FUD, fear — ear, uncertainty and doubt

Sechs Islamisten suchten eine Sicherheitslücke am Frankfurter Flughafen — und hätten sie fast gefunden. Ein Airport-Angestellter sollte eine Bombe in einen Jet schmuggeln. Dass Ermittler den Plan durchkreuzten, beruhigt die Behßrden nur teilweise: Deutschland sei stark gefährdet.

SPON

Das Geld für die Bestechung des Flughafenpersonals langte nicht etc. Gut glauben wir … oder doch nicht? Da wurde etwas ganz früh im Ansatz vereitelt, so früh das man nicht mal eine wirkliche Handhabe gegen diejenigen hat. Nun das Szenario in Deutschland schaut doch so aus, 2001 erfolgte der Anschlag auf das WTC in New York, daraufhin führte Deutschland Aktionen durch, die nicht durch die Verfassung gedeckt waren und wurde erst kürzlich deswegen vom Bundesverfassungsgericht gemaßregelt.

Seitdem springt man auf jeden Fall im Ausland an bzw. postuliert waghalsige Konstrukte in puncto Fahndungspraktik, um hierzulande die omnipotente Ãœberwachung ein Stück weiter voranzutreiben. Darüber hinaus lehnen sich auch viele Politiker weit aus dem verfassungsrechtlichen Fenster, anscheinend um die Rückmeldung abzuwarten. Mein in letzter Zeit oft gebrauchter Ausdruck, FUD, fear — ear, uncertainty and doubt, kommt auch hier wieder zum Einsatz … denn mehr ist es letztendlich nicht. Aber nicht der Staat befindet sich in dieser Situation, sondern er verbreitet Furcht, Unsicherheit und Zweifel innerhalb der Bevßlkerung.
Natürlich kann ich nicht über den Wahrheitsgehalt dieses neuerlichen Fahndungserfolges wirklich exakte Aussagen treffen, das kann wohl keiner, der nicht direkt involviert ist. Aber ich zähle im Moment 1 und 1 zusammen und da paßt es eben wirklich perfekt, das man Beweise liefern mßchte. Der Staat ist in Deutschland im Moment auf Propaganda-Tour und versucht die Massen mittels FUD für sich zu gewinnen — Angst ist schließlich ein immens wichtiger Türßffner für vielerlei Dinge.
Kleinigkeiten wie die Zermürbungstaktik bei TOR-Server-Betreibern oder das neuerliche Vorpreschen gegen Anonymisierungsdienste generell in puncto Pervertierung dieser aka Vorratsdatenspeicherung sind da nur noch als i-Tüpfelchen anzusehen. Das Programm in Deutschland ist vorgegeben, massive Ãœberwachung mittels nicht greifbarer Angst.
Das Volk mag aber nicht soweit denken, tatsächliche Angst vor dem Staat ist nicht anzutreffen, ja selbst der profane Datenschutz allgemein ist kaum von Interesse und der Staat selbst, ja der tut obiges. Das Volk weiß zwar nicht en Detail um was es geht, will es auch gar nicht wissen — der Fun-Faktor obsiegt da immer wieder — aber irgendwo hat man halt dieses berühmte Jucken im linken Zeh hey die machen immer mehr und eigentlich passiert ja gar nichts. Nun und um diesen Umstand abzuhelfen konstruiert man eben, meiner Meinung nach, Zusammenhänge wo gar keine sind. Ist auch nicht wirklich neu, diese Vorgehensweise funktioniert schon seit Jahrhunderten.
Natürlich kann man sich schützen und entgegen FUD handeln, man seine Festplatte verschlüsseln, Mail und die Chatverbindungen absichern etc. Auch hilft allgemein Hirn v1.0, der bewußte Umgang mit den sogenannten sozialen Netzwerken, die Hinterfragung was mit eigenen Daten pasiert, selbst wenn sie noch so belanglos wirken — meist fehlt nur der Blick über den technischen Tellerrand oder schlicht die Fantasie abzusehen welche Wirksamkeit derlei Daten in den falschen Händen haben kßnnen.
Sicherlich kann das alles als verschwßrungstheoretischer Mist abgewatscht werden, aber man kann auch einfach mal wach werden und seine Umwelt bewußt erleben :)

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