Gleichschaltung

Angst. Angst war schon immer der Nährboden für weitreichende staatliche Überwachungsmaßnahmen in deutschen Landen oder auch anderswo. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn die Idioten sind so nah? Schon in RAF Zeiten ersann man das Mittel der Rasterfahndung, inzwischen ein weltweiter Exportschlager, trotz der mangelnden Erfolge. Mangelnder Erfolg jedoch nur, wenn man den primären Zweck der Terrorbekämpfung in Augenschein nimmt, sekundär geht eine omnipotente Überwachung des Volkes damit einher.
Das kürzlich geschürte Angstgebaren in Großbritannien tut übriges dazu, schon reiten die Debilen des Landes wieder auf dieser Welle mit und erzeugen die nicht greifbare Angst vor dem Unbekannten Islamisten, dem fremdländisch Ausschauenden. Ja diese vagen Formulierungen durch Politik und Medien unters Volk gebracht haben Methode, man benötigt das unfassbare Feindbild, das sich da trübe am Horizont abzeichnet wie eine Fata Morgana.
Die Gleichschaltung diverser Dienste ist dabei die Folge, mit dem Ziel des Datenabgleichs, primär gaukelt man diese Angst vor dem Terror vor, es liegt in der Natur der Sache, das diese nicht greifbar ist, schon andere bedienten sich dieser Mittel in der Geschichte, um letztendlich das Volk zu steuern.
Nichts, aber auch gar nichts, rechtfertigt diese Art von Überwachung, das sollten gerade wie Deutschen in Ost und West mittlerweile wissen. An Erfahrung mangelt es uns schließlich nicht …

2 Antworten zu “Gleichschaltung”

  1. fäb sagt:

    Ich glaube, es stand schon bei Machiavelli [ Il Principe, Kapitel 17 ?Von der Grausamkeit und der Milde, und ob es besser ist, geliebt als gefürchtet zu werden oder umgekehrt? ], daß ein Volk am besten zu regieren sei, wenn es stets in Angst gehalten wird. Spannende Frage wäre, inwiefern der momentane Aufbau des Überwachungsstaats und der damit einhergehende Abbau von Bürgerrechten immer noch als Staatsräson zu betrachten ist.
    Das passendstes Zitat scheint mir immer noch von Benjamin Franklin zu stammen, welcher 1759 im ?Historical Review of Pennsylvania? meinte: ?That they can give up essential liberty to obtain a little temporary safety deserve neither liberty nor safety.?

  2. Chris sagt:

    Oh ja, das war vorauszusehen. Wenn es nicht so bitterernst mit Aushöhlung unserer Demokratie wäre, könnte man drüber lachen, inwieweit man schon die Reflexe diverser debiler Vollpfosten vorhersagen kann. Bei diesen Politikern ist eines das große Problem:

    Um das Beispiel Glos zu nennen: Als Oppositionspolitiker war er der brillante Rhetoriker aus Bayern, der Rot-Grün immer wiede einheizte — und heute? Heute gilt er als _das_ große Sorgenkind der Regierung. Solche Leute können einfach nur dumm daherreden, nicht mehr. Wenn es an die Arbeit geht, sind sie hoffnungslos überfordert.

    Armes Deutschland!

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