Front gegen DRM?

Musikmanager gegen Kopierschutz Die Mehrzahl der europäischen Musikmanager sieht in der Verwendung von Kopierschutz im Online-Musikverkauf vor allem Nachteile

futurzone orf

Bravo, bravo — das läuft wie Öl runter, nicht wahr? Hach auch die Musikmanager erkennen das und jeder Filesharer wird frohlocken. Wäre da nicht ein kleiner Haken bei der Sache, zwar sieht man immer mehr reflektierende Manager, Firmenbosse etc. in den Medien die quasi eine Front formieren, aber keineswegs ohne Hintergedanken.

Im Fall von Apple z.B. ist es schlicht das Monopol und man schiebt den schwarzen Peter der Musikindustrie zu, die zwingen uns dazu1 . Im Falle der Manager ist es das Wissen, um den stetig wachsenden Überwachungsstaat. Vielfältige, teure und recht unsichere Kopierschutzmethoden sind also völlig absurd, wenn man doch mittels IP Logging denjenigen recht leicht dingfest machen kann2 .

Wer also da vermeint seine neuerlichen Helden ausgemacht zu haben und dem alles wird gut–Glauben verfällt, den muß ich bitterlich enttäuschen … man treibt hier den Teufel mit Belzebub aus und verkauft dem Kunden, den Wolf im Schafspelz. Im Grunde genommen, ist es es schlimmer denn je — DRM war die eine Sache, die globale Überwachung eine völlig andere und zumindest in diesem Bereich sehr effektiv.

  1. wohlwissend das Apple als großer Anteilhaber von Disney z.B. die Sache mit dem Filmschutz geflissentlich außen vor läßt 😉 []
  2. ja ich weiß die Welt besteht nur aus Sicherheitskopien und mp3 Playern in den Argumentationsketten der DRM-Gegner []

17 Antworten zu “Front gegen DRM?”

  1. Chris sagt:

    Brot und Spiele — und das Volk jubelt begeistert. 😉

  2. Falk sagt:

    Fraunhofer hat die Tage erst eine P2P-Technologie angekündigt, die die Kontrolle der Inhalte ermöglicht. Und um nichts anderes gehts — Wissen ist Macht, Kontrolle ist noch mehr Macht. Und solang man sich von seinem Kontrollwahn im Zeitalter des Netzes nicht verabschieden kann und wieder an der Wurzel (gute Musik veröffentlichen) ansetzt, wirds doch Alles nichts.

  3. Kamuflaro sagt:

    Den alten Rechner nicht wegschmeißen… Linux draufhauen und gelassen surfen.
    Wenn die blöde Hardware nicht blos nach ca. zehn Jahren den Geist aufgeben würde. *lol*

  4. Oli sagt:

    Fraunhofer hat die Tage erst eine P2P-Technologie angekündigt

    Aber dann muß es ja erst einmal jemand nutzen und warum sollte man das?

  5. Falk sagt:

    Merkst du, wenn man dir ein MP3 mit Wasserzeichen unterjubelt? Und nutzen wollen es ja die Rechteinhaber, von daher stellt sich die Frage für den Verbraucher *erstmal* nicht. Nur — siehe mit dem Wasserzeichen — es ist eine Form der Kontrolle, der man sich wohl kaum entziehen kann. Ergo bleibt da ein bitterer Beigeschmack auch für die zukünftigen DRM-freien Shops, die alle dieses Jahr noch kommen sollen. Vielleicht ja kein Krüppelmanagement, dafür dann Wasserzeichen. Und dann? Lüge einmal, glaubt man dir niemals mehr…

  6. Oli sagt:

    Merkst du, wenn man dir ein MP3 mit Wasserzeichen unterjubelt?

    Keine Ahnung aber es gibt Leute die riechen das und sagen wenns stinkt 😀
    Zudem bin ich da eher der Anhänger von ogg 😀

    der man sich wohl kaum entziehen kann.

    1. muß man nicht alles kaufen
    2. nutzt man zur Erzeugung ob in Windows oder sonstwo keine closed-source Tool; hier zumindest dürfte für viele ersichtlich sein warum (Stempel mittels Programm) 😉

    Vielleicht ja kein Krüppelmanagement, dafür dann Wasserzeichen.

    In Wasserzeichen sehe ich noch weniger Nutzen als in DRM an sich. Wenn du mal einen Ausblick haben möchtest was ein sauteurer Kopierschutz wert sein kann, schau dir mal den Zirkus mit BluRay und HDDVD an — null und nichts und da baute man alle Killertechnologien ein.

    Alles was durchs Netz fließt besteht aus Nullen und Einsen und auch ein Wasserzeichen ist somit ersichtlich — denn letztendlich ist da alles nur 0 und 1. Von daher, who cares? 😀

  7. Falk sagt:

    Dich vielleicht nicht und das ist ja auch okay. Nur geh ich hier von Otto Normal aus und denk mir mal ein Szenario, wie es so unwahrscheinlich nicht sein könnte.

    - Man verzichtet auf DRM und verkauft diese mit Wasserzeichen
    – Otto kauft das, weil ja jetzt überall abspielbar und so
    – in den AGB stehen wie üblich Nutzungsbedingungen, die eine Weitergabe etc. ausschliessen
    – Otto findet die Musik jetzt aber so pralle, dass er die seinen Freund auf den USB-Stick kopiert
    – der Freund vom Otto kopiert die sich auf seine Platte und wirft den Esel an
    – Rechteinhaber lädt sich das File und kann anhang des Wasserzeichens sehen, dass das das File vom Otto ist
    – gegen Otto wird Strafanzeige gestellt, um an die Adresse blabla (eventuell gibts ja hier noch eine Abkürzung, wenn ein erweiterter Informationsanspruch von Rechteinhabern im Urheberrecht verankert wird)

    Den Rest denkt Euch dazu…

  8. Oli sagt:

    Der Otto wird doch auch nicht wirklich von DRM gegängelt, allenfalls der Gedanke — sprich die Absicht ist verwerflich — in der Praxis, nun ja …

    Ich denke mal die wirklich bodenständigen DAUs die damit in Berührung kommen, sind wohl jene die wie die Jungfrau zum Kinde kommen, sprich einen Rechner mit Netzzugang plötzlich vor der Nase haben.
    Was soll an dem Szenario auch nur ansatzweise unwahrscheinlich sein? Schließlich sind Wasserzeichen dafür gedacht und finden z.B. schon lange Anwendung bei Bildern — mit fraglichem Mehrwert.
    So neu ist die Story also nicht und imo eine Sache, die nur einen Bruchteil betreffen wird.

    Man braucht doch auch gar keine Wasserzeichen mehr, die Überwachungsmethoden werden massivst vorangetrieben und somit ist es ein leichtes den Kopierer dingfest zu machen und auch seine Freunde — ohne jegliches DRM, Wasserzeichen & Co. denn auf dem Rechner bzw. profanem Papier finden sich bei dem Kopierer Adressen der Freunde … manche sollen auch einfach nur geständig sein 😉

  9. Falk sagt:

    Ob jetzt Bilderklau oder Musiktausch in dem Zusammenhang und von der Masse vergleichbar ist? Zumindest wäre mir auch nicht bewusst, dass eine Interessengruppierung der Bildurheber so gegen diese vorgeht.

    Ich bleib trotz Allem dabei, diese Kontrollmechanismen sind imho unnütz und für mich besteht immer noch ein Unterschied zwischen reiner Kontrolle zum Zwecke der Entlohung oder zum Zweck der Strafverfolgung. Und ob das nun via Krüppelmanagement oder versteckten Wasserzeichen geschieht, ist doch sowas von egal dann. Obs und wen es trifft, entscheide eh nicht ich.

  10. Oli sagt:

    Ob jetzt Bilderklau oder Musiktausch in dem Zusammenhang und von der Masse vergleichbar ist?

    Darum geht es auch nicht, sondern um die techn. Mittel. Diese sind identisch, ich brauch also nicht immer zeter und mordio zu schreien, wenn die Technologien schon existieren und ihre Absurdität längst bewiesen ist.

    Ich bleib trotz Allem dabei, diese Kontrollmechanismen sind imho unnütz

    Für den der sie anbringt und für jenen der sich gegängelt *fühlt*. Es ist wie beim Bundestrojaner der Gedanke der zählt, aber es ist keine reale Bedrohung, Übel, whatever.

    Um mal tacheles zu reden, deswegen auch die Intention des obigen Texts — die Technologien sind für den Arsch und auch das Gejammere zu diesen Technologien in diesem Bereich. Die Gesetze wurde dahingehend geändert, so das diese Technologien überflüssig sind.
    Und ich brauch auch nicht drüber diskutieren ob das Gros der Leute eben keine Sicherheitskopien anlegt und die Welt als Freundeskreis ansieht. Durch den massiven Mißbrauch wurde der vorherige status quo ad absurdum geführt.

    Nur das zählt, es ist mir durchaus bewußt was für eine Scheiße ich oft erzähle wenn ich nur das Wort Gängelung des Kunden in den Mund nehme — denn das Gros der Kunden kann schon längst nicht mehr unterscheiden, was das Eigentum anderer ist.
    Und solange eben dieser Respekt fehlt — und dieser fehlt beileibe nicht nur gegenüber der Industrie — solange werden die Maßnahmen immer härter werden und alle sind letztendlich davon betroffen.
    Auch der Promille von Leuten die tatsächlich die echte Zielgruppe des gegängelten Kunden entsprechen.
    Falk ich lüge mir massivst in den Sack, wenn ich glaube nur eine dieser Aktionen da draußen wird wirklich von regulären Kunden supported. Die Leute haben mutmaßlich mal die besten absichten, das Gros jener die sich den Button anheftet weiß heute schon gar nicht mehr was ein Original ist, bedient sich aber der Argumentationsketten vom gegängelten User.

    Und das kotzt eben an, *du* redest von einer absoluten und ehrlichen Minderheit, ich rede von der Realität.
    Ich sage dir das deine Idee mit der Musik bei dir klasse ist und man sollte dich damit eher fördern als irgendsoein halbseidens bla bla wie sonst — ohne jegliche Polemik. Aber ich muß dir auch gleichermaßen sagen, du bist leider bodenständig naiv. Der Glaube zählt? … Ich zähle die Jahre und den Kampf gegen die Windmühlen und habe mich abgefunden in einer Nische zu leben, bei der ich mal wirklich 2–3 tatsächlich rüberziehe.
    Ehrlich Falk, um diesen Optimismus an den Tag zu legen müßte man wahrscheinlich erst um 90 herum geboren worden sein.

    Linux wird nie gewinnen, Open Source/Content wird nicht die Gesellschaft ändern — denn schau dich einfach mal um, abseits der Industrie, die *wenigsten* sind bereit etwas bereitwillig tatsächlich herzugeben bzw. für andere was zu tun.
    Dies jedoch von anderen, in dem Fall der Industrie, zu verlangen ist recht typisch und pharisäerhaft.

    Ich machs für mich, ich erzähle es 10 Leuten und reiße vielleicht 2 davon herum. Ich glaube nicht an einen Dominoeffekt dabei und schon gar nicht an eine maßgebliche Veränderung der Gesellschaft. Mal ehrlich, jeder Hansel greift sich das Internet heraus, klebt sich den CC oder GPL Fetisch auf die Jacke und meint die Welt ändern sich nun. Nicht einmal die Monokulur Internet ändert sich und der Rest der Welt erst recht nicht. Einfach mal 70er bis heute betrachten, dann das Internet und die kleine freiheitliche Bewegung in diesem — ein Rülpser am Rande der Geschichte.

  11. Falk sagt:

    Mir ist da grad ein kleiner Fehler in deiner Argumentation aufgefallen — wo bitte steht denn, dass ich die Meisten da draussen für ehrlich halte? Deshalb ist es trotzdem unnütz, kontrollieren zu wollen. Du nennst das Naivität, ich Realismus. Denn dort bin ich und leb ich. Und wenn es naiv ist, Musik als Kunst zu verstehen, dann bin ich gern naiv — auch in deinen Augen.

  12. Oli sagt:

    wo bitte steht denn, dass ich die Meisten da draussen für ehrlich halte?

    Wenn dem nicht so ist, warum dann dieser Pathos für völlig unwesentliche Dinge?
    Wie ich schon bemerkte, der Vater des Gedankens ist schlecht, aber es ändert eben nichts an der Realität — es ist eben keinerlei Behinderung für den *ehrlichen* Kunden. Und wenn dieser noch so DAU ist und sich die Position des Resettasters markieren muß, er kann darauf bauen das das Problem für ihn binnen einer Woche gelöst ist. Warum? Nun da draußen sind Millionen anderer, die eben nicht DAUs sind und ihm die Arbeit umgehend abnehmen.
    Die Haben-Mentalität ist eine gigantische Motivation und diese beherrscht jeder binnen Minuten.

    Ich verstehe noch viele Dinge mehr als nur Musik als Kunst, nur mit einem kleinen Unterschied — ich halte die CC für Künster aller Art für einen Schuß in den Ofen. Das kann man als Anreiz für ein dickes Geschäft nutzen, widerspricht aber dem Spirit von Open Source/Content — muß jedoch jeder mit sich selbst ausmachen — oder man kann spendabel sein, wenn man es zu etwas gebracht hat.
    Kunst als Job und dabei wirklich konsequent auf open content bedacht ist ein no-brainer in dieser Gesellschaft. Nun ich kenne eine Menge Künstler aus diversen Bereichen, die sind auch schon Hungerleider ohne open content, trotz Talent :)

    Open Source/Content paßt halt nur in einigen Bereichen konsequent oder inkonsequent in anderen. Es ist für den Privatmann nebenher das Maß aller Dinge und für den der mit seiner Arbeit Geld verdient, allenfalls mal ein Geschenk nebenher an die *treuen Kunden*.
    Will man mit open content einsteigen, kann man auch gleich Drehorgel am Markt spielen — damit kann man auch überleben, andere möchten jedoch leben und das gestehe ich ihnen auch zu. Das nennt man eben Respekt, von dem ich weiter oben sprach.

  13. Falk sagt:

    Wenn dem nicht so ist, warum dann dieser Pathos für völlig unwesentliche Dinge?

    Für dich vielleicht, für mich nicht mehr.

    es ist eben keinerlei Behinderung für den *ehrlichen* Kunden

    Doch ist es, denn du kannst nicht weiter unten sagen — hey, ich will open content und dann Kontrollmaßnahmen als nicht wichtig erachten. Das beisst sich in meinen Augen.

  14. Oli sagt:

    Warum? Wo korrespondiert open content mit DRM etc.? Wüßte nicht das initial veröffentlicher open content mit derlei Fallstricken bestückt wird, ansonsten würde ich ja schon den Begriff ad absurdum führen.
    Und ich sehe auch, siehe die Erläuterung zuvor, keinen Automatismus darin, das da ein Automatismus herrschen muß. Keinen open content bereitzustellen ist auch Freiheit.

    dann Kontrollmaßnahmen als nicht wichtig erachten.

    Weil ohne jegliche Funktion in der Praxis, selbst die Krücke Wasserzeichen. Diese Dinge werden jedoch erst wirklich immens funktionell, in Monokulturen wie Vista — wo diese Technologie durch und durch integriert ist, bis zum Monitorausgang.
    Alleine betrachtet ist diese Funktionalität lächerlich, erst im Zusammenspiel entfaltet sie die Gefahr die du da an die Wand malst.

    Und letztendes geht die macht vom Kunden aus, wer Kauflemming spielt soll auch nicht jammern, wenn er etwas untergejubelt bekommt.

    Computers Are Hard — Accept it. Move on. Your life will be much simpler.

    Accept that it?ll take work. Accept that it?ll take learning. Accept that it?ll take trial and error. Accept that it?ll mean just accepting things without understanding why until further down the road. Once you do that, you?ll discover that learning computer technology isn?t like opening an envelope and seeing what?s inside; it?s like watching a rose open, petal by petal? and no matter how long you watch, there?s always another petal with another layer of beauty beneath it.

    Ist eben so und insofern sind diese Technologien für mich keinerlei Bedrohung. Und wer seine Kunst darin verpacken möchte, macht dies eben — auch das darf er in Freiheit und ich darf mich dem ganzen ganz freiheitlich verweigern, indem ich nein sage.

    Also nochmal, wo ist das Problem?

    Ich will gar keine Leute überzeugen open content zu benutzen, warum auch? Die Qualität überzeugt, bei Qualität brauche ich auch keine Worte zu verlieren. Viel lieber ist es mir, das die Leute open content/open source bzw. überhaupt etwas frei zu Verfügung stellen!

    Und Kunst? Kunst ist ein inflationär gebrauchter Begriff und mein Prof. würde sich dabei im Grabe umdrehen. Kunst liegt im Auge des Betrachters/Hörers/Lesers, ansonsten sind es erst einmal profane Dinge von mehr oder weniger guter Qualität.
    Der angewandte Grad der Technik, auch oftmals als Kunst bezeichnet, ist wieder etwas völlig anders. Der Inhalt kann bei letzterem für mich völligen Müll darstellen, aber die Profession desjenigen ist allererste Klasse.
    Vice versa ist es natürlich auch möglich, ein blendender Inhalt mit unbedarften Mitteln. Was ist davon Kunst, das entscheidet jeder für sich selbst.
    Musik an sich ist erst einmal nur eine Art sich auszudrücken, ebenso wie Bilder, Sprache oder was sonst auch immer. Kunst ist eine Wertung, die man gerne vornehmen kann — für sich persönlich. Und ob jemand Künstler ist, das entscheiden andere.
    Einige wenige sind wirkliche Künstler, weil sich sich perfekt ausdrücken können, der Rest ist mehr oder weniger begabte Techniker. Somit existieren auch keine Kunstbanausen, sondern es existieren nur unterschiedliche Geschmäcker. Derjenige der dann z.B. den Begriff Kunstbanause auf jemand anderen niederschmettert, ist tatsächlich der, der keinen Geschmack inne hat und nur dem Herdentrieb folgt. Denn auch Geschmack will gelernt sein.

    Aber jetzt wirds wohl gänzlich offtopic. Mein Denkgebilde, das meine Meinung kellert, ist da schon weitaus differenzierter. Meine Beschäftigung mit «Kunst» (außer Musik) ist da sehr erschöpfend im Studium gewesen, ich möchte es nicht missen — aber man bekommt trotz der diversen Bedeutungsmuster von Kunst mit der Zeit einen Begriff für Realität. Anfangs stolperte man blauäugig hinein, ein Hoch auf die Kunst, auf die Geisteswissenschaften — nach vielen Jahren erkennt man eben die Wirklichkeit. Einem Volk ohne Geist kann man derlei Dinge auch nicht vermitteln — ergo ist es auch vergebene Müh ohne Boden einen Sprung zu wagen — weil man befindet sich doch im freien Fall 😉

    Du liest hier Meinung, teils was in meinem Kopf vorgeht, wenn ich mir Gedanken über Dinge mache. Insbesondere Selbstkritik … ich mache keine PR und im großen und ganzen ist es mir auch ehrlich gesagt schnuppe obs jemand liest. Es sind bei diesen größeren Dingen erst einmal nur niedergeschriebene Gedanken.
    Kleinere Dinge sind Lückenbüßer. Große Eckdaten gehe ich philosophierend an, hinterfrage mich, die Umwelt, die eigene geförderte Sache — nur dann kann ich mir sicher sein, das bestmöglichste getan zu haben.
    Falls da jemand Absolutismus herauslist, liegt er völlig falsch — der Blog bietet einen großen, zusammenhängenden Ausschnitt. Und es tut mir leid für andere die nur mal kurz eintauchen, die größeren Texte taugen da ohne die Basis nicht zur Lektüre :)

    Einen absoluten Glauben kann ich nirgends unterbringen, das schafften große Denker vor mir nicht, warum sollte ich es also gerade schaffen?
    So solltest du auch meine Meinung hier verstehen, ich differenziere — ich sehe auf beiden Seiten, um das Beispiel mit der Musik aufzugreifen, eine Menge Idioten. Strohdumme Kunden, die es nicht besser verdienen, «Künstler» die besser was richtiges gelernt hätten und Manager die nicht Wissen was Musik ist bzw. nicht wissen die Zeichen der Zeit richtig zu deuten. Der Rest dazwischen ist auch nur ein Lückenbüßer und muß herhalten für den großen Käse zw. den eingangs erwähnten.

    Falk, man wächst einfach mit den Jahren und was ich z.B. mal vor 6 Jahren in dem Bereich mal sagte finde ich heute eher dumm. Z.B. war ich in den 90ern bis Anfang/Mitte 2000 ein glühender GPL Verfechter. Aber man lernt hinzu 😉

  15. Grainger sagt:

    Kunst als Job und dabei wirklich konsequent auf open content bedacht ist ein no-brainer in dieser Gesellschaft. Nun ich kenne eine Menge Künstler aus diversen Bereichen, die sind auch schon Hungerleider ohne open content, trotz Talent

    Wenn man von seiner Kunst leben will muss man eben (wie in jedem anderen Job auch) genug zahlungswillige Kunden für sein Produkt finden (oder einige wenige, dafür aber ausreichend wohlhabende Kunden, früher auch Mäzene genannt).

    So oder so, man braucht jemanden der das, was man produziert auch haben und — vor allen Dingen — auch dafür bezahlen will, warum sollte «Kunst» da eine Ausnahme sein?

  16. Oli sagt:

    Darum gehts ja auch gar nicht, es geht darum — dazu gehört das obige Zitat — da alleine durch open content keiner überleben kann 😉
    Eben das sagst du ja auch 😀

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