Google lauscht für die NSA?

 

30 October 2006 (Google providing info to Government)

Google is providing information on people’s searches to the US government — about everyone, not just about specific people for whom the government gets search warrants.

Flatterte gerade via Richard Stallmans Newsfeed rein,

 

Even while Google presents a public image of vigorously protecting its users? privacy, it has quietly provided assistance to several U.S. intelligence agencies, such as the Central Intelligence Agency and Defense Intelligence Agency, as the U.S. prosecutes its war on terrorism. In addition, Google may be providing assistance to the National Security Agency.

 

via Homeland-Stupidity

Nun wer da nun meint, hat doch mit uns hier nichts zu tun, der hat halt einiges verschlafen — die Abkommen zum Datenaustausch zw. EU und USA funktionieren in beide Richtungen :)

16 Antworten zu “Google lauscht für die NSA?”

  1. For all of the EU’s talk about protecting privacy, you can clearly see that eliminating privacy is what they truly have in mind. The same is true of the US.

  2. Chris sagt:

    THX for your comment Michael.

    you can clearly see that eliminating privacy is what they truly have in mind.

    That’s the point. They (it’s your choice, the US-Government or the German Government, whatever) stole us our privacy, our liberty, especially our innocence. 😉

    We have a big Patriot Act all over the world, not only in America.

  3. Oli sagt:

    Seeing is believing, but most people don’t see anything. It’s a pity, but that’s the real problem in society, ignorance and stubborn faith in government.

  4. Sammy sagt:

    Sie bekämpfen alle, die nicht nach ihrer Schnauze tanzen und sie daran hindern könnten ihre Ziele zu erreichen. Das wird immer deutlicher. Die Überwachung ist da auch nur ein problematisches Thema zwischen vielen.

    They antagonize everyone who interferes with their goals, especially people who aren’t living in bondage, as it seems. It’s becoming more and more conspicuous. Plus, surveillance is just one among many issues.

  5. […] Sammy: Sie bekämpfen alle, die nicht nach ihrer Schnauze tanzen… […]

  6. kobalt sagt:

    Gibt es irgendwelche Beweise dafür oder dagegen?

  7. Oli sagt:

    Beweise? Wohl immer schwer zu erhalten, aber Anzeichen, ja … KLICK.

    Darüber hinaus ist es wohl *kaum* verwunderlich, das sich die Geheimdienste zur Informationsgewinnung an den größten Dataminer ranschmeißen — oder? Warum das Rad nochmals neu erfinden? Das diverse große Suchdienste schon bereitwillig mit der Volksrepublik China zusammenarbeiteten bzw. arbeiten und sich teils dafür verantworten müssen, sollte uns auch zu denken geben.
    Das unsere Geheimdienste sich via Terrordatenbank etc. auch mal gerade eben omnipotenten Zugriff auf diverse Datenbestände verschafft haben trägt auch zum Verdacht bei. Denn inzwischen ist diese Vorgehensweise usus, weniger Verschwörungstheorie.

  8. kobalt sagt:

    Natürlich traue ich Google ein solches Verhalten zu. Jeder mit klarem Verstand würde das tun. Trotzdem ist, was über Herrn Stallmanns Newsfeed hereinflatterte, erstmal nur eine Behauptung. Wenn die Behauptung stimmt, bedeutete sie einen schweren Schaden für Google und deswegen sind Beweise wichtig.

  9. Oli sagt:

    Deswegen prangt da ganz oben auch ein Fragezeichen drüber. Aber ist das wirklich ein Schaden für Google? Selbst die Aktionen in der Volksrepublik machten da nicht viel aus und wo unsere Volksvertreter ihre Daten für die Terrordatei herbekommen, brauchen wir auch nicht großartig zu rätzeln, oder?
    Wie der laden nun heißt, ist eher zweitranging, das es so ist, ist meiner Meinung nach schon lange offensichtlich.

  10. kobalt sagt:

    Das Google entgegengebrachte Vertrauen fußt auf Googles Motto «Don’t be evil», und wenn sie gegen ihr Motto verstoßen, ist das ein erheblicher Schaden.
    Das Fragezeichen habe ich gesehen (neue Brille ;-)). Den Beweis wollte ich nicht unbedingt von Dir, sondern ich wollte überhaupt einen.

  11. Oli sagt:

    Nun einfach mal folgendes überlegen — seit 2001 werden im Rahmen der Terrorbekämpfung mehr und mehr Daten abgegriffen — überall, in jedem Land.
    Bezweifelt dann noch überhaupt jemand, das man gerade Google ob der Daten anzapfen wird? Von diesem Standpunkt wäre Google ja noch nicht einmal böse — wenn man denn Überwachung als Schutzmöglichkeit ansieht.

    CIA and other U.S. intelligence agencies have created a new computer system that uses software from a popular Internet encyclopedia site to gather input on sensitive topics from analysts across the spy community, part of an effort to fix problems that plagued prewar estimates on Iraq.

    The new system, called «Intellipedia» because it is built on open-source software from the Wikipedia Web site, was launched earlier this year. It is already being used to assemble intelligence reports on Nigeria and other subjects, according to U.S. intelligence officials who discussed the initiative in detail for the first time Tuesday.

    San Francisco Chronicle

    Anhand solcher Nachrichten, wäre es naiv überhaupt etwas anderes anzunehmen bzw. das als Verschörungstheorie abzuwatschen. Was vor Jahren noch undenkbar, ist heute schon Alltag, da staatlich als «gut» sanktioniert. Dank Datenaustausch zwischen USA und EU, «profitieren» auch alle Länder davon — d.h. die dort gewonnenen Daten fließen auch rüber zu unseren Behörden, vice versa natürlich ebenso.

  12. kobalt sagt:

    Mich würde der Nachweis, dafür, daß Google die Daten wirklich geheim hält in der Tat stärker überraschen als der Nachweis des Gegenteiles. Dennoch, ich kann die Glaubwürdigkeit der Quelle nicht einschätzen. Insofern bleibt die Meldung, wie Du schon sagtest, mit einem Fragezeichen versehen.

  13. Oli sagt:

    Die eigentliche Quelle für diese Aussage stammt von Robert Steele

    Wikipedia Info über Steele, natürlich könnte diese Tatsache nun auch wiederum für viele Anlaß wildester Verschwörungstheorien sein — warum sagt so ein Mann das … 😀
    Für SPON z.B. schwindet deshalb schon die Glaubwürdigkeit, allerdings wird dabei auch wiederum der komplette Überwachungswahn aka Kampf gegen den Terror außer acht gelassen. Wie man es auch dreht und wendet, man muß den gesamten Kontext betrachten, dann auch kann man erst Sinn oder Unsinn einer Aussage abschätzen.

  14. kobalt sagt:

    «man muß den gesamten Kontext betrachten»

    Eben, und der stellt sich für mich so dar: Es gibt zwei Aussagen, eine, derzufolge Google nicht evil ist und eine andere, derzufolge Google evilste Dinge tut (die ich Google sowieso zutraue).
    Ich nehme an, daß die «Google verrät seine User»-Meldung zu eingehenden Recherchen renommierter Nachrichtenmacher führen wird. Auf die Ergebnisse dieser Recherchen werde ich meine Meinung dann stützen.

  15. Oli sagt:

    Du glaubst «renommierten» Nachrichtenmachern mehr? Worauf fußt die Annahme der höherwertigen Glaubwürdigkeit? Etablierte Medien liefern in der Regel zwar manchmal Namen, jedoch keine für Otto-Normal-Leser nachvollziehbaren Quellen — sind insofern also noch weniger Glaubhaft, imo.
    Die Aussage Google ist nicht evil, stammt zudem von Google selbst — ist also wenig gehaltvoll 😉

    Das Googles Aktivitäten, ebenso wie die anderer Suchdienste, in der Volksrepublik China evil sind, steht ebenso außer Frage. Wer sich verkauft, verkauft sich überall …
    Bisher kenn ich also nur Googles eigene Aussage zu ihrer Gesinnung, außerhalb verdichtet sich das Gegenteil mit Tatsachen und auch Vermutungen wie die obige.

  16. kobalt sagt:

    «Du glaubst ?renommierten? Nachrichtenmachern mehr?»

    Ich halte z.B. den Spiegel oder die FAZ für glaubwürdiger als die Bild oder den Express. Was nicht heißt, daß ich dem Spiegel alles unbesehen glaube, man denke nur an die Artikel über den sogenannten Flüssigsprengstoff, die schlecht recherchiert waren.

    Das Motiv hinter Googles «Don’t be evil» scheint mir Geschäftssinn zu sein, das Motiv hinter den Aussagen des Mitarbeiters des amerikanischen Geheimdienstes kenne ich nicht.Deshalb habe ich keinen Grund, dem einen mehr Glauben zu schenken als dem anderen.

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