Geo Tracking mit Windows 7

Et tu brute könnte man sagen, auch die nächste Firefox Version wird es können und das iPhone iniziierte wohl diesen Crap bzw. verlieh diesem Breitenwirkung. Microsoft hingegen hat ein wenig gelernt, man realisiert es bisherigen Informationen nach als opt-in. D.h. die explizite Aktivierung ist notwendig, danach hat man jedoch nicht viele Möglichkeiten den Anwendungszweck einzugrenzen — in der Praxis bedeutet dies, daß man den Service auf einen bestimmten User beschränken kann oder Anstelle eines im Hintergrund laufenden Dienstes die diversen Anwendungen selbst drauf zugreifen läßt. Wie man es auch macht, jede Anwendung hat laut dem Bericht Zugriff und Microsoft könnte sehr wohl jeden der Schritte auswerten. Und wer Microsoft Windows kennt weiß das sich immer Mittel und Wege finden irgendwelche Dinge im Hintergrund anzustellen — man erinnere sich nur an die Möglichkeit eines Trojaners den internen Portfilter zu deaktivieren.

Derartige Features in der heutigen Zeit und dann noch auf Betriebssystemebene sind mehr als nur fragwürdig. Zudem ist noch nicht raus, wie Microsoft diese Funktionalität letztendlich tatsächlich umsetzen wird — vielleicht streicht man auch das opt-in, wenn der neue Firefox sich erst einmal etabliert hat und die User auf das neue Spielzeug konditionierte — Apple ebenete den Platz, andere bauen ihn aus. Keinesfalls sollte man extensive Einstellungen erwarten, Micrsoft möchte die Anwendung erleichtern und zuviel Auswahl verwirrt den User letztendlich nur.

via webmonkey

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2 Antworten zu “Geo Tracking mit Windows 7”

  1. Ein Mensch sagt:

    Welchen legitimen Zweck hatte GeoTracking in einem Browser oder Betriebssystem nochmal? Ausser Menschen anhand ihrer IP einen Dienst zu verweigern oder lokalisierte Werbung in einen Dienst einzuweben?

    Ich bin mir sicher, dass eine Software, die Geo-Informationen ohne opt-in übermittelt, erheblich gegen das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verstossen würde und die Praxis damit zumindest in Deutschland verboten und/oder abgemahnt werden könnte.

  2. derhans sagt:

    @Ein Mensch:
    solange bei solcher Software gewährleistet ist das ich entscheiden kann wann was an wen übermittelt wird, sehe ich kein großes Problem. Problematisch wird das wenn solche Dinge per default laufen, und am besten noch closed source sind, damit möglichst nicht nachvollziehbar ist, was da so alles im Hintergrund passiert.

    Die Ansicht, dass solche Software nach deutschem Recht verboten sein könnte teile ich nicht. Wenn ich mir eine auf Software installiere, die explizit wie auch immer geartete Daten versendet, ist das mein Ding. Anders sehe es natürlich aus, wenn solche Dinge irgendwo «versteckt» im Betriebssystem oder anderer Software untergebracht würden.

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