Google, Hans Dampf in allen Gassen

Mit Google hatten wir es ja schon oft, Suche im Blog genügt. Wir lieben Google und hassen es zugleich, nie zuvor verursachte ein Konzern eine derartige Ambivalenz beim Nutzer. Das Problem mit Google ist leicht ausgemacht, man erhält ein omnipotentes Angebot aller erdenklichen Dienste aus einer Hand, die Daten sind zentralisiert angeordet, Google durchzieht das ganze Netz. Auf den ersten Blick eine klasse Sache, vielleicht sogar noch auf den zweiten Blick, last not least ist es jedoch ein Problem mit den Daten die da zentralisiert bei einem Konzern liegen. Dilemma, es ist eben recht praktisch, da die bestmögliche Kompatibilität zwischen den Diensten gegeben ist. Tja, das bietet Material für endlose Diskussionen. Wie dem auch sei, Google arbeitet mit Daten und verdient auch Geld mit Daten. Den Rest des Gedankens kann man auch selbst Leuten mit rudimentär ausgestatteter Fantasie zu Ende denken lassen.

Das neueste Angebot nun ist nun in der Beta-Phase, MyLocation ein neues Feature für Google Maps Mobile. Da GPS Funktionalität noch eher ein seltenes Feature bei Mobiltelephonen darstellt nutzt Google die Möglichkeit mittels Mobilfunkmasten den Standort des Telefonierenden bis ca. auf 1000m genau zu bestimmen, u.U. genauer wenn das Datenaufkommen stimmt. Mag auf den ersten Blick für Bewohner eines kleinen Landes (noch) belanglos wirken, die Technik bleibt jedoch nicht stehen und beruflich Reisende werden sich bedanken. Obwohl, so gesehen wird man es wohl eher als nettes Feature betrachten, was es sicherlich auch auf den ersten Blick selbst für mich darstellt. Man muß halt immer beide Seiten der Medalie betrachten 😉

New Google Maps feature could simulate GPS on iPhones

3 Antworten zu “Google, Hans Dampf in allen Gassen”

  1. Tim sagt:

    Laut eurem Link Meter, nicht Kilometer (nehme an, das war kein Typo, sonst verstehe ich das mit dem kleinen Land nicht). Das mit den 1000 Metern ist direkt aus dem UI im Video, da würde ich also nicht so viel darauf geben. Sie sagen da auch, dass die Applikation mit der Zeit dazu lernt und automatisch akkurater wird.

    Das ist schon ein anderer Schnack dann. Und wenn sie das mit den Locations (Restaurants etc.) wirklich durchziehen wollen, dann müssen sie ja auch irgendwo in GPS-Nähe landen können, so 300 bis 500 Meter Radius denke ich mal müsste das schon können, damit es irgendeinen Sinn macht. Das Feature mit «Restaurants in deiner Nähe» ist ja schon gleich mit am Start.

    Mit solchen Applikationen kommen demnächst auch noch jede Menge andere raus, hört man. Man muss also nicht Google seine Daten geben. Wobei Google ja immerhin behauptet, keine persönlichen Daten zu erfassen, sondern nur das Handset (soweit glaubhaft, der Dienst wird sicher nicht zwingend Login erfordern, weil man da natürlich erstmal Werbung für Orte in der Nähe verticken will, mit so pillepalle wie plazes halten die sich sicher nicht auf). Da erwarte ich schon von den typischen AGB der anderen demnächst folgenden Anbieter erheblich schlimmeres.

  2. Morpheus sagt:

    Sollte wohl 1000m anstatt 1000km lauten 😉

  3. Chris sagt:

    Natürlich 1000m — ein kleiner Vertipper. Demnächst dann Google Earth Live — und die Liebsten Verfolgen uns aus dem Weltall heraus, wie man es zum Beispiel aus Staatsfeind Nr. 1 kennt, am Mittagstisch…

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