Grooveshark

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Es fällt schwer, Grooveshark, nicht in den Himmel zu loben, den Dienst damit insbesondere in Deutschland bekannter zu machen und bald vor verschlossenen Türen zu stehen. Neutral betrachtet ist Grooveshark ein Online-Musikdienst, auf dem sich praktisch jeder Song finden lässt. Inoffiziell stellt sich natürlich die Frage nach der Legalität, da die Nutzer selbst die Songs hochladen und sich für Grooveshark natürlich die Frage nach dem Urheberrecht stellt. Den großen Labels ist Grooveshark natürlich ein Dorn im Auge, doch scheint es da Hoffnung zu geben: neben den üblichen «Klappern gehört zum Handwerk» hat Grooveshark mit EMI bereits eine Lizenzvereinbarung unterschrieben. Man kann nur hoffen, dass der Rest bald folgt. Vielleicht hat es die Musikbranche ja endlich begriffen, dass das Internet kein Feind, sondern ein Freund ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Grooveshark selbst setzt auf das Freemium-Modell. Nicht registrierte Nutzer können Songs suchen und natürlich auch hören. Wer sich registriert, kann Playlisten anlegen, Songs als Favoriten anlegen und sich mit Kontakten verknüpfen. Wer $6 im Monat zahlt, sieht keine Werbung, hat Zugriff auf exklusive Inhalte und kann einen werbefreien Desktop-Player (Adobe Air) nutzen. Für $9 Euro kann Grooveshark zusätzlich mobil auf mehreren Plattformen genutzt werden.

Für den Musikgenuss reicht es, die Webseite aufzurufen — wer Grooveshark regelmäßig nutzt, sollte sich registrieren, Playlisten und Favoriten anlegen, dann fängt es erst richtig an, Spaß zu machen. Die ultimative Frompi-Playlist ist gerade im Aufbau. Jungs und Mädels ü30 können sich hier so richtig austoben. Vorschläge, welche Songs noch fehlen, bitte in die Kommentare oder auf Twitter, bzw. Identi.ca. Die Playlist ist eine Gemeinschaftsproduktion, also immer her mit Euren Vorschlägen.

Grooveshark macht einfach nur Spaß. Ob Elvis, Rihanna, Abba oder auch Mozart — es wird jeder Musikliebhaber fündig. Die Seite ist einfach gehalten, nicht überkandidelt, hat allerdings noch ein paar Fehler, was darin begründet liegt, dass sie gerade einen Relaunch hinter sich hat und von Flash auf HTML5 umgestellt wurde. Wollen wir hoffen, dass Grooveshark in Deutschland solange ein Geheimtipp bleibt, bis mit den großen Labels Verträge abgeschlossen wurde und wir nicht bald vor verschlossenen Türen stehen. Also nicht weitersagen… 😉

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8 Antworten zu “Grooveshark”

  1. Anonymous sagt:

    Ich bin erst letzte Woche über den Chrome Web Store auf Grooveshark aufmerksam geworden. Tolle Sache, allerdings lässt die Audioqualität oft zu wünschen übrig. Das ist nicht die Qualität die man von iTunes, Amazon MP3 etc. gewöhnt ist.

  2. Gut, bei den genannten bezahlst Du ja auch nicht wenig. 😉

    Und Streaming ist immer noch etwas anderes als Mp3.Ich dachte eigentlich, das sollte klar sein…

  3. jura sagt:

    Habe mich registriert und ein wenig herumgespielt. War erst etwas skeptisch, aber nun bin ich auf den Geschmack gekommen — insbesondere weil ich doch vieles gefunden habe, was ich unbedingt nicht erwartet hatte. Danke für den Tipp!

  4. Quirek sagt:

    Man kann auch unregistriert playlisten in grooveshark erstellen und übrigens auch auf youtube.. -> läd halt langsamer

  5. >die Qualität die man von iTunes, Amazon MP3

    Das stimmt wohl, aber iTunes & Co als Qualität zu bezeichnen zeugt von schlechten Equipment (Apple Hardware, etc.) bzw. eingeschränktem Frequenzgang des Gehörs. Möglich sind auch jüngere Semester, deren Gehör schon mittels iTunes nach unten konditioniert wurde.

    Suchen -> Hören -> Kaufen u.U. Dafür ist es interessant und natürlich für das Gedudel nebenher.

  6. happy-buddha sagt:

    Danke für den Tip.

    Bin eher ein Freund von Last.Fm & Spotify, werde aber Grooveshark auch mal ansehen.

  7. Fabian sagt:

    Danke für den Tipp, eine tolle Seite!

    Hoffentlich wird die GEMA nicht so bald darauf aufmerksam und macht Grooveshark fürs Probehören vor dem CD-Kauf so beinahe nutzlos wie YouTube es inzwischen ist. Für diesen Zweck ist die Tonqualität mehr als gut genug.

  8. UPS sagt:

    Netter Artikel 😉
    Anspieltipp für Deine Liste: Aynsley Lister — Purple Rain (Live), ansonsten mal UnPerfectStranger’s Rocklist und Unperfectstranger’s Folklist checken …

    cu

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