George Lucas mag nimmer

I think the secret to the future is quantity
[…]
For that same $200 million, I can make 50–60 two-hour movies. That’s 120 hours as opposed to two hours. In the future market, that’s where it’s going to land, because it’s going to be all pay-per-view and downloadable

Variety.com

Klar das ist der richtige Ansatz — ich meine wer da den Knall noch nicht vernommen hat sollte wirklich gehen, das Problem der Filmindustrie ist imho die fehlende Qualität und die gesteigerte Massenproduktion. Aber okay, ist vielleicht besser wenn er in TV-Gefilde wechselt, nach einer unstimmigen, jedoch kultigen ersten Trilogie und der schrecklichen zweiten Trilogie, wobei der dritte Teil noch wenigstens als zünftiger Action-Reißer durchging, seines SF-Epos bleibt da wohl nicht mehr viel Luft :)
Viel Geld machen, ist in den seltensten Fällen gleichzusetzen mit annehmbarer Qualität …

13 Antworten zu “George Lucas mag nimmer”

  1. Chris sagt:

    Eben — ich hab vorgestern Crank gesehen, was für ein kranker Film. Jason Statham war genial in The Transporter, und dann folgte Kommerz. Transporter — The Mission war schon mehr als schlecht, und Crank, gut einfach nur mit das grottigste, was ich in den letzten Monaten gesehen habe. Diese Beispiel ist exemplarisch für eine ganze Branche, nicht die pöhsen Raubkopierer sind schuld, nein, die Filme sind einfach Müll. Wer kann schon behaupten, in den letzten Jahren im Kino (neu) einen Kult-Film gesehen zu haben — eben, niemand.

  2. Marco sagt:

    Vor etwa drei Wochen ?genoss? ich den Film Final Call, angetrieben von einer recht guten Bewertung bei einem großem Versender und auch, weil Kim Basinger immer wieder nett anzuschauen ist. Habe selten so gut vor der Glotze geschlafen, zumal Kim nur reichlich selten zu sehen war. Angesichts des abgrundtiefen Niveaus solcher Filme müssten die Studios eigentlich noch stolz sein, dass sich jemand die Mühe macht, sowas als Raubkopie unters Volk zu bringen.

  3. pascal sagt:

    raubkopien als ehre und werbung…
    «die junge generation liebt diesen film: während er nur 20000mal verkauft wurde, also bei der älteren gerneration eher durchfiel wurde er 10000000mal im Internet betrachtet [anm: das klingt dann so, als hätte es auch PayPerView sein können, freut den shareholder]»

  4. Grainger sagt:

    Also ich gebe es zu:

    ich habe bei Filmen ein absolutes Faible für Hochglanztrash 😀

    Einer meiner Lieblingsfilme der letzten Jahre war und ist Underworld (wobei ich den ersten Teil als deutlich besser als den Nachfolger empfand), auch Wächter der Nacht hat mir gefallen und mein neues persönliches neues Highlight ist V wie Vendetta.

    Möglicherweise alles keine Meilensteine der Filmgeschichte, aber diese Filme haben immerhin eines geschafft:

    mich prächtig unterhalten!

    Oder um es mal mit einer alten Berliner Kinogängerweisheit zu sagen:
    ?Für einsfuffzig kann ick verlangen, dass an meine niedersten Instinkte appelliert wird!? 😀
    (angeblich ein Zitat von Heinrich Zille)-

    Und das erwarte ich nun mal vom Kino, Beziehungs– und Scheidungsdramen sind nicht so mein Ding, sobald gesungen und getanzt wird schalte ich ab (nie werde ich den Hype um diese unsäglichen Bollywood-Schinken nachvollziehen können) und jede Form von Pathos ist mir unerträglich.

    Nun will ich nicht den (ungerechtfertigten?) Eindruck erwecken ich würde mir ausschließlich pure Unterhaltungsfilme reinziehen (überwiegend schon, aber nicht ausschließlich ;)), kürzlich habe ich mir vom Grabbeltisch Andrei Tarkovskys Stalker mitgenommen und bin absolut fasziniert von diesem Meisterwerk, aber für diese Art der etwas schwereren filmischen Unterhaltung muss ich in der richtigen Stimmung sein.

  5. Oli sagt:

    Underworld kann ich zustimmen 😀

    Aber hier gehts ja auch nicht nur um die hochgeistigen Filme, sondern wirklich Qualität — wobei ich einen gelungenen Unterhaltungsfilm auch dazuzähle. Da gibts ja auch «solche» und «solche» …

  6. Grainger sagt:

    Sicher hat auch ein gut gemachter Unterhaltungsfilm wirkliche Qualität, vermutlich gibt es in jedem filmischen Genre ebenso Meisterwerke wie Schrott (mit Ausnahme der bereits von mir angesprochenen Bollywood-Schinken, da gibt es nur Schrott :D).

    Ich bin nur immer misstrauisch, denn Filme allzu bedeutungsschwanger sind oder unbedingt irgendeine Message rüberbringen wollen — das hat halt so was missionarisches.

    Skandinavische Filme mit Titeln wie «Der Winter meiner Depressionen» oder «Der Sommer meiner Mutlosigkeit» meide ich beispielsweise mehr wie der Teufel das Weihwasser. 😀

  7. Chris sagt:

    Hm, ich überleg jetzt schon den ganzen Abend, eigentlich seit ich ihn gesehen habe, was ich von V wie Vendetta halten soll. 😀

    Ich schwenk da hin und her — zwischen genialer Comic (und auch schon hier nicht mehr, er kann eine Gesellschaftskritik kaum erkennen lassen) oder pure Langeweile.

    Wahrscheinlich nehme ich die Frage mit ins Bett. 😀

  8. Grainger sagt:

    Das ist halt immer so eine Sache, es soll ja auch Leute geben die bei Schinken wie Vom Winde verweht ins Schwärmen geraten, ich kann mich da nur gepflegt dabei langweilen.

    Andere schauen sich gerne Musicals an *graus*

    Und V wie Vendetta hat mir einfach gefallen, ich kann da eigentlich keinen konkreten Grund dafür nennen.

    Ist mir aber auch egal, denn andererseits war der Film auch wiederum nicht sooo toll das ich deswegen tagelange Selbsterforschung betreiben müsste. 😀

  9. Prospero sagt:

    Manche schauen sich auch indische Filme in Original-Sprache mit Untertiteln an, jahaa! Und Musicals mag ich auch. Neulich erst «Mary Poppins» gesehen.
    Chris: Klar, der Comic zu «V» ist natürlich sowas von erhaben zur Filmversion, aber die se ist dennoch recht ordentlich und wohl das subversivste Filmchen seit langem. Ich denke, ich werde mir die Zweier-DVD holen nachdem ich mir die andere Variante auslieh — und endlich mal den Film auf Englisch sehen konnte, der Auftritt von «V» kommt da natürlich mit den ganzen «V»-Vokabeln die die Originalfassung da hat noch besser rüber als auf deutsch.
    Ansonsten habe ich auch nichts gegen Filme wie «Das Fest», Murnaus Verfilmung des «Faust» — Murnau ist sowieso toll, «Doktor Mabuse der Spieler» — wuah, genial. Oder «Hellboy», «Aeon Flux» oder «Ein Fisch namens Wanda».
    Nicht antun werde ich mir dagegen doofe Fussballfilme — iiihhh, nochmal WM? Nein danke — oder total pädagogische Kinderfilmchen. Allerdings — na ja — ich habe auch «Plötzlich Prinzessin II» gesehen. Wegen Callum Blue allerdings. Das entschuldigt das wohl. 😉
    Ad Astra

  10. Prospero sagt:

    Und Filme von Herrn Boll meide ich auch wie die Pest. Das meinte Grainger doch mit Bollywood, oder? *unschuldigguck*
    Ansonsten gibts auch da sehr tolle Filme, «Dil Se» z.B. Ja, da wird auch gesungen. Und die indische Fassung von ET ist einigermaßen nett, «Krrrish» oder «KANK» habe ich noch nicht gesehen.
    Ad Astra

  11. Prospero sagt:

    Und um den Hattrick vollzumachen: Boah, ich habe mich im Kino noch nie so gelangweilt wie bei Episode I und III. Die II habe ich bewußt ausgelassen und selbst auf DVD habe ich nach 30 Minuten aufgegeben das Werk gucken zu wollen. Dann gebe ich doch lieber Geld in diesem Herbst für die DVDs der digitalen Neufassungen von IV-VI aus, weil da als Extra die Originalversionen — unbearbeitet! — drauf sind.

  12. Prospero sagt:

    Nachtrag: Falls jemand «Spaced» kennt, die zweite Staffel, Folge I — genau so habe ich mich gefühlt. 😉 Und jetzt ist es auch erstmal genug.
    Ad Astra

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