Gewonnen II

kaspersky_01

Gerade klingelte der Postbote und überreichte mir ein Päckchen. Der erste Teil des Software-Paketes, welches ich als Gastautor bei Caschy gewonnen hatte, ist eingetroffen. Windows 7 kommt erst zum 22. Oktober — notebooksbilliger.de hat aber schon einmal die Kaspersky Internet Securiy Suite 2010 und MS Office 2007 verschnürt und abgeschickt.

Das Office-Paket sollten eigentlich die meisten kennen, bleibt der erste Eindruck von Kaspersky. Ich habe mir in all den Jahren der Windows-Nutzung noch keinen Virus eingefangen — lediglich der berühmt-berüchtigte W32.Blaster hat vor Jahren einmal mein System runtergefahren. Was den Virenschutz angeht, bin ich immer gut mit avast! oder Avira AntiVir gefahren. Ich weigere mich, für ein Produkt Geld zu bezahlen, wenn es qualitativ vergleichbare Software zum freien Download gibt. Zudem finde ich die Lizenzpolitik von Kaspersky mehr als zweifelhaft. Da bezahlen die Kunden schon das Produkt — und nach einem Jahr ist wieder ein kostenpflichtiges Update fällig. Da werden Kunden meiner Meinung nach abgezockt. Um eine Firewall habe ich mich selten gekümmert, die freien Varianten habe ich alle getestet, aber Router in Verbindung mit der Windows-eigenen Firewall ist mehr als ausreichend.

Oliver hat hier klargestellt, was von den Personal Firewalls zu halten ist: Schmeißt also eure Personal Firewall weg und fangt an zu denken, denn ihr um es mal deutlicher auszudrücken, viele wissen überhaupt gar nicht wie viele Anwendungen sich schon an der PFW in der Vergangenheit vorbeimogelten – das gute nämlich daran ist, man bemerkt es nicht. Essentiell sind btw. die angefügten Links, in der Regel in Deutsch und gut verständlich – ohne diese gelesen zu haben braucht man kein Wort weiter über PFWs zu verlieren.

Wenn ich aber schon einmal die Kaspersky Internet Security Suite hier vorliegen habe, dann kann ich sie auch testen — nach einem Jahr, wenn die Lizenz abgelaufen ist, fliegt sie sowieso wieder runter. Dann wird halt wieder auf avast! umgestellt. Geschadet hat es mir bisher nicht — im Gegenteil. So manche überkandidelte Suite, die ich hier getestet habe, bremst durchaus das System aus — da war teilweise an Arbeiten nicht zu denken.

Die GUI kommt sehr aufgeräumt rüber, jeder Windows-Nutzer kann sofort damit umgehen — da ist nichts, was man nicht schon einmal gesehen oder installiert hat. Nur sollte man wissen, was man tut und einstellt — ich verweise noch einmal auf Oliver. Was mich allerdings gerade sehr gestört hat — ich hatte den so genannten Linkschutz aktiviert, der soll vor infizierten Webseiten warnen, Kaspersky hat, ohne mich zu informieren ein Plugin für den Firefox installiert. Wenn es notwendig ist, okay, nur möchte ich doch bitte entscheiden, ob dann das Plugin installiert wird. Ich möchte nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Für Familien ist vielleicht noch der Familienschutz interessant. Wenn die Kids einmal ohne Aufsicht ins Web gehen, sollen XXX– und andere Seiten gesperrt werden. Das Problem an der Sache ist sicherlich, dass die heutige Generation kompetenter im Umgang mit dem Internet ist, wie die Eltern — wenn denn eine entsprechende Seite auf gerufen werden soll, dann passiert das auch. Mit oder ohne Kaspersky, ist da unerheblich. Und wenn es wider Erwarten zu Hause nicht klappt, dann halt beim Schulkollegen.

Das System selbst läuft gefühlt genauso schnell wie vorher, da sind keine Performance-Einbußen zu erkennen. Allerdings werden meines Erachtens Internetseiten nicht mehr allzu schnell aufgerufen. Hier werde ich sicherlich das eine oder andere Programmteil noch deaktivieren. Gekauft hätte ich mir Kaspersky nie — aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul. Schau m’er mal…

kaspersky_02 

kaspersky_03

kaspersky_04

kaspersky_05

kaspersky_06

, , , , , , ,

9 Antworten zu “Gewonnen II”

  1. tux. sagt:

    Office 2007 kenne ich nur von Screenshots, das reicht mir schon…

    Bezüglich der PFW gebe ich Oliver uneingeschränkt Recht, das Windows-eigene Teil bietet auch keinen Mehrwert. Nur, Kaspersky 2010? Oh, ja, ist schon wieder September. Was die Qualität des Virenscanners angeht, so verweise ich immer mal gern af av-comparatives.org, wo Kaspersky seit Jahren solide abschneidet, ebenso avast… jedoch ist es ein ziemlicher Ressourcenfresser. Das ist halt der Preis für die Leistung. Schon schade irgendwie.

  2. phoibos sagt:

    wow, die kis hat sich ja zu einem richtigen konfigurationsgrab entwickelt… früher, zu zeiten, in denen ich es noch nicht so genau nahm mit lizenzen und so, da hab ich die kav gerne genutzt. leider wurde es immer behäbiger, so dass ich dann auf eset umstieg.

    zum thema jahres-lizenz:
    bei produkten, die bisweilen updates im 15-minuten-takt erfahren (müssen/sollten), finde ich es fair, wenn ich eine lizenz fürs updaten kaufe — das programm läuft ja nach dem lizenz-ende weiter, nur ohne signaturupdates.

    ciao
    phoibos

  3. caschy sagt:

    Danke für deinen Test. Sieht sehr complicated aus — erfolgreiche Programm müssen aber eigentlich einfach sein. Auf dem letzten Screen sieht man 10000 Einstellungsmöglichkeiten. Das saugt mich schon an. Habe ja 7Ultimate und bisher keine FW sondern einzig Avast4 — und die 5 kommt bald :)

    Ach ja Nordmann — schau mal in die Tags — es heisst BremerhaVen :)

  4. Phil sagt:

    Ich weigere mich, für ein Produkt Geld zu bezahlen, wenn es qualitativ vergleichbare Software zum freien Download gibt. Zudem finde ich die Lizenzpolitik von Kaspersky mehr als zweifelhaft. Da bezahlen die Kunden schon das Produkt – und nach einem Jahr ist wieder ein kostenpflichtiges Update fällig.

    Nun ja, irgendwie müssen ja die Entwicklungskosten für die Programme und Signaturen bezahlt werden. Ob das direkt über eine Lizenzierung oder ob über eine Stiftung bzw. den Erlösen aus Firmenlizenzen erfolgt, ist letztlich egal. Und Tests bei zum Beispiel t’p zeigen, dass es doch qualitative Unterschiede bei den Antiviren-Programmen gibt.

    Doch Du hast Recht. In der Regel ist eine Firewall und ein Virenscanner nicht nötig, sofern einige Dinge beachtet werden.
    1. Router mit NAT nutzen. Reicht für den Privatanwender vollkommen aus.
    2. Nicht auf alles klicken, was bei drei nicht auf den Bäumen ist.
    3. System auf dem aktuellen Stand halten.
    4. Unnötige Dienste deaktivieren (ohne Pkt. 1 Pflicht)
    5. Unsichere Quellen für Software meiden (wobei auch schon Microsoft Viren verteilt hat xD)
    6. Anstelle von IEh und OjE zum Beispiel Firefox und Thunderbird oder Opera nutzen.

    Selbst wenn diverse Scanner im Einsatz sind, so kann, wenn von diesen kein Virus erkannt wurde, nicht unbedingt darauf geschlossen werden, dass das Heruntergeladene auch sauber ist.

    Und ist der Verdacht aufgekommen, dass das System kompromotiert ist, so ist es am Sichersten, wenn das System von zum Beispiel einer Linux-Live-Distribution mit aktuellen Virensignaturen geprüft wird, da einem Virenscanner auf einem (vermeintlich) befallenen System nicht mehr getraut werden kann (z. B. Rootkits). Auch sollte das System, um sicher zu gehen, neu aufgesetzt und eigene Daten vorher gesichert und geprüft werden, ob sich darin nicht Schadsoftware eingenistet hat.

    Und ja, ich hatte auch mal die Internet-Security im Einsatz, wobei ich den Hintergrundscanner und die «Firewall» deaktivierte, da «Firewall» nicht gebraucht und der Hintergrundscanner einfach zuviel Leistung verschlingt.

    Doch ansonsten ist Kaspersky nicht verkehrt. Zumindest waren sie noch vor einiger Zeit auf den Top-Plätzen bei Tests.

  5. Chris sagt:

    @caschy: Ja, man kann gaaanz viel einstellen, aber meist selbsterklärend. Bremerhaven ist gefixt. 😉

  6. Phil sagt:

    Achnee, das war nicht KIS sondern F-Secure, wo unter anderem der Scanner von Kaspersky verwendet wird.

    Abzuraten ist von Norton. Seitdem das Symantic ist, sind die Produkte einfach nur noch schlecht.

    wow, die kis hat sich ja zu einem richtigen konfigurationsgrab entwickelt…

    Das ist wohl wahr. Doch dieses Dilemma haben aber eigentlich viele (alle?) kommerziellen Anbieter.
    Was ich mir wünsche, das wäre ein Virenscanner, der sich problemlos in Programme einklinken kann um beispielsweise aus dem Internet kommende Daten scannen kann, welches auch einen guten heuristischen Scanner (ja, das Problem ist mir bekannt) besitzt. Und vorallem auch Ehrlichkeit der Programmanbieter (z. B. das nichthaltbare Versprechen, dass der Rechner komplett sicher sei mit ihrem Produkt).

    Bezüglich der PFW gebe ich Oliver uneingeschränkt Recht, das Windows-eigene Teil bietet auch keinen Mehrwert.

    Ein Paketfilter ist in der Regel für den Privatanwender vollkommen ausreichend. Andere Programme können nur unnötige Löcher in das System reißen, daher ist das in Windows integrierte Programm den anderen Lösungen vorzuziehen.

  7. tux. sagt:

    Ein Paketfilter löst nichts. Wogegen soll der bitte schützen?

  8. Luca sagt:

    Also ich selbst bin sogar von den kommerziellen Paketen auf die kostenlosen umgestiegen. Kaspersky war einst der beste Virenscanner auf dem Markt, kam einfach zu bedienen und nicht mit Firlefanz überladen daher. Doch wenn ich mir alleine schon die Screenshots ansehe, will ich das gar nicht mehr in der VM installieren… leider schon passiert 😉

    Auch NOD32 war schon einmal besser. In der Version 2 lief das Programm noch schnell und hatte eine super Heuristik. Auch damit hatte ich gute Erfahrungen. Heutzutage wirkt auch dieser Virenwächter unglaublich langsam und überladen.

    Zum Glück gibt es ja noch Linux. Das nutze ich nämlich auch schon seit 5 Jahren und habe mir (oh Wunder) noch keinen Virus eingefangen und musste das System nur einmal neu installieren (aber nicht, weil etwas nicht funktioniert hat, sondern wegen 32bit->64bit).

  9. phoibos sagt:

    @Luca:
    «Heutzutage wirkt auch dieser Virenwächter unglaublich langsam und überladen.»

    das kann ich gar nicht nachvollziehen. ich nutze nod32 seit der 1.x und finde die engine kein stück langsamer als früher (nur sind die platten größer geworden 😉 ). die firewallkomponente ist aber voll fürn popo, da hab ich seit @guard (also damals, früher, als das noch aktuell war im letzten jahrtausend) nichts vergleichbares mehr gesehen.

    ciao
    phoibos

RSS-Feed abonnieren