Gib SEOs keine Chance!

SEO-Dreck

Frank hat hier ein interessantes Erlebnis mit einem sogenannten SEO beschrieben — und hat ebenso wie wir deutliche Worte gefunden. Leider kratzt Google nur an der Oberfläche und geht dem Problem mit dem Spam in der eigenen Suchmaschine nicht tiefer auf den Grund. Das Problem mit diesen Netzbeschmutzern wird immer akuter, immer nerviger und nimmt so langsam überhand. Ich lösche derzeit pro Tag mehrere Kommentare, die sich augenscheinlich auf den Artikel oder einen Kommentar vorher beziehen — in der Regel haben sie den Inhalt: Toller Artikel, Kommentar, ich bin ganz Deiner Meinung. Wenn man dann aber den angegebenen Link folgt, landet man beim Partyservice, irgendwas ganz dolles mit Mode oder auch beim guten, alten Ponyhof — nur werden die Viecher da leider nicht geschlachtet. Es sind also profane Werbelinks. Am dreistesten war die gute Anna am Samstag, die auf 4 ältere Artikel ohne jeglichen Bezug in dieser Art geantwortet hat — über der Webseite der guten Anna prangt das Wort SEO.

Da stellt sich natürlich die Frage, wie man diesem per Hand eingetragenen Spam verhindern kann. Fight against Spam hilft gegen die Casino-Freaks, die während des Pokerns durch Viagra einen Ständer bekommen, hervorragend — nur gegen Anna und ihre Freundinnen (auch witzig — im Regelfall werden weibliche Nicks gewählt) helfen diese Tipps nicht. Manche Kollegen haben einen Hinweis unter das Kommentarfeld gesetzt — Werbung wird in Rechnung gestellt. Ob dies rechtlich durchsetzbar ist, kann ich so nicht sagen, vielleicht äußert sich ja mal ein bloggender Rechtsanwalt mit einer Einschätzung dazu. Andere Kollegen löschen einfach den Link und lassen den Kommentar stehen, wieder andere halten es wie wir und löschen den kompletten Kommentar.

Ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Mit fallen da im Moment nur Lösungen ein, die die regelmäßigen Leser von F!XMBR auch betreffen — so zum Beispiel das Feld zum Eintragen der URL einfach nicht mehr anzubieten. Gefallen tut mir das aber auch nicht wirklich. So bleibt zur Zeit nur das Löschen, manchmal wenn es mich dann besonders nervt, wird die Abuse-Abteilung des ISPs angeschrieben, mit Hinweis darauf, dass gespamt wird — oder ich schreibe die betreffende Person direkt an und mache eindringlich klar, dass dies der erste und letzte Spam war, den die Person auf unserer Webseite hinterlassen hat. Schau m’er mal. Wenn ich jedenfalls Texte wie den nebenan von Frank lesen, gehts mir schon wieder ein klein wenig besser… 😀

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15 Antworten zu “Gib SEOs keine Chance!”

  1. Santi sagt:

    Weit entfernt von dem von dir angesprochenen Problem hoste ich hin und wieder abends einen Call of Duty 4 dedicated für Kollegen und Bekannte mit einem leidigen Problem: Voting und Passwortvergabe. Mit Passwort kommen keine neuen Leute rauf. Ohne, und da liegt der eigentliche Hund begraben, meint jeder dieser Pfosten, die irgendwie immer meinen Server finden, von seinem Recht ohne Unterbrechung zu voten und zu spammen Gebrauch machen zu müssen und ich bin nur noch damit beschäftigt, die Dinger per F2 abzubrechen. Jetzt kann ich der Last mittels sv_voteenable 0 ein Ende setzen — aber ohne Vote ist wieder doof für die Leute, die ernsthaft spielen. Heißt, mir bleibt nichts anderes übrig als diese Spaten von halbwüchsigen jedesmal vom Server zu werfen, das (Zitat Frank) ‘zumkotzenste Hobby’ überhaupt. Macht mir zwar Aufwand, aber ist für alle anderen die beste Lösung.
    Genauso sind Blogs ohne Kommentarfunktion irgendwie blöd. Und um nochmal aufs craplog zu sprechen zu kommen: Löscht mehr Kommentare. Zumindest, bis raus ist inwieweit rechtlich gegen die Nervbolde vorgegangen werden kann.

  2. Peter sagt:

    Wenn ich das recht sehe, ist hier doch die Registrierung offen, oder? Dann könnte man doch die URL-Anzeige für alle nicht eingeloggten User streichen. Regelmäßige Leser könnten dann, wenn sie wollen, ihre URL-Anzeige sozusagen durch ihre Registrierung veranlassen und die Spammer kann man einfacher aussieben.

  3. Chris sagt:

    Wäre eine Möglichkeit — nur wird die Registrierung auch nur von russischen Bots genutzt… 😀

  4. Peter sagt:

    Ach, die kann man doch aussperren. Gibt es da keine Captcha-Plugins für? Ansonsten eben selbst bauen, sollte einfach genug sein.

  5. kobalt sagt:

    «das Feld zum Eintragen der URL einfach nicht mehr anzubieten»

    Ich denke es würde ausreichen, wenn die eingetragene URL nicht anklickbar wäre, sie also nur als Plaintext zur Verfügung stünde. Ich zumindest hätte kein Problem damit, sie in die Adressleiste meines Browsers zu kopieren. Für die SEOs aber wäre es bestimmt uninteressant, dann noch Werbelinks zu hinterlassen.

  6. Stefan sagt:

    Chris, ich bin ganz deiner meinung 😀

    @5 kobalt:
    dann noch die fx-extension linkification und der plain-text-link ist nicht mehr zu entscheiden.

  7. tante sagt:

    Ich persönlich würde es bei meinem Blog durchaus vermissen, wenn die Kommentatoren keine Links hinterlassen könnten, erst so findet man ja manchmal interessante neue Posts.

    Nichtanklickbar klingt für mich nach ner guten alternative. Oder man wickelt die URLs in ein Javascript, welches die URLs kodiert in den Text wirft und erst dann bei mouseover dekodiert. So ist der Suchmaschinenbeschiss weg.

  8. kobalt sagt:

    Stefan:
    «dann noch die fx-extension linkification»

    Bei mir läuft das so: Ich markiere beliebigen Text auf der Website, klicke mit dem Mouserad darauf und der Text wird automatisch in die Adressleiste meines Browsers eingefügt, um http:// ergänzt und aufgerufen.

  9. Stefan sagt:

    @8 Kobalt:
    so mach ich das normalerweise auch. ansonsten sitze ich an einem windowsrechner 😀

  10. Robert B. sagt:

    Ich kenne diese Schwachmaten-Szene auch aus leidvoller Erfahrungen, neben Traffic kostet es auch Zeit, diese Linknutten des Platzes zu verweisen. Auf meine „digitalen Hausverbote“ gab es bislang keine Reaktionen, d.h. danach zeigte sich entsprechender Spammer nicht mehr. Das kann allerdings auch daran liegen, dass die Typen die Blogs nur einmal abgrasen und dann zum nächsten gehen.

    Auf einem anderen Blog von mir habe ich allerdings seit einer „herben“ Drohung Ruhe, keine Linknutten weit und breit.

  11. Stefan sagt:

    Das Problem und gleichzeitg der Grund warum Spammer überhaupt bei dir ankommen ist die Wertigkeit der externen Links. Im Gegensatz zu den Hompepage-Links werden Links im Text (weil ohne rel=«nofollow») von Google als Links gewertet und ist somit auch für SEO-Nutznießer attraktiv. Zwar wird durch die Menge der Links diese zunehmend weniger wert, aber reicht wohl trotzdem noch.

    SEO an sich ist nicht das Problem sondern stinknormale Spammer (auch unter den SEOs). Dies in einen Topf zu werfen ist wie Hacker und Cracker gleichzusetzen.

    Wer sich einlesen will findet hier einige Links.

  12. Oliver sagt:

    Deshalb nennen wir SEOs auch korrekterweise Cheater, wie jene bei Multiplayer-Games :)

  13. Robert B. sagt:

    Wenn ich Texte von Hackern oder Crackern lese (oder Cracker esse 😉 ) wird mir allerdings deutlich seltener Übel als beim Lesen toller SEO-Anleitungen™. Irgendwie kann ich mit diesem virtuellen Schwanzvergleich Suchmaschinenplatzierung nicht viel anfangen.

  14. Abgr sagt:

    […] Wie jetzt, wer jetzt, WTF? Ja genau, WTF ist nicht nur die richtige Antwort auf Thilo Sarrazins […]

  15. allo sagt:

    Nicht anklickbar machen führt ja im Endeffekt zum gleichen wie nofollow. Möchte man das? Schwer zu sagen …

    Spam Kommentare lösche ich, auch wenn sie schreiben «Interessanter Artikel» oder ähnliche nichtssagende Dinge.

    Allerdings hatte ich schon einmal einen Kommentar, der sinnvoll war, wobei die URL aber zu einer kommerziellen Seite ging, die zum Thema passte. Da habe ich einfach einen Redirector-Service vor die URL gesetzt, damit hilft der «SPAM» wohl nichts mehr, aber man kann es noch anklicken. Die Nutzer werden das selber einschätzen können …

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