F!XMBR exklusiv: Google verbietet Anonymität in «Sparks Island»

schaeuble_klar

(F!XMBR) Wie F!XMBR exklusiv erfahren hat, erlaubt Google Inc. ab sofort nur noch Klarnamen im hauseigenen Swingerclub auf dem Betriebsgelände in Mountain View, Kalifornien. Vor ein paar Tagen war die Welt von Google-Programmierer Andy Brunner [Anm.: Name von der Redaktion geändert] noch in Ordnung: Einmal die Woche besuchte er den Swingerclub «Sparks Island» auf dem Betriebsgelände Googles — um sich den Freuden des Lebens hinzugeben. Während er mit anderen Kolleginnen und Kollegen Entspannung suchte, trug er ständig eine Guy-Fawkes-Maske, seine Anonymität war ihm ob seines kleinen Geheimnisses sehr wichtig, sie blieb somit gewahrt. Sein Arbeitgeber hat diesem Gebaren nun einen Riegel vorgeschoben: Wie F!XMBR zugespielt wurde, sind die Arbeitsverträge der Google-Mitarbeiter rückwirkend zum 30.06.2011 ergänzt worden, selbst langjährige Swingerclub-Gänger wurden genötigt, diese zu unterschreiben. Wer sich weigerte, so eine anonyme Quelle gegenüber F!XMBR, dem soll mit einem Facebook-Profil gedroht worden sein.

Die neuen Regeln sehen vor, dass ab sofort keine Masken mehr erlaubt sind und alle Google-Mitarbeiter in den Räumen des Swingerclubs gut sichtbar ihre Firmenausweise tragen müssen. Google-Deutschland-Sprecher Stefan Keuchel wollte sich auf Anfrage gegenüber F!XMBR bislang nicht zu den Vorgängen äußern. In Silicon Valley wird allerdings davon gesprochen, dass Google mit dieser Maßnahme aktiv gegen anonyme Spermer vorgehen möchte. Ein Google-Vorstandsmitglied, welches anonym bleiben möchte, gegenüber F!XMBR: «Ich möchte schließlich wissen, mit wem ich es zu tun habe. Ich habe nichts zu verbergen.»

Andy Brunner hat sich gegen die neuen Regelungen gewehrt und bei seinem letzten Besuch in «Sparks Island» die Guy-Fawkes-Maske aufbehalten. Daraufhin wurde sein Zugang zum Swingerclub gesperrt und er hat nur noch eingeschränkten Zugriff auf weitere Google-Gebäude, so sind ihm derzeit die Zugänge zur Poststelle und zum Newsroom verschlossen. «Jetzt erst Recht», so Andy Brunner und fordert alle Mitarbeiter auf, zukünftig nur noch per Maske «Sparks Island» zu besuchen. Wie Google auf diese Proteste reagieren wird, ist derzeit noch nicht entschieden. Zuletzt hat sich die Google-Programmiergruppe «Anonymous» zu Wort gemeldet: «We are Swingers. We are legion. We never forget. Love us.»

, , , , , , , , , , , , ,

9 Antworten zu “F!XMBR exklusiv: Google verbietet Anonymität in «Sparks Island»”

  1. Oliver sagt:

    und alle Google-Mitarbeiter in den Räumen des Swingerclubs gut sichtbar ihre Firmenausweise tragen müssen

    Darf man die überall dran hängen oder gibt es da auch Regeln? (eine sog. Nippelklausel vielleicht?)

  2. Tharben sagt:

    Und da ist der Nächste, der das Realnamenproblem auf seine Weise löst.

    Sagen Sie mal, Herr Sickendieck, heißen Sie eigentlich wirklich so. Ich finde, das klingt schwer nach einem Pseudonym, aber ein schlaues. :)

  3. Top Capi sagt:

    Ein Google-Vorstandsmitglied, welches anonym bleiben möchte, gegenüber F!XMBR: «Ich möchte schließlich wissen, mit wem ich es zu tun habe. Ich habe nichts zu verbergen.»

    Muahahaha.….

  4. Robert B. sagt:

    So etwas in der Art von „Die Ennomane“, …

    Ein Zustand, der mir nochmal eindrücklich vor Augen führte, mich keinesfalls von irgend einer Cloud abhängig zu machen.

    … hatten wir doch erst letztes Wochenende schon hier von Oliver:

    Ansonsten halte ich es wie mit allen Web20-Diensten: essentielle Dinge findet man von mir nur auf dem eigenen Webspace/Server — dort kann nur ein technisches Fehlen den Exitus meiner Daten bedeuten, nicht aber Top oder Flop im Angesicht der alljährlichen Bilanz eines Unternehmens.

    Umso mehr verwundern mich Unternehmen oder Universitäten, die Teile ihrer EDV in die Datenwolke auslagern. Datensicherheit, Datenschutz, Bestandsschutz, kümmert das wirklich kaum einen? Teilweise habe ich schon das Gefühl, dass die Generation, die bereits mit einem bunten WWW und Mobiltelefonen aufgewachsen ist, weniger Medienkompetenz hat, als diejenigen, die das WWW erst bunt und die Mobilfunkkonzerne reich gemacht haben.

  5. Karin Sebelin sagt:

    Hallo Herr Sickendieck,

    selten so gelacht.…..zuuuuuu gut:-)

    Vote: +1

    LG

    Presse-Service
    Karin Sebelin

  6. […] wesentlich erhöht. Ist eine gewisse Grenze überschritten, lassen sich auch Regeln wie die Klarnamenpflicht einfacher durchsetzen. Protestaktionen, wie Anonplus können durch fehlende Massenrelevanz […]

  7. Anonymous sagt:

    *Puh*.
    Zum Glück gibts noch andere Swingerclubs wo man mit Guy Fawkes Maske hin gehen kann.

  8. […] wurde bereits viel in Blogs und den Online-Ablegern diverser Zeitungen geschrieben. Die Essenz: Wer sich bei […]

  9. Ronja Schustermann sagt:

    Schöner Artikel! Am besten gefällt mir dieser Part:

    ««Jetzt erst Recht», so Andy Brunner und fordert alle Mitarbeiter auf, zukünftig nur noch per Maske «Sparks Island» zu besuchen. Wie Google auf diese Proteste reagieren wird, ist derzeit noch nicht entschieden.»


RSS-Feed abonnieren