Google Health — die virtuelle Krankenakte

Googles virtuelle Krankenakte und alle Menschen sind dazu aufgerufen an diesem Service zu partizipieren. Zu Beginn ist die Nutzung nur in den USA möglich, verständlicherweise, denn dort nimmt man es mit vielen Praktiken nicht so genau und gibt sich mitunter noch einer intensiveren Technologiehörigkeit als in unseren Breitengraden hin. Darüber hinaus wird man mit diesem Dienst online an die korrekte Medikamention erinnert bzw. kann auch Termine mit seinem Arzt ausmachen. Eigentlich perfekt, oder? Und damit das ganze System auch den Hauch von Sicherheit bekommt, packt man die Daten auch auf spezielle Rechner und wendet die bestmöglichen Schutzmechanismen an, denn um die sensible Natur der ergatterten Daten ist man sich durchaus im klaren.

Aber wie bei allen Dingen die mit Nullen und Einsen funktionieren und nicht physisch von einem Netzwerk getrennt sind, schwebt hier auch fortwährend die Gefahr eines Einbruchs ähnlich des berühmt, berüchtigten Damoklesschwerts über den Köpfen der partizipierenden Patienten. In Zeiten in denen Versicherungsdaten dem Militär verlustig gehen, diverse Regierungen fortwährend mit Datenverlust per se zu kämpfen haben und auch das Pentagon nicht vor virtuellen Einbrüchen sicher ist, sollte man derartige Dinge eben keinem zentral organisierten Verzeichnis online anvertrauen. Wobei die dezentrale Verwaltung hier nicht wirklich ein Plus an Sicherheit bringen würde, der mögliche Kolateralschaden wäre allenfalls geringer.

Kommen wir zu dem Punkt Google, Google ist ein Konzern der mit Daten arbeitet. Man kann in diesem einen Wohltäter der Menschheit vermuten oder aber sich in gesundem Mißtrauen üben, letzteres sollte usus sein, wenn man überhaupt Wert legt auf diese hochsensiblen Daten. Aber dennoch denke ich das wird die Zukunft sein und wir werden uns sogar irgendwann daran gewöhnt haben mit einem gewissen Kolateralschaden zu leben …

via futurezone.orf

7 Antworten zu “Google Health — die virtuelle Krankenakte”

  1. SuMu sagt:

    Google Health ist aber für dein Patienten kostenlos, während wir für die so «sichere» elektronische Gesundheitskarte zahlen dürfen

  2. Oliver sagt:

    Zahlen wirst du so oder so ob nun direkt oder indirekt, aber es ist gut zu wissen das doch bei vielen letztendlich nur der finanzielle Faktor über Sinn oder Unsinn einer solchen Sache entscheidet :)

  3. SuMu sagt:

    Wer aktiv ein Blog mit persönlichen Inhalten füllt, wird auch oft was über seine Erkrankung(en) schreiben ;-).

    Ich denke schon, dass es sehr gefährlich ist, sensibel Daten auf zentralen Internet-Servern zu speichern ;-), da kommt ja schon der 12 jährige Nachwuchs-Hacker drauf …

  4. Oliver sagt:

    >Wer aktiv ein Blog mit persönlichen Inhalten füllt, wird auch oft was über seine Erkrankung(en) schreiben ;-).

    Nein weil ein Blog != Tagebuch ist. Es kann sein, muß aber nicht. Und ich kenne viele Blogs mit persönlichen Inhalten, jedoch ohne Inhalte die jemanden tatsächlich festnageln können. Aber das Gros der Gesellschaft liebt diese Spielereien und wenn diese Momentum erlangen, kann es durchaus sein, daß andere mitmachen müssen weil u.U. alternative Möglichkeiten beseitigt wurden. Der Vergleich online-Publikation mit dem obigen foo ist ergo weit hergeholt.

  5. Grainger sagt:

    Ich persönlich nutze Google nur als reine Suchmaschine (ohne Cookies!).

    Und auch auf den Einsatz solcher Tools wie der Google Toolbar (oder eine der vielen gleichgelagerten Toolbars anderer Anbieter), Google Desktopsearch, usw. verzichte ich dankend.

    Selbst wenn Google seine Version der elektronischen Patientenakte kostenlos in Deutschland anbieten sollte, werde ich keinen Gebrauch davon machen.

    Eine derartige Datensammlung ist einfach zu verführerisch und weckt sicherlich bei der Versicherungswirtschaft, den Arbeitgebern, den Sozialversicherungsträgern, usw. diverse Begehrlichkeiten. Und ob Google sich diesen dauerhaft wirklich verschließt ist eine ganz andere Frage.

    Aber letztendlich ist der Einsatz aller dieser Datensammlungstools freiwillig, und mein Mitleid mit den mündigen Bürgern, die bei solchen und ähnlichen Datenmsammlungsaktionen wegen ein paar Peanuts ganz und gar die Hosen herunter lassen hält sich doch in argen Grenzen.

  6. […] sprechen — just in Indien geschehen. Man kann eigentlich nur mit äußerster Vehemenz vor derart gigantischen Datensammelstellen warnen, ob nun Yahoo, Google oder auch Microsoft. Sicher ist gar nichts, Firmen existieren nicht ob eines […]

  7. […] zwar sind sie tatsächlich nicht per se böse, aber sie befleißigen sich auch eher eines pragmatischen Habitus und dem gilt es das eine oder andere Mal einen Riegel vorzuschieben. Die Aufklärung ist schon […]

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