Für die Freiheit

Die Demonstration LoeschenStattSperren auf dem Rathausmarkt hier in Hamburg war ein Erfolg. Rund 200 Kämpfer für die freiheitlichen Grundrechte dieses Landes versammelten sich um gegen die beschlossene Internetzensur zu demonstrieren. Teilweise wurden wir bis auf die Knochen nass — das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Und als die Meldungen aus Berlin uns erreichten, wurde es sogar einmal laut. Aller medialen Hinrichtung zum Trotz, hat Jörg Tauss heute seinen Austritt aus der SPD bekannt gegeben und seinen Übertritt zur Piratenpartei. Natürlich hat Jörg Tauss nicht immer im Sinne von Gerechtigkeit und Solidarität gehandelt, also bei der SPD nie vergessen, da gibt es noch andere Entscheidungen als die Internetzensur. Mit seinem Austritt hat er sich aber erstmal glaubwürdig distanziert — wir werden sehen, was passiert. Die SPD gleicht mittlerweile einem Kadaver — es verwundert nicht, dass man mittlerweile europaweite Internetzensur fordert. Warum nicht gleich weltweit?

Macht mit den Fotos, was ihr wollt. Ein Klick aufs jeweilige Bild für eine größere Auflösung. Wer sich selbst erkennt und möchte, dass das Foto entfernt wird — eine kurze Mail reicht. 😉

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

12 Antworten zu “Für die Freiheit”

  1. […] F!XMBR !de !privacy #bilder #demo #hamburg #hh #fixmbr #demokratie #freiheit #zensur […]

  2. War in Berlin gestern auch nicht so eine Demo?

  3. Victor sagt:

    Stell Dir vor, es ist Demo und keinen «Entscheider» interessiert’s. Traurig aber wahr. Manchmal frage ich mich echtr, in welchem Paralleluniversum Pornursula und Konsorten eigentlich leben.

  4. Anonymous sagt:

    In Karlsruhe gab es eine Mahnwache mit symbolischer Beerdigung von Artikel 5 Grundgesetz.
    Hier gibt es Bilder davon: Karlsruhe: Mahnwache gegen Internetzensur

  5. Sebastian sagt:

    Ok, Tauss hat bei vielen/allen Entscheidungen, die der SPD vorgeworfen werfen, mit abgestimmt. Jetzt tritt er aus der Partei aus und ist dadurch automatisch rehabiliert. Diejenigen, die aber nicht austreten und die Netzpolitik der Parteiführung aufs Schärfste kritisieren, werden ausgelacht. Gruppierungen wie die «Inititiative Netzpolitik in der SPD», die sich ebenso für eine freie Informations– und Internetpolitik einsetzen wollen, werden belächelt, verspottet und beleidigt. Verstehe ich nicht.

  6. […] june 20 Hamburg Internet Censorship Raid we are featured on a major german blog. Fr die Freiheit F!XMBR (FOR FREEDOM!) No word of Anonymous, but we are on the Picture […]

  7. Thaniell sagt:

    @Sebastian: z.T. dagegen(!) abgestimmt + er tritt über zu den Piraten, was ihm so schnell erstmal kein Amt bringt. Gut er hat auch nichts mehr zu verlieren, aber er könnte sich den Aufwand auch gleich sparen. Die anderen bleiben in der SPD und behaupten das gleiche wie eh und je um Wähler zu fangen — was bitteschön ist davon glaubwürdig in irgendeiner Weise?

    Und von Rehabilitation hat ja auch keiner was gesagt. Im Gegensatz zur restlichen SPD hat er sich es jetzt bei Zensursulas Gesetz ja eben nicht schlussendlich verdorben, er war schon die ganze Zeit dagegen. Andersherum war man ja auch bereit mit der SPD zusammenzuarbeiten, bis sie jetzt bei Zensursula finalerweise bewiesen hat, dass sie dazu nicht taugt.

    Ausgelacht werden die internen Kritiker vor allem deshalb, weil sie entweder nix erreichen oder nur als Feigenblatt herhalten (oder beides) und nicht den konsequenten Schritt gehen die Partei zu verlassen, was sinnvoll erschiene wenn Ihnen dies Thema so wichtig wäre.

  8. Oliver sagt:

    Dass die Genossen nichts taugen, bewiesen diese schon mit Schröder, der Agenda, Steinmeiers Geheimdienst-Aktivitäten etc. pp. Dass allgemein nicht viel zu erwarten ist in puncto Freiheit seitens der Genossen, machten jene schon bei der ersten großen Koalition klar und der verklärte Held Willy Brandt finalisierte diesen Eindruck, indem er den Radikalenerlaß durchzog, welcher gemeinhin bis Anfang der 90er (als letzte besaßen die Bayern diesen noch) als Mittel zum Berufsverbot unbequemer Linker genutzt wurde. Der geschichtsbewußte Mensch weiß dies alles und bezeichnet damit die Genossen zurecht als Verfassungsfeinde in spe.

    Den Menschen, also jener der sich als solcher fühlt, tangieren primär auch andere Dinge. Dinge die das Zusammenleben betreffen, das ganze asoziale Gebahren der SPD. Dinge eben die primär wichtiger sind als einee Zensurdebatte. Und ich verachte all jene, die diese unmenschlichen Umtriebe ignorieren und alleine ihrem Ego fröhnen. Diese Leute sind der Freiheit, um welche sie feilschen, überhaupt gar nicht wert. Diesen Leuten geht es um etwaige Einschränkungen ihrer Person, nicht aber umfreiheitlich-demokratische Grundwerte per se. Dies verdeutlichten viele schon im Vorfeld und viele dieser heucheln nun zusammen mitcanderen einen Kampf um eben diese Freiheit. Wer mir also heute erzählt, nun ist Schluß ob der Netzzensur, der muß sich auch als Supporter unmenschlichen Kalküls bezeichnen lassen.

  9. daMax sagt:

    Die Idee einer weltweiten Internetsperre wurde leider schon formuliert, wenn auch nicht von der SPD:

    Die globale Internetzensur kommt

  10. […] (ca. 300) F!XMBR: Für die Freiheit – Bilder und Bericht nerd.reynolds: Mahnwache am Rathaus | Hamburg loeschenstattsperren.de: 11 […]

RSS-Feed abonnieren