freie Systeme sollten größtenteils frei bleiben

Man sollte wohl derartige Dinge unter freien Systemen geflissentlich wenn möglich ignorieren, beispielsweise Firmen die ihre Treiber partout nicht offen legen wollen und dieses selbst für die Zukunft verneinen1 , ob der vorgeschobenen Absurdität geistigen Eigentums. Vielmehr offeriert sich hier der offen zur Schau getragene wirtschaftliche Habitus, der Kunden mittels Druck eines fehlenden Treibers zum Kauf neuer Hardware animieren soll und oft der recht biederen Übervorteilung der Konkurrenz dienlich ist. Auch kann man wohl auf Kopierschutz im freien Ländle verzichten, wenn es sich halt nicht rentiert läßt man es folglich bleiben. Und ich denke kaum das Linux beispielsweise ein Raubkopier–Problem besitzt. Beispiele wie Ankh bezeugen das krasse Gegenteil. Kurzum all dies wird immer eine Gratwanderung darstellen, will man denn nicht in fundamentalistische Gefilde abdriften, aber letztendlich sollten es dennoch die Ausnahmen von der Regel darstellen.

  1. dabei ist die Problematik der nVidia Treiber unter freien Systemen wie FreeBSD und Linux Legion, ebenso wie die Ursächlichkeit diverser massiver Vista-Probleme []

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11 Antworten zu “freie Systeme sollten größtenteils frei bleiben”

  1. gnokii sagt:

    wieso nur «größtenteils»? 😉

  2. Oliver sagt:

    Weil es immer wieder einen Punkt gibt, an welchem man eventuell temporär einen Kompromiss eingehen muß. Ein Musiker kann auch nicht als erste Tat erst einmal alles verschenken, er braucht eine Basis und dann kann er sich gleichermaßen an der Kultur beteiligen.

  3. Treiber sagt:

    Der Kompromiss wurde doch schon aufgezeigt: propitäre Treiber in den Userspace. Dann muss nicht darauf gehofft werden, dass eine neue Version für Kernel x.y.z von der Firma geliefert wird.

  4. Oliver sagt:

    Der Kompromiss ist nicht überall gangbar. Insofern gilt für mich das Motto ruhig blut und nicht ausufern lassen. Bei Firmen wie nVidia beispielsweise hätte ich auch keine Probleme damit deren Treiber auszusperren. Würde mir auch weh tun, aber dort hilft ja keine Vernunft mehr.

  5. Treiber sagt:

    Für mich wäre aber auch ein Kompromiss, wenn die Firma die Linuxtreiber gut pflegt und auch regelmäßig neue Builds für die Kernel bereit stellt. Und daran hapert es so manches mal.

  6. Torsten sagt:

    Ich glaube nicht, dass sich nVidia der OS-Gemeinde auf Dauer verschliessen kann. Spätestens dann, wenn ATI mit seinen Open Source Treibern Erfolg hat, wird auch nVidia begreifen, in welche Richtung die Entwicklung geht. Allerdings bin ich schon der Meinung, dass dieser gane Prozess noch eine ganze Weile dauern wird.

  7. Ich habe nie so recht verstanden, warum die Hersteller von Grafikkarten sich lieber mit hanebüchen schlechten Treibern blamieren, als sich dabei helfen zu lassen, einen breiteren Markt für die Hardware zu erschließen. Wenn ATI den Weg zu quellenoffenen Treibern einschlägt, halte ich das für einen Segen für die gesamte Branche.

  8. Bernd sagt:

    Ich habe nie so recht verstanden, warum die Hersteller von Grafikkarten sich lieber mit hanebüchen schlechten Treibern blamieren

    Weil das Gros der Kunden nicht mal eine Vorstellung davon hat, was ein Treiber ist. Gehört hat Mann/Frau das schon mal — sicher…

    Wenn ATI den Weg zu quellenoffenen Treibern einschlägt, halte ich das für einen Segen für die gesamte Branche.

    Haben sie das nicht schon? Jetzt stellt sich für mich die Frage, kann das Publizierte auch umgesetzt werden, sprich haben wir dann bald tolle Treiber in den freien Betriebssystemen oder wird es doch ganz still um dieses Thema?

  9. Oliver sagt:

    Die sind für die ATI schon eifrig am coden und AMD/ATI schickt selbst schon für die neuesten Karten permanent Dokus und Beispielcode hinterher. Aber hierbei muß man auch sagen, AMD/ATI geht es so richtig dreckig und diese positive PR war bitter nötig. nVidia hat eben nicht diesen Druck :-)

  10. Treiber sagt:

    Die sind für die ATI schon eifrig am coden und AMD/ATI schickt selbst schon für die neuesten Karten permanent Dokus und Beispielcode hinterher.

    Ein Hoch auf AMD. Ich hoffe, dass das Konzept letztendlich sich für AMD auch auszahlt und sie so auf einen grünen Zweig kommen, sofern sie nicht gerade kompletten Bockmist fabrizieren. Ich werde sicherlich bald nur noch AMD-Systeme bei mir rumwerkeln haben 😀

  11. Machen wir uns nichts vor, Bernd.

    Weil das Gros der Kunden nicht mal eine Vorstellung davon hat, was ein Treiber ist. Gehört hat Mann/Frau das schon mal — sicher…

    Linux als Desktop-Betriebssystem wird nur von einer Minderheit verwendet, die sehr wohl weiß, was ein Kernel-Modul ist. Vielleicht sogar nicht zuletzt, weil die marktführenden Hersteller von Grafikhardware an dieser Stelle geradezu ostentativ für Ungemach sorgen.

    Insgeheim vermute ich, die haben Angst, jemand könnte verstehen, wie sie die Chips zusammengelötet haben.

    An mir kann es nicht liegen, Oliver. Stets habe ich AMD statt Intel CPUs genommen. Nicht daß es technisch von Vorteil gewesen wäre (auch nicht nachteilig). Es war reine Antimainstream-Entscheidung. Ich schwör!

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