffee werden alle schwach. 😀

Das waren meine Gedanken etwas ausführlicher. Wie schaut’s aus?

Andere Ideen, Anregungen?

Logo: Hinz&kunzt

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9 Antworten zu “Hinz&Kunzt — das professionelle Politmagazin aus Hamburg”

  1. Isabel sagt:

    Lieber Chris, liebe Hamburger Blogger!

    was ich eben oben gelesen habe, kann ich so bestätigen: Ja wir wollen loslegen; tja, wir haben nicht so viel Ahnung (wie ihr) und nein, wir haben keine Manpower, arbeiten immer so am Limit.

    Drum wird einem doch das Herz ganz warm, wenn man diese Zeilen liest! Jedenfalls hoffe ich, dass sich die Initiative «Bloggen für Hinz&Kunzt» tatsächlich etablieren wird und wir es mit Eurer Hilfe schaffen, im Web 2.0 ein feines und beständiges Plätzchen zu ergattern. Tolle Idee!

    Ich glaube, man muss ein gesundes Maß finden, dann ist das auch alles zu schaffen. Schade wäre ein Strohfeuer, nichts ist so einsam und trocken wie eine veraltete, ungepflegte Website/Blog.

    Gemeinsam schaffen wir es!
    Danke an alle, die uns dabei unterstützen oder es noch vorhaben!
    Und JA! Einen Kaffee bekommt Ihr bei uns immer 😉

    Isabel
    Hinz&Kunzt
    Öffentlichkeitsarbeit
    040–32 108 401

  2. Oliver sagt:

    Tja würde gerne, derlei gemeinnützige Dinge unterstütze ich mit vorliebe, aber bin leider auch nicht in HH wohnhaft.

  3. Roland sagt:

    Wow, das freut mich, dass wir jetzt, Schritt für Schritt, das Thema konkret aufnehmen. Klar ist der Werbeblogger dabei. Mein Angebot steht übrigens weiterhin, dem etwas eingeschlafenen Podcast-Format von H&K ein konzeptionelles Gerüst und –wenn gewünscht– auch einen entsprechenden Sound-Rahmen zu geben. Könnte in dem Workshop von mir vorgestellt werden.
    Für mich ist H&K ein wunderbares soziales Projekt, welches wir mit Hamburger Bloggerinnen und Bloggern unterstützen sollten — was nicht heißt, dass auch andere Projekte in anderen Regionen ebenso angegangen werden könnten. :-). Vielleicht könnte man auch eine Art Patenschaft mit eben diesem Logo von dir, Chris, nachhaltig in der Netzwelt verankern. Für uns ist es ein kleiner Aufwand, der in Summe durchaus etwas bewegen könnte.

  4. Bulo sagt:

    Wenn Ihr mal ‘ne Zeichnung braucht …

  5. Roland sagt:

    @Bulo Super Angebot. Danke. Das behalte ich im Hinterkopf :-)

  6. […] dieser Ideen verschrieben und so entstand dann auch eine erste konkrete Maßnahme: Bloggen für Hinz&Kunzt. Klasse, Jungs und vielen […]

  7. Hallo Chris,

    ich habe das gleich mal getwittert: Twitter — Blogpatenschaften

    Viele Grüße
    Ina.

  8. […] auf dem Weg ins Web 2.0 Zu den Kommentaren Wer Lust hat mitzugestalten, zu schreiben usf.: Hier. Ich erinnere mich immer noch gerne an die Arbeit an der Jugendausgabe 2002. Zum […]

  9. […] Internet als Multiplikator zu nutzen unterstützen? Der Vorschlag hierauf, von Chris von F!XMBR, zusammengefasst: Bloggen für Hinz&Kunzt. Über einen gewissen Zeitraum veröffentlichen (Hamburger) Blogger […]

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