Gewalt ist gut

Betrachtet man dazu speziell den bereits beschriebenen Gewaltcharakter in vielen biblischen Erzählungen, stehen die Darstellungen von Aggression und Gewalt manchen Computerspielen in nichts nach. Man muss sogar fragen, ob ein solches Buch heute eigentlich als jugendfrei gelten dürfte.

golem

Jedenfalls spielerischer Natur und Verbote bringen laut Hartmann überhaupt nichts. Und wie er auch korrekt feststellt, die Bibel wäre gemäß der heutigen Norm verboten. Denn wo schon kann man gerechtfertigt Städte auslöschen oder gar in einem Atemzug die ganze Menschheit, von abartigen Spielen wie, hey Abraham, opfere mal deinen Sohn Isaak.1 ganz zu schweigen? 😀

etwa größere Toleranz und ein verantwortungsvolles Gewährenlassen gegenüber raufenden Kindern zu zeigen, größeres Verständnis auch für verbale ‘Ausbrüche’ von Jugendlichen aufzubringen und weniger Dünkel in Bezug auf jugendspezifische Medienvorlieben wie LAN-Partys mit Counter-Strike & Co. zu hegen.

Ob da unsere law & order Vertreter mitspielen? Ich glaube kaum, drakonische Strafen machen sich besser und letztendlich mag man es denn auch so in der Gesellschaft? Oder hört man, abgesehen von diesen Ausnahmen und den Betroffenen selbst, jemanden pro dieser Sache die Stimme erheben? Verbote, mal davon abgesehen, machen die Dinge auch erst richtig interessant … war früher so und ist heute keineswegs anders … hey das Ding ist indiziert 😀

  1. natürlich war das nur ein Glaubenstest 😉 []


3 Antworten zu “Gewalt ist gut”

  1. Falk sagt:

    Ich mag mir da aus dem verlinkten Artikel grad mal ein Zitat heraus reissen.

    Hartmann nimmt vor allem die Eltern in die Pflicht; diese sollten ihre Kinder daheim nicht in Sicherheit glauben, sondern sich für das interessieren, was ihre Kinder tun, ihnen beim Spielen über die Schulter schauen, die Spiele selbst ausprobieren und mit den Kindern über die Spiele diskutieren.

    Soweit so gut. Nachvollziehbar, unstrittig und eigentlich selbstverständlich. Nur, wie passt das mit folgenem Satz zusammen.

    Sie müssen einsehen, dass es möglich sein muss, das beide Elternteile Vollzeit arbeiten gehen und *notfalls* müssen sie ihr Kind eben in eine Ganztagsbetreuung schicken.

    Passt nicht?

    Einerseits werden Eltern ständig in die Pflicht genommen, andererseits rät man Eltern behördlich, ihre Pflicht abzugeben. Ja was denn nun?

  2. Oliver sagt:

    >Sie müssen einsehen, dass es möglich sein muss, das beide Elternteile Vollzeit arbeiten gehen und *notfalls* müssen sie ihr Kind eben in eine Ganztagsbetreuung schicken.

    Woher stammt der Satz?

    Und last not least ich war auch damals zeitweise im Kindergarten weil meine Eltern beide arbeiten *mußten*.

    >Passt nicht?

    Warum nicht? Der obige Pfarrer ist nicht der Staat. Und das der Staat andere Absichten verfolgt, als ein logisch denkender Mensch, liegt doch auf der Hand.

    Knapp 90% der 3-5jährigen besuchten in Deutschland 2006 einen Kindergarten, in der Regel für ein paar Stunden. Der Gaul der staatlichen Beeinflussung wir hier arg hart geritten. Da bleibt in der Realität, abseits politischer Worthülsen, noch viel zu tun für die Familie.
    Wen jucken irgendwelche, nicht realisierten, Torheiten einiger Politiker? Keinen Menschen, ich kenne auch noch Kindergarten vor Ort, in den meisten herrscht Spiel und Spaß — mehr nicht. Aber gerade viele *Eltern* wünschen sich da mehr Erziehung und Ausbildung, vor allem Entlastung mittels Vollzeit … von daher weht der Wind. Das politische Dogma ist nur die Antwort auf die Forderung und was man später mal eventuell «zurückbekommt» an Erziehung etc., nun darüber macht sich keiner in der Gesellschaft gedanken.

    Sprich nicht von oben, sondern mit dem Volk, durch das Volk!

  3. Falk sagt:

    Woher stammt der Satz?

    Kam mir in meine eigenen Ohren.

    Das politische Dogma ist nur die Antwort auf die Forderung

    Das ist vollkommen richtig und erlebs oft genug, wie überfordert Eltern sein können und eben am liebsten die Zwerge im Internat hätten. Und herrje, ich kenn Vollzeitbetreuung aus meiner eigenen Kindheit, ich könnte weder Vor– noch Nachteile ausmachen, was für oder dagegen sprechen würde, außer das meine Bindung zu meinen Eltern eher als sehr gering anzusehen ist.

    Mich persönlich stört halt immer dieser Ruf nach mehr Verantwortung für Eltern, wenns drauf ankommt, werden diese aber im Regen stehen gelassen. Und nein, kein Dogma, sondern eine persönliche subjektive Innenansicht ist das.

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