Grundgesetz für Schäuble — Wie die deutsche Blogosphäre mal wieder nach dem Papageienprinzip in die falsche Richtung denkt

Grundgesetz, Bild: bundestag.deZur Zeit läuft in der deutschen Blogosphäre mal wieder so eine Aktion, die mich nur müde lächeln lässt. Irgendwer hats erfunden, nein, kein Schweizer — ist ja auch egal. Hier kann man sich vom Bundetag kostenlos das Grundgesetz und anderes Informationsmaterial schicken lassen. Soweit, so gut, für die Bildung mancher Blogger sicherlich eine hervorragende Sache. Nun kam da wer auf die Idee, Wolfgang Schäuble eben dieses Grundgesetz zu schicken — aufgrund seiner nun in aller Regelmäßigkeit auftretenden verfassungsfeindlichen Aussagen. Einer kommt auf die Idee, man kann sich wieder nen Banner auf die Hompepage pappen und die deutschen Blogs stolzieren hinterher und plappern es dem Papageienprinzip folgend nach. Klasse Idee, wir machen mit. Doch warum eigentlich?

Die Argumentation ist mehr als dürftig. Wolfgang Schäuble soll politische Bildung erfahren, er soll das Grundgesetz kennenlernen — zudem soll das Bundesministerium des Innern von dieser Protestaktion erfahren. Das ist natürlich alles Blödsinn. Wolfgang Schäuble hat wohl mehr politische Bildung als jeder einzelne Blogger, den es in Deutschland gibt — den Autor dieser Zeilen eingeschlossen. Der gute Mann kann auf eine Karriere zurückblicken, ob man ihn nun mag oder nicht, die wohl einzigartig in unserem Land ist — lediglich Bundeskanzler oder Bundespräsident wurde ihm verwehrt. Wolfgang Schäuble kennt das Grundgesetz, seine Juristen dürften sich täglich damit auseinandersetzen — denn, und das ist der entscheidene Punkt — er will es regelmäßig ändern, wenn seine Vorschläge auf verfassungsrechtlichen Widerstand treffen. Unser Innenminister dürfte also auch das Grundgesetz in seiner Gesamtheit besser kennen, als der profane deutsche Blogger. Im Gegensatz zum Großteil der deutschen Blogosphäre dürfte er es auf dem Schreibtisch oder Regel nebenan stehen haben.

Bleibt das letzte Argument, dem der Protestaktion, mit dem ich mich sogar ein stückweit anfreunden könnte. Wenn, ja, wenn nicht die Realität dazwischen wäre. Glaubt hier wirklich irgendjemand, die 30 Grundgesetze,1 wenn es überhaupt soweit kommt, landen auf dem Schreibtisch des Bundesinnenministers? Die Bücher landen nichtmal im Eingangskorb eines Abteilungsleiters. Solche Protestaktionen werden auf unterster Ebene belächelt und abgehandelt — ich erinnere an die Versuche von ein paar Bloggern wegen der Urheberrechtsnovelle mit den Abgeordeneten in Kontakt zu treten. Da wurde klipp und klar zu verstehen gegeben, dass bei solchen Protestaktionen — insbesondere durch Personalmangel — nicht individuell reagiert werden kann. Voll und ganz nachzuvollziehen — wenn ich Briefe in Form von Textbausteinen bekomme, landen die in der Regel auch im Papierkorb. Anders sieht es bei individuellen Briefen aus, da wird es in der Regel so sein, dass ich reagiere. Nachzuvollziehen, oder?

Liebe Kollegen, bestellt die Gesetzestexte, aber macht was Vernünftiges damit. Klärt Euren Bekanntenkreis auf, Eure Verwandtschaft — sprecht sie direkt an. Okay, ist mit Arbeit verbunden — manche werden Euch nicht ernst nehmen und auslachen oder befremdlich anschauen. Das gehört aber dazu. Das Problem ist beileibe nicht Schäuble (allein). Das Problem ist diese Gesellschaft, dieses Land. Schäubles Ideen, Vorschläge finden großen Nährboden, sonst würde er diese Vorschläge nicht machen. Euer Nachbar freut sich, einen so starken Führer des Innenministeriums zu haben, welcher ihm das Denken abnimmt. Da fängt die Arbeit an, und nicht, indem man irrwitzig dem BMI Gesetzestexte schickt. Bestellt die drei möglichen Grundgesetze, spendet sie den Schulen Eurer Kinder — über die (Hoch-) Schulausstattungen muss man kaum Worte verlieren. Das wäre eine vernünftige Alternative — aber ganz bestimmt nicht die andere Variante. Man muss nicht alles im Papageienprinzip nachplappern, manchmal sollte man auch mal die eigene Maschine oben im Kopf anschmeißen. Man kann mit den Infomaterialien Menschen aufklären, zur Bildung der eigenen Kinder beitragen, aber ich verstehe schon. Warum sollte man das tun — wenn man ganz im Trend sagen kann, ja, ich schicke dem Schäuble das Grundgesetz, dem zeigen wir es. Jawoll…

  1. Papier ist geduldig, ich glaube nicht wirklich daran, dass da nun hunderte Expemplare ans BMI geschickt werden… 😉 []

24 Antworten zu “Grundgesetz für Schäuble — Wie die deutsche Blogosphäre mal wieder nach dem Papageienprinzip in die falsche Richtung denkt”

  1. soeren onez sagt:

    Danke, das musste mal gesagt werden!

  2. Andreas sagt:

    Solche Aktionen laufen oft sogar darauf hinaus: Vorm «normalen» Bürger wird das als Spinnerei abgetan, erreicht wird _nix_ (Öffentlichkeit gibt es für das «Problem Schäuble» schon genug, d.h. die wenige Aufmerksamkeit die so etwas bringt rechtfertigt die Aktion IMHO nicht). Für mich stellt sich das sogar als Kontraproduktiv dar.

    >Klärt Euren Bekanntenkreis auf, Eure Verwandtschaft — sprecht sie direkt an.

    Amen!

    Dem sei nur noch ne persönliche Notiz hinzuzufügen: Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass Einige einfach generell uninteressiert sind, mit zuviel Information zur falschen Zeit treibt man solche Leute noch mehr in die IMHO falsche Richtung, da Gedanken freiheitlicher Natur bei diesem Schlag Mensch dann nur noch in der Kategorie «Ideologische Spinnerei» landen. Also bitte nicht das abendliche Kaffeekränzchen der Mutti sprengen (ich kenne Leute die sowas machen und damit mehr Schaden verursachen, als man denkt) 😉

  3. Thomas sagt:

    Ich hab mir das auch gedacht, als ich davon gelesen habe. Neben der Tatsache, dass da ein vernünftiger Service des Bundestags für solch einen Schwachsinn benutzt wird (Achtung! Sowas kostet Geld — Steuergelder!), finde ich das einfach nur unnötige Energieverschwendung (auch mal an die Umwelt denken).

    > Bestellt die drei möglichen Grundgesetze,
    > spendet sie den Schulen Eurer Kinder — über
    > die (Hoch-) Schulausstattungen muss man kaum
    > Worte verlieren.
    Naja, die Ausstattung der Schulen ist im Allgemeinen nicht der Hit, aber eine gedruckte Fassung des Grundgesetzes hatte man an unserer Schule früher schon verteilt.
    Vielleicht sollte man mal dem Bundestagsabgeordneten für seinen Wahlkreis kommunizieren, dass man Steuergelder lieber in Bildung als in Überwachung investiert sehen will. 😉

  4. Marko sagt:

    Hugh! Die moralische Instanz von F!XMBR hat gesprochen und die aktuellste Initiative aus den Weiten des Netzes bezüglich Verteidigung der Grund-/Bürger-/Menschenrechte als unnütz bewertet.
    Ich frage mich wirklich langsam, wann auch ihr euch einmal «zufrieden» zeigt mit derlei Aktionen.
    Kritik ist oftmals angebracht und hilfreich, aber das geradezu schon pauschale Abkanzeln jedweder Anstrengung durch «Netizens» hier wirkt in der Tat etwas befremdlich.
    Das Haupt«argument» dabei liest sich eigentlich nahezu immer gleich: «blöde Massen machen irgendwo mit, wovon sie eigentlich überhaupt nix verstehen und ohne Informationsvermittlung ist das eh alles Bullshit.» Großartig.
    Ganz verkehrt ist das natürlich nicht, aber ist die Tatsache, daß _überhaupt_ etwas passiert, daß sich Leute wohl doch zumindest für derlei Thematiken _interessieren_, nicht schon positiv zu sehen? Sollte dies nicht Unterstützung erfahren?
    Es geht ja nicht um Blog-Stöckchen-Werfen oder dergleichen. Ich glaube wirklich, daß es den meisten gut tut, bei solchen Initiativen mitzumachen, einfach, weil es das Gefühl der Macht– und Hilflosigkeit etwas nimmt, zeigt, daß man nicht alleine ist.
    Eine derart pauschale Kritik kann ich daher nicht nachvollziehen.
    Leute, die teilnehmen, _sind_ interessiert, sonst würden sie das Ganze links liegen lassen. Sie _wirken_ als Multiplikatoren, um auf die zugrundeliegende Problematik aufmerksam zu machen. Das ist doch das, was ihr euch wünscht.
    Wie könnt ihr überhaupt bewerten, was an der immer eingeforderten weitergehenden Information dann noch passiert? Eine Initiative muß zunächst einmal vereinfachend und klar greifbar sein. Das komplette, komplexe Geflecht gleich an den Anfang zu stellen ergibt ja wohl kaum Sinn.
    Was außerdem hilfreich wäre: neben der «das taugt doch mal wieder nichts» Ansage auch eigene konkrete Vorschläge für «Aktivismus». Tiefschürfende Aufklärungsarbeit fordern ist nett, aber dazu beitragen wäre auch nicht verkehrt. (Jaja, ich weiß, daß hier und auch auf get privacy zum konkreten Thema selbst einiges publiziert wurde, aber in letzter Zeit kommen eigentlich nur noch Abwertungen anderer Aktionen ohne eigene Vorschläge oder Beiträge)

    Mein Senf zum Senf

  5. Oliver sagt:

    Mach die Augen auf, dann erkennst du auch mehr. Billiger Aktionismus aufgrund eines Blog-Happenings ist nicht nachgedacht, sondern mal eben gemacht.

    >Eine derart pauschale Kritik kann ich daher nicht nachvollziehen.

    Klar man macht sich über x Zeilen tatsächlich Gedanken und es wird als pauschal abgewatscht, andere schmeißen ein Stöckchen und die Masse hechelt hinterher. Prima …

  6. Chris sagt:

    Der nächste Blödsinnskommentar wie der von Marko wird gelöscht. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.

    @Thomas: Den Abgeordneten ist es egal — die haben eh nichts zu melden. Parteidisziplin nur als ein Beispiel genannt.

  7. derhans sagt:

    >Klärt Euren Bekanntenkreis auf, Eure Verwandtschaft — sprecht sie direkt an.

    .… ja, auch wenn mir inzwischen oft Nerven un Kraft dafür fehlen.…

  8. ph sagt:

    So wie ich das verstanden habe, war das Hauptargument gegen die Aktion doch nicht, dass alle sich da wie Papageien ranhängen, sondern dass a) wenn überhaupt dann höchstens kontraproduktive Öffentlichkeit geschaffen wird, b) es die Dinger sowieso nicht zu Schäuble selbst schaffen werden und wenn doch dann c) er das Grundgesetz selbst wahrscheinlich eh schon kennt.
    Das Gegenargument, eine Aktion sei dann gut, wenn sie «das Gefühl der Macht– und Hilflosigkeit etwas nimmt», ist ja wohl an Stumpfsinn nicht zu überbieten. Sicherlich ist es erstmal gut, wenn auch ansonsten Unbedarfte Engagement und Interesse zeigen. Aber ist das in diesem Fall nicht ein bisschen was anderes? Ministeriumsadresse eingeben, auf «abschicken» klicken, sich ins Fäustchen lachen und das ganze dann zu politischem Aktivismus verklären? Was kommt als nächstes, «Deutsche Blogger für Klingelmännchen @ Schäubles Haustür»? (Wobei letzteres wenigstens halbwegs amüsant wär).
    Naja, das wichtigste wurde oben schon gesagt, den Rest [/rant] spar ich mir mal.

  9. Euro sagt:

    Andere Sichtweise = Blödsinnskommentar (Marco)?
    Mal ne Frage: Eine Demo, wo ein paar tausend Leute für eine Sache auf die Straße gehen — wie bewertest du sowas?

  10. Oliver sagt:

    @Euro, sind wir eine Straße, ein öffentlicher Platz?

  11. Chris sagt:

    Euro, ich diskutiere nicht über dumm-dämliche Angriffe auf F!XMBR und anderen Schwachsinn. Habe ich mich da in aller Deutlichkeit ausgedrückt? Ja? Danke.

  12. Euro sagt:

    @Oli: Nein, aber ihr seid auch nicht «die Blogger» (habt ihr ja schon oft genug deutlich genug gesagt), «bewertet» das Verhalten aber trotzdem.

    @Chris: Eure Kritikfähigkeit hat nach meiner Beobachtung nachgelassen — nur ne Feststellung und rein subjektiv!

    Ich gemahne einfach nur zur Vorsicht — mehr nicht.

  13. Chris sagt:

    Du musst es wissen, was hier täglich aufschlägt…

  14. Marnem sagt:

    Tja, lustige Aktion und wie das bei lustigen Aktionen so ist, polarisieren.
    Entweder ist man dafür und findet es gut oder man ist dagegen und findet es schlecht. Und schwupps, schon findet man sich im Tal der Ignoranz.

    Chris kritisiert die Aktion und findet sie doof, daraufhin fühlen sich Unterstützer der Aktion auf den Schlipps getreten und finden Chris doof.
    Aktionen dürfen und sollen kritisiert werden, also lasst den Kritikern doch ihren Spaß. Und natürlich auch denen, die Chris kritisieren, aber Chris hat hier Hausrecht, ergo seid nicht beleidigt, wenn ihr ihn nicht hier kritisieren dürft. Chris hat seine Kritik schließlich auch in seinem eigenen Blog kund getan.

    Chris hat sicher Recht, Schäuble kennt das Grundgesetz sehr genau und mit Sicherheit wird Chris Schäuble nicht verteidigen. Meiner Meinung nach ist die Zielrichtung der Aktion aber nicht, Schäuble zum plötzlichen Umdenken zu bringen (denn das wird nicht möglich sein, außer er will lieber an seinem Sessel kleben, als seine Meinung zu vertreten), sondern Aufmerksamkeit dergestalt zu erzeugen, damit die Kritik an Schäuble (Widerstand möchte ich ein «Stasi 2.0″ Banner nicht nennen) vielleicht öffentlich sichtbar wird. es konnte ja niemand ahnen, dass der Bundespräsi und die SPD an diesem sonnigen Wochenende das Thema anschneiden würden…

    Um die Grundgesetzaktion effektiver zu machen, sollten die Bücher so versandt werden, dass sie zeitgleich im BMI aufschlagen und dementsprechend die Medien zu informieren, damit diese vllt ein Kamerateam schicken. Man wird sehen, was daraus wird, es wird ja wohl noch ein paar Tage dauern, bis die Bücher bei den Bestellern ankommen werden.

  15. lana sagt:

    Chris, danke für diese Zeilen!

  16. Oliver sagt:

    Da wird blind nach Alternativen gefragt und oben steht eine: verteilt diese Dinger in der Verwandtschaft und klärt diese auf. Da wird gefragt nach Details, warum und wieso, oben kann man es nachlesen, ein paar Seiten mehr sogar noch durch die Verlinkungen.

    Da wird *geheult* ob Meinungsfreiheit und man ist doch noch nicht einmal in der Lage hier und jetzt eigene Meinung gepflegt wiederzugeben. Da wird von Denken fabuliert und selbst zeigt man doch nur recht wenig davon, eben nur Blog-Happening, Herdentrieb, Mainstream. Und darauf gehen wir nicht ein.

    Hohlköpfe werden nun sagen, ihr seid nicht diskussionsfähig und da sagen wir, ja dem ist so wir diskutieren ohne vernünftige Basis, wir gehen keine Solidarität mit 70% Blogblödheiten ein.

    Wir haben hier untereinander oft genug Probleme, Probleme bei denen es schon mal heftigst krachen kann, bevor wir einen Konsens finden — manchmal gar mehr. Bei 90% der Sachen, bleibt jedoch das Niveau gewahrt und eine nette kleine Stammleserschaft wie z.B. Grainger, Phoibos usw. hat definitiv auch nicht immer die gleiche Meinung, ganz und gar nicht, aber ein völlig anders Niveau. Und eben das ist der Punkt wo wir bei dieser Masse die Spreu vom Weizen trennen.

    Natürlich könnte man auch den Schein waren, wie andere prof. Blogger und läßt quasi jeden Kommentar zu, ingnoriert nur jene die einem nicht passen bzw. antwortet im Prinzip nie. Jeder hat das seine Methode, es liegt jedoch in der Natur der sache der oberflächlichen Leser, das man eben nur die offensichtlichen Dinge sieht.

    Und ehrlich gesagt, auf die oberflächlichen Leser können wir gerne verzichten. 2000–3000 Hits pro Tag weniger, kein Problem, wir laufen eh außer Konkurrenz — wie immer und wir verdienen auch kein Geld damit.

  17. aussenminister_fischer sagt:

    Ich finde den Kommentar gut. In der Blogosphäre streicheln doch einige nur ihr Ego und greifen jedes noch so abwegige Argument auf, wenn es nur schön «dagegen» ist. Ich habe schon manchen Kommentar hinterlassen, wie destruktiv dieses Verhalten ist. Aber es geht vielen Bloggern gar nicht darum etwas besser zu machen, sondern es reicht, es besser zu wissen.

    Über die Aktion kann man geteilter Meinung sein, die Idee an sich ist ja zumindest nicht unkreativ. Dass sich jetzt wieder gegenseitig ein paar Leute auf die Schulter klopfen und in ihrer Meinung bestärken, zeigt auch nur den generellen Fehler, dem viele Blogger auf den Leim gehen — die gleichen Mechanismen, für die man die «alten Medien» kritisiert, greifen genau so unter Bloggern — es wird Meinung erzeugt und wenn nur genügend viele Leute zustimmen, wird diese Meinung für die allgemeingültige gehalten (siehe das ganze Theater um Mikado, Heiligendamm und überhaupt jede Politikeräußerung). Die Blogs geben genausowenig eine politische Grundstimmung wieder, wie es die BILD tut. Sie zeichnen einen politisch-soziologisch-kulturellen Gegenentwurf, aber sie sind bestimmt nicht das bessere oder objektivere Medium. Und auch wenn jegliche kritische Äußerung mit mangelndem Verständnis erklärt wird, spiegeln viele Blogs nur die First-Life-Enttäuschungen Ihrer Betreiber.

    Also wie gesagt — ein guter Beitrag. Man sollte sich konstruktiv mit Schäubles Äußerungen befassen und das Gepolter vom Kern der Aussagen trennen. Immerhin ist ein Dialog entstanden, in den sämtliche politischen Gremien inclusive des Bundespräsidenten eingestiegen sind.

    Und um einen Blogbeitrag zu korrigieren, der in sensationellem Verständnis des politischen Systems, Schäuble die Macht attestierte, solche Gesetzte einzuführen: Ein Innenminister hat keine legislative Gewalt. Also kann er auch keine Gesetze ändern. Dafür ist immer noch das Parlament da.

  18. […] Aktion Grundgesetz für Schäuble kann man unterschiedlich beurteilen, wie ich es auch hier auch F!XMBR getan habe. Man lasse sich vom Deutschen Bundestag oder der Bundeszentrale für politische Bildung […]

  19. Reiner sagt:

    Warum nicht einfach zur Kenntnis geben: «Schäuble wir beobachten Dich». Ob ich jetzt auf eine Demonstration fahre oder ein Zeichen/Buch verschicke. Wo ist umweltpolitisch der Unterschied?
    Dem Grundgesetz das ich verschicke passiert nichts Böses: Es kommt vom Innenministerium und landet beim Innenministerium. Wenn die Jungens schlau sind, dann schicken sie es gleich wieder an den nächsten Antragsteller. … und sie spüren trotzdem den Volkszorn.

    Ich kann auch schweigen — klar — prima Idee. Wenn man keine Gewalt anwenden will sind die Möglichkeiten leider sehr beschränkt und letztendlich in den meisten Fällen absolut ineffektiv. Damit muß man leben. … und gerade deswegen gilt es trotzdem Widerstand zumindest zu signalisieren.

    Ansonsten gilt:

    Der Klügere gibt nach, bis er der Dumme ist.

  20. Oliver sagt:

    Dann zeig halt Widerstand kauf nen T-Shirt, kleb nen Button aufs Auto und gut ist — nach unserer Freiheitsvorstellung darf man das alles, nach unserer Freiheitsvorstellung darf man jedoch auch Kritik üben, selbstständig denken und crap als crap outen. Ist halt so, die eigene Meinung ist eben keine Einbahnstraße.

    >Wenn die Jungens schlau sind, dann schicken sie es gleich wieder an den nächsten Antragsteller

    Viel Ahnung von Politik hast du nicht, mmh? Selbst im Kommunalbereich sitzt da schon zuvor der menschliche Spam-Filter, Fan-Post aller Art gibts zuhauf — die Annahme, die eigene wäre besonders wichtig, ist selten dämlich und höchstarrogant.

  21. […] Nee-nicht-schon-wieder an den Innenschäuble zu schicken. Chris hatte ja recht. Click Aber eines da liegen zu haben ist gut. Man kommt, fragt und es entspannt sich ein Dialog. Am Ende […]

  22. Mario sagt:

    Was für ein Blödsinn schreibst du hier??? Ich bin kein Blogger, bin zufällig drauf gekommen und schicke dem auch das Gesetz.
    Und wenn das genug Leute machen, bekommt der natürlich auch was davon mit!!!

  23. Chris sagt:

    Genau… Bleib Du mal weiter in Deiner Traumwelt — andere leben.

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