Hallo Blogcensus

Die Wikipedia schreibt noch nicht: Eine Blogzählung (auch: Blogcensus) ist eine Erhebung statistischer und personenbezogener Bloggerdaten, wobei Blogger per Crawler und Whois-Daten ausspioniert werden.

Der Begriff Bloggerzählung ist dahingehend irreführend, dass nicht einfach nur die Blogger gezählt und regelmässig überprüft werden, wie fleissig sie denn sind, nein, es werden auch noch zusätzlich personenbezogene Daten erhoben. Das Motiv der Macher liegt im Dunkeln, die Vermutung liegt nahe, dass hier eine Zielgruppe genauer definiert werden soll. Auf dem nationalen Kongress inner:soul 2007 wurde diese nette Idee vorgestellt und für gut befunden. Das besondere an Blogcensus soll sein, dass nicht durch Umfrageergebnisse hochgerechnet wird, es sollen tatsächlich alle Blogger und Bloggerinnen ausspioniert gezählt werden.

Omfg — ich weiß noch ganz genau, wie ich mit meinem Dad 1987 auf dem Sofa saß, und wir gemeinsam — ich war damals 14 Jahre alt — den Umfragebogen zur Volkszählung mit Phantasiedaten ausfüllten. Was haben wir gelacht. Ein großer Teil der Bevölkerung wehrte sich damals gegen diesen Blödsinn, die Menschen gingen auf die Straße, damals zählte Privatsspähre noch etwas. Der Staat hatte sich schlicht und einfach aus dem Privatleben der Bevölkerung zurückzuhalten.

Dass heute Mama und Papa Staat einen totalitären Überwachungsstaat initiieren wollen — geschenkt. Kaum kommt aber eine ähnliche Idee von zwei Bloggern, jubelt die Blogosphäre auf, nur wenige Ausnahmen hinterfragen den Sinn dieser Aktion. Ich fass das nicht, ehrlich.

Also, klare Ansage: Sofort jegliche (personenbezogenen) Daten von F!XMBR, .get privacy und ich denke, Oliver sieht es ähnlich, von from hades bei Blogcensus löschen — aber pronto. Ihr dürft sie schlicht und einfach nicht erheben und speichern, ich denke Ihr macht Euch evtl. strafbar. Das wird Euch auch der Datenschutzbeauftragte des Landes NRW sagen — ich und niemand anderes — obwohl — hat Euch eine schriftliche Erlaubnis zu geben. Was meint Ihr wohl, warum Ihr überall wegen jedem Kleinkram einen Datenschutzerklärung unterschreiben dürft? Args…

Merkt Ihr eigentlich, was Ihr da tut?

In einer weiteren Phase soll herausgefunden werden, mit welchen Bloganbietern oder welcher Blogsoftware gebloggt wird, ob mehr Frauen oder Männer bloggen, in welchen Städten oder Bundesländern am meisten gebloggt wird, etc.

Das geht Euch verdammt nochmal nen Scheißdreck an. Es ist schon einfach mal crap, dass man durch das Telemediengesetz gezwungen ist, ein Impressum anzulegen, selbst bei einem profanen Privatblog — Ihr wollt noch einen Schritt weitergehen? Das kann es doch wohl nicht sein. Ja gut, Datenschutz und so, da haben es nicht viele mit. Und aufgegeben haben schon viele — welch Wunder, wenn da ein paar bekanntere Blogger ein neues Spiel spielen, alle machen begeistert mit, ohne diesen Blödsinn zu hinterfragen.

Ich wäre ja für ein neues Blog — BBB. Big Brother Blogging. Es tun sich ein paar Blogger in einer WG zusammen, filmen sich gegenseitig rund um die Uhr und streamen das live ins Web. Das ist doch mal eine geniale Idee — Werbung aufs Blog und dann wird noch Kohle gemacht. Ich hab einige Blogger im Kopf, die das mitmachen würden…

46 Antworten zu “Hallo Blogcensus”

  1. Martina sagt:

    Bei derzeitig 73.306 erfassten deutschsprachigen Blogs dürfte das ganz teuer werden. Der Weltherrscher und ich haben gewettet, wieviel Blogs zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst worden sind. Sollte ich verlieren, dann muss ich eine Woche lang über BOXEN schreiben — und das passt dann so richtig.

    BTW, diese «Schwanzlängenvergleich» Counter sind und waren die Stufe 1 in diesem Prozess.

    Wenn ich mir die Datensammelleidenschaft mancher Community-Betreiber ansehe, wie z.B. auf Feierabend.de, dann ist das Projekt von Dirk doch nur eine weitere Eskalation. Und sie werden die Daten wahrscheinlich kommuliert anbieten, denn darin liegt ein immenses Marketing-Kapital, das sich sicherlich in bare Münze auszahlen lässt.

  2. Oliver sagt:

    >Bei derzeitig 73.306 erfassten deutschsprachigen Blogs

    Wenn ich schon immer diese absoluten Zahlen höre, diese kann doch je nach Arbeitsstil wahrlich beinahe jeder toppen oder gar unterschreiten, je nach Kriterium. Zudem wird einem recht übel dabei, wenn man sieht wer da alles — inbesondere in Deutschland — erfassen, vermessen etc. möchte. Werben und andere Inhalte beurteilen bzw. Blogs vermessen, das ist «Pro-Blogging». Man wie lächerlich …

  3. 1. Zu keinem Zeitpunkt werden irgendwelche Whois-Daten abgefragt. Das wurde nie behauptet und wird auch nie geschehen.

    2. Das Motiv der Macher liegt nicht im Dunklen. Man kann sie jederzeit nach ihrem Motiv fragen und sie werden antworten: Die Motive sind rein wissenschaftlicher Natur. Wir werden zu keinem Zeitpunkt noch so kleine Datensätze an irgendjemanden herausgeben. Schon gar nicht an Agenturen oder ähnliche kommerzielle Unternehmen.

    3. Die Idee zu blogcensus wurde auf keinem Kongress vorgestellt.

    4. Wir können keine personenbezogenen Daten Eurer Blogs löschen, da wir zu keinem Zeitpunkt welche erhoben haben.

    5. Sobald Blogcensus Blogs über den RSS-Feed besucht, um festzustellen, ob ein Blog in den vergangenen Wochen aktualisiert wurde oder nicht, wird selbstverständlich die robots.txt beachtet. Zudem wird dann über die Art und Weise informiert, wie man sein Blog aus der Blogcensus-Datenbank löschen lassen kann. Dies lässt sich auch seit Wochen auf Blogcensus.de nachlesen.

    6. Wir machen uns selbstverständlich nicht strafbar, da wir keine personenbezogenen Daten erhoben haben.

    7. Zum jetzigen Zeitpunkt werden ausschließlich URLs deutschsprachiger Blogs in einer Datenbank gesammelt. URLs. Keinerlei andere Daten. Sobald Geschlecht oder Wohnort erfasst werden, geschieht dies komplett anonym und nicht im Zusammenhang mit der jeweiligen URL. Ich wiederhole mich: Zu keinem Zeitpunkt werden irgendwelche Whois-Abfragen gemacht. Lediglich, wenn ein Blogger sich als Frau oder Mann zu erkennen gibt, bekommt die Spalte männlich oder weiblich ein «+1″. Es wird kein Name abgespeichert. Wir werden uns selbstverständlich zu jedem Zeitpunkt an alle geltenden Gesetze halten.

    8. Das alles hätte man natürlich zu jedem Zeitpunkt von mir oder Dirk Olbertz telefonisch oder per Mail erfahren können, aber dann hätte man ja keine reißerische Geschichte mehr gehabt.

  4. Chris sagt:

    1. Wie sonst wollt Ihr erfahren, ob Männlein oder Weiblein.
    2. Wissenschaftlicher Natur, ah ja.
    3. Die inner:soul 2007 gab es in Wirklichkeit auch nie.
    4. Zitat von Eurer Homepage:

    «ob mehr Frauen oder Männer bloggen, in welchen Städten oder Bundesländern am meisten gebloggt wird»

    Womit wir wieder beim Whois, etc. wären…
    5. Wieso erst dann. Ich will ab sofort von Blogcensus nicht mehr gecrawlt werden? Habe ich das nicht klar genug ausgedrückt?
    6. Siehe oben.
    7. Anonym, aha… Ihr wollt also alle — sagen wir mal — 100.000 Blogs lesen und schauen, ob sich dort Hinweise auf Wohnort oder Geschlecht finden. Natürlich…
    8. Ich weiß nicht, was Du bist, ich bin Blogger, ich schreibe, und mauschel nicht hintenrum per Mail oder Telefon.

    Ansonsten ist es halt ne Volkszählung, nur halt unter Blogs — schlimm, ganz schlimm..

  5. Oliver sagt:

    >Die Motive sind rein wissenschaftlicher Natur.

    Hmm also mal wieder Frankenstein in spe, soziologische Experimente, ungefragt, unerwünscht?

    Kann man sich auch gegen diese ungefragte Auswertung wehren? Oder muß man die Erfassung einfach hinnehmen? Ich denke nicht …

    >Wir werden uns selbstverständlich zu jedem Zeitpunkt an alle geltenden Gesetze halten.

    Die Privatssphäre würde schon langen.

  6. 1. Durch Besuchen der Blogs.
    2. Glaub, was Du willst.
    4. siehe 1.
    5. Ich wiederhole mich: Du wurdest nie von Blogcensus gecrawlt und kannst das jederzeit genauso ausschließen, wie bei allen Suchmaschinen-Crawlern.
    7. Exakt so soll das passieren. Nenn uns verrückt, meinetwegen.
    8. Genau das ist dein Problem. Alles aufschreiben, was der Kopf gerade hergibt — auch wenn man damit nur einen Bruchteil der Wahrheit trifft. Bloß nicht recherchieren, um der Wahrheit näher zu kommen.

    Dass Du das Blogcensus-Projekt schlimm findest, sei Dir unbenommen, aber behaupte nicht, wir würden illegale Dinge tun. Damit verstehe ich nämlich überhaupt keinen Spaß.

  7. Oliver sagt:

    >1. Durch Besuchen der Blogs.

    Fragt ihr höflich?

    >Damit verstehe ich nämlich überhaupt keinen Spaß.

    Wir mit unserer Privatsphäre ebenso wenig. Soll das btw. eine versteckte Drohung darstellen?

  8. Chris sagt:

    aber behaupte nicht, wir würden illegale Dinge tun. Damit verstehe ich nämlich überhaupt keinen Spaß.

    Ach Gottchen, wollst Taschentücher haben? Gerne. :)

    Zum Rest mal gerade aus dem Jabber gefischt, ich will mich mit so einem Schwachsinn, wie Ihr ihn da aufzieht, nicht mehr rumärgern.

    [XYZ] wenn sie irgendetwas brauchbares an infos möchten, müssen sie die üblichen quellen anzapfen wie whois, impressum etc.

    [Chris] [XYZ]wenn sie irgendetwas brauchbares an infos möchten, müssen sie die üblichen quellen anzapfen wie whois, impressum etc.

    [ZYX] ja eben, alles andere ist unfug

    [XYZ] wenn sich jemand schon auf den gesetzlichen rahmen bezieht, heißt das für mich er macht alles was geht und wenns denjenigen stört pech gehabt. der korrekte weg wäre ein umfrage gewesen auf freiwilliger basis — eine erfassung verstößt imo gegen jede privatssphäre

  9. Dirk Olbertz sagt:

    Wie wir herausfinden wollen, ob Männlein, oder Weiblein? Ganz einfach, indem wir uns das Blog anschauen und evtl. nach einem Impressum oder ähnlichem suchen. Wenn wir nichts finden, ist das auch nicht schlimm, dann markieren wir bei uns einfach «nicht festgestellt» (oder wie auch immer). Und ja, wir schauen uns dabei jedes einzelne der 100.000, oder wieviel auch immer, Blogs dabei einzeln an.

    Wegen der Datenschutzproblematik habe ich ja bereits in dem von Dir verlinkten Blog im Kommentar geschrieben, dass ich mich bei dem Datenschutzbeauftragten des Landes NRW kundig machen werde. Sorry, dass ich da nicht auf Dich als höchste Instanz setze — auch wenn wir da wirklich sensibel mit dem Thema umgehen, das haben wir aber auch schon einmal erklärt.

    Jens Einwand mit dem Telefon finde ich insofern angebracht, als dass per Schriftsprache einige Facetten des Ausdrucks verloren gehen und man halt statt einer Aneinanderreihung von Monologen auch einen richtigen Dialog hinbekommt, ohne dass man ständig nachschauen muss «was ist denn jetzt noch gleich Nummer 4 gewesen»?

    Im Moment werden keine einzelnen Blogs gecrawlt, insofern können wir garnicht damit aufhören, euer Blog hier zu crawlen. Der Crawler (vielleicht findet sich hier auch noch ein nicht so missverständlicher Begriff) wird *zukünftig* nur ab und zu mal den RSS-Feed einlesen um zu bestimmen, wann der letzte Blogeintrag geschrieben wurde.

    Jetzt sagt ihr wahrscheinlich auch, dass uns das nichts angeht, aber deshalb werden wir ja, sobald der Crawler überhaupt startet, die robots.txt beachten und euch auch eine andere Möglichkeit geben (Stichwort Blog claimen), das Blog von Blogcensus ignorieren zu lassen.

    Ich hoffe, dass jetzt ein paar Missverständnisse ausgeräumt wurden. Im Moment gibt es eigentlich nichts, was — wie ich es verstanden habe, auch von eurer Seite — problematisch wäre und wenn es dazu kommen könnte (Stichwort Crawler und Erhebung z.B. männlich/weiblich), gibt es von uns die Aussage, dass wir gängige Regeln (robots.txt) und die Gesetzte einhalten werden.

  10. Chris sagt:

    … Impressum …

    Mehr ist nicht mehr zu sagen…

    Ihr schert Euch einen Dreck um die Privatsphäre anderer. Das (Pflicht-) Impressum auf den Blogs ist ganz bestimmt nicht für solche Zwecke gedacht…

  11. Oliver sagt:

    Auch widerspricht es jeder Art von Anstand private Informationen von Blogs auszuwerten. Die Öffentlichkeit ist die Wahl des Bloggers, ebenso Ort und Stelle wo dies getan wird. Wir grasen mal alles ab und wer es nicht mag kann sich melden, ist schon mehr als respektlos.

  12. Dirk Olbertz sagt:

    Ich finde es immer wieder schön, wie ihr euch mit einer Floskel wie «mehr ist nicht zu sagen», auf eurem Blog aus der Äffare zieht.

    Ich würde gerne mehr erfahren, denn ich bin lernwillig und wissbegierig. Ihr macht aber lieber allgemeingültige Aussagen und differenziert um des Krawall willen lieber nicht — so erscheint es mir hier leider bisher.

    Ihr polemisiert mit dem Zwangsimpressum für Blogger, wo es das doch eigentlich gar nicht richtig gibt und ihr auch gar nicht wisst, wie viele der Blogs, die wir dann besuchen werden, überhaupt ein Impressum haben.

    Wenn ihr Aufklären wollt, diskutiert doch bitte darüber, was genau ihr bei einem Blog unter der Privatsphäre versteht und wie diese im Zusammenhang von Blogcensus Schaden nehmen würde.

  13. Chris sagt:

    In welcher Traumwelt lebst Du?

    Zum neuen Telemediengesetz

    Zur Privatsphäre

    Du hast schlicht und einfach die Finger von meinen Daten zu lassen, Punkt. Da gibt es keine Diskussion. Was erlaubt Ihr Euch überhaupt, ins Impressum fremder Blogs zu stiefeln, oder private Daten auszuwerten? Gehts noch?

  14. Martina sagt:

    Oliver, cool down! 😉

    Sicherlich wird die Zahl der geschlechtlichen Fakeblogs nicht unerheblich sein — und es soll sogar Blogger geben, die mehr als ein Blog betreibten, und das sogar unter falschen Namen wie auch Geschlechtern.

    Von daher werden die Zahlen nicht 100% die Bloggersphäre widerspiegeln.

    Im übrigen halte ich von der ganzen Sache rein überhaupt nichts, da die Blogs, die vielleicht heute gezählt wurden, schon morgen gar nicht mehr betrieben werden. Oder aber Blogs, die gestern wegen einer Inaktivität rausflogen, leben auf einmal wieder auf.

    Die Zahlen können nicht stimmen, es sei denn, im Hintergrund läuft ein Tool, das ALLE Blogs beobachtet. Und das wäre IMHO technisch kaum machbar und zudem besser als manch angedachten Stasi 2.0 Projekte.

    Im meinen Augen geben die durch diesen Census ermittelten Zahlen nur eine unscharfe Darstellung von einem Moment wieder, der schon eine Sekunde später wieder hinfällig ist. Das Ganze erinnert mich an Sysyphus, der unter jedem Stein den Schmutz wegwischen wollte.

    Also… tieeeeeeeeeeef durchatmen! 😉

    Und @ Dirk: Unabhängig, was der Datenschutzbeauftragte sagen wird, es hätte Euch beiden wahrlich besser zu Gesicht gestanden, hättet Ihr ihn vor Eurer Aktion kontaktiert! Damit wäre das ganze Spiel ehrlicher und offener gewesen.

    Schon allein deshalb bin ich gerne bereit, eine Woche lang über BOXEN zu schreiben… über dicke Lippen, blaue Augen, geplatze Augenbrauen, die zunehmende Gefahr von Parkinson usw pp.

  15. Oliver sagt:

    Goldig …

    >was genau ihr bei einem Blog unter der Privatsphäre versteht und wie diese im Zusammenhang von Blogcensus Schaden nehmen würde.

    Gegenfrage was geht es *euch* an? Ich nehme auch in der Regel keinen Schaden und kann es auch nicht überprüfen wenn der Briefträger eine Postkarte liest — aber mag ich es? Nein. So nun kommt jemand daher und stellt mein Recht auf Privatsphäre in Frage mittels irgendwelcher Gegenfragen wie nimmst du Schaden?

  16. Dirk Olbertz sagt:

    Oliver, so funktioniert das Netz nun einmal. Da werden Daten zusammengetragen und ausgewertet. Sei es nun Google oder irgend welche anderen Suchmaschinen, die auch jetzt schon Informationen zur Lokalität einer Website automatisch herausfiltern.

    Wer das respektlos findet, kann auf die bewährten Mittel wie z.B. die robots.txt zurückgreifen.

    Es ist ja nicht so, dass wir eine Liste von Blogs herausbringen wollen, wo hinter jedem Blog Alter, Geschlecht und Wohnort steht. Das ist auf gar keinen Fall der Sinn hinter Blogcensus und Jens hat das mit der anonymen Auswertung ja schon angedeutet.

    Insofern halten wir uns nicht für respektlos, ihr dürft das aber gerne anders sehen.

    Sehr mutig finde ich auch die Argumentation, dass man die Gesetze nur deshalb beachtet, weil man muss und sie deshalb am Liebsten bis auf das äußerste verbiegt.

    Das ist natürlich auch nicht so, sonst hätten wir uns längst Server in irgendeinem Land besorgt, wo man dies anonym tun kann, bzw. Datenschutz kein Thema ist. Oder wir hätten die ganze Sache komplett im stillen Kämmerlein abziehen können, wenn es uns nur darum gehen würde, Zielgruppen zu definieren und zu verkaufen.

    All das tun wir aber nicht. Haben wir auch gar nicht nötig.

  17. Dirk Olbertz sagt:

    @Martina: natürlich ist uns bewußt, dass wir damit nicht 100% richtig liegen werden. Uns kommt es aber auf Tendenzen und Statistiken an. Und ob es nun 73% oder 72% sind, ist dann irgendwann auch egal.

    Das ist ja das Schöne ander Sache: es geht hier nicht um ein Bundeszentralregister für Blogs — auch wenn sich das manche wahrscheinlich so vorstellen.

  18. Chris sagt:

    Ich bin sprachlos ob dieser perversen Dreistigkeit…

    «So nun kommt jemand daher und stellt mein Recht auf Privatsphäre in Frage mittels irgendwelcher Gegenfragen wie nimmst du Schaden?»

    «Oliver, so funktioniert das Netz nun einmal.»

    Respektlos, anstandslos…

    q.e.d.

  19. Oliver sagt:

    >Oliver, so funktioniert das Netz nun einmal. Da werden Daten zusammengetragen und ausgewertet.

    Hätte ich jetzt nicht gewußt — ehrlich. Und das findest du normal? Du findest das alles nicht respektlos das man erst Daten abgreift und wenns jemanden stört kann er sich ja aussperren lassen? Mmh und ich dachte mal in dieser wanna-be-community wollte man aufbrechen zu neuen Ufern. Wir meckern gegen den Staat ob seiner Begehrlichkeiten, dabei sitzt das Problem innerhalb der Gesellschaft, mangelnder Respekt.

  20. Chris sagt:

    Wir meckern gegen den Staat ob seiner Begehrlichkeiten, dabei sitzt das Problem innerhalb der Gesellschaft, mangelnder Respekt.

    Wie schon bei dataloo — ich möchte nicht wissen, was die Herrren von Blogcensus alles für Begehrlichkeiten als Politiker hätten.

    Grausam, sehr grausam, keinen Deut besser als Schäuble, Zypries & Co…

    Aber ist halt so…

  21. Martina sagt:

    @Dirk: Dann sei doch bitte so nett und nenne uns die IP, mit der Ihr Euch die Daten aus den Blogs holt. Mein Impressum werde ich sicherlich nicht per robot.txt ausschließen, aber gerne doch die IP über die htaccess.

    Wenn ich allerdings nicht weiß, wen oder was ich abwehren soll(te), bin ich etwas irritiert.

    Und von den Bloggern zu erwarten, dass sie ihre robot.txt ändern, ist schon etwas heftig. Meinst du nicht? Nicht jeder kann (sei es auch technischen oder auch wissentlichen Gründen) die robot.txt ändern. Dies als eine Möglichkeit von Eurer Seite her zu fordern, nur weil sich einige gegen die Erfassung, und nichts anderes ist es, wehren, ist leicht daneben gegriffen.

  22. Dirk Olbertz sagt:

    Chris: «Du hast schlicht und einfach die Finger von meinen Daten zu lassen, Punkt. Da gibt es keine Diskussion. Was erlaubt Ihr Euch überhaupt, ins Impressum fremder Blogs zu stiefeln, oder private Daten auszuwerten? Gehts noch?»

    Also darf ich jetzt Dein Impressum nicht mehr lesen? Oder Dein Blog? Oder Kommentare von Dir in anderen Blogs? Was sind «deine Daten»?

    Das meinte ich damit, wenn ich euch vorgeworfen habe, nicht zu differenzieren.

    Die Daten stehen im Netz. Öffentlich. Also kann man sie per Browser oder automatisiert lesen. Ist so. Da gibt es keine Diskussion (SCNR). Wenn Du nicht möchtest, dass diese Daten irgendwo z.B. in einer Suchmaschine auftauchen, benutzt Du die robots.txt, oder gehst zu einem Provider, wo Du kein Impressum eintragen *musst* — denn nur keines einzutragen bringt ja auch nicht viel, wenn Deine Adresse dann bei der DeNIC steht (noch einmal: wir benutzen diese Informationen *nicht*).

    Und Oliver, sorry, dass ich versuche zu diskutieren. Das kann man natürlich mit «goldig» abtun, aber ich führe Dein Briefträger-Beispiel gerne fort: denn dort gibt es das Briefgeheimnis (und falls das nicht für Postboten gelten sollte, gibt es sicherlich Hinweise in seinem Arbeitsvertrag), also irgend eine gesetzliche Regelung. Und an die halten wir uns auch.

  23. Dirk Olbertz sagt:

    @Martina: auf Blogcenus steht, dass im UserAgent «Blogcensus» auftauchen wird. Da der Crawler noch gar nicht geschrieben ist, kan ich Dir auch noch nicht die genaue Signatur nennen. IP-Adressen sind leider auch zu ungenau, da der Dienst ja auch mal auf einen anderen Server umziehen kann.

    Neben der robots.txt wird es eine andere Möglichkeit geben, das eigene Blog ignorieren zu lassen. Stichwort: claimen.

  24. Martina sagt:

    @Dirk: Dann schreib doch eine GENAUE Anleitung, wie die UNKUNDIGEN sich an die Robot.txt heranwagen können und was sie eintragen müssen, wenn sie den Crawler bzw. den Bot nicht bei sich haben wollen.

    Mal sehen, vielleicht werde ich in den nächsten Tagen den «Blogcensus» als Bad-Bot bei mir in der htaccess deklarieren. Das ist nach meiner Erfahrung etwas genauer und «brutaler».

  25. Dirk Olbertz sagt:

    Chris, es ist doch wohl ein großer Unterschied zwischem dem Erlassen von Gesetzen und Verfassungsänderungen, und dem, was wir mit Blogcensus machen wollen, oder? (Und nicht alle Abläufe, die man hier in den Kommentaren so liest, sind auch in der Reihenfolge von den Kommentatoren gelesen und geschrieben worden. So viel hätte ich von Leuten, die lieber Schreiben als Telefonieren dann doch erwartet.)

    Falls Du das nicht so siehst, darf ich noch einmal an eure Differenzierung appellieren.

  26. Chris sagt:

    [XYZ] stasi 2.0 ist die gesellschaft in der wir leben, nicht schäuble — schäuble ist nur der manifestierte prügelknabe für die auswüchse eben dieser gesellschaft

    -

    Moral, Ethik, Anstand — Dinge, die sich häufig nicht mit dem Gesetz vereinbaren. Schon sehr traurig, wenn Ihr Euch hinter dem Gesetz versteckt.

    Ihr bringt teilweise die gleichen Argumente wie mancher Innenexperte der Union, Wahnsinn, der pure Wahnsinn. Das Problem ist wirklich nicht Berlin, das Problem ist die Gesellschaft, die mittlerweile so lebt, und das ganze freiwillig hinnimmt.

    Und nein, Du hast nicht mein Impressum zu lesen, wenn es um Auswertung, Erfassung geht — aber da wirst Du mir wahrscheinlich auch wieder mit dem Recht kommen.

    Wenn Ihr wirklich Anstand im Leib hättet — wie von Martina angekündigt, hättet Ihr vorher gefragt, und nicht nun hinterher großmütig auf die robots.txt hingewiesen. Viele haben davon z. B. keine Ahnung, aber was rede ich hier rum, da fehlt beim Gegenüber jegliches Verständnis für die Privatsphäre anderer.

  27. Dirk Olbertz sagt:

    @Martina: das wird es geben, sobald der Crawler mal geschrieben ist und dann überhaupt startet. Wie gesagt, der Crawler läuft noch gar nicht.

  28. Oliver sagt:

    >Also darf ich jetzt Dein Impressum nicht mehr lesen?

    Du wertest es aus.

    >Und an die halten wir uns auch.

    Okay glaube ich euch mal. Mindestens einer von euch nennt sich freier Journalist. Fließen eure gemachten Erfahrungen dann logischerweise auch nicht irgendwo in eure Arbeit ein? Ist eure Reputation nicht u.a. auch auf diese Projekte/Arbeiten begründet? Nun daraus schließt für mich schon eine zumindest sekundäre kommerzielle Auswertung. Oder kommt jetzt das «ob der Luft u. Liebe»-Argument als Konter?

    >Und Oliver, sorry, dass ich versuche zu diskutieren.

    Hätten wir keinerlei Interesse daran, wären die Kommentare von euch gelöscht oder einfach unbeantwortet. Die Aussage ist also sinnfrei.

    >Die Daten stehen im Netz. Öffentlich. Also kann man sie per Browser oder automatisiert lesen.

    Ist schon wohl bekannt, vielleicht gar länger als manchem von euch. Aber rede ich hier mit Maschinen oder *Menschen*?

    >oder gehst zu einem Provider, wo Du kein Impressum eintragen *musst*

    Die scheinbare Anonymität und Sicherheit, wenn man es denn nicht besser weiß. Da müßt ich schon höchst illegal und unpersonalisiert arbeiten, um derartig vorzugehen.

    >Was sind ?deine Daten??

    Rate mal … wenn uns jemand zitiert, wenn uns jemand liest, dann ist das eine Sache. Wertet jemand diese Daten aus, dann ist es etwas völlig anderes.

  29. Chris sagt:

    Dirk, wieso soll ich bei sowas wie *meiner* Privatsphäre differenzieren oder gar einen Kompromiss eingehen. Never.

  30. Martina sagt:

    @Dirk: da fällt mir grad was ein

    Du schriebst, dass der Crawler noch nicht geschrieben wurde — plant Ihr etwa einen Crawler, der dauerhaft die von Euch erfasste Blogsphäre beobachtet? Was wollt Ihr mit den Daten? Euch geht es doch nicht nur allein darum, zu erfahren, welches Geschlecht der Blogger hat, wo er lebt und welches System er verwendet?

    Angenommen, ich würde meinen s9y-Hinweis aus meinem Blog entfernen, dann müsstet Ihr Euch die Mühe machen und Euch den Quellcode ansehen. Und weiter angenommen, ich wechsel das CMS-Tool, wie wollt Ihr das abfragen?

    Dies sind, unabhängig von Chris und Olivers Bedenken, wenige der vielen Fragen, die mir augenblicklich durch den Kopf geistern.

    Mein Tipp an Euch beide deshalb: überlegt Euch dieses Projekt besser noch einmal genau.

  31. niels sagt:

    «Ihr schert Euch einen Dreck um die Privatsphäre anderer. Das (Pflicht-) Impressum auf den Blogs ist ganz bestimmt nicht für solche Zwecke gedacht?»

    So doll Pflicht ist das Pflichtimpressum ja nun auch wieder nicht. Und wer meint, sein Blog sei geschäftsmäßig kann immer noch zu einem Bloghoster umziehen, der sich weniger für deutsches Medienrecht interessiert.

    Ist das Impressum aber da, sehe ich nicht, warum man es nicht lesen dürfte.

    Die Daten (aus Name erfahrbares Geschlecht, Wohnort etc.) sind da, jeder könnte sie erfassen und damit womöglich Blödsinn machen.

    Bei Dirk Olbertz habe ich eigentlich keine Bedenken in dieser Richtung. Ich glaube ihm, wenn er schreibt, daß die Daten bei blogcensus anonym verarbeitet werden.

    Mehr Sorgen würde ich mir Leute machen, die was ähnliches planen, es aber nicht öffentlich ankündigen.

  32. Oliver sagt:

    >Mehr Sorgen würde ich mir Leute machen, die was ähnliches planen, es aber nicht öffentlich ankündigen.

    Den Glauben nimmt dir auch keiner oder stellt ihn für dich persönlich in Frage, aber man sollte auch die Dinge anderer respektieren. Es interessiert mich ehrlich gesagt einen Dreck, wer da vertrauenswürdig ist oder was *andere* womöglich mit meinen Daten anstellen. Das als Begründung heranzuführen ist schon recht arm.

    Ich mache mir einzig und alleine nur bei Leuten Sorgen, die a) sich derart herausreden, b)selbst gedankenlos mit ihren Daten umgehen.

    >Ist das Impressum aber da, sehe ich nicht, warum man es nicht lesen dürfte.

    Okay es ist schon spät Abends, deshalb in aller Kürze

    Lesen != zweckentfremden

    Gut, die freundlichen Herren lesen ja bei uns und wenn man nicht mag braucht man sich nur zu melden usw. Okay dann machen wir mal Nägel mit Köpfen, laßt eure Finger von unserem Blog!

    Und wenn der Rest der Welt sich bereitwillig ohne Hirn dem Datenstriptease hingebt, meinetwegen …

  33. Chris sagt:

    Das hatten wir doch alles schon…

    So doll Pflicht ist das Pflichtimpressum ja nun auch wieder nicht

    Ein Link zu einem kommerziellen Angebot kann aus einem Privatblog das privat streichen, und ganz im ernst, wer will das schon freiwillig rausfinden. Leute echt, wenn die Abmahnungen dann eintrudeln, rumheulen. Das geht gar nicht… Einfach mal drüber nachdenken, was da draußen los ist… Omfg…

    kann immer noch zu einem Bloghoster umziehen, der sich weniger für deutsches Medienrecht interessiert.

    Wieso sollte ich denn? Was soll diese hanebüchender Schwachsinn. Ich bleibe auf meiner Domain, Punkt aus. Wenn da welche crawlen, soll ich fliehen? Was ist das denn für eine Blödsinns-Logik. Ich bleibe auf meiner Domain, weil ich es so will. Unglaublich…

    Ist das Impressum aber da, sehe ich nicht, warum man es nicht lesen dürfte.

    Klopf, klopf, jemand die Diskussion gelesen? Da gehts ums Auswerten, es wird gelesen, um die Daten auszuwerten.

    Bei Dirk Olbertz habe ich eigentlich keine Bedenken in dieser Richtung. Ich glaube ihm, wenn er schreibt, daß die Daten bei blogcensus anonym verarbeitet werden.

    Irgendwer hat mal Wolfang Schäuble privat getroffen, das soll ein feiner Kerl sein. Marcel vom Parteibuch hat die Zypries mal getroffen, charmant soll sie sein…

    Sorry, aber da bin ich von Dir anderes gewohnt, bedeutet aber auch nicht, dass ich reagiere, wenn es nicht passt…

    Ich kenne Dirk und Jens nicht privat, nicht als Menschem — lass es liebe und nette Menschen sein, das glaube ich sogar, wenn man diverse Artikel liest. Hier verrennen sie sich aber in einer Sache, die so nicht sein kann — ich hoffe, sie kommen da noch raus.

  34. Chris sagt:

    Zum Abschluß alle rüber zu .get privacy. 😉

  35. Dr.Thodt sagt:

    Mal was anderes… da sollen also roundabout 100.000 Blogs manuell erfasst worden sein, weil nen Crawler dafür gäbe es (noch) nicht?

    Also nehmen wir mal an, dieses manuelle Errfassen dauert pro Blog eine Minute, immerhin muss der Link zum evtl vorhandenen Impressum ja auch erstmal gefunden werden.
    Dann sind wir also bei –genau– 100.000 Minuten = 1.666 Stunden (abgerundet) = 69,4 Tage.

    Ich muss sagen, Ihr seid ja echte Samariter da knapp 70 Tage lang ohne jedwedes finanzielle Interesse Blogs manuell zu crawlen — im Auftrag der Wissenschaft!

    Sorry, aber das klingt für mich wenig glaubwürdig…

    Da ja bisher leider nicht bekannt ist wie man Blogcensus effektiv aussperrt, muss ich mal davon ausgehen, dass mein Blog ohnehin nicht erfasst ist, da es nicht regelmäßig aktualisiert wird.
    Kann wenigstens das irgendwie verifiziert werden? Nein? Wundert mich auch nicht…

  36. Dirk Olbertz sagt:

    @Dr.Thodt: wir rechnen sogar mit deutlich mehr Zeit, die wir benötigen werden. Ich würde es begrüßen, wenn wir daran gemessen werden, was wir tun und nicht danach, was ihr glaubt, was wir tun.

  37. Dirk Olbertz sagt:

    @Oliver: «Mindestens einer von euch nennt sich freier Journalist. Fließen eure gemachten Erfahrungen dann logischerweise auch nicht irgendwo in eure Arbeit ein? Ist eure Reputation nicht u.a. auch auf diese Projekte/Arbeiten begründet? Nun daraus schließt für mich schon eine zumindest sekundäre kommerzielle Auswertung. Oder kommt jetzt das ?ob der Luft u. Liebe?-Argument als Konter?»

    Natürlich fließen Sachen, die wir in Blogs lesen, die sich um Blogs drehen, oder sich sonstwie aus Blogs speisen, in unsere bezahlten Jobs ein. Wie sollte sich das auch trennen lassen? Also kann es natürlich auch sein, dass Ergebnisse aus Blogcensus in Artikel fließen, die bezahlt werden. Was hat das mit dieser Diskussion zu tun? Kommst Du jetzt mit der Kommerzblogger-Keule?

  38. Oliver sagt:

    >Kommst Du jetzt mit der Kommerzblogger-Keule?

    Ja, jedenfalls insoweit da ihr ja weiter oben von einem wissenschaftlich motivierten Charakter der Erfassung spracht. Ist dann die Frage so befremdlich?

    >was ihr glaubt, was wir tun.

    Das liegt mitunter daran, wie ihr hier reagiert. Eurer Problem ist es anscheinend zu erkennen, das einige Leute — egal wie lauter die Absicht auch ist — ein Problem damit haben wer sie erfaßt. Mancheiner sieht dies als kindisch an, andere bezeichnen das schlicht als ihre Recht über ihre persönlichen Daten zu befinden … wo diese stehen, wo diese Anwendung finden. Das ihr dabei mit Google und der Natur des Netzes kontert macht die Sache nicht besser, sondern läßt mehr und mehr Leute an eurem Vorgehen zweifeln.

  39. […] Fimbr hat Chris einen Artikel über Blogcensus geschrieben, welcher recht kritische die Blogzählung beleuchtet. Dies rief Dirk […]

  40. Andy sagt:

    Wer sich privat äußern möchte oder privat unterhalten möchte, und nicht von jedem gelesen werden möchte, sollte auf die gute alte Briefpost zurückgreifen. Aber wer im Internet seine Meinung in einem Blog veröffentlicht oder sich sonst wie äußert, tut dies nicht privat , sondern in aller Öffentlichkeit.

    Wer wissen möchte, wer seine Texte liest, und nicht möchte, dass nicht jeder die Texte liest, sollte diese einfach durch ein Passwort sichern.

    Aber erst bloggen und sich dann über Leser beschweren, ist äußerst naiv.

    Die Auswertung von Blogs ist sicher eine andere Sache, aber was nicht zugänglich ist, kann auch nicht ausgewertet werden.

  41. Chris sagt:

    Omfg — jetzt kommen die Lemminge. Lesen != auswerten und weitere nette Dinge. Ansonsten Kommentare lesen, rüber zu .get privacy, danke schön. Weiterer Dummfug wird gelöscht…

  42. Oliver sagt:

    @Andy leiste du deinen Beitrag zum Klimaschutz und überlasse den Datenschutz anderen. Vom letzteren haben wir Ahnung und beschäftigen uns damit, von ersterem wahrscheinlich du. Mein Beitrag zum Klimaschutz, ich versuche so wenig wie möglich Müll zu machen bzw. Energie zu verschwenden, was ist dein Beitrag zum Datenschutz?

    Um deine Aussage der Naivität aufzugreifen, es ist eine von uns gelebte Freiheit. Vor dem Mißbrauch sind wir natürlich nicht gefeit, aber im Gegensatz zu einigen Netzrevoluzzern wissen wir noch unseren Denkapparat zu nutzen. Freiheit basiert auf Respekt, Respekt ist für viele ein Fremdwort.

  43. Oliver sagt:

    Übrigens die Kommentare a la «find ich gut, was habt ihr nur» landen allesamt auf dem Datenfriedhof. Es geht darum das man zuvor gefragt wird und Daten sind eben trotz Öffentlichkeit kein Freiwild. Das eine hat mit Respekt und Anstand zu tun, das andere etwas mit Dummheit. Letzteres ist hier kein Thema … vergnügt euch anderswo in eurem *öffentlichen* Kindergarten.

  44. […] mehr Leute aufgefallen sind, die diese Hashwerte in einem Post auf ihrem Blog haben, ist mir ein Eintrag von F!XMBR wieder eingefallen, den ich vor einiger Zeit mal gelesen hatte. Dieser stand dem Projekt Blogcensus […]

  45. […] Erinnert sich noch wer an Blogcensus? Letztenendes der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat und die Schließung von .get Privacy zufolge hatte. Heute muss man ihnen ja fast danken, dass sie ihre erste Auswertung veröffentlicht haben. Schaut man sich die Verbreitung an, dann wird schnell klar, dass die Vorratsdatenspeicherung, der Schutz der Privatsphäre innerhalb der Blogosphäre nur ein Hype ist, eine Headline, die Klicks bringt. Wer die Vorratsdatenspeicherung kritisiert, sich vermeintlich für die Privatsphäre einsetzt, gleichzeitig aber ein Projekt wie Blogcensus begrüßt, dafür wirbt, Stimmung pro Blogcensus macht — es kommt ja von «uns» — der zeigt, dass er nicht mehr Ernst zu nehmen ist, nicht mal im Ansatz. Und jetzt komme mir keiner mit, das ist gesetzlich alles okay — das mag sein, nur sind es Abmahnungen auch. Niemand hat Euch ermächtigt, von mir, von wem auch immer Daten zusammenzutragen — und sei es nur der moralische Aspekt. Widerlich. Auf der einen Seite liest man überall, wie böse doch die Datensammelleidenschaft des Staates ist — auf der anderen Seite freuen sich die Leute über so ein Projekt. Netzbeschmutzung, nicht mehr und nicht weniger. […]

  46. […] es letzte Woche in einer Mail an Lanu: Die Leute wollen überwacht werden. Und auch wenn Blogcensus nur das Fass zum Überlaufen gebracht hat, möchte ich im Nachhinein noch auf einen Satz […]

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