Herr Maschmeyer bestellt Frau Streisand

Aus der ARD-Programmankündigung:

ARD-exclusiv: Der Drückerkönig und die Politik

Die schillernde Karriere des Carsten Maschmeyer

Er kennt sie alle — die Großen und Mächtigen in diesem Land. Bundespräsident Christian Wulff macht Urlaub in seiner Villa auf Mallorca, Altbundeskanzler Gerhard Schröder nennt ihn einen «Freund» und Familienministerin Köhler lässt sich von seinem Unternehmen beraten.

Dass ausgerechnet der Gründer des umstrittenen Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, ein enger Freund der Spitzen unserer Gesellschaft ist, macht seine Opfer fassungslos. Der AWD hatte vielen Kleinanlegern, die ihren Lebensabend finanziell absichern wollten, sogenannte Schrottimmobilien und Geschlossene Fonds verkauft, die längst nicht das brachten, was versprochen worden war. So klagen ungezählte Anleger über den Verlust ihrer gesamten Ersparnisse. […]

Die ARD hat nun einige anwaltliche Schreiben ins Haus bekommen:

SpOn: Maschmeyer-Anwalt bedrängt TV-Intendanten
SZ: Die Papierflut-Taktik
FR: Viele Fragen, keine Antwort
NDR: Der Drückerkönig und die Politik

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4 Antworten zu “Herr Maschmeyer bestellt Frau Streisand”

  1. Ah, musste gleich nochmal bei Wiki nachlesen, was der Streisand-Effekt genau eigentlich ist. Hat nichts mit Frau Ferres zu tun, ich erinnere mich.

    Schöne ARD-Ankündigung: «Dass ausgerechnet (…) Carsten Maschmeyer ein enger Freund der Spitzen unserer gesellschaft ist, macht seine Opfer fassungslos.» Hätte man von dem Staatssender gar nicht mehr erwartet. Bleibt zu hoffen, daß die Opfer und die Basis der Gesellschaft Konsequenzen aus der Einsicht ziehen, mit wem ihre Spitzen so Umgang pflegen.

  2. vera sagt:

    Na, bin gespannt, ob die Justitiare das wasserfest genug machen konnten, daß es abends auch gesendet wird. Die Aufmerksamkeit dürfte ja nun wohl genügend groß sein :]

  3. Astui sagt:

    Heute großes Thema.
    Morgen kleine mediale Nachbesprechung.
    Übermorgen Bundesliga-Rückrunde!
    Und am Wochenende fette Party in der Villa auf Mallorca — hahaha.

  4. Oli sagt:

    Da die Reportage zu sehen war, war die Sache wohl wasserdicht genug.

    Für mich ist es ja so: Allein die Tatsache, dass Maschmeyer versuchte gegen die Ausstrahlung vorzugehen, zeigt, dass des Pudels Kern getroffen wurde. Aber von einer Reportage von Christoph Lütgert hatte ich eigentlich auch nichts anderes erwartet.

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