F!XMBR wird monetarisiert

F!XMBR

Es lag ja nun schon in der Luft — nun wird es offiziell: F!XMBR goes professional publishing. Schon seit Längerem ist klar, dass die Zeiten der New Economy endgültig Geschichte sind. Das Web 2.0 ist da — die breite Masse stürmt ins Web, soziale Netzwerke, Blogs sind die neuen Marktführer des Internets. Die Werbewirtschaft stellt sich immer mehr darauf ein — bereits heute gibt es international erfolgreiche Vermarktungsagenturen, wie zum Beispiel Adnation. Blogger können von ihren Publikationen mehr als gut leben — die digitale Bohème hat die weltweite Führung im Internet übernommen. Seit bereits knapp zwei Jahren gehört F!XMBR zu den deutschlandweit geachteten Top 100-Blogs. Die etablierten Medien huldigen den IVW-Gott, wenn von der neoerfolgreichen Kommunikationsform Weblog die Rede ist, wird auf die deutschlandweit bekannten deutschen blogcharts verwiesen. F!XMBR hat sich etabliert, unzählige Bezugnahmen — sogenannte Links — auf SPIEGEL Online, Heise oder anderen etablierten Webseiten zeugen davon. Dies wird nun von einer repräsentativen Studie des Markt– und Trendforschungsinstituts EARSandEYES untermauert.

Die Studie zeigt eindeutig, dass jeder 50. Internetnutzer in der Bundesrepublik Deutschland die Publikation F!XMBR kennt. Mit 2% Bekanntheitsgrad liegt die Hamburger und Saarländische Publikation noch vor dem grandiosen Zeichner Beetlebum und dem ebenso grandiosen Fefe. Bei 42 Millionen Internetnutzer in der Bundesrepublik Deutschland kann F!XMBR somit auf 840.000 Leser zurückgreifen. Von den 840.000 Lesern nutzen 87,6% das Internet zur Informationsrecherche, sowie 65,2% um Nachrichten zum Weltgeschehen zu verfolgen. Das ist eine große potentielle Anzahl für eine zu festigende Stammleserschaft, ganz zu Schweigen vom Potential, den F!XMBR aus dem Rest der 42 Mio. Internetnutzer schöpfen kann. F!XMBR ist auf der Überholspur, die Zahlen beweisen dies eindeutig. Die Zukunft des Internets heißt F!XMBR.

F!XMBR wird dies nun in Zukunft in bare Münze umsetzen. Werbe– und Flashbanner sowie bezahlte Rezensionen werden demnächst auf F!XMBR zu finden sein. Kooperationen — wie mit bereits vor 1,5 Jahren mit Jamba durchgeführt — sind ebenso in Planung und Vorbereitung. Der Vorteil für die Werbe– und Kooperationspartner liegt auf der Hand: Mit täglich wiederkehrenden Besuchern lässt sich nicht nur für F!XMBR eine Community aufbauen — auch für die Partner aus der Werbewirtschaft wird sich diese Exklusivität auszahlen. Direkter Kontakt mit dem Kunden, direktes Feedback für die eigenen Produkte — die Verlinkungen innerhalb der sogenannten Blogosphäre gäbe es als I-Tüpfelchen oben drauf. Bekanntermaßen werden Publikationen wie F!XMBR von der sogenannten Zielgruppe frequentiert — mit Werbung auf F!XMBR wird der Impact und der Verbreitungsgrad des eigenen Produktes (vergleichsweise günstig) massiv erhöht. In den Vorstandsetagen der großen (DAX-) Unternehmen wird in den nächsten Wochen heiß über F!XMBR und Kooperationsmaßnahmen diskutiert werden.

Die Besucher einer privaten Publikation werden einzelnd gesehen, nicht als Masse. Kunden werden gebunden und nicht als anonyme Masse oder gar Zahl oder Studie angesehen. Der Kunde ist König — nirgendwo passt dieser alte Satz besser, wie auf einem Weblog. Dank Publikationen wie F!XMBR können sich die Unternehmen wieder verlorenes Terrain zurückerobern. Es kann mit Multimediadateien gearbeitet werden, sei es nun Flash, Mp3 oder auch Video. Der Phantasie sind auf F!XMBR keine Grenzen gesetzt. Der Kunde bekommt nicht nur Spaß und Informationen geboten — er wird in das Unternehmen, die Entscheidungsprozesse mit eingebunden. Der Kunde ist nicht mehr Kunde, wer er es seit Anbeginn war — vielmehr wird er dank großartiger Publikationen wie F!XMBR zu einem Partner.

Die Zukunft Ihres Unternehmens — bald auch auf F!XMBR?

Tja — so hätte man durchaus auf die sogenannte Studie von EARSandEYES reagieren können — und zugegeben, wenn man dies das erste Mal liest, streichelt es schon ein wenig das eigene Ego. Wie man lesen konnte, haben manche Kollegen auch genauso regiert — was bei dem Personal, welches dort am werkeln ist, aber auch nicht weiter verwundert. Der regelmäßige F!XMBR-Leser wird es ahnen, nun kommt ein Aber — d. h. kein Aber, einfach nur ein Verweis rüber zum Don — der löst diese ganze Posse um diese sogenannte Studie auf.

Und wenn die Klitsche jetzt immer noch aktiv ist und irgendwelche Ranglisten bekannter Blogs macht und das mit Prozentzahlen garniert und ihre mickrige Nutzerbasis aus die Internetnutzer hochrechnet — dann bin ich doch etwas schockiert, wie leichtgläubig andere diesen Blödsinn übernehmen.

Don´t believe the hype.

Heißt wohl, Oliver und meine Wenigkeit werden immer noch nicht berühmt und manch ein Kollege muss weiter 9Live und deutsche Comedy schauen… 😉

, , ,

9 Antworten zu “F!XMBR wird monetarisiert”

  1. Alex sagt:

    Ich hätte es fast geglaubt. 1.000 Euro im Monat wären bestimmt drin (gewesen).

  2. phoibos sagt:

    ich könnte mir auch noch ein abo-modell für stammleser vorstellen. gegen eine geringe unkostenpauschale plus verwaltungspauschale gibt es dann einen werbefreien zugang zu fixmbr 😀

  3. Solarix sagt:

    Ich wuerde ja sagen..
    Ihr solltet darüber nachdenken die 100 Kröten für Zwei Millionen Flashbanner anzunehmen, plus Klingeltonwerbung. Dann würde sich wahrscheinlich der Server selbst tragen.

    Außerdem könntet Ihr eine Lese und Schreibtour durch die Kleinsttheater ankündigen unter dem Motto Web 2.0 goes Thomas Mann, oder sowas. 😀

    Vielleicht findet Ihr Deutschlandweit sogar pro Location Zehn zahlende Kunden und evtl. bleiben sogar ein paar weibliche Groupies hängen. 😉

    Plus Liveblog zu den Lesungen.

    Mit extrem wichtigen Kommentaren «Oliver hat sich heute wieder mal verlesen.» Oder einen Workshop anbieten «Bloggen richtig gemacht!»» Plus dem tiefgründigen Data Becker Buch.

    Also dem ganzen sind keine Grenzen gesetzt. 😉

  4. Tim sagt:

    3% für «kochtopf.twoday.net», das hätte zu denken geben sollen.

  5. torsten sagt:

    Und ich hatte schon Angst vor Klickibunti …

  6. Jochen Hoff sagt:

    Ach menno. Seid Jahren versuche ich auch einmal auf solch eine gedruckte Liste zu kommen und ihr macht meinen schönsten feuchten Traum einfach lächerlich.

    Das geht so doch nicht. Seid geschmeichelt. Wir anderen nicht erwähnten Blogger fallen dann über die Studie her und schreiben, das nur die etablierten Blogger gefördert werden. Hätten die nach Duckhome gefragt wären bestimmt ein paar Hirsels auf Entenhausen gekommen und hätten brav genickt.

    Aber nun gut. Ihr habt es nicht anders gewollt. Jetzt werde ich euch für den Grimmigen Preis vorschlagen. Dann müsst ihr euch in Anzüge zwingen und jahrelang irgendwelche Pokale abstauben.

  7. Mark S sagt:

    Zwei Prozent Bekanntheit? Als Betreiber von «Keiner der genannten» kann ich über solche Peanuts nur müde lächeln. Aber falls es Dich anspornt: mit 48 % Marktanteil fährt man tatsächlich richtig Kohle ein! :-)

  8. Dieter sagt:

    Ihr seit verheiratet und habt Kinder? Wenn ja, dann vergesst schnell Euren Anspruch.

    Mit etwas Glück kommt ihr in 2 Jahren vielleicht auf 800 bis 1200 Euro brutto. Schaut Euch doch mal die professionellen Blogger in den USA an — fast alle unverheiratet, manche Jungstudenten, einige Jungjournalisten. Dann noch ein paar Frauen, ja, erraten, mit verdienendem Ehegatten! Vergesst nicht ihr seit hier in Deutschland, dem Land in dem Geiz ein Sport, wenn nicht sogar mittlerweile Kultur ist. Ihr besetzt auch keine Marktnische.

    Fragt lieber vorher den Schockwellenreiter was der verdient. :)

    Oder nehmt Euch Kottke.org als abschreckendes Beispiel. Irgendwo stehen die Einnahmen und Ausgaben.

    Ach ja, zur Professionalität gehört auch ein gewisser Grad an Usability und dazu gehören allgemein funktionierende Youtube videos, aber das hatte ich bereits an anderer Stelle geschrieben und irgend jemand krähte dann als Antwort was von dämlichem OS.

    Die oben angeführten Blogcharts haben keinen Aussagewert. Es gibt Blogs (ja, Katzenblogs und Kaninchenblogs und Schäferhundfreunde-Blogs und Kochblogs) mit weitaus höheren Zugriffszahlen, aber wenig Kriterien um in die Blogcharts aufgenommen zu werden.

    –dieter

  9. Oliver sagt:

    >dazu gehören allgemein funktionierende Youtube videos

    *gähn*

    >Usability

    *doppelgähn*

    >Wenn ja, dann vergesst schnell Euren Anspruch.

    *dreifachgähn*

    Wenn die Usability am fehlenden Niveau des Lesers ausgemacht wird, dann ist es ohnehin schlicht unmöglich überhaupt irgendetwas zu bewegen. Kleiner Tipp: Humor. Sollte als Stichwort langen.

    In Deutschland können nur Leute wie Bohlen und Co erfolgreich sein, das entspricht eben dem Gros der Bevölkerung. Kurzum, mit Niveau kann niemand Geld verdienen.

    >Fragt lieber vorher den Schockwellenreiter was der verdient.

    Ein netter Herr — keine Frage, aber dann frage ich doch lieber Leute mit Inhalt. Und ganz allgemein, nicht auf den Schoki bezogen (den ich ob manchen Linktipps durchaus schätze), Leute mit Niveau.

    Aber nochmals die Leute die hier amüsiert mitplauschen haben den obigen Text verstanden, alle anderen sollten sich eine Frage stellen: was zur Hölle mache ich hier? Es gibt doch noch den BILD-Blog, sowie Berliner Anhang. Das Netz bietet für _alle_ etwas :-)

RSS-Feed abonnieren