Für Gott und Vaterland …

Shit happens, aber permanent? Natürlich poltert unser Prototyp eines Bayern nicht mit irgendwelchen altbackenen Floskeln drauf los, die ihn direkt der Pre-Aufklärungszeit zuordnen lassen. Vielmehr geht man den Weg der Toleranz, spricht den Streit über die Mohammed Karrikaturen an usw. Tolerant ist der Bayer, nicht wahr? Na logisch gehen auch Forderungen mit der Kritik einher, denn die bisherige Fassung des §166, ist Stoiber doch noch ein wenig zu demokratisch. Mit einer Verschärfung desselbigen, könnte man auch Kritiker, Satiriker, so ziemlich jeden in den Bau schicken, denn das fordert Stoiber auch — bis zu drei Jahren!

Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

Art 4 GG

Das gilt natürlich auch für Atheisten. Zur Meinungsfreiheit an sich findet man etwas bei Wikipedia. Natürlich ist es nicht in Ordnung andere massiv zu beleidigen oder gar zu diskriminieren, aber Kritik ist einem Rechtsstaat immer erlaubt bzw. sollte es sein. Lernt man das denn nicht in Bayern, vielleicht wären ein paar Demoktratiestunden im Unterricht angebracht?
Ich sage nein zum bayerischen Gottesstaat! Aus gutem Grund wollte ihn keiner als Kanzler haben oder seinerzeit den seligen Franz Joseph Strauß …

7 Antworten zu “Für Gott und Vaterland …”

  1. Chris sagt:

    Und wer die CSU nicht wählt, geht 5 Jahre in den Bau…

    Liste bitte fortsetzen, könnte lustig werden. 😀

  2. Falk sagt:

    Ich bin da praktischer veranlagt — wer Sonntags nicht zum Gottesdienst erscheint, muss in der Zeit in einem örtlichen Krankenhaus die Klos putzen. Außerdem sollten alle Nicht-Katholiken mit einer Kennzeichnung auf dem Oberarm oder auf der linken Brusttasche kenntlich gemacht werden. Diese dürfen dann auf offener Strasse bespuckt und angepöbelt werden.

  3. Chris sagt:

    Wer das Wort Sex in den Mund nimmt, ist evil — halt, _noch_ nicht.

    Die katholischen Eltern eines Gymnasiasten, der in einem katholischen Kolleg lebt und die 6. Klasse einer öffentlichen Schule bei Warendorf besucht, kritisieren den Sexualkunde-Unterricht im Lande. Der sei verfrüht, zu freizügig, nehme auf den Entwicklungsstand der Kinder keine Rücksicht und verletze das elterliche Erziehungsrecht.

    Quelle

  4. Grainger sagt:

    Das ist doch alles nix neues, aus Bayern kommen derartige Parolen doch jedes Jahr zur Saure-Gurken-Zeit, hat hat schon der Franz-Josef so praktiziert.

    Ernst nehmen kann man das doch schon lange nicht mehr.

    Mal abwarten, bestimmt fällt denen ihr Dauerbrenner Kultursteuer auch wieder ein:

    schon mehrfach hatten die Bayern die glorreiche Idee, das jeder der aus der Kirche austritt an Stelle der Kirchensteuer eine gleichhohe Kultursteuer zahlen sollten.

    Denn wo kämen wir denn da hin, wenn die Atheisten mit ihrer Gottlosigkeit auch noch Geld sparen würden? 😀

    Dabei wäre es umgekehrt doch viel einfacher:

    der Staat hört endlich mal damit auf für die Kirchen die Mitgliedsbeiträge einzutreiben und wer meint das er das braucht kann ja weiterhin freiwillig seinen Obolus an die Kirchen entrichten.

  5. Patridiot.de sagt:

    Wir brauche jetzt eine Trennung von Staat und Kirche.

  6. Chris sagt:

    Kannst das auch begründen oder wollst für den Mist, den Du Homepage nennst, nur Werbung machen?

  7. Falk sagt:

    Naja, vielleicht kennt er ja Artikel 140 GG auswendig oder er bezieht sich auf Artikel 136 bis 139 Weimarer Reichsverfassung. Allerdings geb ich zu, letzteres musst ich auch erst nachschauen. Vom Prinzip her ist die nämlich seit dem 1. Weltkrieg so verankert, wird aber von vielen Rechtswissenschaftlern angezweifelt, ob der Umsetzung.

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