G20


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Freitag Wochenthema: Raus auf die Straße
taz: Bewegung am Boden

Wie es immer so ist: Spärliche ernsthafte Proteste, so dass die Medien leichtes Spiel hatten und die Chaoten auf Seite 1 bringen konnten. Wir erleben gerade den Sieg des Neoliberalismus und der Eliten über den Menschen. Der Neoliberalismus wie auch die, die uns diese Weltwirtschaftskrise eingebrockt haben, werden gestärkt aus der selbigen hervorgehen. Oder glaubt wirklich jemand etwas anderes? 😉

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5 Antworten zu “G20”

  1. bernd sagt:

    Ich glaube dass unser (Finanz)system tot ist. Es spielt eigentlich keine Rolle wer das eingebrockt hat und wer irgendwo gestärkt hervorgeht. Die Frage die ich mir stelle ist, ob «das System» überhaupt noch einen Wert hat.

  2. Marc sagt:

    Gewiss ist der Kapitalismus nicht das perfekte System, das ist nicht zu bestreiten. Es stellt sich jedoch die Frage, ob es überhaupt Alternativen gibt. Es gibt sie nicht. Wenn man sämtliche Versuche des Kommunismus’ betrachtet — egal ob nun die Sowjetunion, die DDR oder sonst irgendein kommunistisches Land — nun, dann stehen wir im Kapitalismus mit der jetzigen Finanzkrise noch verhältnismäßig gut da.
    Der Kapitalismus ist kein perfektes System, aber es ist zumindest das beste, mögliche System, eine Art kleinstes Übel.

    Ich kann es auch nicht verstehen, dass der Neoliberalismus so sehr von dir, und vielen anderen linksdenkenden Menschen verteufelt wird. Sind staatliche Eingriffe wirklich die Lösung für die Probleme? Ich denke nicht.
    Staatliche Eingriffe sollen für Stabilität sorgen, womit sich zwar durchaus Krisen vermeiden ließen, doch man beachte doch bitte auch, dass es andersherum genauso aussieht — auch der Aufschwung wird durch zu viel Stabilität gehemmt.

  3. Oliver sagt:

    >Es stellt sich jedoch die Frage, ob es überhaupt Alternativen gibt. Es gibt sie nicht. Wenn man sämtliche Versuche des Kommunismus’ betrachtet — egal ob nun die Sowjetunion, die DDR oder sonst irgendein kommunistisches Land — nun, dann stehen wir im Kapitalismus mit der jetzigen Finanzkrise noch verhältnismäßig gut da.

    Du interpretierst Symptome, nicht aber die Ursachen. Und die Ursache ist der Mensch und dessen Verhältnis zu seinen werten Mitmenschen. Alle sogenannten Versuche des Kommunismus reduziere ich auf den Faktor Mensch. Und wenn es auf gut Deutsch einigen dieser Menschen gefällt andere auszubeuten, so wird dies zwar durch ein gewirktes Regime innerhalb des Kommunismus offenbar, andererseits wird die selbige Ausbeutung innerhalb des Kapitalismus auch nur mittels der Diversität mannigfaltiger dort wirkender Mechanismen kaschiert.

    >Der Kapitalismus ist kein perfektes System, aber es ist zumindest das beste, mögliche System, eine Art kleinstes Übel.

    Das ist eben der massive Trugschluß, weil die Ausbeutung des anderen Systems nicht jedem gewahr ist, geht man stante pede vom kleinsten anzunehmenden Übel aus. Im Kommunismus kennt man seine Schweine, im Kapitalismus muß man diverse Schichten durchdringen, um der Kern der Sache näher zu kommen.

    >Sind staatliche Eingriffe wirklich die Lösung für die Probleme? Ich denke nicht.

    Definitiv nicht, denke ich an die diversen Probleme die wir dieser Überregulierung verdanken bzw. massiver gewirkter Inkompetenz seitens Berlins … aber auch hier ist das Problem nicht unbedingt immer die Regulierung per se, sondern die Torpedierung mittels zahlloser Lobbyisten, Ausnahmeregelungen etc. pp. Ausnahmen, die ein Anfangs probates System letztendlich zur Karikatur mutieren lassen.

    >auch der Aufschwung wird durch zu viel Stabilität gehemmt.

    Aufschwung wird immer gleichgesetzt mit Vorteilen fürs Volk, dem ist aber nicht so. Ebenso wie die Mär vom Wirtschaftswunder tatsächlich eine hemmunglose Ausbeutung der arbeitenden Klasse war und eine Förderung eben jener Industrie die sich schon zuvor gut unter die Arme greifen ließ — Fett schwimmt immer oben.

    Der Erfolg eines Konzerns zielt nie auf den Erhalt oder die Schaffung von Arbeitsplätzen ab, sondern auf Gewinnmaximierung. Gewinnmaximierung, die man u.a. mittels einer Optimierung der Produktion erreicht, sprich weniger Arbeiter erledigen die gleiche Aufgabe — nennt man Fortschritt. Somit wird auch eine zweite oft verlautbarte Mär ad absurdum geführt, die Mär von der Vollbeschäftigung. Nie dagewesen, allenfalls in kühnen Rechenexempeln und in Zukunft werden wir uns mehr und mehr arbeitslose Menschen leisten müssen, weil Fortschritt nicht im gleichen Maße neue Arbeitsplätze schafft, wie er diese vernichtet.

  4. dakira sagt:

    @Marc:
    So langsam muessen wir uns aber ueber ein neues System Gedanken machen. Schon rein aus Selbsterhaltungszweck. Mit dem auch m.E. derzeit besten System Kapitalismus verhaelt es sich wie mit fossilen Rohstoffen. Es ist unsinnig darauf zu setzen, weil man weiss dass es nicht andauern kann.

    Eines der grossen Probleme ist, dass Kapitalismus nur funktioniert, wenn es permanent Wachstum gibt (in Produktion, Dienstleistung, Kreditvergabe, Bevoelkerung, usw.). Da sind wir dann schon wieder bei begrenztem Platz und begrenzten Resoursen. Das Platzproblem kann man durch regelmaessige Kriege in den Griff bekommen. So waere dann auch (durch die Zerstoerung) wieder Raum fuer Wachstum. Das Resourcenproblem ist damit nicht geklaert.

    Ich mag auch voellig auf dem Irrweg sein.

  5. Flying Circus sagt:

    @dakira:

    «Ich mag auch voellig auf dem Irrweg sein.»

    Nein.

    Was Marc übersieht: Es ist witzlos, sich eine Handvoll Systeme rauszugreifen, daraus eines auszuwählen, es zum «kleinsten Übel» und damit dann zum «bestmöglichen System» zu küren. Solide Wissenschaft sieht anders aus. Überlassen wir das Kaffeesatzlesen und ähnliche Spielchen doch bitte Typen wie Prof. Hans-Werner Sinn, die werden dafür fürstlich entlohnt.

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