Hartz IV-Kochen und ein Selbstversuch

MenschenverachtendHier hatte ich über den neuesten menschenverachtenden Dreck der SPD das passende Bild kreiert. Thilo Sarrazin, SPD-Politiker und Finanzsenator der Stadt Berlin sowie Mitglied in 8 Aufsichtsräten — sozusagen die sozialdemokratische Konkurrenz zu Friedrich Merz — hatte, freundlich wie er ist, einen Speiseplan für Hartz IV-Empfänger erstellt um seine Behauptung zu untermauern, Hartz IV-Empfänger können sich vollständig, gesund und wertstoffreich ernähren. Wenn selbst der aufrechte Mob auf dem Springer’schen Hetzblatt welt.de dies diplomatisch, weil keine direktere Möglichkeit vorhanden war, zu 74% als zynisch bezeichnet, dann muss in diesem Land schon viel passiert sein. Nichtsdestotrotz — diese Person da in Berlin ist immer noch im Amt, auch dank der Linken und die BILD fährt ihre neueste Kampagne gegen die Schwächsten dieser Gesellschaft. Somit hat die SPD mit Hilfe der BILD ihr Ziel erreicht — mal wieder die arbeitende Bevölkerung gegen die Arbeitslosen aufzuhetzen. Dass dies auch und insbesondere eine Kampagne gegen die Arbeiter und Arbeitnehmer ist, verstehen die wenigsten — wie auch, wenn in den 15 Minuten Frühstückspause BILD, Brötchen und Diskussionen stattfinden. Nun hat Mark ein interessantes Projekt gestartet — Kochen mit Sarrazin: Ein Selbstversuch.

Vorweg: Das Experiment ist kläglich gescheitert — was aber nicht an Mark und seinem Einsatz liegt, sondern an der perversen und abgehobenen Vorstellung des Herrn Sarrazin. Die Ankündigung zum Selbstversuch war noch mit Ironie gespickt — auf zum ALDI, mal schauen ob es eine Bratwurst für 38 Cent gibt, und die Frage aller Frage — wie soll man die Marmelade abwiegen? Am ersten Tag des Selbstversuches war Mark einkaufen, nicht bei ALDI, der fand sich nicht in der Nähe — sondern im LIDL. Nach dem Frühstück und dem Einkauf war Mark 19,89 Euro ärmer und um die Erkenntnis, ich weiß jetzt, dass ich mit der Marmelade sparen muss und mir eigentlich keinen Apfel leisten kann, reicher. Zum Mittagessen gab es Hundefutter — natürlich nur indirekt. Mark hat es dem Hackfleisch vom LIDL Sauce Bolognese für seine Nudeln gemacht — das Hackfleisch kam aus der Tiefkühltruhe vom LIDL, wer schon einmal selbiges gekauft hat, oder eben auch aus dem ALDI, der weiß, was für einen Gestank Mark in der Wohnung hatte. Was vom Mittag übrig blieb? Tomatensauce und die Hoffnung, dass diese bis Dienstag durchhält, weil ich sonst ein sattes Minus im Wert eines Mittagessens in der Kasse hätte. Alternativ esse ich den Rest früher, dann kann aber von einer abwechslungsreichen Ernährung keine Rede mehr sein.

Und wem das Hundefutter noch nicht reicht, der sollte sich anschauen, was es zum Abendessen gab. Kartoffelsalat und Leberkäse — das Foto dazu ist schon schlimm genug, ich zitiere einfach mal Mark: Ich kann aber nur sagen: Hände weg von dem Kartoffelsalat aus dem LIDL. Und auch von dem Leberkäse, der schon ominös aussah und teilweise eine knorpelartige Konsistenz hatte. Was soll man auch anderes für 64 Cent anderes erwarten. Zudem hat der Leberkäse einen bizarren Fettfilm auf meinen Gaumen gelegt, den ich ohne Schnaps wohl nicht wegkriegen werde. Aber Schnaps steht nicht auf Thilos Liste. Bäh. Da wird mir persönlich schon beim Lesen unwohl. Satt geworden ist Mark am ersten Tag nicht wirklich — und vom Geld her liegt er auch schon über dem von der SPD (und den Grünen) veranschlagten Hartz IV-Budget.

Der zweite Tag beginnt mit Müsli, ein wahrer Preisknaller — nur die Flüssigkeitsaufnahme wird zum Problem. Experten empfehlen 2–3 Liter täglich, laut dem Finanzsenator der Stadt Berlin stehen dem Hartz IV-Empfänger nur 0,75 Liter pro Tag zu — der Rest, so anscheinend die Vorstellung, kommt wohl kostenlos aus dem Wasserhahn. Mark macht sich auch seine Gedanken: Leitungswasser kann das nicht hinreichend ersetzen. Wie ich eben gelesen habe, raten auch Ernährungsexperten davon ab, den Flüssigkeitsbedarf hauptsächlich durch Leitungswasser zu ersetzen. Dabei habe ich hier mit der Wasserqualität noch Glück. Wenn ich an das gechlorte Elend aus Frankfurt denke. Nach dem Frühstück das bekannte Gefühl: Mark hat immer noch Hunger. Das Highlight des Selbstversuches erfolgte zum Mittagessen des zweiten Tages — es gab Gemüsesuppe. Allerdings ohne Fleischeinlage, wie Mark betont: Nichtmal bei LIDL habe ich etwas rindfleischähnliches für diesen Preis gefunden. Doch nicht nur deshalb habe ich darauf verzichtet. Ich glaube mittlerweile, dass der Finanzsenator nicht kochen kann. Wäre ich dem Plan gefolgt, so hätte ich diverse Gemüsewürfel in heißem Wasser gehabt.

Das Abendessen holt Mark jedoch wieder in die Realität zurück — und mir wird schon allein beim Foto übel. Hunger, ein Gefühl, welches Mark nun seit 2 Tagen begleitet, haben andere Menschen über Monate, Jahre. Erschreckend — und doch von der Politik, mit Unterstützung der rechten Kampfblätter wie der BILD genau so gewollt. Ich werde hungrig zu Bett gehen. Den Tee, der für den Nachmittagssnack gedacht war, habe ich mir fürs Abendessen aufgehoben, weil der Finanzsenator mir heute sonst nichts zu trinken gönnt. Ich krieg langsam richtig schlechte Laune. Und Blähungen. Am Morgen des dritten Tages merkt man schon allein an der Art des Blogeintrages, dass es Mark sehr schlecht geht — ein paar dahingerotzte Zeilen, ohne die feine, liebgewonne Ironie. Kochen, leben und essen nach Vorstellungen des SPD scheint innerhalb kürzester Zeit einen anderen Menschen aus ihn gemacht zu haben. Beim Frühstück setzt sich fort, was gestern beim Abendessen geschah: Das Brot mach nicht satt, auch die schiere Menge kann da keine Abhilfe schaffen. Auch die Mandarine als Vitaminspender kann ich nur als Scherz verstehen. Zum Mittag dann ist der Selbstversuch gescheitert. Marks alarmierendes Fazit:

Eins hat sich gezeigt: Es ist möglich, für weit weniger als 4,25 Euro täglich was essbares auf den Tisch zu zaubern. Das — so muss ich zugeben — hatte ich so nicht erwartet. Das Ziel der Maßnahme war es jedoch, eine ausgewogene, gesunde und abwechslungsreiche Kost für einen Einpersonenhaushalt zu generieren. Genau daran scheitern die Berechnungen des Senators. Entweder bleibt man im Kostenrahmen, dann kann aber von “abwechslungsreich” oder “ausgewogen” keine Rede sein. Oder man versucht eine abwechslungsreiche Ernährung, dann jedoch wird der Kostenrahmen erheblich gesprengt.

Von gesunder Nahrung kann ohnehin keine Rede sein. Entweder habe ich deutlich zu viel oder deutlich zu wenig Kalorien zu mir genommen, was so oder so dazu führte, dass ich mit Heißhunger auf alles mögliche, knurrendem Magen oder Blähungen zu kämpfen hatte. Getränke — außer durchschnittlich 133 ml Saft pro Tag — hat der Senator nicht vorgesehen. Frisches Obst und Gemüse war viel zu gering portioniert. Bei den restlichen Lebensmitteln musste in fast jedem Fall der billigste Schund gekauft werden, was angesichts der zahlreichen Lebensmittelskandale, Gammelfleischfälle und der Debatte um adipöse Menschen alles andere als gesund und sinnvoll sein kann.

Mark will nun seine Ergebnisse dem netten Herrn Finanzsenator zukommen lassen. Ich befürchte fast, da wird nichts, aber auch rein gar nichts bei rauskommen. So sind sie halt die Politiker, fernab der Realität, in ihrem Elfenbeiturm sitzen, von diversen wirtschaftlichen und anderen Interessen durch die Medien vor sich hergetrieben von Tuten und Blasen keine Ahnung habend. Der Autor dieser Zeilen hat sich im Übrigen an die Linke in Berlin gewandt — auch im Hinblick auf seine Wahlentscheidung zur Bürgerschaftswahl am 24. Februar hier in Hamburg. Die einfache Frage, natürlich diplomatischer in mehreren Absätzen: Wie kann eine Partei, die für sich selbst in Anspruch nimmt, als einzige soziale Alternative zu gelten, diesen menschenverachtenden Dreck mitmachen, und sei es nur aus Koalitionsräson — muss hier nicht endlich auch mal von der Berliner Linken Farbe bekannt werden und eine Entweder-oder-Diskussion geführt werden, sprich: Entweder Sarrazin geht, oder wir gehen und verlassen die Koalition?

Die Antwort war nicht überraschend. Natürlich teilt man meine Empörung, aber dann, ja dann kommt das Aber, welches alles vorher Gesagte, welches die angeblich so guten Absichten der Linkspartei ad absurdum führt. Natürlich hat man eine simple Ausrede parat: Allerdings haben wir hier in Berlin auch keine Koalitionsvereinbarung mit Herrn Sarrazin unterschrieben, sondern eine mit der SPD. Und diese sieht u.a. vor, dass jede Partei für die von ihr zu besetzenden Ressorts Personalvorschläge unterbreitet. In so fern entscheiden auch nicht wir, sondern die SPD, ob und wie lange Herr Sarrazin Senator bleibt. Man hat mich dann noch auf die offizielle Pressemitteilung verwiesen — und damit war das Thema fast abgeschlossen. Wieso fast? Es ist in jeder Partei so, dass sich die Parteiführung weitesgehend aus der Landespolitik zurückhält. Der Druck auf die Linkspartei ob des Verhaltens der Berliner Linken muss aber extrem zunehmen — haben sich doch Gregor Gysi und Oskar Lafontaine genötigt gefühlt, eine Erklärung zu der Problematik abzugeben (PDF, 12 KB). Das typische parteipolitische Blabla. Was bleibt? Eines der reichsten Industrieländer dieser Welt sieht zu, wie Millionen von Menschen im eigenen Land hungern, sich unzureichend ernähren, politisch, gesellschaftlich genauso gewollt. Und wenn die Linkspartei irgendwo an die Regierung kommt, ist sie genauso wählbar, wie die große Schwester, die Sozialdemokratie. Deutschland im Jahr 2008 — Denk ich an Dich in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht

11 Antworten zu “Hartz IV-Kochen und ein Selbstversuch”

  1. Stefan sagt:

    Herr Sarrazin legt sogar noch nach in der aktuellen Kampagne gegen die von der Politik Entrechteten mit weiteren zynischen und menschenverachtenden Statistiken (BTW, alleine die Methode, mittels Zahlen beweisen zu wollen, wie gut es Menschen geht, ist IMO widerlich):

    «Hartz IV ist heute mehr als früher ein Fleischergehalt«
    Hartz IV ist heute mehr als früher ein Fleischergehalt

  2. Richard sagt:

    Satt werden wäre vielleicht auch für nen Arbeitslosen ein bisschen viel verlangt. «Vollständig, gesund und wertstoffreich» muss doch wohl reichen…

  3. […] Passt doch irgendwie zusammen… […]

  4. Supermann sagt:

    Aber die Inkompetenz hat auch ihr gutes:

    Zeigt es doch wunderbar, dass der Satz für Ernährung zu gering ist:

    Für einen Single sind 4,25 Euro pro Tag vorgesehen. Damit würde man mit dieser Rechnung tatsächlich hinkommen.

    Paare und Jugendliche bis Vollendung des 25. Lebensjahres erhalten aber nur 80 Prozent dieser 4,25 Euro. Macht summa sumarum nur noch 3,40 Euro. Müsste also bei einem Paar einer halt auf 40 Cents verzichten, damit der andere satt wird.

    Aber der Hammer kommt jetzt: Kinder bekommen aber nur 60 Prozent. Tja, und die Futtern auch ganz gut. Wer Kinder hat, wird das wohl wissen, was es kostet. Mal davon abgesehen, dass Kinder auch öfter neue Kleidung brauchen. Ebenso Schulsachen. Ersteres ist nur unzureichend im Satz vorgesehen und letzteres überhaupt nicht.

    Also Paare mit Kindern sind die größten Verlierer dieser «Reform».

    Aber warum nicht mal das Format von RTL II kopieren:

    Big Brother für Politiker. Jeder bekommt 4,25 am Tag. Und wer am meisten sparen kann und sich ausgewogen! ernährt, gewinnt die Wiederwahl. Alle anderen werden mit Schimpf und Schande aus den Ämtern gejagt.

  5. S. Meyer sagt:

    Netter Beitrag zum Thema, aber ob nun das «teure» Fleisch unbedingt auch besser ist, mag ich nicht unbedingt unterschreiben. Gemauschelt wird überall — egal ob bei Fleisch, Fisch, Obst oder Gemüse.

    Was ich jedoch überhaupt nicht verstehe, warum nun Selbstversuche stattfinden, bei denen irgendwelcher «Mist» in Dosen, Tüten oder Bechern eingekauft wird. Es gab da mal sowas wie selbst zubereiten (Kartoffelsalat 2 große Kartoffeln, Mayo, Milch und ein paar Minuten Zeit kostet einige cent). Kartoffelbrei in etwa gleich, aber ohne Mayo (ich erwähne es zur Sicherheit mal) und daher noch günstiger.… Dazu Fisch (ok, den sollte man aus Kostengründen nicht selbst fangen, TK reicht auch) und schon hat man ein Mittagessen für deutlich unter 1 Euro das auch schmeckt…

    Sorry, aber kochen ist doch keine unzumutbare Aufgabe die nur Menschen in Vollzeitbeschäftigung erledigen können. Diese Personengruppe muss unter anderem AUCH auf Ihr Geld achten…

  6. Oliver sagt:

    >Netter Beitrag zum Thema, aber ob nun das “teure” Fleisch unbedingt auch besser ist,

    Das wohl kaum, aber man muß sich auch nicht einbilden bei absoluten Dumping-Preisen irgendeine Art von Qualität auch nur zufällig zu erhaschen. Nicht zu vergessen ist, daß das Gros des Dosenfutters hoffnungslos mit «Natrium verseucht» ist. «das schmecht» != «das ist gesund», kann sein, muß aber nicht sein.

  7. Oliver sagt:

    Kochen oder die Wunder-Werbewelt, die einem geniale Dinge suggeriert, mögen Parameter sein, aber sie sind nicht die Ursache. Wenn du dich z.B. bewußt ernährst achtet man ohnehin auf grundlegende Dinge wie zuvor angesprochen, ist man zudem Vegetarier wie ich, kann man gar teils noch eine Menge mehr sparen. Aber man kann auch nicht von jedem verlangen, daß er nun zum Vegetarier wird, damit Vater Staat ein paar Euros einspart. Vernunft ist sicherlich auf *beiden* Seiten das Maß aller Dinge, ABER wenn man die Daumenschrauben immer härter angesetzt werden, bleibt nicht mehr viel über beim Empfänger, um sich über derlei grundlegende Dinge Gedanken zu machen.

  8. Grainger sagt:

    Um ehrlich zu sein:

    ich habe noch nie so richtig ausgerechnet, wieviel ich denn nun tatsächlich für meine Ernährung ausgebe.

    An manchen (seltenen) Tagen möglicherweise tatsächlich nur die propagierten 4,25 Euro, ich frühstücke fast nie (außer einer Tasse Kaffee kriege ich morgens einfach nichts runter) und habe zudem noch das Glück, bei meinem Arbeitgeber ein (meistens) wirklich gutes Mittagessen (einschließlich Vorsuppe, Hauptmahlzeit, Dessert und Salatbüffet) für rund 3 Euro in der Kantine zu bekommen.

    OK, die Portionen sind nicht riesig, aber für einen Büromenschen, der ohnehin fast den ganzen Arbeitstag vor dem Computer sitzt, mehr als ausreichend.

    Bliebe allerdings maximal rund 1 Euro für das Abendessen übrig, selbst bei nur zwei Scheiben Brot mit etwas Belag wird das dann schon knapp. Mag aber zu bewerkstelligen sein.

    Und es gibt auch Tage, da ist essen für mich nicht mehr als pure Nahrungsaufnahme und wird von mir mit dem gleichen Enthusiasmus erledigt, mit dem ich auch mein Auto volltanke. 😀

    Meistens gebe ich aber sicherlich mehr für meine Verpflegung aus, für gewöhnlich achte ich auch ein bißchen auf die Qualität der Lebensmittel (was Einkäufe bei Discountern nicht ausschließt). Und ich liebe Süßigkeiten (was bei einem Verpflegungssatz von 4,25 Euro/Tag wohl ein unerschwinglicher Luxus wäre).

    Dauerhaft oder auch nur für längere Zeit würde es mir ganz sicher sehr schwer fallen, mit den von Herrn Sarrazin propagierten 4,25 Euro auszukommen.

    Und ich wäre zu jeder Wette bereit, das auch Herr Sarrazin das nicht schaffen würde. Muss er ja auch nicht, denn anderen Menschen den Brotkorb hoch zu hängen war schon immer einfacher.

  9. Prospero sagt:

    Selbst wenn man sich selbst hinterm Herd stellt: Es gibt einfach Nahrungsmittel, die in letzter Zeit einen enormen Preisschub erfahren haben. Mir fällt da auf Anhieb Milch ein. Als der Regelsatz festgelegt wurde mögen die angegebenen Preise ja durchaus eventuell vielleicht — man hört meine Skepsis? — noch zu bewältigen gewesen sein. Angesichts der Tatsache aber, dass auch Lebensmittel die Tendenz haben teurer zu werden — auch mal wieder billiger, sicher, aber wann kommt das schon mal vor — und man nun nicht unbedingt die Energie hat sämliche Sonderangebots-Discounter-Läden an einem Vormittag abzuklappern…
    Zudem: Ich empfinde es als extrem zynisch ausgerechnet die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg heranzuziehen. Sicherlich ging es damals nicht anders, sicherlich haben die Mütter damals alles versucht um einigermaßen über die Runden zu kommen — das stellt sie sicherlich mit den Hartz-IV-Empfängern auf eine Stufe. Ironischerweise gabs damals Lebensmittelmarken, die auf den Bedarf eines Erwachsenen abgerichtet waren — mag sein, dass das attraktiv für etliche wäre sowas wieder einzuführen.
    Sicherlich ist eine Ernährung von vielen Faktoren abhängig, selbst kochen mag auch ab und an eine Lücke füllen — oh — moment — viele Faktoren, richtig. Es gibt da also keine Instantsofortglücklich-Lösung.
    Es läuft etwas grundsätzlich falsch wenn ein Politiker mit einem Jahresgehalt das weit über dem eines Normalbürger liegt sich anmasst zu bestimmen, was gesunde Ernährung für Mittellose zu sein hat. Ich freue mich dann vermehrt auf die langen Schlangen vor den Suppenküchen — ist ja nicht so, dass man solche Bilder nicht gewöhnt ist aus der Geschichte…
    Ad Astra

  10. […] für 4,25 am Tag nicht machbar ist dürfte nicht zuletzt der Selbstversuch Marcs bewiesen haben. FIXMBR hats mal zusammengefasst bzw. der Chris für […]

  11. […] müssen, sei aber dennoch in der Lage gewesen, einen rundum durchdachten und vielseits beachteten Speiseplan zu entwickeln, wie der Senator über einer kleinen Portion Foie Gras nach der […]

RSS-Feed abonnieren