Ganz heißes Eisen

Wenn ich hier sage das ich die Aktionen pro Filesharing von *jeglichem* Material shayze finde? Wahrscheinlich — diejenigen, die einzig mit Kopien anstelle Originalen aufwuchsen, werdens wohl nicht raffen, in dieser schönen, neuen Welt für lau. Hier wird auch keinesfalls irgendjemand den Pharisäer markieren, den Moralapostel mimen etc., aber denkt mal ne Sekunde drüber nach. Da wird von Kultur fabuliert, okay ein Aspekt von Kultur sind Musik/Filme usw., aber auch nur ein winziger Teilaspekt. Kultur ist weitaus mehr als etwas für lau zu erheischen und dann noch arrogant dieses Recht einzufordern.

Ich habe da so einen Begriff im Kopf, fair use, da kaufe ich mir beispielsweise einen Film, lege mir eine Kopie zur Sicherheit an oder gebe diese Kopie z.B. weiter an meine Schwester, an einen guten Freund, sprich im persönlichen Umfeld. Ähnlich der Ausleihe eines Buches — wäre doch okay, oder? Funktionierte Jahrzehnte vor dem Internet einwandfrei und kein Mensch beschwerte sich wirklich. Was ist also zwischenzeitlich passiert?

Nun zum einen kamen die Pappnasen daher und erweiterten ihren Freundeskreis dahingehend, das das halbe WWW daran partizipieren konnte, zum anderen entdeckte die Industrie Mittel und Wege ihre Produkte zu schützen, um neue Vertriebswege zu schaffen. Das eine, als auch das andere ist einfach shayze und da wird mir jeder vernünftige Mensch zustimmen. Kopiere ich einen Film x-mal entsteht ein Schaden, dieser Schaden wir die Industrie keineswegs umbringen, aber auf der anderen Seite besteht auch kein Anspruch auf die Ausgabe eines kostenlosen Produkts. Man muß halt nicht immer alles haben und könnte sich vielleicht auch ab und zu mal etwas bescheiden, ohne gleich die dumm-dämlichen Floskeln a la ich hab doch kein Geld, die sind zu teuer, das ist was ganz seltenes auszupacken. Erstens kein Geld und hohe Preise sind kein Argument a la RobinHood zu arbeiten oder von Kultur zu schwafeln, wenn die tatsächliche Motivation letztendlich nur das kurzfristige Vergnügen darstellt, sprich Ego pur. Klar der oft angeführte Punkt vom kaum noch erhältlichen Film, Buch etc. — vollkommen korrekt, da *könnte* Filesharing etwas leisten, aber ehrlich … das Gros der getauschten Sachen ist absoluter Mainstream, erhältlich überall im Handel.

Also meine lieben Pharisäer von Kultur schwafeln und damit tatsächlichen zu meinen …alles für lau, für mich allein ist ganz großer Brainfuck! Sucht euch ne Ecke abseits der Gesellschaft, aber hört auf mit Buttons etc. herzumzulaufen, für privates Filesharing … das Internet ist eben nicht euer privates Umfeld.

Last not least bleibt da noch die Industrie über — was kann man dort anführen? Nun DRM, sehr hohe Preise und die Schaffung neuer, irrsinniger Vertriebswege. Sprich die massive Gängelung des Kunden. Als erstes, wer ein Produkt erstellt, hat auch ein Recht auf ein Entgelt — funktioniert ebenso schon seit ewigen Zeiten, ist überhaupt nicht diskutabel. Aber Wucher z.B. wurde zu früheren Zeiten gänzlich anders verfolgt, diejenigen wurden mitunter nicht mehr froh. Und z.B. extra abzocken zu wollen, indem man eine CD für den Player verkauft und den gleichen Inhalt nochmals für den mp3-Stick, das ist ebenso große shayze. «Shayze» — eine Vokabel die hier im Text auf beiden Seiten desöfteren Anwendung findet, denn egal in welche Windrichtung man sich dreht, es stinkt eben gewaltig.

Es ist auch müßig darüber diskutieren zu wollen, gemäß der Henne-Ei-Problematik, was zuerst da war. Gabs zuerst die massive Erweiterung des privaten Umfelds, sprich die hemmungslose Ausnutzung eines Entgegenkommens? Oder war die Industrie zuerst Gewehr bei Fuß, bei der Durchsetzung neuer Vertriebswege. Ich denke mal, weder noch. Die Industrie tickt einfach nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, ohne jegliche moralische Instanzen. Die User tun es dieser aber gleich, indem hemmungslos alles für lau abgegriffen wird, dem man im Netz habhaft werden kann. Aber stop, ich erwähnte doch oben, das ich eben nicht den Moralapostel spielen möchte … warum jetzt doch? Nun das tue ich doch gar nicht, ich stelle nur gerade eine Heuchelei der anderen gegenüber. Die User meinen, gemäß der Robin Hood Mentalität, das das alles nur in eine Richtung funktioniert.

Irrtum, Respekt ist keine Einbahnstraße, das kann nur in *beide* Richtungen funktionieren.

Aber ich will hier auch nicht die Augen vor der Realität verschließen, selbst wenn die User gewaltig zurückfahren würden, wäre das für die Industrie kein Anlaß ihr bahnbrechendes Geschäftsmodell zu verlassen, man denkt dort einfach anders, lebt in einer anderen Welt. Andererseits würde ich auch nie erwarten, das die User tatsächlich irgendwo zurückfahren, zu sehr hat sich diese Schnorrermentalität etabliert, man kann dies auch in anderen Bereichen beobachten, wie Open Source, Open Content allgemein. Geben ist seliger denn nehmen, mitunter wäre das ein Slogan für beide Seiten. Da könnte man sich annähern, oder?

Kurzum die Industrie hat ein Anrecht auf Entgelt, wenn sie eine Ware liefert und der Kunde hat ein Anrecht damit in seinem *privaten* Umfeld zu tun und lassen was er möchte. Ich glaube in dem Punkt wäre man sich doch einig? In der Realität dagegen werden sich die Fronten immer weiter verhärten, der Dumme ist letztendlich immer Kunde/User, weil der Staat dank gepflegtem Lobbyismus gemäß der Industrie tickt — Stichworte: gewaltige Verluste, damit einhergehender Arbeitsplatzschwund usw. Sprich recht miefender Hartzer Roller auf beiden Seiten.

Was bleibt dem mündigen Kunden also über? Sprich jenem, der tatsächlich an *Kultur* interessiert ist und nicht nur Dingen für lau? Engagement! Selbst Content frei zu Verfügung stellen, mithelfen freien Content weiter zu verbreiten, zu propagieren. Und nein, man muß nicht auf den geliebten Film verzichten. Ich habe z.B. hier daheim an die 300 DVDs — wow, reicher Mann? Mitnichten, das Gros davon sind Billigheimer, mal 5, mal 12? oder auch von einem Heft für knapp 3?. «Zwei, drei» Ausreißer sind auch dabei, kosteten Vollpreis, sprich 20? — aber die wollte ich unbedingt haben und dann war es mir das auch Wert, wenn auch schmerzlich für die Börse … jedoch ist das eher die Ausnahme, denn irgendeine Art von Regel 😉

Und wenn ich nun diesen Film mal meiner Schwester kopieren *könnte*, ganz legal, wäre das schlimm? Nein das ging auch früher ohne Probleme und nein ich meine nicht die xxxxxxxxxxx Freunde im WWW, sondern das tatsächlich vorhandene persönliche Umfeld.

Und meine lieben pro Filesharing Heinis, wenn ihr die Industrie treffen bzw. überhaupt ein Zeichen der Vernunft setzen möchtet, setzt primär auf Open Content, sprich diesen nutzen, daran partizipieren. Sekundär könntet ihr mal mündiger Bürger spielen und trotzig die überteuerten Produkte meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Ja das ist manchmal schwer, solch eine eiserne Disziplin — aber Dummheit auf der einen Seite, macht Dummheit auf der andere Seite eben nicht wieder wett. Gleich und gleich gesellt sich gern … 😉

Und eine Bitte noch, wer da schon zu sehr in Blockadedenken abgeschweift ist und kräftig mauert auf seiner Seite, soll hier bitte nicht kommentieren. Das soll ein Denkanstoß sein für beide Seite bzw. letztendlich primär für die Kunden/User-Seite, da ich hier das größte Potential sehe etwas zu ändern, aber keineswegs in dem man einfach etwas nimmt und dafür noch eine Legitimation sucht.

Denkt mal drüber nach, ich mache es auch — fangen wir also mir der Weihnachtsmucke für lau an 😀

Weihnachtsmusik für lau I
Weihnachtsmusik für lau II
*Kultur*/Zeitgeschehen auf F!XMBR
Kultur — Wirtschaft — Technik
auch das ist *Kultur* I
auch das ist *Kultur* II
da kann man was tun
hier kann man was lernen
da gibts Leute, die partizipieren I
da gibts Leute, die partizipieren II
da gibts Leute, die partizipieren III
da gibts Leute, die partizipieren IV
da kann man selbst partizipieren
hier darf man auch
Raubkopie Vs Privatkopie

… nur eine kleine bescheidene Auswahl. Btw. den Titel Dumpfbacke kann man im Netz schnell verlieren, wenn man mal Hirn v1.0 benutzt und anfängt zu denken. Jäger und Sammler gehören zwar auch zu einer Kultur, sollten diese aber nicht dominieren.

23 Antworten zu “Ganz heißes Eisen”

  1. Ralph sagt:

    Mit diesem Beitrag sprichst du mir absolut aus der Seele.

    In meinem Bekannten– und Kollegenkreis werde ich immer noch schräg angesehen, daß ich für Musik im Internet zahle, wenn doch die gleiche Mucke — «da schau, hab ich nix für bezahlt» — auch umsonst gibt.

    Als Student erntet man Verwunderung, so eigen zu sein, DVDs zu kaufen, anstatt sie runterzuladen. Diese dann noch nicht zu rippen und zur allgemeinen Verfügung zu stellen, lässt einen dann gänzlich eigenartig erscheinen.

    Auch mit dem Kauf von Software und Zahlen für Shareware macht man sich zum Affen. Cracks gibts in Hülle und Fülle und die Programme sind ja «eh zu teuer».

    Ein Unrechtsbewusstsein ist, wie du schreibst, selten vorhanden.

  2. Chris sagt:

    Wie immer grandios. :)

    Über das Thema haben wir schon viel gejabbert (Mist, kein Google-Loch gefixt). Die, die Kultur zerstören, sitzen auf beiden Seiten — wenn es da z. B. Leute gibt, die meinen, sie hätten bezahlt, gleichzeitig eine Plattform zur Verfügung stellen, die *wirklich* der Industrie, den Künstlern, der Kultur schadet, diese Plattform dann noch mit anderen Downloadmöglichkeiten beworben wird, um sie zu finanzieren, dann fällt einem nichts mehr ein.

    Meine letzte Musik, die ich bezahlt habe, war die von All:My:Faults — warum, die ist doch frei, mag der eine oder andere jetzt fragen. Nun, wer das nach Olis Text immer noch nicht verstanden hat, möge bitte weiterziehen.

    Ich werd gleich Richtung Innenstadt von Hamburg fahren, mein Mp3-Player wird ausschließlich CC-Musik abspielen, wenn mir Musik besonders gut gefällt, werde ich sie hier vorstellen, wenn sie aussergewöhnlich ist, werde ich dafür bezahlen, auch wenn es mal einen Monat länger dauert. Ganz einfache Kiste.

    Nochmal in aller Deutlichkeit: Die, die Kultur zerstören, Künstler schädigen, die sitzen auf beiden Seiten — die einen im Untergrund, die anderen in ihren Büros im Penthouse…

  3. Grainger sagt:

    Als Student erntet man Verwunderung, so eigen zu sein, DVDs zu kaufen, anstatt sie runterzuladen. Diese dann noch nicht zu rippen und zur allgemeinen Verfügung zu stellen, lässt einen dann gänzlich eigenartig erscheinen.

    Ich bin auch so ein DVD-Käufer (ich habe inzwischen einiges an Originalen im Schrnak stehen).

    Ich mache das teilweise aus Qualitätsgründen (minderwertige Bild– und Tonqualität tue ich mir nicht mehr an), teilweise aber auch aus Zeitgründen.

    Meine Freizeit ist inzwischen einigermaßen knapp bemessen, mein Geldbeutel glücklicherweise weniger.

    Und um mir dann irgendwelche Rips zweifelhafter Qualität aus dem Netz zu ziehen, auf DVD (oder CD) zu brennen und mich hinterher zu ärgern weil das Bild und der Ton besch***en sind ist mir meine Zeit echt zu schade.

    Und um von meinen gekauften DVDs Kopien für irgendwelche wildfremden Leute zu ziehen dann natürlich erst recht (im Freundeskreis habe ich sowieso keine Bedenken die Originale zu verleihen).

  4. Callinator sagt:

    Bin ein Filesharer ^^ zumindest ab und zu… und ich kann deinem eintrag nur 100% zustimmen.. Hast verdammt recht!

  5. Falk sagt:

    Wo darf ich unterschreiben?

  6. […] ganz heißes Eisen Wenn ich hier sage das ich die Aktionen pro Filesharing von *jeglichem* Material shayze finde? Wahrscheinlich — diejenigen, die einzig mit Kopien anstelle Originalen aufwuchsen, werdens wohl nicht raffen, in dieser schönen, neuen Welt für lau. (tags: filesharing kostenlos dummheit gängelung raubkopie) […]

  7. EuRo sagt:

    Viel zu viel Text. Lesen — wer tut das heute noch? Wenn du etwas zu sagen hast, schreibe es nicht in ein Blog. Du wirst vereinsamen. Nein, packe es zwischen zwei Buchdeckel und nimm 29,90 Euro dafür. Eine Woche später stellst du es via Strohmann als pdf auf ein illegales Fileshare-Portal mit einer Ankündigung bei heise, dass das Buch als pdf aufgetaucht sei. Dann lesen es zwar immer noch nicht alle, aber du erreichst wenigstens die, die es angeht.
    Content ist nicht immer Kultur, aber Kultur ist immer auch Content. Das zu trennen ist nicht immer ganz einfach.
    Wie du schon schreibst: Für die Vertreter beider Seiten.
    Ich mache es mit dem «Rasierspiegel-Index»: Wenn ich da morgens noch reingucken kann, ohne zu denken, was bin ich doch für ein A…loch, dann ist alles gut.
    Gute Sachen werden unterstützt, sei es durch Gratiswerbung oder monetär, das andere wird gemieden (es wird weder geklaut, noch gekauft). Ich komm damit klar.

  8. Oli sagt:

    Viel zu viel Text. Lesen — wer tut das heute noch?

    Ich, ich schreib da nur meine Gedanken nieder — wenn ich 2–3 mitnehme, die es tatsächlich lesen, dann ist das schön, aber kein Notwendigkeit.
    Tatsächlich quatsche ich solche Dinge z.B. mit Chris durch nebenher und irgendwann schreibs ichs mal nieder, wenn mir danach ist. :)

  9. kobalt sagt:

    Dem kann ich nur zustimmen.

  10. Anselm sagt:

    Definitiv das was ich immer verbreite. File sharing ist wunderbar um wirkliche neue Musik und Filme zu finden. Nehmen wir Secuestro Express, der wurde reviewt ich hab ihn bei Bittorrent gefunden und jetzt steht das Original hier. Aber das Stichwort ist wie du sagst FAIR USE.

    Ich nutze gerne Filesharingdienste und Internetseiten für Dinge die ich anderweitig nicht bekommen kann, MashUps und Remixes zum Beispiel. Ansonsten bin ich fleißiger CD-Käufer, das ist meine Welt. Filme zwar weniger aber auch.

    Trotz alledem ist natürlich viel gezogen und nicht nachgekauft und da spüre ich selbst wieviel Angst ich vor mir selbst bekomme, ich will es nicht wirklich aber ich hab es schon und warum wegwerfen? Die Musik ist doch toll…

    Ich finde es toll dass immer wieder Menschen in der Blogosphäre und in Gesprächen dieses Thema aufgreifen vielleicht wird so irgendwann die Gesellschaft sensibilisiert.

    Was mich an der ganzen Materie eigentlich immer noch wundert und was ich gerne als Argument benutze: Warum hört ihr alle Musik die ihr nicht bereit seid zu kaufen?

    Ist das nicht ein Stückchen Schuldeingeständnis «Im Prinzip alles Scheiße»? Und selbst das Argument «Ich will diese Industrie nicht unterstützen die File sharer verklagt». Lausig, ihr begeht Verbrechen und wollt ihr sie nicht unterstützen müsst ihr eben andere Musik hören oder ihnen diese 5? zugestehen.

    Oder ihr wartet ein Jahr und kauft dann gebraucht bei eBay.

    Wie dem auch sei, ein schöner Artikel!

    Frohe Weihnachten

    Anselm

  11. […] Während man bei uns derlei Feinheiten überhaupt noch gar nicht kennt bzw. wahrnehmen möchte, greift diese Art von Verständnis, gemeinhin als Logik bezeichnet, in den Staaten immer mehr um sich. Mit Einschüchterungswellen, wie es z.B. unsere Vereine gerne tun, ist es nämlich alleine vor dem Gesetz und der Verfassung nicht getan, man muß auch beweisen können was man letztendlich beklagt. Und genau an diesem Punkt wirds nämlich recht knifflig, da kann man eben nicht mehr von Fantastillionen fabulieren, die einem da hypthetisch durch die Finger glitten ob des raubenden Kopierers. Wobei ich letztere ausufernede Schwachmaten keineswegs toleriere, aber die Aussetzung demokratischer Grundsätze ist ebenso wenig zu tolerieren. Insofern muß die RIAA nun beweisen, das ein Filesharing auch tatsächlich stattfand, die bloße Sichtbarkeit des Angebots ist jedenfalls nichtig. […]

  12. raven:online sagt:

    Wow, echt viel zu lesen…

    Ja, ich gebe Dir recht. Wer nur kopiert, macht die Kultur kaputt aber wie immer ist nicht alles schwarz und weiß. Anselm sagte es ja schon. Ich habe auch schon viele Sachen gefunden, die ich nachträglich gekauft habe. Ohne p2p wäre ich entweder nie oder sehr viel später auf die Musik gestoßen. Also haben die Künstler dadurch letztlich Geld gemacht.

    In Sachen Filmen muss ich sagen, dass ich es hier so sehe wie viele andere Kommentatoren. Die Qualität ist mir zu mies, der Aufwand zu groß und ich liebe es eine schöne Box im Schrank stehen zu haben. Mit all den netten Zusatzsachen wie Booklet, Steelbox etc.

    Softwaretechnisch setze ich schon lange auf Open-Source und was ich an anderer Software habe, besitze ich legal. Natürlich ist mir ein MS Office zu teuer aber es gibt ja Open Office. Früher habe ich noch einige «Testzeitraumverlängerte» Tools bessen aber damit habe ich keinen Schaden angerichtet. Denn wenn ich sie hätte kaufen müssen, hätte ich sie nie gekauft. Also, kein entgangener Gewinn. Gut, irgendwann habe ich dann festgestellt, dass ich gut ohne die Software leben kann, denn sie ist ja nicht so gut, das ich sie kaufen würde. So kam ich dann zum ‘sauberen’ PC.

    Wow, mein wohl längster Kommentar.

  13. Oli sagt:

    aber wie immer ist nicht alles schwarz und weiß.

    Das wurde ich auch nicht müde oben zu betonen, jedoch ist das gewaltige Übergewicht bei jenen zu finden, die eben nur kopieren und nicht mehr weiter drüber nachdenken. Die Ausnahmen bestätigen wie immer die Regeln und werden dazu mißbraucht die Kopiergeilheit ohne Schranken zu rechtfertigen.

  14. […] Doch bevor jetzt die maßlosen Filesharer dieser Welt vor Begeisterung aufschreien: Die Anklage wurde aus rein formalen Gründen ohne Beweisaufnahme abgewiesen. So schreibt heise.de: Das Gericht überprüfte laut der nun vorliegenden schriftlichen Urteilsbegründung nicht, ob die von Logistep erhobenen Indizien tatsächlich beweiskräftig sind. Vielmehr folgte es der Argumentation von Grosskopf, der zufolge Peppermint Jam nicht nachweisen könne, dass man tatsächlich die Nutzungsrechte innehabe. […]

  15. […] Liebe Contentindustrie, liebe Musikschaffenden, liebe Filmproduzenten: Liefert gute Spiele, und sie werden verkauft. Produziert tolle Musik, und sie wird gekauft. Schafft grandiose Filme, und die Menschen rennen ins Kino. Gängelt nicht die Menschen, die fair mit Euch umgehen — seht sie als das, was sie sind, Kunden, Partner im digitalen Zeitalter. Es liegt an Euch, ähnliche Erfolgsgeschichten wie die von WoW zu schreiben. Sie sind möglich, auch in heutigen Zeiten, wo bei manchen maßloses Filesharing von urheberrechtlich geschützten Material usus scheint. Aber das ist alles nicht neu — es ist Zeit aufzuwachen. Holt Euch Eure Kunden zurück. Wacht endlich auf. Wir wollen keinen Kopierschutz, kein DRM — wir wollen einfach gute Produkte. Das ist das Geheimnis. […]

  16. […] Pflichtlektüre vor dem Antworten: Ganz heißes Eisen […]

  17. […] Internet — Internetrebellen aller Herren Länder vereinigt Euch, wider der Contentindustrie — herrlich diese Internetrevoluzzer. Aber ich schweife vom Thema ab. Die Macher von Joost heißen Janus Friis und Niklas […]

  18. […] bedenkt, womit die Kanzlei da ihr Geld verdient, kann ich nicht wirklich Mitleid empfinden und auf diesen Artikel verweisen. Selbst schuld — nicht nur was das Urteil angeht, auch die Reaktionen der Menschen im […]

  19. yautja sagt:

    Danke! Endlich mal jemand der die Wahrheit ausspricht.
    Super Artikel.

  20. Paul sagt:

    Yep, der Artikel ist super und ich würde ihn unterschreiben

  21. NewsShit! sagt:

    Wow! Dieser Artikel ist schon fast 3 Jahre alt, spricht mir aber auch heute noch vollkommen aus der Seele. Thumbs up!

  22. […] Oliver mit einem immer noch aktuellen Artikel – eine etwas andere Sicht, die ich auch sofort unterschreiben […]

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