Fremdenfeindlichkeit ist des Deutschen liebste Zier

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Durch die Einführung des Begriffs der Deutschenfeindlichkeit in die Debatte wird signalisiert, dass ein Teil der Beteiligten eben nicht Teil der Gesellschaft ist. Sie haben allenfalls einen Gaststatus, den sie durch ungebührliches Benehmen verlieren können.

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Und ehrlich gesagt, muß man sich erst einmal wie ein Gastgeber verhalten, damit man auch Anspruch auf den entsprechenden Respekt anmelden darf. Respekt ist keine Einbahnstraße und der Deutsche war noch nie ein guter Gastgeber, da kann man sich auch heute noch im Ausland eine dicke Scheibe von abschneiden. Noch wird man als interessierter Deutscher, nicht als arroganter Tourist, im Ausland gerne empfangen.

Apropos Kultur, es existiert keine «Leitkultur». «Leitkultur» müffelt nach Dominanz, nach «Übermensch». Es existiert Kultur und diese ist ein dynamisches, grenzübergreifendes «Gebilde» mit lokalen Ausprägungen. Man kann diese pflegen und hegen, diese lokalen Ausprägungen. Möchte man sie hingegen «schützen», versetzt man diese in eine Stase und arbeitet somit dem dynamischen Charakter der Kultur entgegen.

Was der Mensch wieder erlernen muß, ist die neugierige Sichtweise aus Kindheitstagen. Nur dann lernt man, nur derart kann man Ängsten begegnen, nur dann klappts auch mit dem Nachbarn.

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3 Antworten zu “Fremdenfeindlichkeit ist des Deutschen liebste Zier”

  1. Iris sagt:

    Ich liebe Deutschland. Ich liebe seine Landschaften, die deutsche Sprache, deutsche Literatur und Kunst. Doch ich liebe nicht die Deutschen mit sogenanntem Nationalstolz. Denn das bedeutet in Deutschland (wie mir im Laufe des letzten Jahrzehnt leider immer wieder bewiesen wurde) nach wie vor ganz überwiegend dümmliche Deutschtümelei, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Und die, die damit in den letzten Jahren verstärkt um sich werfen (und auch noch stolz drauf sind, endlich wieder ihre ‘Wahrheit’ schamlos und ungeächtet laut aussprechen zu können), gereichen dem Deutschland, das ich liebe, ganz bestimmt nicht zur Ehre — im Gegenteil, sie sorgen dafür, dass künftige Generationen neuen Grund haben, sich vor der übrigen Weltbevölkerung für ihre Heimat zu schämen. Und wie stehe ich persönlich zu diesen Leuten? Ganz ehrlich? Ich verachte sie zutiefst und fühle mich zunehmend angeekelt von ihren selbstgerechten, geringschätzigen Vorurteilen gegen Mitmenschen, die zufällig keine deutschstämmigen Vorfahren haben. Denn sie verkörpern für mich nichts anderes als die schlimmste Form von Dummheit, Menschen– und Demokratiefeindlichkeit. Und das macht SIE in meinen Augen zu den wahren Integrationsverweigerern einer aufgeklärten, gerechten, mitmenschlichen Gesellschaft.

  2. Sven sagt:

    «Ich habe nichts gegen Fremde. Ein paar meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden da sind nicht von hier!»

  3. Rudi sagt:

    Schön gesagt. Den einzigen Bestandteil einer Leitkultur die ich bei der CSU finden kann, ist das Maß. Dennoch wird vermutlich einiges los sein (am Stammtisch), wenn dieser Artikel z.B. in der Bild veröffentlichen werden würde :)

    Ich dachte man hätte schon vor .… Jahren festgestellt, dass es sowas wie eine Leitkultur nicht gibt.

    CSU — Leitkultur — Erde ist eine Scheibe — Sarrazin — Alle Ausländer sind kriminell …

    Zuviel CSU/CDU ist nicht gut für mich — siehe S21.

    schönen Tag noch!

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